Archiv der Kategorie: Tierschutz

Tierschutz und Wildlife Conservation

Bundesrat veröffentlicht Länderbericht der Schweiz für die UNO über die Umsetzung der Agenda 2030

Mitte Juli wird die Schweiz ihren Fortschrittsbericht zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vor der UNO in New York präsentieren. Heute hat der Bundesrat diesen Bericht verabschiedet. Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft wurden zwar konsultiert, davon ist jedoch so gut wie gar nichts in den Bericht eingeflossen. Namentlich fehlt eine ernsthafte Analyse, wo es in der Schweiz Handlungsbedarf gibt bei der Umsetzung des globalen Rahmenwerks für nachhaltige Entwicklung. Auf diese Fragen wird ein Bericht der Plattform Agenda 2030 Antworten geben, der am 3. Juli veröffentlicht wird.

Die Weltgemeinschaft hat 2015 unter aktiver Mitwirkung der Schweiz die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Auch der Bundesrat anerkennt diese explizit als neuen universellen Referenzrahmen für den Beitrag der Schweiz zur Förderung des menschlichen Wohlergehens, einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Schutz der Umwelt – sowohl weltweit als auch im eigenen Land.

Über 170 Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft haben in einer aufwändigen Online-Befragung Herausforderungen und Chancen des Schweizer Beitrags zur Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen und 169 Unterzielen evaluiert. Die Bundesverwaltung setzte eigens eine hochrangig besetzte Begleitgruppe ein, um diesen Prozess zu begleiten. Doch das Resultat dieser Vorarbeit spiegelt sich im Bericht kaum wieder: Auf gerade einmal 24 Seiten will der Bundesrat im Juli der UNO die Schweizer Aktivitäten zur Umsetzung der Agenda 2030 darlegen.

Für die zivilgesellschaftliche Plattform Agenda 2030 – ein Zusammenschluss von mehr als 40 Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Frieden, Gewerkschaften und kollaborativer Wirtschaft – ist dieser Bericht klar ungenügend. Namentlich hat es der Bundesrat verpasst, wesentliche Lücken bei der Schweizer Umsetzung der Agenda 2030 zu identifizieren, und es fehlen jegliche Hinweise, ob und wie der Bundesrat die notwendigen politischen Massnahmen einleiten will. Ebenso wenig gibt der Bericht Auskunft darüber, welche Bundesstelle die Kompetenz haben soll, die Umsetzung der Agenda 2030 voranzubringen und zu überprüfen.

Offen bleibt auch die Frage, warum der Bundesrat die oft erwähnte «umfassende Bestandesaufnahme», die seinem sehr spärlichen Bericht zugrunde liegen soll, nicht mitveröffentlicht.

Die Resultate der zivilgesellschaftlichen Bestandsaufnahme werden anlässlich einer Medienkonferenz am 3. Juli präsentiert. Die Analyse der Plattform Agenda 2030 wird das Engagement der Schweiz in weit weniger rosigem Licht erscheinen lassen als der Bericht des Bundesrats.

Für weitere Informationen:

Eva Schmassmann (Präsidentin Plattform Agenda 2030, Alliance Sud): 076 458 89 52
Friedrich Wulf (AG Umwelt der Plattform Agenda 2030, Pro Natura): 061 317 92 42 bzw. 079 216 02 06

 

Kommission will indirekten Gegenvorschlag zur „Konzernverantwortungsinitiative“

Die Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats schlägt im Rahmen der Aktienrechtsrevision gesetzliche Massnahmen gegen Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung von internationalen Umweltstandards durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz vor.

Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung ist überzeugt, dass die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards für Konzerne mit Sitz in unserem Land nicht länger freiwillig sein darf. Davon zeugt die wachsende Unterstützung für die Konzernverantwortungsinitiative: Seit Lancierung wuchs der Trägerverein von 66 auf 97 Organisationen mit über einer Million Mitglieder. Zudem stehen ein Unterstützungskomitee mit 88 Persönlichkeiten und rund 30 Unternehmen hinter der Initiative. Die Initiantinnen und Initianten begrüssen, dass nun auch die Rechtskommission mit einer grossen Mehrheit den dringenden Handlungsbedarf anerkennt.

Das Initiativkomitee und die strategischen Gremien des Vereins Konzernverantwortungsinitiative haben im Vorfeld der Kommissionssitzung den ursprünglichen indirekten Gegenvorschlag von Nationalrat Karl Vogler (CSP/OW) geprüft. Dieser enthielt schmerzhafte Abstriche gegenüber der Initiative. So gälte die neue Regelung für weniger Unternehmen als die Initiative und die Haftung würde gleich mehrfach eingeschränkt – sie käme nur noch in gewissen Konstellationen und nur bei Verletzungen von Leib, Leben oder Eigentum zum Tragen.

Trotz dieser Nachteile gegenüber der Initiative hat das Initiativkomitee nach intensiven Diskussionen der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats mitgeteilt, dass eine unveränderte Verabschiedung dieses Vorschlags einen Rückzug der Volksinitiative ermöglichen würde. Hinter diesem Vorschlag stand auch der Wirtschaftsdachverband «Groupement des Entreprises Multinationales» (GEM), der 90 transnational tätige Unternehmen vereint. Nun hat die Kommission den Vorschlag von Karl Vogler noch weiter abgeschwächt: Der Geltungsbereich wurde durch die Verdoppelung der Schwellenwerte nochmals verkleinert. Unklar ist zurzeit, ob noch weitere Änderungen vorgenommen wurden. Überdies kündigte die Kommission an, möglicherweise an einer nächsten Sitzung erneut auf den Gegenvorschlag zurückzukommen. Unverständlich ist, dass die Kommission bei der gleichzeitigen Diskussion über Transparenzbestimmungen für den Rohstoffsektor entschieden hat, den Rohstoffhandel zu schonen.

Dick Marty, Co-Präsident des Initiativkomitees: «Der von uns geprüfte Gegenvorschlag war ein Kompromiss. Weil für uns eine rasche Verbesserung der Situation für die betroffenen Menschen im Vordergrund steht, stellen wir für diese ursprüngliche Version einen Rückzug in Aussicht. Sobald die Kommission einen finalen Text publiziert, werden wir den definitiven Antrag wiederum genau prüfen.»

Heute ist offen, ob der von der Kommission schliesslich definitiv beantragte Gegenvorschlag zu einem Rückzug der Initiative führen kann und wie die eidgenössischen Räte entscheiden werden. Deshalb bereiten der Verein Konzernverantwortungsinitiative und zahlreiche engagierte Freiwillige weiterhin mit voller Kraft die Abstimmungskampagne vor.

 

Das fordert die Initiative

Die Initiative will alle Konzerne verpflichten, die Menschenrechte und die Umwelt bei ihren Geschäften zu achten. Damit sich alle Konzerne an das neue Gesetz halten, müssen Verstösse Konsequenzen haben. Konzerne sollen deshalb in Zukunft für Menschenrechtsverletzungen haften, welche ihre Tochterfirmen verursachen.

Bundesrat schafft die Voraussetzungen für grenzüberschreitenden Nationalpark

Bern, 21.02.2018 – Der Bundesrat hat am 21. Februar 2018 einen Staatsvertrag mit Italien sowie Anpassungen in der Pärkeverordnung (PäV) genehmigt. Beide Geschäfte sind formelle Grundlagen für die Schaffung eines neuen Nationalparks. Ob ein solcher im Tessin entstehen soll, entscheidet die lokale Bevölkerung an einer Volksabstimmung.

Im Kanton Tessin planen acht Gemeinden einen neuen Nationalpark gemäss Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG). Dieses Projekt des Locarnese schliesst aus einem natur- und kulturräumlichen Selbstverständnis mit dem Valle dei Bagni auch italienisches Staatsgebiet mit ein. Ein Teil des Projekts würde somit in Italien zu liegen kommen. Der Bundesrat hat am 21. Februar 2018 einen Staatsvertrag genehmigt, der die zukünftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit regelt. Der Vertrag tritt in Kraft, sofern die beteiligten Tessiner Gemeinden dem neuen Nationalpark in einer Volksabstimmung zustimmen und der Bund dem Park anschliessend das Label Park von nationaler Bedeutung verleihen kann.

Ebenfalls in der Sitzung vom 21. Februar 2018 hat der Bundesrat die Pärkeverordnung (PäV) angepasst. Damit schafft er rechtlich die Möglichkeit, dass Nationalpärke über die Landesgrenze hinaus errichtet werden können. Die Anforderungen für die Verleihung des Parklabels werden mit der angepassten Verordnung nicht verändert.

Mit diesen Entscheiden des Bundesrats sind alle im Kompetenzbereich des Bundes liegenden Voraussetzungen geschaffen, damit die lokale Bevölkerung in Kenntnis aller Fakten über das Nationalpark-Projekt des Locarnese abstimmen kann.

Pärke in der Schweiz

Der Bund anerkennt das Potenzial des Nationalpark-Projekts im Locarnese. Auf Gesuch des Kantons Tessin und der Parkträgerschaft unterstützt er dieses Projekt seit 2011 beratend und mit Finanzhilfen. Es wurde in einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Parkträgerschaft aus den acht Gemeinden, den „Patriziati“, dem Kanton Tessin und dem Bund entwickelt. Die Pärkepolitik der Schweiz beruht auf den Prinzipien, dass ein Park aus einer regionalen Initiative entsteht und die lokale Bevölkerung zustimmt. Der Bund fördert die Pärke von nationaler Bedeutung mit Finanzhilfen, der Verleihung des Parklabels und der Möglichkeit, Parkprodukte zu zertifizieren.

Nobel Peace Prize Winner Malala Yousafzai and Rohingya Political Prisoner Wai Wai Nu at Open Forum in Davos

Davos-Klosters, Switzerland, 22 January 2018 – Sessions on sustainable food and tackling climate change plus special screenings of Sundance Grand Jury Winner Last Men in Aleppo and Al Gore’s most recent film, An inconvenient Sequel: Truth to Power, are among the events open to the public, on a first-come, first-served basis, at the Open Forum Davos 2018.
 
The Open Forum Davos, now in its 16th year and with a fresh new look, will open its doors to the public from 23 to 26 January in Davos, Switzerland. Leading personalities from business, government, academia and civil society as well as young people will discuss and interact with the Swiss public on critical – and, at times, controversial – subjects, opening a unique window on to the most challenging debates of our time.
 
Panellists at this year’s Open Forum Davos comprise public figures, chief executive officers, representatives from civil society, experts and academics from Switzerland and around the world, including:
 

  • Wai Wai Nu, Founder and Director, Women Peace Network
  • Peter Maurer, President, International Committee of the Red Cross
  • Jennifer Morgan, Executive Director, Greenpeace International
  • Patrick Brown, CEO and Founder, Impossible Foods
  • Jens Spahn, State Secretary of Finance, Germany
  • Pascale Baeriswyl, State Secretary Foreign Affairs, Switzerland
  • Feras Fayyad, Film Director, Writer and Editor, Syria
  • Malala Yousafszai, UN Messenger of Peace and Nobel Peace Prize Winner
  • Alain Berset, President of the Swiss Confederation
  • Pia Mancini, Chair, The Democracy Earth Foundation
  • Al Gore, Vice-President of the United States (1993-2001), Chairman and Co-Founder, Generation Investment Management LLP
  • Christiana Figueres, Convener, Mission 2020
  • P. Murali Doraiswamy, Professor, Duke University Health System
  • Ariella Käslin, Swiss Champion Gymnast
  • Dan Buettner, Founder, Blue Zones

Open Forum Programme
Tuesday 23 January
12.00 – 13.30 Fostering Inclusivity
18.30 – 20.00 On the Menu: Sustainable and Nutritious Food
 
Wednesday 24 January
12.30 – 14.00 Rejuvenating European Democracy
18.30 – 20.00 Special Screening: Last Men in Aleppo – In Davos the screening of the Sundance Grand Jury winning film Last Men in Aleppo, followed by a conversation with director Feras Fayyad.
 
Thursday 25 January
09.00 – 09.45 An Insight, An Idea with Malala Yousafzai
12.30 – 14.00 Democracy in a Post-Truth Era
18.30 – 20.00 Climate’s Two Degrees of Separation
20.30 – 22.15 Special Screening: An Inconvenient Sequel-Truth to Power – In Davos for this special screening of Al Gore’s latest film to learn just how close we are to a clean energy revolution.
 
Friday 26 January
09.00 – 10.30 Suffering in Silence: Tackling Depression – This session is co-designed with students of the Davos secondary school.
12.30 – 13.30 Secrets to a Long and Happy Life

The Open Forum will be held at the Swiss Alpine Mittelschule, Guggerbachstrasse 3, Davos Platz, Switzerland. Although no registration is required, those wishing to participate are encouraged to arrive early as the maximum capacity of the auditorium is 300. For those unable to take part, all eight sessions will be livestreamed on www.weforum.org/open-forum.

Follow the debates using the Open Forum Twitter account: @openforumwef #WEF #openforum. Some of the sessions will be broadcast by Swiss Television (SF-info), available on YouTube after the event; and some will benefit from social media integration, which offers deeper engagement and analysis to a global audience.

Hotelplan setzt sich mit Ocean Care mehr für Delphine ein

Delphinarien sind out:  Hotelplan verstärkt Engagement für Delphine.  Bild: © GMC/Gerd Müller

Hotelplan Suisse verstärkt die Zusammenarbeit mit der Schweizer NGO OceanCare und richtet dabei den Fokus des Engagements auf Delphine. Mit Aufklärung und Sensibilisierung wird Kunden vom Besuch von Delphinarien sowie dem Schwimmen mit Delphinen abgeraten. Entsprechende Angebote werden nicht mehr aktiv ausgeschrieben.

Das Ziel von Hotelplan Suisse und OceanCare ist, Reisende auf die Problematik der Delphinhaltung aufmerksam zu machen. Hotelplan Suisse mit den Reisemarken Migros Ferien, Hotelplan, Tourisme Pour Tous, Travelhouse und Globus Reisen verfolgt in diesem Zusammenhang 6 Massnahmen, die innerhalb der nächsten 18 Monate umgesetzt werden:

  1. Es werden keine neuen Angebote mit in Gefangenschaft lebenden Delphinen und Walen ins Programm aufgenommen.
  2. Das Schwimmen mit Delphinen in Gefangenschaft wird nicht mehr aktiv angeboten und Online sowie in den Katalogen nicht mehr ausgeschrieben.
  3. Tickets zu Attraktionen mit in Gefangenschaft gehaltenen Delphinen und Walen werden nicht mehr aktiv angeboten und Online sowie in den Katalogen nicht mehr ausgeschrieben.
  4. Hotels mit Delphinarien werden in den Katalogen sowie Online explizit ausgewiesen.
  5. Produkt- sowie Verkaufsverantwortliche des Reiseveranstalters Hotelplan Suisse werden durch Experten von OceanCare geschult.
  6. Eine Broschüre wird Kunden über die Problematik des Schwimmens mit Delphinen sowie die Delphinhaltung informieren.

Der Schweizer Reiseveranstalter übernimmt so verstärkt Verantwortung: Schwimmen mit Delphinen ist zweifellos ein unvergessliches Erlebnis. Delphine werden für das Vergnügen der Feriengäste jedoch oft auf brutale Art und Weise in der Wildnis gefangen. Dies gefährdet zudem das Überleben ganzer Populationen. „In Freiheit legen Delphine täglich bis zu 100 Kilometer zurück und leben in hochentwickelten Familienstrukturen zusammen. Kein Becken bietet die Voraussetzungen, um diese natürlichen Verhaltensweisen aufrecht zu erhalten. So werden viele Tiere krank und sterben früh“, sagt Silvia Frey, Verantwortliche Wissenschaft & Bildung OceanCare. „Delphinen und Walen kann man in freier Wildbahn auf verantwortungsvoll geführten Delphin- oder Whale Watching-Touren respektvoll begegnen. Es ist wichtig, das Bewusstsein potentieller Besucher von Delphinarien zu schärfen, um eine Veränderung bewirken zu können. Genau dort setzt die verstärkte Zusammenarbeit von Hotelplan Suisse mit OceanCare an“, ergänzt Kurt Eberhard, CEO Hotelplan Suisse.

Seit 1989 engagiert sich OceanCare für die Ozeane und ihre Bewohner. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Kampagnen, Umweltbildung sowie dem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit 2011 ist OceanCare UN-Sonderberaterin für Fragen im Meeresschutz. Weitere Informationen zu OceanCare finden sich unter www.oceancare.org

Die Tierwanderung in der Masai Mara hat begonnen

Juli 2016. Die Große Tierwanderung hat wieder die Masai Mara im Süden von Kenia erreicht: Schon im Juni haben die ersten Herden von Gnus den Sand River überquert, welcher die Grenze zur Serengeti in Tansania bildet. Laut Berichten von kenianischen Safariunternehmen haben sich die Herden mittlerweile schon weit nach Norden ausgebreitet. Man rechne daher damit, dass die ersten Überquerungen des Mara-Flusses schon in der ersten Julihälfte bevorstehen.

Alljährlich schließen sich in der tansanischen Serengeti gegen Einsetzen der Trockenzeit rund 1,5 Millionen Gnus und Zebras zusammen, um in riesigen Herdenverbünden nach Norden in die noch grünen Weidegründe in der Masai Mara, dem kenianischen Teil des Serengeti-Mara-Ökosystems, zu ziehen. Dort vereinigen sie sich mit den kleineren Loita-Herden, welche sich den Rest des Jahres östlich der Masai Mara aufhalten. Ihren Höhepunkt erreicht die Tierwanderung üblicherweise im Zeitraum August bis Oktober.

Auf ihrer Wanderung müssen die von Süden kommenden Herden mehrmals Flüsse überqueren. Vor den Steilufern des Mara-Flusses drängen sich die Tiermassen oft tagelang, bis das erste Tier den Absprung in die Fluten wagt. Hunderte bis Tausende Artgenossen folgen, wobei sich viele im Tumult verletzen und Opfer der im Fluss lebenden Krokodile werden. Auch Löwen lauern mitunter an den Flussufern in der Hoffnung auf reiche Beute.

Eine Safari in die Masai Mara ist nicht nur während der Tierwanderung, sondern zu allen Jahreszeiten ein Erlebnis: Lediglich ein Großteil der Gnus und Zebras wandert ab Ende Oktober zurück in die Serengeti. Alle anderen Tierarten der Mara haben feste Reviere oder wandern nur kurze Strecken innerhalb der rund 1.600 km² großen Masai Mara und den an sie angrenzenden kommunalen Schutzgebieten, den „Conservancies“. Berühmt ist die Masai Mara für ihren dichten Bestand an großen Raubkatzen. Kaum irgendwo in Afrika kann man, selbst in den als Nebensaison geltenden Regenzeiten, so gut Löwen, Leoparden und Geparden beobachten, wie in den Grassavannen der Masai Mara.

Die Conservancies, die an das Masai Mara- Nationalreservat angrenzen, bieten mit streng limitierten Gästezahlen und kleinen, nach Prinzipien des Ökotourismus geführten Camps und Lodges ein besonders exklusives Naturerlebnis. Die Flussüberquerungen als Höhepunkte der Großen Tierwanderungen finden allerdings in der Regel nicht in den Conservancies, sondern innerhalb des Nationalreservates statt. Da die Grenzen zwischen dem Serengeti-Nationalpark in Tansania, dem Masai Mara- Nationalreservat in Kenia und den dort anschließenden Conservancies offen sind, erstreckt sich die Tierwanderung selbst über das gesamte Ökosystem.

Die Masai Mara ist von Kenias Hauptstadt Nairobi entweder nach einer mehrstündigen Autofahrt, als auch mit verschiedenen Inlandfluggesellschaften ab Wilson Airport (Nairobi) und Ukunda (Diani Beach) in nur 1-2 Stunden Flugzeit zu erreichen.

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Kenia  setzt ein Zeichen gegen die Wilderei

Hemingways Collection investiert in Watamu

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Kenia/April 2016. Die Hemingways Collection investiert massiv in ihr Traditionshaus Hemingways Watamu an der kenianischen Küste. Nach umfangreichen Renovierungen und Umbaumaßnahmen soll es den gleichen 5-Sterne-Standard erreichen wie das Hemingways Nairobi und das Hemingways Ol Seki Mara.

Das Hemingways Watamu wird zu einem luxuriösen Boutique-Hotel mit 39 Zimmern, von denen aus die Gäste den Blick auf den Indischen Ozean genießen können. Außerdem sollen 15 luxuriöse Apartments direkt am Meer entstehen. Die öffentlichen Bereiche des Resorts werden ebenfalls grundlegend modernisiert und verbessert, darunter das Restaurant, die Bars, Rezeption, Swimming Pools, Spa und Fitness-Studio. Hauptaugenmerk bei den Umgestaltungen liegt darauf, den grandiosen Ausblickblick auf die umliegende Landschaft und den Meeresnationalpark von Watamu zu verbessern.

Aufgrund der Umgestaltungen ist das Hemingways Watamu seit dem 18. April 2016 geschlossen. Die Baumaßnahmen sollen nach 18 Monaten abgeschlossen sein, so dass neue Buchungen für den Zeitraum ab Oktober 2017 erwartet werden.

www.hemingways-collection.com

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Am 30. April 2016 wurden in Kenias Hauptstadt Nairobi 105 Tonnen Elfenbein und 1,35 Tonnen Rhino-Horn in einer symbolträchtigen Zeremonie verbrannt. Kenias Staatspräsident Uhuru Kenyatta setzte damit ein klares Zeichen gegen die Wilderei von Elefanten und Nashörnern. Die Öffentlichkeitswirkung soll vor allem auch in Asien ein Bewusststein für Problematik der Wilderei schaffen und eine Ächtung von Elfenbein- und Nashornprodukten bewirken.

Am 28. bis zum 30. April tagte zudem der neu ins Leben gerufene „Giants Club“ mit rund 170 Delegierten erstmalig im zentralkenianischen Nanyuki. Der Giants Club ist ein Zusammenschluss hochrangiger afrikanischer Staatschefs, darunter Kenias Präsident Uhuru Kenyatta, sein ugandischer Amtskollege Yoweri Museveni und Gabuns Präsident Ali Bongo Ondimba, internationaler Geschäftsleute wie Evgeny Lebedev und renommierter Experten für Natur- und Artenschutz. Ziel des Giants Club ist es, das Überleben des Afrikanischen Elefanten und den Schutz seiner Lebensräume nachhaltig zu sichern und dafür entsprechende Strategien zu entwickeln.

Kenia ist nach Angaben des staatlichen Kenya Wildlife Service mit 35.000 Elefanten nach Botswana, Simbabwe und Tansania die Heimat von Afrikas viertgrößter Elefantenpopulation. Mit 1.122 Nashörnern beherbergt Kenia die drittgrößte Population Afrikas nach Südafrika und Namibia, bzw. 80% des Weltbestandes des Spitzmaulnashorns.

In Kenia ist die Wilderei von Elefanten und Nashörnern rückläufig. Nach offiziellen Angaben wurden 2015 insgesamt 96 Elefanten in Kenia gewildert, nach 384 in 2012, 302 in 2013 und 164 in 2015. Als Vergleich: Man schätzt, dass in ganz Afrika in den letzten Jahren rund 30.000 Elefanten pro Jahr illegal getötet wurden. Die Zahl der Fälle von Nashornwilderei sank von 59 in 2013 über 35 in 2014 auf 11 in 2015. Um Wilderer abzuschrecken hat Kenia die Strafen für die Wilderei bedrohter Arten drastisch angehoben: So können Geldstrafen von bis zu umgerechnet 200.000 US$ und lebenslange Gefängnisstrafen verhängt werden.

Die am 30. April in Nairobi verbrannten Stoßzähne und Rhino-Hörner stammen nur zum kleinen Teil von in Kenia gewilderten Tieren. Da Kenia ein wichtiger Transitweg für Schmuggelwaren aus zahlreichen anderen afrikanischen Ländern ist, werden regelmäßig entsprechende Funde, vor allem aus Zentralafrika, konfisziert.

Die drastische Maßnahme Kenias, seine Lagerbestände an Elfenbein und Rhino-Horn zu verbrennen, ist durchaus umstritten: Vielfach wird gefordert, man solle diese Bestände lieber legal auf den Markt bringen und die Erlöse für den Tier- und Naturschutz verwenden. Die Erfahrungen der Vergangenheit sprechen dagegen: Nach dem kompletten Verbot des Elfenbeinhandels im Jahr 1989 sanken die Elfenbeinpreise drastisch und der Markt brach ein. Erst nachdem das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES seit 1997 verschiedenen afrikanischen Ländern Sondergenehmigungen erteilte, um ihre Lagerbestände legal zu verkaufen, ist die Wilderei wieder aufgeflammt und hat gerade nach 2010 in vielen Ländern Afrikas katastrophale Ausmaße erreicht.

Kenia möchte daher ein Zeichen dafür setzen, dass Elfenbein und Rhino-Horn nur am lebenden Tier einen Wert hat. Schon 1989 setzte Kenias damaliger Präsident Daniel arap Moi 12 Tonnen Elfenbein in Flammen. Die dadurch entstehende Wirkung in der Öffentlichkeit leistete ihren eigenen Beitrag zum Verbot des Elfenbeinhandels im Jahre 1990.

Weitere Information über Bedrohung und Schutz des Afrikanischen Elefanten u.a. beim

Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

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Kenia: Loisaba Tented Camp ist wieder offen

Seit dem 1. Mai 2016 ist das Loisaba Tented Camp in der kenianischen Region Laikipia wieder geöffnet. Nachdem ein Buschfeuer im Jahr 2013 große Teile der Loisaba Lodge zerstörte, wurde sie als exklusives Camp mit 16 Luxuszelten wieder ganz neu aufgebaut.

Nur 15 Minuten Fahrtzeit entfernt liegen die Loisaba Star Beds, eine Art „Außenposten“ des Camps mit nur vier Cottages. Hier können Gäste die Nacht  unter dem freien Sternehimmel verbringen – in komfortablen, jeweils auf einer privaten Holzterrasse aufgebauten Betten, aber  nur durch ein Moskitonetz von der afrikanischen Nacht getrennt.

Das Loisaba Tented Camp liegt in dem rund 225 km² großen und nicht eingezäunten Loisaba Conservancy, einem privaten Schutzgebiet, in der Laikipia-Ebene nördlich des Mount Kenya. Neben einer bedeutenden Löwenpopulation beherbergt Loisaba zahlreiche andere seltene Tierarten, wie z.B. das Grevy-Zebra, der Große Kudu, Leoparden, Geparden und sogar Afrikanische Wildhunde. Auch für die zweitgrößte Elefantenpopulation Kenias stellen Loisaba und seine benachbarten Schutzgebiete einen wichtigen Lebensraum dar. Ein Teil der durch das Loisaba Conservancy erzielten Einnahmen wird verwendet, um die Loisaba Community Conservation Foundation zu finanzieren. Diese Stiftung unterstützt Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen zum Nutzen der der lokalen Maasai- und Samburu- Bevölkerung und schafft auf diese Weise durch das Zusammenspiel von Naturschutz und Tourismus Zukunftsperspektiven für die Menschen vor Ort.

Das Loisaba Tented Camp ist Teil der Elewana Collection, einem Portfolio exklusiver Safari-Lodges, Camps und Boutique-Hotels in Ostafrika mit insgesamt acht Häusern in Kenia www.elewanacollection.com.

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Futtermittel: viele nicht konforme Deklarationen

Posieux, 25.02.2016 – Agroscope hat den Auftrag, die in der Schweiz in den Handel gebrachten Futtermittel für Nutz- und Heimtiere (Petfood) zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden 1‘480 Proben erhoben und analysiert. 70% davon waren konform. Dieser Anteil wird als zu tief erachtet.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle erhob Agroscope im Jahre 2015 1‘314 Proben von Futtermitteln für Nutztiere, d.h. der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, sowie 166 Proben von Futtermitteln für Heimtiere, insbesondere Hunde- und Katzenfutter. Inspektionen wurden in mehr als 400 Produktions- oder Handelsbetrieben durchgeführt.

30% nicht konforme Futtermittel für Nutztiere

Knapp 70% der untersuchten Nutztierfutter gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 170 Futtermittel (13%) wurden leicht beanstandet, hauptsächlich aufgrund von Etikettierungsfehlern, und 233 Proben (ca. 18%) führten zu schwereren Beanstandungen. Die festgestellten Nicht-Konformitäten waren hauptsächlich Abweichungen von den deklarierten Gehalten und wichtige Etikettierungsfehler. Einzelne Proben führten auch zu Beanstandungen und weiteren Abklärungen aufgrund von Kontaminationen mit Salmonellen oder mit Futtermittelzusatzstoffen. Agroscope stellte zudem Pestizidrückstände bei Bio-Futtermitteln fest und musste diese zu konventionellen Futtermitteln deklassieren.

Gleichbleibende Situation bei den Heimtierfuttermitteln

Von den 166 bei Herstellern und Importeuren sowie Wiederverkäufern erhobenen Proben von Heimtierfuttermitteln gaben rund 63% (105 Proben) keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 58 Proben (35%) wiesen von der Deklaration abweichende Gehalte ausserhalb der gesetzlichen Toleranzen auf, 32 davon zudem Mängel in der Deklaration. Zu Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen gaben lediglich zwei Proben Anlass aufgrund der Überschreitung des Höchstgehalts an Ambrosiasamen. Beide Produkte wurden vom Markt genommen.

GVO unter Beobachtung

Von den insgesamt 1‘314 Nutztierfuttermittelproben wurden 118 Einzelfuttermittel und 282 weitere Produkte (hauptsächlich Mischfuttermittel) auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Eine Probe gab Anlass zu Beanstandung und führte zu vertieften Abklärungen. (Quelle: Agroscope)