UNO-Weltdatenforum: Aktionsplan zur Rolle der Statistik für nachhaltige Entwicklung

Neuchâtel/Bern, 19.01.2017 – Vom 15. bis 18. Januar fand im südafrikanischen Kapstadt das erste UNO-Weltdatenforum statt. Zum Abschluss wurde ein globaler Aktionsplan präsentiert, an dessen Entwicklung die Schweiz aktiv mitgearbeitet hatte. Die Schweiz wurde von einer gemischten Delegation aus dem Bundesamt für Statistik (BFS) und dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vertreten.

Hauptthema des Forums war die Rolle von öffentlicher Statistik und Daten für die Umsetzung und das Monitoring der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs), die von den UNO-Mitgliedstaaten im September 2015 im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet worden waren.

Am letzten Tag des Forums, an dem sich mehr als 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 100 Ländern trafen, wurde ein globaler Aktionsplan (Cape Town Global Action Plan for Sustainable Development Data) vorgestellt. Er umfasst insgesamt sechs Bereiche, in denen bis 2030 substantielle Fortschritte erzielt werden sollen. Dazu gehören unter anderem Innovationen und die Modernisierung der Statistiksysteme oder der Aufbau von Partnerschaften. Zu diesen Bereichen wurden jeweils Implementierungsschritte definiert, welche die Umsetzung in den nächsten Jahren steuern werden. Der Aktionsplan streicht die Wichtigkeit der Statistik im Umsetzungsprozess und bei den regelmässigen Überprüfungen heraus. Der Aktionsplan wurde unter aktiver Mitarbeit der Schweiz entwickelt und soll im März 2017 offiziell von der UNO-Statistikkommission verabschiedet werden.

Der Direktor des Bundesamts für Statistik (BFS), Prof. Dr. Georges-Simon Ulrich, und Botschafter Michael Gerber, Sonderbeauftragter für globale nachhaltige Entwicklung, übernahmen aktive Rollen an den Veranstaltungen des Forums. Damit wurde das internationale Schweizer Engagement und Profil im Zusammenhang mit der Umsetzung der Agenda 2030 gestärkt.

Das BFS und das EDA arbeiten bereits seit der Entstehung und Verhandlung der Agenda 2030 eng zusammen. Dadurch konnte die Schweiz die internationale Diskussion zum Nachvollzug und zur Überprüfung der Ziele für nachhaltige Entwicklung von Anfang an entscheidend mitprägen.

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