Archiv der Kategorie: Humanitäres Inland

Humanitäres in der Schweiz

Bundesrat beschliesst Bildung eines Cyberbataillons

Bern, 24.11.2021 – Um den Herausforderungen im Bereich Cyber zu begegnen, schafft der Bundesrat ein Cyberbataillon in der Milizarmee als wichtigen Bestandteil des künftigen Kommandos Cyber. Es besteht aus Armeeangehörigen, die aufgrund ihrer zivilen beruflichen oder akademischen Tätigkeit über die notwendige Cybererfahrung verfügen. Daneben sind mit der Umsetzung der «Weiterentwicklung der Armee» (WEA) weitere kleinere Anpassungen in der Struktur der Armee notwendig, dies bei der operativen Schulung sowie in Spezialgebieten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 24. November 2021 die entsprechende Änderung der Verordnung über die Strukturen der Armee verabschiedet. Sie tritt am 1. Januar 2022 in Kraft.

Die Herausforderungen im Bereich Cyber werden immer komplexer, auch für die Armee. Um diese künftig noch besser zu bewältigen, hat der Bundesrat beschlossen, per 1. Januar 2022 ein Cyberbataillon zu bilden. Es besteht aus Armeeangehörigen, die aufgrund ihrer zivilen beruflichen oder akademischen Tätigkeit über die notwendige Cybererfahrung verfügen. Das neue Cyberbataillon wird ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Kommandos Cyber sein, zu dem ab Anfang 2024 die heutige Führungsunterstützungsbasis (FUB) weiterentwickelt werden soll.

Bataillon für Armeeangehörige aus dem Cyber-Lehrgang

Seit 2018 bietet die Armee jungen Talenten aus dem Bereich Cyber (z. B. Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre als Informatiker oder angehenden Informatik-Studierenden) die Möglichkeit, als hauptsächlichen Teil ihrer militärischen Grundausbildung einen 40-wöchigen Cyber-Lehrgang zu absolvieren. Zusammen mit anderen Cyber-Spezialistinnen und Spezialisten aus der Miliz werden diese Armeeangehörigen künftig im Cyberbataillon eingeteilt. Die Bildung erfolgt durch Umteilung von Armeeangehörigen aus bestehenden Cyber-Formationen, die im Gegenzug aufgelöst werden. Der Armeebestand verändert sich dadurch nicht.


Grössere Bedeutung der militärstrategischen und operativen Schulung

Neben dem Cyberbataillon hat der Bundesrat einige weitere Anpassungen und insbesondere Neuunterstellungen in der Struktur der Armee beschlossen, die mit der seit Anfang 2018 laufenden Umsetzung der «Weiterentwicklung der Armee» erforderlich geworden sind.

Dies betrifft verschiedene Stäbe und insbesondere den Stab operative Schulung. Er ist zuständig für die Ausbildung und das Training militärischer Stäbe auf Stufe Armee und grosser Verband. Die Organisationseinheit wird von einem Milizstab unterstützt, deren Angehörige im Rahmen von Stabskursen ihr breites ziviles Wissen und ihre Fähigkeiten einbringen und die Projekte mitgestalten. Aktuell ist der Stab operative Schulung in der Höheren Kaderausbildung im Kommando Ausbildung angesiedelt; die Kommandantin Höhere Kaderausbildung nimmt in Doppelfunktion die Aufgabe der Stabschefin Operative Schulung (SCOS) wahr.

Neu soll die operative Schulung, inklusive dem Milizstab, dem Armeestab unterstellt werden; die Aufgabe des SCOS soll künftig von einem hauptamtlich dafür zuständigen Höheren Stabsoffizier erfüllt werden. Die Neuunterstellung der operativen Schulung erlaubt es unter anderem, Erfahrungen und Lehren aus Übungen auf Stufe Armee und grosser Verband direkt in die Weiterentwicklung der Armee einfliessen zu lassen, insbesondere in die Militärdoktrin.

Bildung eines Ingenieurstabes des Heeres

Weiter hat der Bundesrat die Neubildung des Ingenieursstabes des Heeres beschlossen. Dieser unterstützt das Heer bei der Erarbeitung von militärischen Anordnungen und Grundlagen im Bereich des Geniedienstes aller Truppen mit Fachkompetenz. Ferner ist vorgesehen, dass dieser das Heer bei der Erarbeitung technischer Standards für die Planung und den Ausbau von temporären Truppenstandorten, für die Härtung von Objekten, für den Bau von Verkehrswegen, für Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren sowie für Feldbefestigungen unterstützt. Die Neubildung des Ingenieursstabes des Heeres erfolgt personalneutral durch Einteilung und Umteilung von Milizangehörigen mit Ingenieurwissen innerhalb des Heeresstabes.

(Quelle: Presseinformation des Bundes)

Wie gefährlich Gesichtserkennung für die Menschenrechte sind

Wir haben das Recht, uns frei und unerkannt im öffentlichen Raum zu bewegen. Doch automatische Gesichtserkennung macht es möglich, dass man uns auf der Strasse jederzeit persönlich identifiziert. Dies möchten wir mit einer Petition verhindern.In der Schweiz fehlen gesetzliche Schranken gegen Überwachung mittels automatischer Gesichtserkennung.

Biometrische Erkennungssysteme eröffnen Behörden und Privaten die Möglichkeit, im öffentlichen Raum eine Massenüberwachung durchzuführen – zu jeder Tages- und Nachtzeit, alles vollautomatisch. Da sich der Einsatz von Gesichtserkennungssystemen derzeit in Europa rasant ausbreitet, ist damit zu rechnen, dass bald auch in der Schweiz gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, die die Verwendung dieser Technologien erlauben.

Neueste Recherchen zeigen, dass manche Polizeien bereits heute höchst umstrittene Gesichtserkennungssoftwares nutzen. Der Schritt zur flächendeckenden und permanenten Massenüberwachung liegt nahe.

Weltweit wehren sich Menschen gegen die Überwachung mit Gesichtserkennung und fordern den Schutz ihrer Rechte. Denn, wenn wir im öffentlichen Raum mittels Gesichtserkennungssystemen jederzeit identifiziert oder verfolgt werden, kommt dies einer Massenüberwachung gleich. Die Gefahr besteht, dass nicht nur Schwerverbrecher*innen ins Visier der Behörden geraten, sondern die gesamte Bevölkerung. Dies ist nicht mit unseren Grundrechten vereinbar. Eine solche Massenüberwachung verletzt die Privatsphäre und schreckt Menschen davon ab, grundlegende Rechte wie die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit wahrzunehmen – Rechte, die in einer demokratischen Gesellschaft wie der Schweiz von zentraler Bedeutung sind. Doch derzeit fehlt eine gesetzliche Grundlage, die unsere Rechte schützt und unsere Selbstbestimmung gewährleistet.

Zusammen mit AlgorithmWatch CH und der Digitalen Gesellschaft setzen wir uns für den Schutz unserer Grundrechte und für eine selbstbestimmte Zukunft ein. In Zürich und Lausanne haben Politiker*innen verschiedener Parteien Vorstösse eingereicht, um ein Verbot auf kommunaler Ebene zu erwirken. Diese Vorstösse zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Aus diesem Grund lancieren wir die Petitionen zum Verbot von automatischer Gesichtserkennung.

Was ist automatische Gesichtserkennung?

Automatische Gesichtserkennung ist eine Form der biometrischen Überwachung. Biometrische Überwachungssysteme nutzen zur Identifikation sensible biometrische Daten, die beidem jedem Menschen einzigartig sind – Fingerabdrücke, Augenfarbe, die Stimme oder eben das Gesicht. Solche Technologien werden in der Schweiz bereits eingesetzt. Manche Länder gehen sogar noch weiter und verknüpfen die Überwachungskameras im öffentlichen Raum mit einer Software zur Gesichtserkennung. So wird es möglich, die Bilder in Echtzeit oder nachträglich auszuwerten und abgebildete Gesichter darauf zu analysieren und zu identifizieren. Das kommt einer Massenüberwachung gleich.

Was will unsere Petition genau?

Wir wollen Schranken setzen gegen diese neue Form der Massenüberwachung und eine öffentliche Diskussion zur Verwendung der Technologien starten. Konkret fordern wir ein kommunales Verbot der automatischen Gesichtserkennung und von anderen biometrischen Überwachungssystemen im öffentlichen Raum. Wir wollen diese Massenüberwachung verhindern, bevor es zu spät ist. Mit einem Verbot der automatischen Gesichtserkennung wahren wir unsere Grundrechte und setzen uns für eine selbstbestimmte Zukunft ein, in der Menschen und nicht Maschinen im Zentrum stehen.

Was ist so schlimm daran, wenn automatische Gesichtserkennung zur Verbrechensbekämpfung eingesetzt wird?

Straftaten müssen polizeilich und juristisch verfolgt werden können. Dem Staat stehen dafür bereits heute umfassende Mittel zur Verfügung, die er auf verhältnismässige Weise einsetzen kann. Mit dem Einsatz von automatischer Gesichtserkennung und anderen biometrischen Überwachungssystemen im öffentlichen Raum wird dieses Gebot der Verhältnismässigkeit verletzt. Denn alle von uns würden permanent überwacht und persönlich identifiziert, auch wenn wir keiner Straftat verdächtigt werden. Eine Massenüberwachung mit automatischer Gesichtserkennung und anderen biometrischen Überwachungssystemen verletzt die Privatsphäre aller und schreckt Menschen davon ab, grundlegende Rechte wie die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit wahrzunehmen. Das gefährdet unsere demokratische Gesellschaft und beschneidet unsere Freiheit. Zudem erkennen Gesichtserkennungssysteme oft Frauen und People of Color schlechter, als andere. Das führt dazu, dass diese Menschen öfter verwechselt werden, dass es also zu sogenannt «falsch positiven» Treffen kommt – was gravierende Auswirkungen haben kann, wenn sie aufgrund eines solchen vermeintlichen Treffers irrtümlich verdächtigt oder gar festgenommen werden. Die automatische Gesichtserkennung macht zwar langsame Fortschritte, wird jedoch nie fehlerfrei funktionieren. Um gefährliche Massenüberwachung und falsche Verdächtigungen durch eine Maschine zu verhindern, braucht es ein Verbot von Gesichtserkennungstechnologien. Nur so wahren wir unsere Grundrechte und legen den Grundstein für eine selbstbestimmte Zukunft.

Ist automatische Gesichtserkennung nicht bereits heute verboten?

Nein. Obwohl biometrische Daten laut Datenschutzgesetz zu den besonders schützenswerten Personendaten gehören, gibt es kein explizites Verbot zu deren Verwendung. Das bedeutet zwar, dass es auch keine umfassende Erlaubnis gibt – eine gesetzliche Grundlage wäre für den Einsatz nötig. Trotzdem wird die Technologie bereits heute verschiedentlich eingesetzt wird. In anderen Ländern Europas wird die automatische Gesichtserkennung bereits zur Durchführung einer Massenüberwachung im öffentlichen Raum eingesetzt. (Siehe hier und hier) Diese Entwicklungen lassen befürchten, dass auch bei uns bald ein solch grossflächiger Einsatz gesetzlich erlaubt wird.

Könnte ich mich nicht mit einer medizinischen Schutzmaske gegen automatische Gesichtserkennung schützen?

Die neusten automatischen Gesichtserkennungssysteme werden dazu trainiert, auch Gesichter unter medizinischen Schutzmasken zu erkennen. Die Masken bieten daher keinen Schutz vor einer Massenüberwachung. Zudem ist eine weiterreichende Verhüllung des Gesichts in der Schweiz seit dem 7. März 2021 verfassungsrechtlich verboten. Darum braucht es ein umfassendes Verbot der automatischen Gesichtserkennung.

Bundesrat verabschiedet Bericht zu klimafreundlichem Finanzmarkt

Bern, 17.11.2021 – Das Parlament hat den Bundesrat beauftragt, in einem Bericht Massnahmen aufzuzeigen, wie die Schweiz ihre Finanzmittelflüsse klimaverträglich ausrichten kann. An seiner Sitzung vom 17. November 2021 hat er diesen Bericht gutgeheissen. Besonders klimawirksam sind Massnahmen, welche die klimaverträgliche Ausrichtung der Investitionen explizit beinhalten, wie Branchenvereinbarungen zwischen Finanzbranchen und dem Bund. Weiter kann mehr Transparenz bezüglich klimaschädigenden und -freundlichen Investitionen indirekt eine positive Klimawirkung erzielen, da sie zu besser informierten Investitionsentscheiden führt.

Die Schweiz hat sich mit der Ratifikation des Übereinkommens von Paris zum Ziel bekannt, die Finanzflüsse klimaverträglich auszurichten. Sie will gemäss Bundesrat ein führender Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen werden. Der Bericht in Erfüllung des Postulats der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates (19.3966) liefert einen systematischen Überblick möglicher Massnahmen, um die Investitionen des Schweizer Finanzmarkts auf das Klimaziel auszurichten. Die Massnahmen werden daran gemessen, wie gut sie eine Lenkung weg von klimaschädlichen Investitionen – z.B. in die Kohle- und Erdölförderung – hin zu klimafreundlichen Alternativen bewirken können.

Massnahmen mit direktem Klimaziel wirken

Die meisten untersuchten Massnahmen wirken lediglich indirekt darauf hin, die Finanzflüsse in eine klimaverträgliche Richtung zu lenken. Weil Branchenvereinbarungen zwischen dem Bund und den wichtigsten Finanzbranchen dieses Ziel explizit anstreben, haben sie grosses Potenzial. Sie könnten zudem den unterschiedlichen Ausgangslagen und Möglichkeiten der verschiedenen Finanzinstitute Rechnung tragen. Wichtig dabei ist eine regelmässige, vergleichbare Fortschrittsmessung, wie die bereits etablierten PACTA-Klimatests (siehe Kasten). Im Rahmen der aktuellen Vorhaben zum Vermeiden von Greenwashing bekräftigt der Bundesrat, auf Branchenvereinbarungen mit den Finanzmarktakteuren hinzuwirken.

Transparenz hilft bei Investitionsentscheiden

Eine höhere Transparenz kann ebenfalls indirekt zu klimaverträglichen Investitionen beitragen. Wenn Finanzinstitute die negativen oder positiven Auswirkungen von Investitionen auf das Klima sichtbar machen, führt dies zu besser informierten Investitionsentscheiden der Kundinnen und Kunden sowie von anderen Finanzinstituten. Um klimawirksam zu sein, sollten solche Transparenzmassnahmen möglichst vergleichbare Aussagen zulassen, in die Zukunft gerichtet und auf das zu erreichende Klimaziel abgestimmt sein. Die aktuellen Bestrebungen des Bundesrats zielen ebenfalls in diese Richtung.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 17. November 2021 beschlossen, Transparenzmassnahmen zur Vermeidung von Greenwashing weiterzuverfolgen und den Abschluss von Branchenvereinbarungen mit den Finanzmarktakteuren gemäss dem Beschluss des Bundesrats vom 26. Juni 2019 anzustreben.

Kasten: Regelmässiger Klimatest für den Schweizer Finanzmarkt

Eine wichtige Grundlage des Berichts bildet der freiwillige PACTA-Klimatest für Finanzinstitute. PACTA steht für «Paris Agreement Capital Transition Assessment», das ist ein international abgestimmtes Testmodell. Zuletzt hat sich 2020 der gesamte Schweizer Finanzmarkt auf Initiative des Bundesamts für Umwelt BAFU und in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzfragen SIF auf Klimaverträglichkeit testen lassen. Der Klimatest hat gezeigt, dass es noch mehr konkreter Massnahmen der Finanzbranche bedarf, damit der Finanzplatz seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leistet. Der nächste freiwillige PACTA-Klimatest wird im Frühjahr 2022 lanciert.

Der Bundesrat will mit Klimatransparenz einen internationalen Spitzenplatz bei nachhaltigen Finanzanlagen

Bern, 17.11.2021 – Der Finanzplatz Schweiz soll ein global glaubwürdiger Standort für Anlegerinnen und Anleger sein, die einen vergleich- und messbaren Beitrag zu Gunsten der Umwelt und Gesellschaft leisten wollen. Dafür hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 17. November verschiedene Massnahmen beschlossen.

Der Bundesrat empfiehlt den Finanzmarktakteuren, mit Hilfe von vergleichbaren und aussagekräftigen Klimaverträglichkeits-Indikatoren Transparenz bei allen Finanzprodukten und Kundenportfolien zu schaffen. Dies kann beispielsweise mit impliziten Temperatur-Kennzahlen erfolgen. Dabei werden die Produktionspläne der in den Portfolien enthaltenen Firmen mit einer Entwicklung verglichen, die nötig ist, um die maximale Erwärmung auf 1,5°Grad Celsius zu begrenzen. Solche Indikatoren vermitteln Anlagekundinnen und -kunden in einfacher Weise, wie Finanzprodukte punkto Klimawirkung einzustufen sind. Anderseits legt der Bundesrat der Finanzbranche nahe, internationalen «Netto-Null Allianzen» beizutreten und strebt dahingehend Branchenvereinbarungen an. Netto-Null bedeutet, dass global nicht mehr Treibhausgase ausgestossen werden dürfen, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können.

Wenn Kundinnen und Kunden von Finanzinstituten bezüglich nachhaltiger Eigenschaften von Finanzprodukten und Beratungsprozessen wissentlich oder unwissentlich getäuscht oder irregeführt werden, wird von Greenwashing gesprochen. Deshalb ist es sinnvoll, einheitliche Definitionen von Nachhaltigkeitswirkungen zu fördern. Dabei soll die subsidiäre Rolle des Staates möglichst bestehen bleiben. Da die Schweiz im Klimabereich mit dem Übereinkommen von Paris Verpflichtungen für den Finanzmarkt eingegangen ist, ist ein initialer Fokus auf Klimawirkungen sinnvoll. Dieser Fokus steht im Einklang mit internationalen Entwicklungen, beispielsweise der G20 und der EU.

Der Bundesrat hat zudem das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, ihm in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) bis Ende 2022 darzulegen, inwiefern die Finanzbranche die oben erwähnten Empfehlungen umgesetzt hat und ihm bei Bedarf Vorschläge für Massnahmen zu unterbreiten. Schliesslich hat der Bundesrat das EFD beauftragt, in Zusammenarbeit mit dem UVEK und der FINMA bis Ende 2022 gegebenenfalls vorzuschlagen, wie das Finanzmarktrecht – insbesondere bezüglich Transparenz – angepasst werden könnte, um Greenwashing zu vermeiden.


Mafia-Paradies Schweiz: Sechs Festnahmen gestützt auf Auslieferungsersuchen von Italien

Bern, 16.11.2021 – Auf Anordnung des Bundesamtes für Justiz (BJ) sind heute in den Kantonen Graubünden, St. Gallen, Tessin und Zürich 6 Personen gestützt auf italienische Auslieferungsersuchen in Auslieferungshaft genommen worden. Die italienischen Behörden werfen ihnen namentlich Betäubungsmitteldelikte und teilweise auch Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vor.

Die 6 italienischen Staatsangehörigen wurden heute von den Kantonspolizeien Graubünden, St. Gallen, Tessin und Zürich festgenommen (2 im Kanton Graubünden, 1 im Kanton St. Gallen, 2 im Kanton Tessin und 1 im Kanton Zürich). Die Haftanordnung des BJ stützt sich auf italienische Auslieferungsersuchen, dessen Grundlage Haftbefehle des Gerichts von Florenz bzw. Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Milano sind. Die von den italienischen Behörden vorgeworfenen Tathandlungen sollen von Italien aus, zumindest teilweise aber auch in der Schweiz ausgeführt worden sein. Den Festnahmen sind Ermittlungen namentlich der Kantone sowie der Bundeskriminalpolizei und der Bundesanwaltschaft vorangegangen. Diese Behörden führten zudem auf Ersuchen von Italien Hausdurchsuchungen im Tessin durch.

Soweit es um Straftaten geht, welche in der Schweiz begangen wurden, besteht die Möglichkeit, die Auslieferung an Italien ebenfalls zu bewilligen. Das setzt voraus, dass die kantonalen Staatsanwaltschaften bzw. die Bundesanwaltschaft einer Auslieferung den Vorrang einräumen möchten. Grund für einen solchen Vorrang kann insbesondere auch die Prozessökonomie sein.

Die festgenommenen Personen werden so rasch wie möglich im Auftrag des BJ von den Behörden der Kantonen Graubünden, St. Gallen, Tessin und Zürich zu den italienischen Auslieferungsersuchen einvernommen. Erklärt sich die Person mit der sofortigen Auslieferung einverstanden, wird ein vereinfachtes Verfahren durchgeführt. Das BJ kann in diesem Fall unverzüglich die Auslieferung an Italien bewilligen. Widersetzt sich hingegen die Person ihrer Auslieferung, wird das BJ – gestützt auf das italienische Ersuchen und die Stellungnahme der gesuchten Person – über die Auslieferung entscheiden. Der Auslieferungsentscheid des BJ kann beim Bundesstrafgericht angefochten werden. Der Entscheid des Bundesstrafgerichts kann nur in besonderen Fällen – namentlich bei Hinweisen auf schwere Mängel des Strafverfahrens im Ausland – an das Bundesgericht weitergezogen werden.

DerFluch von Big Data und unsere vorsätzliche Fahrlässigkeit mit dem Datenumgang

VORWORT                                                                   

Das Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische und ökologische Vorgänge in Krisenregionen rund um den Globus. Er beleuchtet das Schicksal indigener Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf, rückt ökologische Aspekte und menschenliche Schicksale in den Vordergrund, analysiert scharfsichtig und gut informiert die politischen Transformationsprozesse. Müller prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Ressourcen an, zeigt die Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Pointiert, hintergründig, spannend und erhellend. Eine Mischung aus globalen Polit-Thrillern, gehobener Reiseliteratur, gespickt mit sozialkritischen und abenteuerlichen Geschichten sowie persönlichen Essays – den Highlights und der Essenz seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben. Nach der Lektüre dieses Buchs zählen Sie zu den kulturell, ökologisch sowie politisch versierten Globetrotter.

Big Data hat sich als Treibstoff des Informationskapitalismus etabliert und die Diktatur der Techgiganten und Informationseliten zementiert, weil die Abieter über die Daten und Schlüsseltechnologien zur Analyse verfügen. Umso tragischer ist unsere sorglose Gleichgültigkeit gegenüber einer exzessiven Datensammelwut jeder Art. Da müssten sich insbesondere alle Corona-ImpfgegnerInnen und Freiheitsgeister längst damit so intensiv befassen, wie mit dem neuen Impfstoff. Die Gefahr, dass der Dreiklang aus Informations-, Gefühls- und Verhaltenskontrolle suma surum zu einer Risikotechnologie für unsere Gesellschaft, Freiheit und Demokratie führt, ist mehr als real. Das hat nicht nur der Sturm auf das Capitol bewiesen. Die Big Data Mogule und Datenkraken wie «Google», «Amazon», Facebook», Twitter» und Co, entziehen sich staatlicher Kontrolle. Regeln für die Informations-ökonomie bestehen kaum. Genauso wenig gibt es eine geselschaftliche oder politische Optik und Strategie für den Umgang mit Big Data und intelligenten Maschinen. Sind wir vom kollektiven Wahnsinn umzingelt? Ja, aber es ist viel schlimmer, wir sind Teil und zumeist passive Akteure der aktiven Kollaborateure des kollektiven Irrsinns.

Wir nehmen es einfach hin, dass unsere grundlegenden Menschenrechte, wie das Recht auf Privatsphäre völlig aus-gehebelt und unsere Daten völlig unnachvollziehbar kursieren und äusserst intransparent ausgeschlachtet werden. Wir steuern mit unseren bedenkenlosen Blogs und Beiträgen fleissig zur Goldgräberstimmung der Tech-Giganten und zugleich zur taktischen und politischen Vernebelung bei. Dabei wird immer klarer ersichtlich, dass intelligente Maschinen unseren Alltag und die Gesellschaft zunehmend radikal verändern werden, sowohl im zwischenmenschlichen Umgang, als auch unsere Werte- und Rechtssysteme als auch die Staatsformen und Kommunikation beeinflussen oder zerstören werden.

Jene Industrien, die Big Data Produkte mit Totalüberwachung zur Marktreife bringen, haben keine Gewissensbisse und kennen keine Grenzen, wenn es um lukrative Geschäfte geht. George Orwell lässt grüssen! Seine damals schon gruseligen Fiktionen, wurden bei weitem übertroffen. Fast geräuschlos hat sich der Informationskapitalismus in unsere Grundfeste und in unser Leben eingeschlichen. Das Hypertasking ist zu einem grotesken Hype verkommen. Bei der regelmässigen Beobachtung, wie flüchtig die User und wie oberflächlich die Infos sind, wird mir übel. Immer mehr Daten sollen unseren Lifestyle verbessern beziehungsweise optimieren, nach dem Motto: Hedonis-mus, Egoismus und Subjektivismus sind gut. Me, myself and I. What else? So funktioniert die Indoktrination mit faschistischen Ideologien und Manifesten am Besten. Die Spaltung der Gesellschaft hat sich schon in erschreckend disruptivem Mass vollzogen. Der Angriff auf die Solidarität der Gemeinschaft und die Spaltung der Gesellschaft ist ebenfalls weit fortgeschritten. Die Alarmglocken schrillen, aber keiner hört hin. Wie beim Klimawandel wird auch dieses Problem gerne verdrängt.

Dafür herrscht in der Big Data Community – im quasi rechtsfreien Raum schwebend –, Goldgräberstimmung im es wird hemmungslos auf Profit geschürft ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Folgen, selbst über dürftig beste-hendes Recht hinaus und wir sind alle willige Komplitzinnen und Komplitzen. Privatsphäre ade! Grundrechte? Was solls, brauchen wir nicht mehr, sagen sich viele unbeschwert und opfern damit ein schwer erkämpftes Grundrecht. In der Tat haben wir (fast) gar keine Wahl mehr, Big Data wird zum dominierenden Schicksal einer Welt, deren Erbe es ist, kein Schicksal und kein Gewissen mehr zu haben und sich einem totalitären System bedingungslos anzuschliessen. In der Tat ist asketisches Verhalten im Umgang mit Smartphones, Chats, Communities zum Karriere-Killer geworden und die, die es tun erleben eine unheimlich Stille rund um das geräuschvolle Gebrüll, im Blog-, Multi- und Hypertasking-Zeitalter. Man ist sozusagen schon tot aber noch nicht ordentlich entsorgt. Wer nicht mitmacht, fällt aus der Gesellschaft heraus.

Hält man sich vor Augen, dass Big Data proaktiv lernende, intelligente Systeme mit Augen und Ohren für alles sind, dass sich aber kein Mensch mehr die Mühe macht, die Prozesse und Resultate zu hinterfragen. Auch muss man sich fragen ab wann künstliches Leben den Objektcharakter des Erschaffenene verliert und zum Subjekt wird, dem ebenfalls mehr Rechte und Freiheiten eingeräumt werden. Die Grenzen zwischenmenschlicher und künstlicher Intelligenz beginnen zu verschmelzen und das nicht nur beim Bio-Enhancement, die Fortschritte in der Anthropotechnik sind enorm. Damit löst sich nicht nur das christlich-kantische Modell sondern auch die Rechtsordnungen auf, die auf eben dieser Dichtomie, dem dualistischen System von Subjekt versus Objekt aufbauen.

Wir sind aber leider nicht einfach Opfer, sondern sehr aktive MittäterInnen. Es liegt in unserer Hand, wie naiv wir bleiben wollen, wie weit wir von der Vernunft Abstand nehmen und uns einlullen und in falscher Sicherheit wiegen wollen, in dem wir bei dem ganzen Datenkraken-Zirkus munter mitmachen. Persönlich habe ich schon 2013 alle Social-Media Aktivitäten beendet und benutze auch auf dem Smart-Phone kein einziges App und schon gar nicht ist «Google» aktiviert. Das führt zwar einerseits zu einer Isolation und Abschottung, andererseits begünstig es die Weit- und Scharfsicht durch eine fokussiertere An- und Einsicht, als auch eine gewisse Gelassenheit und erhöhte Dialogbereitschaft infolge der nicht ständig reizüberfluteten Echokammern–Apokalypse. Natürlich nimmt man für die friedliche Ruhe einige Einschränkungen in Kauf.

Im Takt unseres Pulsschlages geben wir unser Innerstes preis und auch wenn wir noch so viel Kontrolle wie möglich ausüben, was wir preisgeben, können wir uns dem Diktat der Ausforschung nicht mehr entziehen. Die Güte der Systeme, die Beschaffenheit der über uns erhobenen Daten und die daraus gewonnen Erkenntnisse bleiben im Verborgen und können von uns nicht verifiziert werden. Leider ist auch unwissenschaftliches Vorgehen im Um-gang mit den erhobenen Daten eher die Regel als die Ausnahme. Die Primärdaten, die wir selbst preisgeben, wer-den mit Sekundärdaten, also anderweitigen Hinweisen und Spuren die wir digital hinterlassen haben verknüpft. Die Quellen werden von Sensoren überwacht und in diesem Sinne ist jeder der den Spion mit dem Smartphone in der Tasche trägt selbst eine Quelle der Datenfusion, wenn Telefonate, Chats, Kalender, Internet abgesaugt und von un-bekannten Mächten ausgewertert werden. Da man nicht genau weiss, wer welche Daten wie erhebt und an wen weiter gibt darüber hinaus zumeist nicht bekannt ist, was sich daraus letztlich ergibt, hat man auch keinen Einfluss auf Falschbewertungen und Fehleinschätzungen – und das kann sich höchst fatal auswirken.

So gesehen müssten sich alle freiheitsliebenden Corona-Impfgegner schon seit gut zehn Jahren von ihrem Smart-phone getrennt haben, umso mehr, als das Leben vielschichtiger und komplexer ist, als algorythmische Logikrätsel, auch können die erhobenen Daten veraltet, aus fragwürdigen Quellen, falsch oder unvollständig sein und das Bild verzerren. Dazu gibt es zwar widerum ein spezielles Verfahren die sogenannte Bayes‘sche Statistik, die mit bedingten Wahrscheinlichkeiten arbeitet, aber das wird weder bei vielen Datenschürfern angewandt, noch ist es der Weisheit letzter Schluss. Im Gegensatz zur bisherigen gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Individualisierung, sind es nun die intelligenten Maschinen, die uns zu standardisierten Menschen machen und je nach dem auch falsch klassifizieren und einordnen mit zuweilen fatalen Folgen. Ferner muss man wissen, dass die Datenfusion einer kontinuierlichen Anpassung unterworfen ist, weil sich die Welt rasch verändert und die Daten-menge exponentiell anwächst.

Die Anpassung kann auf zwei Arten erfolgen, entweder der Daten-Scientist passt die Algorythmen selbst an oder bei der künstlichen Intelligenz, die Maschine passt sich den veränderten Bedingungen selbst an. Dass dieser Anpassungsprozess so fehlerhaft, wie der Mensch oder das menschliche Gehirn ist, sollte uns bewusst sein. Nützt uns aber herzlich wenig, weil wir und auch die Staaten kaum oder keinen Einfluss mehr über diesen Geschäftszweig haben. Lernende Maschinen sind reine Optimierer, bei Handelsgeschäften mag das ja noch durchgehen, ganz anders ist die Situation aber, wenn man Rückschlüsse auf Verhaltensprognosen von Individuen diesem starren Schema unterwirft. Bedeutet die zunehmende Quantifizierung und Vermessung etwa, dass wir uns lediglich genauer irren und dafür Werte wie Menschlichkeit, Zuneigung, emphatie dafür opfern?

So hat «Google» längst nicht nur das Internet aus dem Weltraum für infrastrukturschwache, abgelegene Regionen geschaffen sondern handkehrum auch die militärische Schlüsseltechnologie zur Überwachung aus dem Weltraum, denn die Google»-Drohnen sind «HALE» Drohnen und fliegen in einer Höhe von gut 20 Kilometern über der Erde. «Googles» Drohnen können jahrelang über jeder beliebigen Zone der Welt kreisen und sind mit herkömmlichen Luftverteidigungssystemen nicht zu bekämpfen, denn durch die feine Struktur sind sie kaum dedektierbar. So eine «HALE»-Drohne ist der Traum jedes Diktators und vieler Staaten, die Hoheit liegt aber bei einem privaten Unternehmen. Und das ist in vielen Bereichen der Big Data Schlüsseltechnologien heute so. Gewisse Unternehmen haben heute mehr macht als einflussreiche Staaten, auch das sollte uns zu denken geben und Sorgen bereiten.

Die Auswüchse und fatalen Folgen fehlgeleiteter Algorythmen für die Weltbevölkerung lässt sich erstmals in gros-sem Stil an der Bankenkrise von 2008 erkennen. Bis dahin täuschten die finanzmathematischen Modelle vor, Verlustrisiken von Wertpapieren pulverisieren zu können, was aber nicht geschah und das Kartenhaus-System zusammenbrach. Dann hatten wir den «Wirecard-Skandal» ein ähnliches Konstrukt, das auf Luftblasen und Betrug im grandiosen Ausmass fusste. Hat die Finanzindustrie oder die Welt was gelernt? Nein, denn der Zusammenbruch des Finanzsystems aufgrund der Kapitalakkumulation war 2008 plötzlich «too big to fail» geworden, was ein fatales Signal an die Turbo-Kapitalisten aussendete. „Macht einfach weiter so, aber macht es ein bisschen besser“, lautete die Message. Ja, Halleluja, so sind der Hochfrequenzhandel und das Kapitalsystem weiterhin tickende Zeitbomben und die Gier-Mentalität hat einen abgrundtiefen Graben durch die Gesellschaft gerissen.

Als die Queen 2008 der «School of Economics» einen Besuch abstattete, fragte die Monarchin, weshalb die Wis-senschaftler das globale Bankenbeben nicht hatten kommen sehen. Ein halbes Jahr später erhielt die Queen von den zwei Wissenschaftlern Tim Besley und Peter Hennessy die Antwort, die folgerndermassen lautete: „Das Unvermögen, den Zeitpunkt, dass Ausmass und die Schwere der Kriste vorherzusagen und ihr zuvorzukommen, hatte zahlreiche Ursachen, doch insbesondere haben viele intelligente Menschen national und internationals kollektiv versagt, als es darum ging, die systemischen Risiken für das ganze System zu begreifen.“ Dieses Fazit lässt sich ebensogut auf weitere grosse Skandale («Wirecard»/«1MbdFund») aber auch auf den Klimawandel und den Umgang der Menschheit mit dem übergrossen Fussabdruck anwenden. Es ist immer wieder dieselbe Leier. Leider.

Früher hiess es, Gott sieht alles, aber auch das ist passé. Gott wurde durch eine Tech-Dreigestirn ersetzt: die «NSA» sieht alles, «Google» weiss alles und «Apple» hört alles mit. Nur, wenn Privat-Unternehmen sich nun schon über die Hoheit von Staaten und Gesetzen stellen und unsere Grundrechte missachten, was kommt da auf uns zu? Und wo führt das hin, wenn die ständige Pflichterfüllung, bedingungsloser Gehorsam, stete Optimierung und ein stromlinienförmiges, konformes und steriotypes Verhalten zur Hybris des Daseins wird. Sind wir blind, taub oder einfach fahrlässig blöd, um das ganze Spiel einfach so mitzumachen und uns selbst abzuschaffen? Das ist doch komplett schizophren! Denken wir doch daran, dass ein Staat per Dekret oder eine fremde Macht durch Spionage und Sabotage, als auch Verbrecherbanden an die Daten herankommen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Ganz abgesehen, welche verbrecherischen, erpresserischen und disruptiven Aktivitäten von den Unternehmen selbst aus geht. Es ist kein Wunder, dass sich die Spaltung der Gesellschaft durch die Digitalisierung extrem verschärft hat, dass Wahlen mit Boots manipuliert werden und soviele auf den social medias auf die irrsten Fake-News reinfallen, von Verschwörungsfanatikern gesteuert und von Faschisten angeheizt werden. De Facto haben wir nun tag täglich einen globalen Holocaust in fragmentierten Scheiben und Tranchen. Je intelligenter die Maschinen wer-den, umso dümmer und unkritischer wir werden, weil wir nämlich gar nichts mehr verstehen und uns dem Sog oder der Magie der digitalen Götter nicht mehr entziehen können.

Upside-down world: whistleblowers are punished and tortured, the mass murderers walk around free

FOREWORD

The author, Gerd Michael Müller, born in Zürich in 1962, traveled as a photo-journalist to more than 50 nations and lived in seven countries, including in the underground in South Africa during apartheid. In the 80 years he was a political activist at the youth riots in Zürich. Then he was involved in pioneering Wildlife & eco projects in Southern Africa and humanitarian projects elsewhere in the world. As early as 1993, Müller reported on the global climate change and in 1999 he founded the «Tourism & Environment Forum Switzerland». Through his humanitarian missions he got to know Nelson Mandela, the Dalai Lama and other figures of light. His book is an exciting mixture of political thriller, crazy social stories and travel reports – the highlights of his adventurous, wild nomadic life for reportage photography .

In the course of writing my book I deliberately put the chapters online already in the draft stage to observe which stories seem to be interesting, how the search engines spread the keywords and what reactions there are to them. Well it shows the following picture in a nutshell. The grazing of the online information is mainly driven by countries like China, Russia, USA and also Iran and in no time a flood of applications for systematic monitoring of the content pours in as well as a tidal wave of pishing emails and other cyber attacks. It’s not particularly surprising but nevertheless impressive how seamlessly the Internet is being scoured today. In addition, spyware prgrams such as „PRISM“, „Tempora“ and „Boundless Informant“ come into play, as we have known since Edward Snowden. And that brings us to whistleblowers. Thanks to courageous whistleblowers like Wikileaks founder Julian Assange, or Edward Snoden or investigative journalists and research networks like „Bellingcam“, some dirty tricks of despots, corrupt politicians, military operations, surveillance measures and economic crimes come to light. Fortunately, one would think. But far from it.

„Julian Assange has provided evidence of the most serious state-sanctioned crimes we torture and mass murder“ says none other than the UN Special Rapporteur Nils Melzer in his book „The Case of Julian Assange – History of a Persecution“. Apparently, Melzer’s visit to investigate alleged human rights violations, announced at the Ecuadorian embassy in April 2019, led to a three-day coordinated blitz by the three countries involved that enabled Assange to be extradited to the British police and has since been back in custody. First, the Ecuadorian embassy withdrew his asylum status and citizenship without due process of law, and at the same time the British government received an extradition request from the U.S. authorities, after which Assange was handed over to the British police and has been in custody ever since. Before that, he spent seven years in asylum in the Ecuadorian embassy to avoid extradition to the U.S. via Sweden. The U.S. extradition request is currently underway.

„The fact that the person who exposed mass murderers and crimes of torture against humanity should now himself be imprisoned as a criminal for 175 years, while not a single crime has been atoned for or those responsible punished,“ is evil for Europe, Melzer continues. „I didn’t think it was possible at first that Sweden or the UK would disregard human rights in such a way. But when it comes down to the wire, the rule of law doesn’t work anymore, even here in Europe. Julian Assange is, so to speak, „the skeleton in the closet of the self-righteous West.“ This has already shaken him (Melzer), although he has experienced and seen a lot as an ICRC delegate. Also the proceedings in Sweden because of alleged rape and other sexual offenses had been stopped, after Meltzer had written a letter to the Swedish government and had pointed out to them about 50 partly most serious procedural violations.

When asked whether this could also happen in Switzerland, the UN Special Rapporteur’s answer is: „Absolutely.“ He says he regularly has to approach massive discussions with the authorities in this country as well. The „crypto affair“ with the maipulated cipher devices is probably the most recent example that came to light, he said. Here, too, the Federal Council knew nothing about the affair, Parliament remained quiet and did not set up a commission of inquiry, and the judiciary did not take any action either, „which shows that the separation of powers does not always work in Switzerland either,“ says Melzer. Christoph Meili, who in 1997 made public the dormant assets of Holocaust victims and fled to the USA. Or Hervé Falciani, a former computer scientist at „HSBC“ bank in Geneva, who provided French, British and German tax authorities with data on thousands of tax cheats. Switzerland sentenced him to prison in 2015 for „economic espionage“ and demanded his extradition from Spain when Falciani was arrested in Madrid in 2018.

But back to the Assange case, he said the U.S. government’s unprecedented campaign is aimed at stalling Wikileaks‘ methods of allowing whistleblowers to anonymously publish large amounts of secret data. Seventeen of the 18 charges Assange faces in the U.S. involve mundane journalistic activities such as researching and publishing evidence of government abuse of power. „Assange himself never had a duty of secrecy,“ Melzer says. Assange is a journalist or publicist who obtained and published informa-tion. „That’s not a criminal offense,“ Melzer concludes. If he were convicted of being a spy for this, all investigative journalists worldwide could face the same in the future. That would be the end of democratic surveillance of state power. But there is hope, because under English law, no one can be extradited for a political offense. Espionage is by definition political. Last but not least, international law prohibits any extradition to a country where there is a threat of torture. This is well known to be the case in the U.S. for espionage charges.

The situation was different with Chelsea Manning, then known as Bradley Manning. He leaked to WikiLeaks a U.S. military video of the July 12, 2007, airstrikes in Baghdad and more than 250,000 diplomatic dispatches. The video shows civilians being shot from U.S. gunships, including Reuters reporters, accompanied by cynical comments from the helicopter crew. On July 30, 2013, he was found guilty on 19 of 21 counts and sentenced on August 21, 2013, to 35 years in prison and a $100,000 fine. Manning was released on May 17, 2017.

In 2013, Edward Snowden – a former technical employee of the US intelligence agencies NSA and CIA, who published the existence of the programs used for total surveillance of global Internet traffic. He, too, had to flee and absconded to Russia.

Reporters without Boarders  

The Trump Administration’s use of the Espionage Act could lead to Assange’s conviction and a sentence of up to 175 years in prison. This would set a dangerous precedent for all journalists who publish classified information that is of public interest.

In retaliation for his role facilitating major revelations in the international media about the way the United States conducted its wars, Assange is facing 18 charges in the US, including 17 under the Espionage Act. A UK court will consider the US extradition request starting on 24 February.

Assange’s alleged crimes date back to 2010, when the organisation he founded, WikiLeaks, transmitted documents to media outlets including Le Monde, The Guardian and The New York Times. The documents, which were provided to WikiLeaks by whistleblower Chelsea Manning,  included 250,000 US diplomatic cables and thousands of mostly classified internal US army reports about military operations in Iraq and Afghanistan. Their disclosure exposed cases of torture, abduction and disappearances*.

The publication of these documents by media outlets was clearly in the public interest, and not an act of espionage. Julian Assange’s contribution to journalism is undeniable. 

Assange sought refuge in the Ecuadorian Embassy in London for seven years, but, as a result of a change of government in Ecuador, he was released to UK authorities and arrested on 11 April 2019.

RSF urges the UK government to prioritise the principles of freedom of expression and the defence of journalism in its treatment of Assange, and to act in accordance with UK law and the country’s international human rights obligations.

RSF is concerned about Assange’s health. After visiting him in London’s Belmarsh prison on 9 May, UN special rapporteur Nils Melzer reported that Assange had been deliberately exposed to inhuman and degrading treatment that could be described as psychological torture.

Every day, news organisations rely on and publish classified information to serve the public interest. If the legal persecution of Assange continues, investigative journalism and press freedom will be the victims. 

As a matter of urgency, please sign this petition calling for the United Kingdom not to comply with the United States’ request to extradite Julian Assange. Share this appeal using the #FreeAssange hashtag!

*The “Collateral Murder” video published by WikiLeaks revealed that Reuters reporter Namir Noor-Eldeen and his driver and assistant Saeed Chmagh were killed in Baghdad on 12 July 2007 by shots fired from a US helicopter.

Amnesty International schliesst Büros in Hongkong

Amnesty International wird ihre beiden Büros in Hongkong bis zum Ende des Jahres schliessen. Das Büro der lokalen Sektion von Amnesty Hongkong, das sich vornehmlich mit Menschenrechtsbildung befasst, wird seine Tätigkeit am 31. Oktober einstellen. Das Regionalbüro, das Teil des internationalen Sekretariats von Amnesty International ist, soll bis Ende 2021 geschlossen werden. Die regionalen Aktivitäten werden in die anderen Büros der Menschenrechtsorganisation im asiatisch-pazifischen Raum verlagert.

«Das Gesetz macht es Menschenrechtsorganisationen in Hongkong praktisch unmöglich, frei und ohne Angst vor ernsthaften Vergeltungsmassnahmen der Regierung zu arbeiten.» Anjhula Mya Singh Bais, Vorsitzende des internationalen Vorstands von Amnesty International

«Die Entscheidung haben wir schweren Herzens getroffen», sagt Anjhula Mya Singh Bais, Vorsitzende des internationalen Vorstands von Amnesty International. Der Schritt sei aufgrund des von Peking erlassenen nationalen Sicherheitsgesetzes erfolgt. «Das Gesetz macht es Menschenrechtsorganisationen in Hongkong praktisch unmöglich, frei und ohne Angst vor ernsthaften Vergeltungsmassnahmen der Regierung zu arbeiten.»

Das von der chinesischen Zentralregierung verhängte Gesetz zur nationalen Sicherheit wurde am 30. Juni 2020 in Kraft gesetzt. Es erlaubt den Behörden gegen alle Aktivitäten in Hongkong vorzugehen, die nach ihrer Auffassung die nationale Sicherheit Chinas bedrohen. Dazu gehören Vorwürfe wie «Umsturz der Staatsmacht», «terroristische Aktivitäten» oder «Absprachen mit ausländischen oder externen Kräften zur Gefährdung der nationalen Sicherheit». Die weitreichende und vage formulierte Definition der «nationalen Sicherheit» wird von der chinesischen Regierung als Vorwand genutzt, um die Menschenrechte auf freie Meinungsäusserung, friedliche Versammlung und Vereinigungsfreiheit einzuschränken sowie abweichende Meinungen und politische Opposition zu unterdrücken.

«Die jüngsten Angriffe auf lokale Menschenrechts- und Gewerkschaftsgruppen zeugen davon, wie die Behörden ihr Vorgehen gegen alle abweichenden Stimmen in der Stadt intensiviert haben. Es wird immer schwieriger für uns, in einem solch instabilen Umfeld weiter zu arbeiten», sagt Anjhula Mya Singh Bais. «Das durch das nationale Sicherheitsgesetz geschaffene Umfeld der Repression und der ständigen Unsicherheit macht es unmöglich zu wissen, welche Aktivitäten zu strafrechtlichen Sanktionen führen könnten. Das Gesetz wurde wiederholt eingesetzt, um Menschen ins Visier zu nehmen, die die Behörden aus den unterschiedlichsten Gründen verärgert haben – weil sie politische Lieder sangen oder Menschenrechtsfragen im Klassenzimmer diskutierten.»

Amnesty dokumentierte in einem Briefing vom Juni 2021 die rapide Verschlechterung der Menschenrechtslage in Hongkong ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur nationalen Sicherheit. Die Razzien, Verhaftungen und die strafrechtliche Verfolgung von vermeintlichen Kritiker*innen haben deutlich gemacht, wie das Gesetzes manipuliert werden kann, um gegen jeden und jede vorzugehen, der die Behörden verärgert.

Das harte Vorgehen der Regierung gegen Aktivist*innen, Oppositionspolitiker*innen und unabhängige Medien hat sich in letzter Zeit auch auf Organisationen der Zivilgesellschaft ausgeweitet. Mindestens 35 Gruppierungen haben sich seit Inkrafttreten des Gesetzes aufgelöst, darunter einige der grössten Gewerkschaften und Aktivist*innengruppen der Stadt.

Den Menschen weiterhin zur Seite stehen

Amnesty International hat von den Hongkonger Büros aus Themen wie Meinungsfreiheit in Nordkorea, Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen in Südkorea, das Recht auf Wohnraum in der Mongolei, Japans Kriegsverbrechen an «Trostfrauen» oder das harte Vorgehen gegen Menschenrechtsanwälte in China bearbeitet. «Darüber hinaus haben die Bildungsprogramme von Amnesty International Hongkong – von Vorträgen im Klassenzimmer bis hin zu einem Dokumentarfilmfestival – das Bewusstsein für die Menschenrechte nicht nur in den Schulen der Stadt, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit gestärkt. Keine Macht kann dieses Erbe zerstören», sagt Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International.

«Es liegen schwierige Tage für die Menschenrechte vor uns, aber Amnesty International wird weiterhin an der Seite der Menschen in Hongkong stehen. Wir werden dafür kämpfen, dass ihre Rechte geschützt werden, und wir werden diejenigen, die diese Rechte missachten, genau unter die Lupe nehmen», sagte Agnès Callamard. «Wir sind den Amnesty-Mitgliedern und -MitarbeiterInnen, die sich in den letzten 40 Jahren unermüdlich für den Schutz der Menschenrechte in und aus Hongkong eingesetzt haben, zu grossem Dank verpflichtet. Amnesty International hat dazu beigetragen, die Todesstrafe in Hongkong 1993 abzuschaffen und hat Beweise für exzessive Gewaltanwendung durch die Polizei während der Massenproteste 2019 geliefert.»

«Die Stadt zu verlassen, die wir seit Jahrzehnten unser Zuhause nennen, ist niederschmetternd. Aber wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben, und wir sind zuversichtlich, dass die Stärke der mehr als 10 Millionen Unterstützer*innen von Amnesty International weltweit es uns ermöglichen wird, dass wir unsere Arbeit fortsetzen können, um Menschenrechtsverletzungen weltweit ein Ende zu setzen.»

8. Chapter: Spiritual Journeys with Cannabis & Co. from the Incas to Today

Hempplants (Cannabis) withTHC (Tetrahydrocanabinol) and legal CDB (Cannabidiol), used for medical treatment, in a private garden

FOREWORD

The author, Gerd Michael Müller, born in Zürich in 1962, traveled as a photo-journalist to more than 50 nations and lived in seven countries, including in the underground in South Africa during apartheid. In the 80 years he was a political activist at the youth riots in Zürich. Then he was involved in pioneering Wildlife & eco projects in Southern Africa and humanitarian projects elsewhere in the world. As early as 1993, Müller reported on the global climate change and in 1999 he founded the «Tourism & Environment Forum Switzerland». Through his humanitarian missions he got to know Nelson Mandela, the Dalai Lama and other figures of light. His book is an exciting mixture of political thriller, crazy social stories and travel reports – the highlights of his adventurous, wild nomadic life for reportage photography .

(please note that translation corrections are still in progress and images will follow soon)

Let’s take another spiritual journey from the advanced civilizations of indigenous peoples to today’s lowlands, trials and tribulations of drug use, delving into the international and state repression machine in dealing with psychoactive substances and focusing on the local drug policy, which mainly protects and supports the pharmaceutical industry, but has little to do with prevention and public health. For while the globally acceptable drug alcohol, causes far more health damage and deaths, the hemp plant and THC consumption are still stigmatized and are banned in Northern Europe, i.e. in Germany, France, Great Britain and Switzerland. Spain and Portugal, as well as Czechoslovakia, have relaxed the laws and allowed consumption on a limited basis in so-called social clubs.

In addition to the USA and Canada, which have long since legalized the drug, Mexico is now following suit. In Switzerland, a 5-year pilot project trial phase will start in 2022, making it clear that it could take another 10 years in this country for the policy to change. The hemp plant and its substrates the cannabinoids and terpenes are condemned against better knowledge for nearly 50 years as a devil drug, condemned and criminalized, thereby donates the ancient culture and cult plant worldwide for thousands of years valuable healing and food.

Thus, the hemp oil is very rich in unsaturated omega 3 and omega 6 fatty acids and only in the optimal ratio. The applications in medicine are incredibly wide-ranging. Cosmetics have also rediscovered the healing properties of hemp, and in France some winegrowers are beginning to enrich their wine with hemp. By the way, this was already done by the Romans. They knew about the potentized effect of alcohol and cannabis. And the indigenous high cultures in Latin America, above all Teotihuatlan, were the strongholds of experimental drug highs. Anyone who wanted to belong to the elite had to undergo a week-long drug hell trip in the dark temples. The cocktail consisted not only of cannabis but mainly of psychoactive mushrooms and cacti such as Don Pedro and mescaline.

Once we appreciated the intoxicating and horizon-expanding aspects of the THC substance in our youth in the 60’s and 80’s, as we grew older and gained new knowledge, other valuable medicinal effects were added, such as mental and physical relaxation, a good night’s sleep and ability to fall asleep, more intense and creative sex, improved skin texture, and veritable health aids for many diseases, as we will see in a moment. Mary Jane has often been blamed as a gateway drug to harder substances, ignoring the fact that alcohol use is the first and most important step toward all other drugs, and conversely, drug addiction is not to be disparaged.

Today, the mix of alcohol, designer drugs and stimulant medications is particularly sought after and dangerous. Synthetic Spice products can also be deadly. A consequence of Nixon’s misguided, globally repressive and very mendacious, racially and politically motivated drug policy and thus originated in America. Under President Nixon it was claimed „cannabis turns people“ into animals. The target of the discriminatory campaign of the „War on Drugs“ were the blacks and the white opponents of the war. And in Switzerland posters were hung with the slogan „Hasch macht doof“. Here, too, the hippies, the freaks, and the „moved“ were meant.

In the 90s, first Zurich, then the whole of Switzerland became a hemp Mecca with the legendary hemp pellets and scented sachets or bath additives containing THC-containing weed and hashish. Even ping pong balls filled with MariJane with holes in them were available. At the time, weed was legal as such, as long as it was not explicitly used for „drug abuse,“ i.e., trafficking and distribution of the flowers. There were lax regulations for the production of fragrances or for brewing hemp flower beer, which also did not depend on THC content.

So tons of outdoor cannabis was legally and inexpensively traded on a large scale like in the witch’s cauldron or in video stores, clothing boutiques, drug stores and other shops. This only changed when Switzerland wanted to join the UN, which insisted that Switzerland recognize the Single Convention Act of 1961. In addition, neighboring countries Germany and France put pressure on Switzerland to roll back liberalization, which the Federal Council proposed to parliament in 2002 and which was approved by both chambers the following year, because drug tourism was a thorn in their side. With the reform of the BetmG, the status similar to the EU was adopted, with the exception that in our country the tolerance limit for commercial hemp is somewhat higher and CBD has been legalized since 2016.

The only problem is that you can badly half legalize a plant and still criminalize it. That is why the current article for the five-year pilot projects in the four cities (Basel, Bern, Geneva and Zurich) with 5000 people per city is also called „experimental article“. But the conditions are somewhat abstruse. It is equally frustrating to get an exemption permit for dronabinol (synthetic THC) under certain medical criteria, but it is not covered by health insurance. Instead of promoting the area-wide, sustainable, ecological and landscape-protecting outdoor cultivation, which could be used for medicine, cosmetics, food, building materials, textiles, etc. and could also be used as avalanche protection and for CO-2 reduction, which would offer mountain farmers an economic organic basis, the focus continues to be on indoor cultivation and the one-sided synthesization of the ingredients for pharmaceutical products.

Although in the USA hemp, weed, hash etc. have been largely legalized in many states for a long time, in Switzerland we are just allowing a few pilot trials, which are unsuitable in this form and which only serve to favor the pharmaceutical industry and protect it in the event of liberalization. In its „Perspectives on Drug Policy 2030“, the Federal Council announces its intention to examine the advantages and disadvantages of the sanctions procedure and thus to reassess the opportunities and risks of legalization. In other words, the government is considering decriminalization and legalization over the next ten years.

Whereas Portugal already took this path ten years ago, in 2001, with quite positive consequences. The fact that the Swiss government needs 30 years or more to do this is not exactly exhilarating. There was an attempt, but Federal Councilor Ruth Dreyfuss narrowly failed in parliament with her bill. Yet Switzerland, which in the 1980s in the face of the great heroin crisis and the many drug deaths, developed a methadone distribution program that was unique in the world and decriminalized and virtually eliminated heroin use. This successful model made Zurich, and with it Switzerland, a pioneer of a humanitarian drug policy that recognized the potential for addiction. Since then, the government has relied on the four-pillar principle (prevention, therapy, harm reduction and repression).

While hundreds of traffic deaths and thousands of acts of violence under the influence of alcohol are accepted as normal, cannabis has not yet killed anyone and tends to lead to a calm, peaceful if not apathetic stoned state. Where is the widely praised proportionality and Helvetic insight into the facts? With the popular drug alcohol, one accepts all the traffic deaths, family violence excesses, rapes and aggressions? Grotesque, isn’t it? When the 2012 World Cup took place in Portugal, the government banned alcohol for three days but turned a blind eye to cannabis use. Lo and behold, it was the most peaceful soccer games ever. Now let’s delve into today’s medical facts and the political big picture.

Cannabis is admittedly no longer internationally equated with heroin since the „United Nations Commission on Narcotic Drugs“ (CDN) voted in December 2020 at a meeting in Vienna on various proposals made in 2019 by the World Health Organization (WHO) to reclassify cannabis. At issue was removing cannabis from Schedule IV of the 1961 Single Convention on Narcotic Drugs and decriminalizing it. Because cannabis had previously been on Schedule IV along with heroin and methaphetamine, the illicit opiates and cocaine, many conservative states continued to invoke the age-old regulation. drug policy shaped over 50 years ago by messianic and hypocritical U.S. policy (and the ambitions of an out-of-work U.S. alcohol prohibition chief) is in upheaval worldwide.

Prohibition has never worked, the medical potential has been neutered

Drug prohibition is supposed to protect us, we are told everywhere. Our health is enforced by coercive and criminal means. In a very flimsy, hypocritical way, although the WHO defines addiction per se as a disease. Whether it is binge eating, alcohol addiction, heroin or opium addiction, or cannabis „abuse.“ But what is the reality? An obscure, Kafkaesque tangle that defies all logic. Do the police ring the bell when diabetics, the recommendations of doctors disregard the prescription information? Do the police sanction and fine offenders for „Ritalin“ or prescription pill abuse? There have been hundreds of thousands of deaths in the U.S. due to money-grubbing pharmaceutical companies and loose prescribing policies of opiates such as „oxytoxin“ as painkillers.

A disaster of biblical proportions, exceeded only by Trump’s primitive Corona epidemic policy. In the meantime, cannabis has been legalized in many states in the USA, in Canada and in Uruguay, as well as in some countries in Europe (Spain, Portugal, Czech Republic), Switzerland is lagging behind as always and everywhere. This is probably due to the fact that the pharmaceutical giants do not want to miss out on this big business, a market worth more than five billion Swiss francs, and are lobbying the federal government to ensure that no actual liberalization is being pursued, but only pharmaceutical regulation. In other words, it will probably remain forbidden for Kreti and Pleti to grow and harvest this ancient crop in the garden next to the tomatoes and other herbs.

If this were the case, Switzerland could shut down half a nuclear power plant if the growers in this country were not forced to grow the crops under lights in cellars and industrial plants with an immense demand for electricity, while hemp could secure our mountains and avalanche slopes if it were planted outside on a large scale. The only thing that is certain is that the green gold, like almost everything else in Switzerland, is turned into lucrative coal by the pharmaceutical industry and cannabis is only dispensed medically, clinically and possibly even synthetically on prescription for expensive money. Thus the CBD or THC preparations legally available at present for very few persons (approximately 3000) cost between 600 to 800 francs and the health insurance companies do not take over the costs only still or only in the rarest cases. Thus, such a legalized distribution will not eliminate the black market. And the path to a special permit has so far only been possible in four cases: for spasticity such as multiple sclerosis, for chronic pain patients, for HIV disease and for cancer and chemotherapy. It’s worth taking a brief look back to the 1980s.

„If you look back at the heroin crisis in the 1980s, you can say today that illegality and criminalization caused the greatest damage,“ says Toni Berthel, a psychiatrist who headed the „Federal Commission for Addiction Issues“ (EKSF), which has since been renamed the „Federal Commission for Addiction and Prevention of Noncommunicable Diseases“ (EKSN). Berthel and other addiction experts are convinced that in a free society, adults do not need „lifestyle know-it-alls,“ and that this also applies to psychoactive substances of all kinds. Berthel is convinced that bans are useless, and that regulated distribution combined with addiction prevention is the better way to go, and that „a drug-free society is an illusion. And it is no longer tenable to ban a drug with a low addiction potential and few harmful indications, such as cannabis, while a substance with such a high addiction potential as alcohol is consumed naively.

On this point, Berthel and pharmacopsychologist Boris Quednow, who researches substance use and its consequences at the Psychiatric University Clinic in Zurich, agree. He, too, believes that consumption should be decriminalized as soon as possible, „otherwise you continue to punish the most severely affected.“ But regulating each substance individually is enormously complex, he says. And beyond that, there are many other questions about whether these substances would then become prescription drugs and what the requirements would be for the substances produced. So we are also talking about legalization steps for cocaine, of which more than five tons are consumed in Switzerland every year. Or about crystal meth, LSD and mescaline. However, it is also clear that without a tight framework for dispensing, one immediately loses control, because the tobacco lobby or other (also dubious) interested parties are waiting in the wings. But back to cannabis, which is the focus of the cantons here and now also in the pilot projects approved by the FOPH over a period of three years (2022 – 2025). A substance that has been used for thousands of years and has a long-proven, high medicinal potential has been unjustly stigmatized. This much is already clear today. Because:

The catalog of diseases for which cannabis has been proven to have a positive but little or no negative effects, for a long time much wider. In medicine, THC and CBD are therefore increasingly used for therapeutic purposes, for headaches and migraines, nausea or vomiting. It has anxiety-relieving, antipsychotic effects, relieves pain from nerve injuries, inhibits inflammation, suppresses muscle spasms and seizures, stimulates bone growth, lowers blood sugar levels and intraocular pressure, and can also destroy cancer cells. That’s not all, let’s take a closer look at the rich medical and scientific potential of this semi-legal, semi-illegal plant.

Israeli researchers are leading the world in the study of medical cannabis. Dr. Raphael Mechoulam, discovered THC 50 years ago and later CBD. Research conducted by the „Jewish University“ and „Tel Aviv University“ has shown that THC and CBD can promote the healing of bone fractures and activate lysylhydroxylases (the enzymes necessary for bone healing) in cells. THC binds to the canna-binoid receptors CB1 and CB2 in the body. When docking to CB1 receptors, it affects signal transmission to synapses, which transmit information to the central and peripheral nervous system, resulting in a feeling of happiness, relaxation and pain relief. In Israel, the healing effect of cannabis on colon cancer cells and adenomatous polyps has also been demonstrated. Here CBG was shown to cause cell arrest in colon cancer cells and apoptotic cell death. The most common form of cancer is skin cancer. i.e. melanoma.

Let us now turn to one of the main causes of death in the Western world, type 2 diabetes. Obesity a key risk factor closely linked to the disease. Certain molecules produced in the cannabis plant can help prevent and treat the disease. Type 1 diabetes is a genetic disorder in which the body cannot produce insulin. Type 2 diabetes or diabetes mellitus is much more common and occurs when the pancreas, does not produce enough insulin. If this is the case, normal blood glucose levels cannot be maintained. A UK-based is currently developing a cannabis drug that potentially eliminates the need for insulin injections in diabetes. The company has already launched an oral spray called „Sativex“ to help with the muscle spasms associated with multiple sclerosis. This drug targets the use of the cannabinoids CBD and THCV (tetrahydrocannabivarin), which are molecules that lower blood sugar levels and improve insulin production.

THCV is a potent cannabinoid and has been shown to be an appetite suppressant to begin with. A study published by the American Diabetes Association examined the efficacy and safety of THCV and CBD in patients with type 2 diabetes. The researchers, found that THCV also significantly decreased fasting plasma glucose. In turn, the cannabinoids CBD and THC mutually reinforce each other’s therapeutic properties. Cannabigerol (CBG), like cannabidiol (CBD), is a non-psychoactive cannabinoid from the cannabis plant. CBG content is usually higher in indica varieties than in sativa varieties and has anti-inflammatory, antibacterial, analgesic, and intraocular pressure-lowering effects. Researchers from the „University of Barcelona“ have proven that CBG is a partial agonist of cannabinoid receptor 2 (CB2) and acts as a regulator of endocannabinoid signaling.

Italian researchers proved that inflammation and oxidative stress play a central role in neurodegenerative diseases such as Alzheimer’s, Parkinson’s and multiple sclerosis, and found that cannabis also exerts neuroprotective effects against inflammation and oxidative stress, protecting against neuronal cell loss. Researchers from the „Universidad Complutense“ Madrid in Spain studied the effects of CBG and identify genes associated with Huntington’s disease (e.g., gamma-aminobutyric acid A receptor (GABA). The study was conducted under the supervision of scientists from 18 countries. The Journal of Investigative Dermatology published a study in which mice with melanoma were treated with THC and CBD, and an international team of researchers found that these substances lead to the death of cancer cells through apoptosis and autophagy.

The term autophagy refers to a process in which the cell disassembles itself to get rid of damaged parts. Apoptosis is the natural suicide of the cell. It breaks apart and then the immune system cleans up the rest. Through studies on animals, it has been shown that THC and CBD can stimulate and support both processes. In their study, the researchers used THC and CBD in equal amounts, as given in the drug Sativex, which is currently undergoing a testing phase as a pain medication for cancer patients. The researchers discovered the potential of cannabinoids to treat melanoma back in 2006, when they found the CB1 and CB2 receptors in melanoma cells. These receptors are also the binding sites for THC in the human body. By activating these receptors, the researchers were able to slow down the growth of cancer cells because apoptosis and autophagy were triggered by the treatment. As we can see, the purely medicinal spectrum of the hemp plant is enormous, not to mention that the plant, i.e. the seeds and the oil are very good for nutrition, because they contain an extremely high proportion and ideal ratio of unsaturated fatty acids and amino acids.

The hemp plant has indisputably a lot of medicinal potential that should be used increasingly by the pharmaceutical industry. But please not exclusively and under discrimination of those who want to grow the phytomedicinal qualities with sunlight and rainwater, CO2-neutral with lower THC potency free of charge and consume at any time carefree legal, no matter whether as a joint, as Hasch-Keckse or as hemp oil. That alone would already serve the public health and help the economy as well as the state, the police and justice. Tax revenues for youth protection and prevention, for the state and cantons, the relief of law enforcement agencies from the senseless stoner hunt, an economic innovation boost also in textiles and building materials. A few examples:

The skin is our largest organ and serves as a protective shield against infections and injuries. It is an extremely complex membrane with the epidermis and pores at the top, then in the derma with the sebaceous and sweat glands and hair follicles, followed by the subcutis with the adipocytes and then the muscle structure. The lipid layer is a physiochemical barrier with antimicrobial properties that controls the skin microbiome. The sebaceous glands (sebocytes) contribute with their lipid-rich sebum and, in case of unbalanced production, determine acne, dehydrated skin and other dermatological diseases. According to recent findings, there is an interesting link between cannabinoids and the metabolic processes in the skin. In a systematic study of the effects on the skin of the use of synthetic cannabinoids, which can be purchased over the counter, scientists found that there is an active interaction between cannabinoids and skin homeostasis.

In 2015, at the dermatological University of Münster, Germany, human cannabinoid receptors CB1 and CB2 were detected in the sebaceous glands for the first time. Another group of researchers found that the potential of cannabinoids has a significant impact on the homeostasis of sebum production (sebum). In one experiment, CB2 receptors were specifically turned off in sebocytes, which resulted in a reduction of sebum production. In the second experiment, exogenously applied endocannabinoids were found to increase lipid pro-duction, indicating the importance of the CB2 receptor in sebocytic lipogenesis.

In other words, the phyto-cannabinoid cannabidiol clearly shows anti-acne effects by normalizing sebum production, increased proliferation of keratinocytes and bacterial inflammation. CBD does not inhibit sebum lipogenesis, but brings it into proper balanace. Also essential oil that is extracted from the hemp plant consists of a variety of terpenes and antimicrobial properties against P.acnes and are also anti-inflammatory. As a result, terpenes can or must be increasingly emphasized as another building block in the complex effect of the hemp plant for medicinal purposes and health aspects. Moreover, cannabinoids also have a key function in the skin, which is not limited to the immune cells. The modulatory effect is also active in the sebaceous glands and many other cell types that contain phatogenic and hazard-associated recognition receptors. These cells coordinate and formulate local immune responses and the production of pro- and anti-inflammatory mediators. And all this happens under the strict regime of the human cannabinoid system (ECS), as explained by the source of these exciting findings, Dr. Christian Löfke, cell biologist at the organic hemp producer „BioBloom“.

Hemp fiber was already highly valued in shipping, and recently it has come back into the conversation as a building material, opening up entirely new, sustainable construction methods for building everything from micro houses to apartment buildings. The excellent, breathable insulating materials can be used for floors, interior and exterior walls, false ceilings and even the roof. First of all, there is hemp lime for exterior walls, which can be used very flexibly in a wide variety of constructions. The hemp can be used in blocks of any size (like bricks) or it can be used to construct entire walls and floors in a tailor-made way.

Hemp clay is used in interior walls and floor construction because of its excellent thermal mass. Hemp wool shines due to its exceptional insulating properties combined with high lightness and toughness. Hemp fleece, in turn, is a good impact sound insulator. And hemp lime opens up completely new, sustainable applications in the construction and wood industries. For example, a farmhouse with timber framing can be completely restored and the outer walls sealed with hemp lime. Which notabene fulfills all energy standards without additional use of other insulating materials. Hemp lime is made from hemp shives (chopped hemp stalks) that are already used as animal litter and then, with the addition of lime and water, results in a kind of natural concrete. The procedure can be made also with loam instead of lime, whereby the building method could be opened again for many other world regions. A small house requires about two tons of hemp hurds and fibers, while a single-family house can require 15 tons of hemp hurds and four tons of hemp fibers. 

According to estimates by the U.S. firm Grand View Research, cannabis companies will generate $73 billion worldwide in 2027. The London-based firm „Prohibition Partners“, which specializes in cannabis, estimates the market volume for Europe at 115 billion euros by 2028. The sales potential for Switzerland is currently estimated at a good five billion, but it could be much higher. Currently, Canadian companies are leading the way, followed by companies in the U.S. and the U.K., but there are also some quite big players in Switzerland. Drug prohibition never worked, the medical potential was neutered. We’ve known that for 50 years now. So we should at least give grass now, instead of letting valuable time pass with abstruse pilot projects. The population is mature enough for this and no longer wants to be patronized and taken for fools.

Lust for life and protest to the sounds of calypso in London, Trinidad and Zurich

Fantastic costumes at the parade along with hot Calypso-sound at the Carnival in Port of Spain on the caribbean island Trinidad


Let’s stay in the Caribbean for a while. At the end of the 80s, I traveled for seven weeks from Barbados via St. Lucia, St. Vincent, Grenada and the Grenadines down to Trinidad and Tobago off the coast of Venezuela, i.e. through the entire Westward Islands. The highlight was the carnival in Port of Spain. What started in 1777 with the French immigrants in Trinidad and was reserved for a colonial minority, developed into a musical protest movement after the liberation of the slaves. Thus, the carnival in Trinidad and Tobago is for many the event that has become the purpose of life. It is celebrated in ecstatic joie de vivre, spurred on by hot calypso sounds.

For several months, a whole family is busy preparing for the costume creations and the parade. In addition to glamour, prestige plays a major role; the family’s fame and prestige increase considerably when a queen or king of the carnival joins the family chronicle. To be there is everything, to win is even more beautiful. Long before the parades, the favorites among the steel bands are determined in elimination procedures. Not only the playing virtuosity counts, also the provocative originality of the lyrics is evaluated and awarded, because calypso knows no taboos. Everything is allowed what pleases and arrives.

Even after the slave era, the calypso remained the satirical and also cynical mouthpiece of the oppressed. The lyrics of the singer-slaves were peppered with socially critical undertones and insurrectionary, political slogans. Then, at last, come the three magical days of steel drum parades through downtown Port of Spain, their sound setting the movements of the drifting dancers to a swinging rhythm with eruptive force, transforming Queens Park Savannah into a seething witch’s cauldron. In the process, the dancers hugged each other close to the skin and rubbed against each other tantalizingly and lightly clothed. The girls at that time had fun to dock in pairs from the front and from behind, to take you in the sandwich and to rub against you with heated bodies. I have rarely seen such lewd and erotic dancers.

So you learn to dance in a flash and move rhythmically to the hot calypso sounds. And this happened, as unbelievable as it sounds, in an environment that was as Catholic as it was Muslim and Chinese, because Trinidad is a melting pot of all these and many Caribbean and Latin American nations that live together peacefully on an island no larger than the canton of Bern. In 1833, tens of thousands of Indian contract workers also arrived on the southernmost, small Caribbean island off the coast of Venezuela, and since 1962 the island, which includes the neighboring island of Tobago, has been independent. Trinidad owes its name to Columbus, who remembered the holy trinity, the Trinity, when he saw the three mountain peaks. When Columbus arrived in 1498 on his third voyage, there were two Indian tribes living there, which were wiped out within a few years of the Spaniards‘ arrival. But back to Carnival and the calypso to which Trinidad’s folklore owes so much.

Thus, long before the opening of the carnival, in relentless elimination procedures, the best steel bands are chosen to participate in the parade. However, it is not only the pure musical virtuosity on the sound instruments welded together from gasoline barrels that counts – much more important are the cheeky, provocative lyrics, because calypso knows no taboos, neither when singing or playing nor when dancing. Anything that goes down well and pleases the strict jury is allowed. The lyrics have always been peppered with socially critical and rebellious political tones, and this tradition continues to this day with much wit and charm.

The band’s motto usually also determines the choice of costumes. Here, too, an enormous amount of imagination and creativity is involved, because a band, no matter how excellent, has no chance of making it to the final round anyway without original costumes. The graceful glittering robes exceed the body size by several times. This daring gigantism can only be accomplished with sophisticated technology and elaborate landing gear. For several months, entire family clans are busy making the costume creations and mythical creatures.

It is already midnight before the start of the carnival, which begins with the opening parade at four in the morning, as it does here. Time drips by and minutes turn into hours. Alcohol is already flowing and will continue to do so for the next few days. Finally the time has come, everything is streaming outside, the narrow streets lined with tropical bushes are flooded by a pulsating stream of people moving towards the city center and epicenter of the carnival. Apart from glittering eyes and garishly painted faces, not much can be made out in the darkness just before sunrise. Diesel engines roar abruptly: The first semi-trucks start moving and join the stream of people creeping forward. On top of them 20 to 30 steel drums and other instruments are united and big loudspeaker towers are built up, whose sound with eruptive power and hurricane-like bass vibrations catches the movements of the people drifting in the stream and sets them in a swinging rhythm.

From all points of the compass, the steel bands converge on Queens Park Savannah, transforming it into a seething cauldron of witches. The silhouettes of the parade ramp and grandstands stand out in the dawn. Stands are set up all around, dazzling booth magic beckons, and everywhere the loudspeakers boom to the hilt. An indescribable cacophony that makes you lose your hearing and sight. In the afternoon, the bands and their costumed entourage parade behind them through the streets of Trinidad and up to the grandstands in Queens Park Savannah, where the jury is also seated and the hawsers parade down an alley between the grandstands.

Now you can see the gigantic, filigree, magnificently glittering and fan-like swinging works of art, which are decorated with thousands and thousands of glittering sequins, especially well. The giant fan and wing-like birds of paradise flutter rhythmically dancing through Trinida’s streets. A city out of control! But despite all the anarchy and the apparent dissolution of all laws, the precise timing of the end of the carnival seems incredible: As if swept away by a thunderclap, the spook dissolves at midnight after two intense days and nights.

On a second sailing trip from Grenada to Trinidad, which I organized for some friends, the carnival in Trinidad swept us away so much that we wanted to bring it to Zurich. And we succeeded, thanks to the Trinidadian percussionist on board the schooner. Ralph R. and his wife Angi, both passionate about playing the steel drum, and Ralph, who also taught several steel drum bands and children’s bands in Zurich, were the ideal candidates to bring the most famous calypso musician Mighty Sparrow on board. Through Ralph’s contacts we were able to invite Mighty Sparrow, the eight-time „King of Calypso“ to an exclusive gala concert at the „Hotel International“ in Oerlikon. For this we arranged an open-air at the market place in Oerlikon with eight Stelldrum bands the day before, on a Saturday.

Thanks to the cooperation with the „British West India Airlines“ (BWIA), which flew new to Zurich at that time, we were able to fly Caribbean top chefs to Zurich during six weeks before the „Calypso & Steeldrum Festival“, to provide all fresh ingredients and plenty of tropical decoration to offer Caribbean flair, tropical cocktails and delicious exotic specialties and dishes at the „Hotel International“ in Oerlikon. Through the „Calypso & Steeldrum Festival“ I was allowed to cooperate with Roger Schawinski’s „Radio 24“ and was his guest for an interview and a special broadcast. Also at „Radio DRS 3“, which did a one-hour show about the Calypso from Trinidad and Mighty Sparrow, I cranked up the promotion track.

In addition, Frederic Dru of „Radio Tropic“ was also interested in really celebrating this event. Swiss Television was inspired by the Mighty Sparrow concert and the Caribbean for their first travel show, since „SRF“ travel editor Kurt Schaad and the music editor of Swiss Television were freaked out by our gala concert. Although we had to seat people for fire regulations, people soon stood up, clapped, sang and danced and so we quickly cleared the chairs away. There was a bomb atmosphere and it was definitely the craziest concert ever held at this venue. Equally gratifying was that as a result I began working at „Radio Tropic“ on a voluntary, unpaid basis and then soon produced my own travel show with the airlines, tour operators and tourist boards, and had complete freedom to do so. What a brilliant experience! I was able to do two-hour specials on Australia, Africa and the Caribbean on the commercial-free radio station, and two years later I had the opportunity to produce shows at „Radio Kanal K“ as well.

The station in the canton of Aargau, also known as a music and culture radio station, also gave me a lot of leeway and so, to everyone’s amazement, I invited the four cantonal party presidents to the studio for the hotly debated „Asylum Initiative“ of the SVP and moderated the debate with virtuosity. Also present were Gerry Müller, who later became mayor of Baden. The next protagonist was Andreas Glarner of the SVP from the Aargau municipality of Arni, who achieved media presence through his scandals in matters of migration policy (ban on veiling and minaret initiative). In addition, the two cantonal FDP and CVP presidents also came to the studio for the debate. This was my first highly political and at the same time high-profile interview with four top politicians on one of the hottest topics in Germany at the time. It was a very engaged and controversial discussion, which I, as the moderator, had a good handle on.

Through the cooperation with the British West India Airlines (BWIA) at the „Calypso & Steeldrum Festival“ in 1993 and later with the French airline „AOM“ I was able to fly frequently to the Caribbean and during one of these trips there was a side trip to Grenada, which I visited for the second time. There we received a special invitation to a breakfast on a US warship.