Australiens Lockruf zieht Schwärme von Schweizern nach Downunder

1.gmu183SydneyOpera2Australiens Lockruf zieht Schwärme von Schweizer Abenteurer in Bann. Der grandiose Mikrokosmos, der vom Regenwald bis zur Wüste und von den Stränden bis zu den weltweit schönsten Tauchgründen reicht,  sprengt alle Grenzen. Kein Wunder breitet sich der Australien-Virus wie eine Epidemie aus.

Die Ostküste gilt als Einstiegstrip in die mythenumwobene Welt  Australiens. Fliegt man direkt nach Cairns, gelangt man innert zwei Stunden zu den Regenwäldern am Cape Tribulation, an den Gestaden des Great Barrier Reefs. In der Tat reicht der am dichtesten besiedelte Küstenstreifen an der Ostküste, in dem 80 Prozent der Bevölkerung leben, auch völlig aus, um sich wochenlang bestens zu vergnügen und fantastisches zu erleben. Derweil die Infrastruktur im Küstengebiet ausgezeichnet ist, werden diejenigen, die ins Outback vordringen, abrupt mit der archaischen Seite des Kontinents und seinen Tücken konfrontiert.

Auf Pirsch mit den Aborigines

Wer von der Kultur der Aborigines fasziniert ist, mehr über die Mythologie und Traumpfade der Aborigines-Ahnen wissen und auf diesem Weg Australiens Attraktionen entdecken will, dem stehen von Ureinwohnern ins Leben gerufene Touristen-Camps und Touren entlang der wichtigsten Besucher-Magnete zur Auswahl. Das Tjapukai Village in Cairns vermittelt mit Multivisionsshows, Theater- und Tanzszenen einen ersten Einblick in die Aborigines-Kultur und -geschichte. Dass die Traditionen der Gugu-Yimierhirr-People nicht nur Legende sind sondern auch Zukunft haben und wie sie im und vom Regenwald leben und was dieser sonst noch alles bietet, zeigen Les Gibson und seine Leute von Munbah Aboriginal Culture Tours beim Mount Pleasant bei Hopevale auf.

Eintauchen in den Regenwald  und die Tauchgründe

Tasmania Rainforest. Vegetation im tasmanischen Regenwald

Wo der Regenwald auf da sMeer trifft: Cape Tribulation

Fährt man von Cairns nach Norden zum Cape Tribulation hoch, taucht man in eine faszinierende Welt aus subtropischem Regenwald ein. Die heisse Tageszeit ist ideal, um durch die faszinierende Fauna und Flora des Dschungels zu streifen. Voller fantastischer Eindrücke kehrt man später zum Strand zurück, um sich im glasklaren Meer abzukühlen oder in die schillernde Korallenwelt einzutauchen. Die Daintree  Rainforest Lodge verbindet ökologische Ansprüche, mit höchstem Komfort und Luxus mitten im Urwald. Daneben gibt es aber auch ein günstiges Camp für Rucksackreisende. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Strand und zu den Booten für Tauchtrips. Die schillernden Korallenriffe des Great Barrier Reefs ziehen die viele Taucher noch immer in Bann. Auch wenn die Korallenwelt an einigen Stellen durch die Erwärmung der Meere arg gelitten hat; statt Farbenpracht gibt es oft nur die ausgebleichte,  tote Korallenwelt zu sehen.

Fraser Island: Grandiose Evolutionsperle  vor Augen

Australien: Fraser Island in Queensland. Fraser Island at the south end of the Great Barrier Reef.

Evolutionsperle:Fraser Island, Queensland.

Auf der Fahrt in den Süden nach Brisbane, drängt sich auch ein Abstecher zum Weltnaturerbe Fraser Island auf. In Hervey Bay kann man mit der Fähre zur sichelartigen Evolutionsperle am südlichen Ende des Great Barrier Reefs übersetzen. Bis zu 240 Meter hohe Sanddünen, viele vom tropischen Regenwald überwuchert, andere blank bis zum Kamm, glitzern im gleissenden Sonnenlicht. 120 Kilometer Sandstrände und eine geschütze Bucht, in der sich von August bis Oktober die Wale tummeln, sind die Reize des Inselbiotops vor Australiens Küste. Zwischen Eukalyptuswälder, Palmenhainen und einem Meer von Farnen breiten sich über 100 Süsswasser-Seen aus. 40 dieser gigantischen Regenwasser-Reservoire liegen über dem Meeresspiegel. Sie bergen zusammen zehn bis zwanzig Millionen Megaliter Frischwasser – 20 Mal mehr als der Stausee Wiven-hoe nahe Brisbane. Das kristallklare Trinkwasser des Lake Mc Kenzie verlockt zum erfrischenden Bad. Sein von weissem Sandstrand gesäumtes Ufer ist ein idealer Rastplatz, nachdem Trip durch den Regenwald. Auch Dingos und Walabis (Mini-Kängurus) kommen hier zur Tränke. Dann geht es zum Lake Wabby weiter, der diesseits von dichtem Regenwald umschlungen ist, während am anderen Ufer die Dünen fast bis in den Himmel ragen. Die feinsandigen Abhänge hinunterzurollen und ins spiegelglatte Wasser zu gleiten, bereitet uns höchstes Vergnügen.

Bootsausflug Great Barrier Reef. Cruise in the Unesco World Heritage Great Barrier Reef

Bootsausflug Great Barrier Reef. Bild: GMC/Gerd Müller

Wer die (Un-)Tiefen des Great Barrier Reefs entdecken will, ohne nass zu wer­den, kann von Hamilton Island aus mit Fantasea Cruises in See stechen und langt nach 90 Minuten Fahrt beim Knuckle- und Heart Reefan. Dort sitz eine Tauchbasis mit einem Restaurant verankert. Auch gibt es einen Landeplatz für Helikopter, die für kleine Rundflüge oder für den Rückflug zur Verfügung stehen. Mit der «Undersea Explorer» können sich Urlauber auf For­schungsmission begeben und mit Mee­resbiologen die einzigartige Pracht dieses gigantischen Weltwunders bei vielen Tauchgängen erkunden.

Lebend sind die Wale mehr wert, als tot

Australia: Walbeobachtung in der Hervey Bay

Australia: Walbeobachtung in der Hervey Bay

Ein weiteres grandioses Schauspiel sind die Ozeanriesen. Auf Fraser Island wimmelt es im September und Oktober von Menschen, die alle nur eins im Sinn haben: Whale-watching! Aus der ganzen Welt sind sie gekommen, um die grössten Meeressäuger der Welt beim Spiel zu beobachten. Hier kommen sie voll auf ihre Kosten. Die Leute jauchzen, wenn die bis zu 40 Tonnen schweren und 16 Meter langen Leiber der Buckelwale wie silberne Pfeile aus dem Meer schiessen. Eine Augenweide, wie behende die Meeresriesen ihre meterhohen Luftspünge und Pirouetten vorführen.

Brisbane, Byron Bay & Co Vor der Rückreise von Brisbane aus in die Schweiz besuche ich noch den Kultort Bayron Bay und vergnüge mich unter den ausgeflippten Aussies, die wirklich einen sehr lockeren und legeren Lifestyle haben. Gerade diese typisch australische Lebensart, die Geselligkeit am Rande der unendlichen Weite, Abgeschiedenheit und die Pracht de sgrandiose Mikrokosmos hat auch mich infisziert. Seither lässt mich der Australien Virus nicht mehr los. See you in Bayron Bay, Brisbane, Cairns oder beim Schnorcheln im Great Barrier Reef.

Reiseinfo für den Trip von Cairns bis Brisbane

Für die Einreise nach Australien ist ein Visum nötig, dass beim Reiseveranstalter eingeholt werden kann. Der Pass muss mindestens sechs Monate über das Verfalldatum hinaus gültig sein.Singapoe Airlines fliegt mehrmals wöchentlich via Singapur nach Brisbane.  www.singaporeair.com

Zu den beiden Australien-Spezialisten mit einem umfassenden Katalogangebot zählen Knecht Reisen in Aarau, Tel. 062 834 71 71, Fax 062 834 71 00, E-mail ozeanien@knecht-reisen.ch, www.knecht-reisen.ch

Einige wichtige Links zu australischen Websites

www.queensland-australia.eu,  www.australia.com, www.tourism.nsw.gov.auwww.best.restaurants.com.au;

Die Fahrt vom Flughafen zum Stadtzentrum von Cairns dauert rund 15 Minuten mit dem Transferbus. Für die Stadtrundfahrt benutzt man den Explorer Bus und mit der Marlin Coast Sun Linie kommt man bequem zu den Stränden ausserhalb Cairns. Beim Yachthafen sind die Sunset-Bars und im nahegelgenen, übersichtlichen Stadtkern das Vergnügungsviertel mit den Bars, Shopping-Centers und Galerien. Auch ein Besuch im Tjapukai Cultural Village lohnt sich. Ferner werden von zahlreichen lokalen Veranstaltern Tagesausflüge zum Daintree Nationalpark (75 km) und zur Mission Beach (130 km) organisiert.

Brisbane gilt als Tor zu den weissen Stränden an der Gold Coast, Australiens beliebtestes Ferienziel. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Queensland Cultural Center in South Bank, wo sich auch die Queensland Art Gallery, der Performing Art Complex, das Museum und die Bibliothek befinden. Brisbane kann getrost auch zu Fuss oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln entdeckt werden. Im Conrad Pleasure Casino gibt es vier Restaurants und zwei Bars, die aufs Nightlife ausgerichtet sind. Zu den Naturparks und Erholungsgebieten zählen das Lone Pine Koala Sanctuary , 11 Kilometer südlich von Brisbane. Für ein Picknick eignet sich die South Bank Parkanlage am Brisbane River mit Blick auf die Stadt. Mit dem City-Sightseeing –Bus kommt man gut über die ersten Runden. Der Flughafenbus fährt direkt ins Stadtzentrum. Fahrzeit 25 Minuten.

Tipps für Ausflüge ins Great Barrier Reef

Für Bootsausflüge ins Great Barrier Reef www.oceanfreedom.com.au, www.cruisewhitesundays.com und www.yachtcharters.com.au.

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1992 gründete der Zürcher Fotojournalist Gerd Müller die Presse- und Bildagentur GMC Photopress und reiste hernach als Agenturfotograf und Fotojournalist in über 80 Länder. Seine Reportagen wurden in zahlreichen Reise- und Spa-Magazinen publiziert.

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