Im Strudel Schweizer Politskandale

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller     

Schweizer Atomkraftwerke abschalten: Zehntausende von AKW-Gegnern versammels sich in Döttingen im Kanton Aargau

VORWORT

Der Zürcher Autor, Gerd Michael Müller (Jg. 62) reiste als Fotojournalist durch mehr als 50 Nationen und lebte in sieben Ländern, darunter auch in Südafrika im Untergrund während der Apartheid. In den 80er Jahren war er Politaktivist bei den Zürcher Jugendunruhen und im «AJZ». Dann engagierte er sich für wegweisende Wildlife & Ökoprojekte im südlichen Afrika und humanitäre Projekte andernorts auf der Welt. Schon 1993 berichtet Müller über den Klimawandel und 1999 gründete er das «Tourismus & Umwelt Forum Schweiz». Durch seine humanitären Einsätze lernte er Nelson Mandela, den Dalai Lama und weitere Lichtgestalten kennen. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus Politthriller, Reiseberichten und voll abgefahrenen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie.

Mit enfant terrible Niklaus Meienberg im Asylantenzentrum

In den 80er Jahren hatte ich mehrere gute Jobs. Erst arbeitete ich bei der «Brauerei Hürlimann» im Export, dann nur drei Monate bei einer Handelsfirma am Bahnhofplatz, in der ich den gesamten Import von Getreidemehl aus Schweden vom Strassenverkehr auf die Bahn verlagerte und so nicht nur ein ökologisches Ziel umsetzte, sondern der Firma auch noch viel Geld sparte, da die Bahnlösung auch noch erheblich günstiger war.

Danach kamen drei Reiseleiter-Einsätze für je drei Monate im Senegal, in Polen und in London ins Spiel. Später arbeitete ich beim «Media Daten Verlag», der die «Werbewoche» und das «Media Trend Journal» heraus gab. Dann wurde ich Anzeigenleiter der «Neuen Zürcher Zeitung» für die Bereiche Tourismus, Schulen und Institute und der Verkaufsleiter der «Swiss Review of World Affairs», dem damaligen, hochkarätigen, englisch sprachigen Magazin der «NZZ». Anschliesslich produzierte ich die Wälzer «Portraits der Schweizer Werbewirtschaft» und «Portraits der Schweizer Kommunikationswirtschaft» beim «Bertschi-Verlag». So rückte ich dem Journalismus immer näher und ich beschloss das Handwerk über eine PR-Ausbildung am «SAWI» zu erlernen.

Im Oktober 1989 nahm ich an einem einwöchigen Journalismus-Workshop mit dem linken Journalisten, Schriftsteller und Historiker Niklaus Meienberg teil, der den «Villiger-Skandal im 2. Weltkrieg» aufdeckte. Dieser führte uns überraschend nach Kreuzlingen zur Asylantenempfangsstelle, bei der wir am Abend unserer Ankunft eine menschenunwürdige Situation vorfanden. Vor der geschlossenen Asylanten-Empfangsstelle hatten gut ein Dutzend frierender Flüchtlinge ein Feuer angezündet, um sich vor der bitteren Oktoberkälte zu schützen und aufzuwärmen. Sie seien von der Asylanten-Empfangsstelle ausgeschlossen worden, erklärten sie uns.

Die Polizei war gerade dabei das Feuer zu löschen. Das brachte uns in Rage. Und Niklaus Meienberg kam so richtig in Fahrt. Der wortgewaltige Hühne orchestrierte eine Schandtirade feinster Didaktik. Aber Meienberg wäre nicht Meienberg, wenn den Worten nicht auch Taten folgen würden und so wies er uns an, die Flüchtlinge in die Jugendherberge zu verschieben, die gerade noch geöffnet hatte. Der arme Herbergen-Verwalter fiel fast vom Stuhl als er das Dutzend Flüchtlinge vor sich sah, angereichert mit einer Schar angehender Journalisten. Da ging das bürokratische Prozedere mit den Papieren los und musste nach den ersten fünf Personen, weil aufgrund fehlender Papiere, als hoffnungslos, abgebrochen werden und die Flüchtlinge konnten wenigsten diese Nacht in der Wärme verbringen.

Meienberg indes hatte schon am nächsten Morgen die halbe Deutschschweizer Presse auf den Plan gerufen und über die menschenunwürdigen Vorkommnisse und Praktiken vor der Flüchtlingsstelle («Strafaktion») hingewiesen. So sahen wir uns plötzlich im Presse-Trubel mit einer Schar Journalisten konfrontiert und belagerten so das Flüchtlingszentrum, bis wir mit dem Leiter der Empfangsstelle eine Aussprache hatten. Dann kamen die Politiker und Stadträte, die Mauerten, Peter Arbenz, der Flüchtlingsdelegierte der dem Empfangsstellenleiter einen Persilschein ausstellte, die kirchlichen Organisationen, die mehr Menschenwürde einforderten. Und so war die ganze Woche action.

Der Kurs ging am Freitag-Abend zu Ende, jeder konnte über Nacht eine Story über das Geschehen der letzten Woche schreiben und sie Meienberg zeigen konnte, der dann einen kurzen Kommentar dazu abgab. Sein Kommentar war schwach um nicht lausig zu sagen. Doch hatte ich das Glück oder die Unverfrorenheit, meinen Beitrag der «Weltwoche» einzureichen und die Ikone dieses damals renommierten Mediums Margrit Schreiber, verwendete ihn und die Essenz eines anderen Schreibwerkstatt-Teilnehmers für einen Bericht, der an meinem Geburtstag abgedruckt wurde. Der Einstieg war gelungen. Das spornte mich an, weiter in diese Richtung zu gehen. Und weil Fotografieren zu meiner Leidenschaft geworden ist, beides miteinander zu kombinieren.

Der «Fichenskandal» und die «P-26 Geheimloge»

Zwei FA-18 Militär-Jets beim Abfangmanöver einer Passagiermaschine über den Walliser Alpen. Bild: GMC/Gerd Müller

Im Jahre 1990 war ans Licht gekommen, dass sowohl die Bundesbehörden als auch die kantonalen Polizeikorps seit 1900 rund 900’000 «Fichen» über politisch verdächtige Personen angelegt hatten. Laut offiziellen Angaben waren mehr als 700’000 Personen und Organisationen erfasst. Der Beobachtungsradius erfasste zuerst ausländische Anarchisten, Schweizer Sozialisten und Gewerkschafter, unwillkommene politische Flüchtlinge und Ausländer, die ausgewiesen wurden. Mit dem Aufkommen des Antikommunismus wurden vor allem linksstehende Politiker und Mitglieder von Gewerkschaften überwacht. Offizielles Ziel der «Fichierung» war es, das Land vor aus dem Ausland gesteuerten subversiven Aktivitäten zu schützen.

Die Bekämpfung der Subversion war während des Kalten Krieges ein weitverbreitetes Schlagwort. Die Parlamentarische Untersuchungskommission PUK brachte zu Tage, wie weit dieser schwammige Begriff aufgefasst wurde. Wie aus den Unterlagen der «Untergruppe Nachrichtendienst und Abwehr» (UNA) hervorging, empfanden eifrige Staatsschützer „Alternative“, „Grüne“, Friedensbewegte, Drittwelt-Aktivisten, Frauenbewegungen und Fremdarbeiterbetreuer, Anti-AKW-Aktivisten, „Linke“ aller Art also per se, als potentiell gefährlich einzustufen seien, denn sie könnten unterwandert, feind- oder fremdgesteuert oder sonst wie manipuliert sein.

Auch ich bestellte meine Fiche beim Polizei und Justizministerium, die dann doch überraschend detailliert war, was das Bewegungsprofil und die Kontakte angeht, aber ansonsten sehr belanglos war, bis auf die vielen schwarzen Stellen in dem 14 seitigen Protokoll, das wohl mehr die Spitzel-Identitäten verdecken und schützen sollte, als Staatsgeheimnisse, staatsfeindliche Aktivitäten oder einen «Landesverrat» der Überwachten zu Tage gebracht hätte. Es zeigte nur den blinden Eifer der Behörden und das traurige Abbild der Spitzel. Die wenigsten von uns waren Marxisten, Leninisten, Maoisten oder Kommunisten oder Staatsfeinde auch wenn das Motto: «Macht aus dem Staat Gurkensalat» skandiert wurden. Da wurde viel Staatspropaganda aufgefahren und mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

Dann gab es noch einen weiteren Politskandal: Die «P-26» Geheimloge (Projekt 26) war eine geheime Kaderorganisation zur Aufrechterhaltung des Widerstandswillens in der Schweiz im Fall einer Besetzung. Sie wurde 1979/1981 als Nachfolgerin des Spezialdienstes in der Untergruppe Nachrichtendienst und Abwehr (UNA) eingesetzt und 1990 nach der Bekanntmachung durch eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) durch Bundesrat Moritz Leuenberger aufgelöst. Für die P-26-Mitglieder war in Friedenszeiten keine Bewaffnung vorgesehen, doch darum scherte sich der illustre Geheimbund nicht. Vorgesehen war, dass sie als Gruppe auf Befehl einer allenfalls im Ausland verbleibenden Exilregierung aktiv würden, um als Nachrichtenquelle zu dienen. Ein Kampfauftrag war nicht vorgesehen. Der war allein der Armee vorbehalten. Dennoch hortete die Organisation Waffen und legte Munitionsdepots an.

Beruflich war ich zu Beginn der 90er Jahre mit meiner Public Relation Ausbildung und bei der PR-Agentur «Leipziger & partner» in Zumikon beschäftigt. Der Chef war Oberst im Militär und ein kleiner Nazi. Also gehörte er so betrachtet nicht zu meinen Freunden oder Vorbildern. Aber beruflich gesehen, war er ein Ass und bestens vernetzt und ich profitierte viel von seinem Know-How und den Kontakten zum militärischen Kader und zu Zivilorganisationen wie «Helvetas» und dem «Europa Institut». Bei der Zumikoner PR-Agentur organisierte ich u.a. das «Forum 91» und das «Colloquium Sicherheitspolitik & Medien» mit «NATO»-General Klaus Naumann, zwei hochpolitische Foren mit hochrangigen Militärs, Politikern, Wissenschaftlern und Medienvertretern. Da prallten zwei Welten aufeinander: Hier der junge Freak, der Sympathie für die «Armee-Abschaffungs-Initative» hatte und sich der Rekrutenschule entzog, dafür aber gerne Zivildienst leistete. Einer der auch mit der Anti-AKW-Bewegung symphatisierte Auf der anderen Seite das bürgerliche Establishment, die Spitze der Schweizer Armee bis hin zum Gastreferenten, «NATO»-General Klaus Naumann, der nur von drei Kantonspolizisten eskortiert herein kam.

Damals spielte ich in Gedanken das militärische «Worst-Case Szenario» für die Schweiz durch, von dem die keine Ahnung hatten. Ein reales Bedrohungsszenario wäre gewesen, bei dieser Veranstaltung in der ETH Zürich eine Bombe platzen zu lassen und auf einen Schlag die Führung der Schweizer Armee auszuradieren. Ich hatte noch ein paar 35mm Flabgeschosse von der «Oerlikon Bührle»-Manufaktur zur Verfügung, bei der ich einst in die Lehre ging. Ein Terror-Abwehrdispositiv für die hochkarätige Veranstaltung gab es damals noch nicht, ansonsten hätte ich es ja im Detail gekannt. Da wurde mir bewusst, dass man auch als Pazifist ein paar abgründig terroristische Ideen haben kann, wie es sonst so in Militär und Spionagekreisen eben branchenüblich ist.

Seit 2021 ist die Schweizer Luftwaffe an 365 Tagen 24 h zur Sicherheit unseres Luftraums im Einsatz. Bild: GMC/Gerd Müller

Beruflich war ich zu Beginn der 90er Jahre mit meiner Public Relation Ausbildung und bei der PR-Agentur «Leipziger & partner» in Zumikon beschäftigt. Der Chef war Oberst im Militär und ein kleiner Nazi. Also gehörte er so betrachtet nicht zu meinen Freunden oder Vorbildern. Aber beruflich gesehen, war er ein Ass und bestens vernetzt und ich profitierte viel von seinem Know-How und den Kontakten zum militärischen Kader und zu Zivilorganisationen wie «Helvetas» und dem «Europa Institut».

Bei der Zumikoner PR-Agentur organisierte ich u.a. das «Forum 91» und das «Colloquium Sicherheitspolitik & Medien» mit «NATO»-General Klaus Naumann, zwei hochpolitische Foren mit hochrangigen Militärs, Politikern, Wissenschaftlern und Medienvertretern. Da prallten zwei Welten aufeinander: Hier der junge Freak, der Sympathie für die «Armee-Abschaffungs-Initative» hatte und sich der Rekrutenschule entzog, dafür aber gerne Zivildienst leistete. Einer der auch mit der Anti-AKW-Bewegung symphatisierte Auf der anderen Seite das bürgerliche Establishment, die Spitze der Schweizer Armee bis hin zum Gastreferenten, «NATO»-General Klaus Naumann, der nur von drei Kantonspolizisten eskortiert herein kam.

Damals spielte ich in Gedanken das militärische «Worst-Case Szenario» für die Schweiz durch, von dem die keine Ahnung hatten. Ein reales Bedrohungsszenario wäre gewesen, bei dieser Veranstaltung in der ETH Zürich eine Bombe platzen zu lassen und auf einen Schlag die Führung der Schweizer Armee auszuradieren. Ich hatte noch ein paar 35mm Flabgeschosse von der «Oerlikon Bührle»-Manufaktur, bei der ich einst in die Lehre ging. Ein Terror-Abwehrdispositiv für die hochkarätige Veranstaltung gab es damals noch nicht, ansonsten hätte ich es ja im Detail gekannt. Da habe ich gemerkt, dass man auch als Pazifist ein paar abgründig terroristische Ideen haben kann, wie es in Militär und Spionagekreisen eben branchenüblich ist.

Presseagentur-Gründung und die Zeit als Radio-Moderator

Als ich 1992das PR Diplom in der Tasche hatte, gründete ich meine Presse und Bildagentur «GMC», bezog mit einem «K-Tipp» Recherche-Journalisten und zwei Medienschaffenden aus dem Hotel/Gastrobereich ein Büro, baute die Kooperation mit der Tourismus-Fachzeitschrift «Travel Inside» und einigen Deutschschweizer Tageszeitungen und internationalen Bildagenturen aus und reiste in diesem Jahr zwei Mal in die Karibik, zuerst für einen Segeltörn von Grenada nach Trinidad und Tobago, dann nach Kuba. Auf dem ersten Segeltörn meines Lebens wollte ich mit ein paar Berner und Zürcher den Karneval in Trinidad erleben und konnten mit dem Boot tatsächlich zum Hafen mitten im Stadtzentrum fahren, dort anlegen und so bequem zu den Paraden und dann wieder zurück aufs Boot gehen.

Port of Spain: Prächtige Kostümparaden mit gigantischen Auswüchsen bei der Parade in Trinidad. Bild: GMC/Gerd M.Müller

Der Karneval in Trinidad riss uns derart mit, dass wir ihn nach Zürich holen wollten. Und das gelang uns, dank dem Trinidader Percussionist an Bord des Segeltörns. Ralph Richardson und seine Frau Angi, die beideleidenschaftlich Steeldrum spielten und Ralph überdies einige Steeldrum-Bands und Kinderbands in Zürich unterrichtete. Durch Ralphs Kontakte konnten wir Mighty Sparrow, der achtfache «King of Calypso» zu einem Exklusiv-Galakonzert im Hotel International in Oerlikon, verpflichteten. Dazu arrangierten wir ein Open-Air auf dem Marktplatz in Oerlikon mit acht Stelldrum-Bands am Vortag, einem Samstag. Dank der Kooperation mit der «British West India Airlines» (BWIA), die damals neu nach Zürich flog, konnten wir während sechs Wochen vor dem Calypso & Steeldrum Festival karibische Spitzenköche nach Zürich einfliegen, mit allen frischen Zutaten und reichlich tropischer Dekoration, um im «Hotel International» in Oerlikon karibisches Flair, tropische Cocktails und leckere exotische Spezialitäten und Speisen anbieten.

Durch das «Calypso & Steeldrum Festival» konnte ich mit Roger Schawinskis «Radio 24» kooperieren und war bei ihm zu einem einstündigen Interview und bei Sondersendungen zu Gast. Auch bei «Radio DRS 3», das eine einstündige Sendung über den Calypso aus Trinidad und Mighty Sparrow machte, kurbelte die Promotionsschiene an. Zudem war auch Frederic Dru von «Radio Tropic» daran interessiert, diesen Event so richtig zu zelebrieren. Schön war auch, dass sich das Schweizer Fernsehen für ihre erste Reisesendung von der Karibik und dem Konzert von Mighty Sparrow zur ersten Reisesendung inspirieren liessen und Mighty Sparrow zur Premiere einfliegen uns spielen liessen. Denn der «SRF»-Reise-Redaktor Kurt Schaad und der Musik-Redaktor des Schweizer Fernsehens waren an unserem Galakonzert gewesen.

Inspiert vom Notting Hill Carnival in London 1986 reiste ich ein paar Jahre später nach Trinidad & Tobago: Bild: GMC

Erfreulich war auch, dass ich dadurch bei «Radio Tropic» auf freiwilliger, unentgeltlicher Basis zu arbeiten begann und dann sehr schnell meine eigenen Reisesendungen mit den Airlines, Reiseveranstaltern und Fremdenverkehrsämtern produzierte und dabei völlig freie Hand hatte. Das war eine geniale Erfahrung und ich habe zweistündige Spezialsendungen über Australien, Afrika und die Karibik gemacht. Ein oder zwei Jahre später kam die Gelegenheit beim «Radio Kanal K» ebenfalls Sendungen zu produzieren. Der als Untergrund Musik- und Kulturradio bekannte Sender im Kanton Aargau liess ebenfalls sehr viel Spielraum zu. Und so machte ich zur Verblüffung aller ein hochkarätiges Interview mit vier kantonalen Parteipräsidenten zur heiss debattierten Asyl-Initiative der SVP. Mit dabei waren u.a. Gerry Müller, der später Stadtpräsident von Baden wurde. Der nächste Protagonist ist mein Lieblingsfeind Andreas Glarner von der SVP aus der Aargauer Gemeinde Arni. Schliesslich kamen auch die beiden kantonalen FDP und CVP-Präsidenten zum Streitgespräch ins Studio. Das war mein erstes derartiges hochpolitisches und zugleich hochkarätiges besetztes Interview mit vier Spitzenpolitikern zu einem der heissesten Themen im Inland dazumal. Und es war eine sehr engagierte und kontroverse Diskussion.

Mein beruflicher Status als Fotojournalist und Radioproduzent sowie das veritable Bild- und Presseagenturnetzwerk liessen meinen Wert bei den Fluggesellschaften in die Höhe schnellen. Für Reisen nach Afrika rief ich die «SAA» South African Airways, in die Karibik flog ich wie erwähnt mit der «BWIA», nach Brasilien mit der «TAM», zu den französischen Übersee-Territorien und in die Südsee mit der «AOM» und nach Asien «Singapore Airlines» und «Malaysia Airlines» von denen ich regelmässig die Flugtickets gratis erhielt, da ich hernach zumeist in sieben Tageszeitungen die Reportagen publizierte und auch für viele Hochglanz-Magazine arbeitete. „Das war eine fantastisch aufregende und spannende Zeit“.

Ab den 90er Jahren veröffentlichte ich jahrelang regelmässig Reisereportagen, Aviatik-und Wirtschaftsberichte in den wichtigsten überregionalen Tageszeitungen «Aargauer Zeitung», «Der Bund», «Neue Luzerner Zeitung», «Solothurner Zeitung», «Südostschweiz» sowie im «Facts» in der «SonntagsZeitung» bevor ich mich ab 1997 auch auf Wellness, Beauty und Lifestyle-Features spezialisierte, die in Hochglanzmagazinen wie «Relax & Style», «World of Wellness», «Wellness Live», «Wellness Magazin» (D) erschienen. Auch im «Globo (D)», im «Medico Journal Reisen & Kultur», im «Animan», und im «Spiegel» wurden Reportagen von mir publiziert.

Politische Feier der Kommunistischen Partei und Ehrung von Sardar Vallabhbhai Patel in Ahmedabad

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller      

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