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CANNABINOIDE UND IHR EPISCHER WIRKUNGSKREIS

Cannabis enthält je nach Sorte über 100 Cannabinoide. THC bindet sich im Körper an die Can-nabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Wenn es sich an die CB1Rezeptoren andockt, beeinflusst dies die Signalübertragung an die Synapsen und es werden andere In-formationen an das zentrale und periphere Nervensystem übertragen. Es stellt sich ein Glücksgefühl ein, man wird entspan-nter und Schmerzen lassen nach. Wie THC auf die CB2-Rezeptoren wirkt, ist weniger bekannt, man geht davon aus, dass es dem Immunsystem hilft. Der Wirkstoff THC ist noch nicht voll-umfänglich erforscht.

In der Medizin wird CBD für folgende therapeutische Zwecke eingesetzt: es lindert Kopfschmer-zen und Migräne sowie Übelkeit und Erbrechen, zerstört Krebszellen, wirkt Angst lösend und antipsychotisch, lindert Schmerzen bei  Nervenverletzungen, verhinderten das Wachstum  von Bakterien und hemmt  Entzündungen, unterdrückt Muskelspastiken  und Krampfanfälle, stimu-liert das Knochen-wachstum und senkt den Blutzuckerspiegel als auch den Augeninnendruck. 

Man unterscheide folgende Cannabinoide:    

CBD  –  Cannabidiol: CBD ist seit 2016 legal in der Schweiz Anbau und konsumierbar und wirkt den psychotropischen Effekten entgegen und schwächen sie ab.  CBD ist wirksam bei Entzün-dungen, Epilepsie, Angstzuständen, Bewegungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen.

CBDV  –  Cannabivadarin: CBDV steht im Verhältnis zu CBD wie THCV zu THC und gehört zum CBD-Komplex mit schwacher psychotropischer Wirkung. CBDV hat krampflösende, antisep-tische übelkeitshemmende Wirkung und wird bei der Morbus Crohn Krankheit eingesetzt.

CBDN  –  Canabinodiol: schwach psychotropisch, medizinisch kaum interessant, gehört zum CBD-Komplex

CBN  –  Cannabinol: schwach psychotropisch, entsteht aus THC-Oxidation und entsteht z.B. bei Haschisch am Rand. Hat eine krampflösende und entspannede Wirkung. 

CBG  –  Cannabigerol: schwach psychotropisch aber von hoher medizinischer Qualität: krebs-hemmend, antibakteriell, schmerzstillend und antidepressiv sowie Blutdruck senkende Qualitäten.

Die Cannabinoide CBD und THC wirken synergistisch und verstärken sich gegenseitig in ihren therapeutischen Eigenschaften. Das ideale THC-CBD-Verhältnis ist von Patienten zu Patienten verschieden und hängt stark davon ab, welches Leiden bzw. Symptom behandelt wird. Durch die schrittweise Erhöhung des THC-CBD-Verhältnisses, finden viele Patienten die ideale und wirksame Dosierung für sich heraus. Bei Angstzu-ständen, bestimmten affektiven Störungen und Anfallsleiden haben sich beispielsweise CBD-dominanten Heilmittel mit einem sehr hohen CBD- und nur einem geringem oder gar keinem THC-Gehalt bewährt.

CBD BEI ANGSTZUSTÄNDEN

Eine Anzahl von Fallstudien belegt, dass CBD Ängste reduzieren kann. In einer Studie aus dem Jahr 2017 vo9n der Universität von Sao Paulo in Brasilien reduziert die Gabe von CBD, die Angst bei gesunden Personen in eier dosisabhängigen Art und Weise. Die subjektive Angst wurde mit 300 mg CBD, jedoch nicht mit 100 mg oder gar 900 mg CBD in einer angespannten Situation (öffentlicher Vortrag) reduziert. Drei Gruppen wurden dabei miteinander verglichen, darunter eine Kontrollgruppe mit gesunden Probanden die ein Placebo erhielten. Und bei einer psyche-delischen Wissenschaftskonferenz in san Franzisco wurden 2017  eine grosse Fallserie von 136 PatientInnen präsentiert, bei denen schon geringe Dosen zwischen 40 und 50 mg halfen.

CBD BEI GEHIRNTUMOREN BEI KINDERN

Prof. Richard Grundy, leitender Forscher am Children’s Brain Tumour Research Center der Uni-versität Nottingham, sagte, dass im Vereinigten Königreich Hirntumore bei mehr Kindern zum Tod als andere Krebsarten führen. Bei ca. 1750 PatientInnen im Kindesalter werden jährlich Krebserkrankungen festgestellt, darunter etwa 400 Hinrtumore. Man stellte dort fest, dass CBD eine Behandlung mit weit milderen Neben-wirklungen  als chemo-Therapien dar-stelle. Und Dr. Wai Liu von der Londoner St. George University hat festgestellt, dass mit CBD bei Leukämie einige Signalwege ausgeschaltet werden konnten, sodass die Zellen besser auf die Chemo-Theraphie reagierten. Einige Pharmafirmen in der UK würden CBD-Präparate mit THC kombi-nieren und das führe zu verbesserten, positiven Ergebnissen. Besonders in Verbindung mit der Chemo-Therapie.

CBD UND THC WEGWEISEND BEI KNOCHENBRÜCHEN

Israelische ForscherInnen sind weltweit führend bei der Untersuchung von medizinischem  Can-nabis. Dr. Raphael Mechoulam, der vor 50 Jah-ren das THC und später auch das CBD entdeckte zählt zu den führenden Wissenschaftler der Cannabis-Medizin. Untersuchungen von der Jüdi-schen Universität und der Universität Tel Aviv haben herausgefunden, dass THC und CBD die Heilung von Knochenbrüchen fördern und die Lysylhydroxylasen (die zur Knochenheilung nötigen Enzyme) in den knochenbildenden Zellen aktivieren können.

Aus biologischer Sicht sind diese Ergebnisse bedeutsam, da die Untersuchung kontrolliert  un-ter der Aufsicht von ForscherInnen aus 18 Ländern vorgenommen wurde. Das  Züricher Institut für Biomechanics und das Departement of Orthopedics der schwedischen Lund University arbeiteten mit der israelischen Gruppe zusammen, um die Wirkstoffe THC und CBD auf das Knochensystem und die biochemische Interaktion zu erkunden. Die Untersuchung umfasste drei Experimente.

Zunächst wurden Ratten mit gebrochenen Oberschenkelknochen THC und CBD injiziert, um die Wirkung auf die strukturellen und mechanischen Eigenschaften zu testen. Anschliessend wurde die Wirkung einer 50:50 Mischung aus THC und CBD am Kallus (Schwiele eines geheilten Kno-chenbruchs) untersucht. Die molekulare Zusammensetzung der Knochen wurde in beiden Ex-perimenten neu Wochen lang mit FTIR (Fourier Transform Infrared Spectroscopy) untersucht. Im dritten Experiment wurde untersucht, welche Wirkung CBD und THC bei der Knochenhei-lung auf die knochenbildenden Zellstrukturen haben. Für die mecha-nischen Tests wurden 3D Aufnahmen gemacht. Die Fixierung wurde entfernt und der Knochen untersucht. Dann wurde die Belastung und Biegsamkeit getestet und die Mineralisierung untersucht. Beim dritten Experiment wurden neu entstandene knochenbildende Zellen, die vier Tage lang bei 37 Grad gezüchtet worden waren. Als sie eine Reife von 80% erreichten, gab man THC und CDB hinzu.

Mit den aus der Züchtung extrahierten Ribunukleinsäuren mass man den Lysylhydroxyllasen-spiegel, die Entwicklung der Gene, die bei der Produktion eine Rolle spielen, sowie das mRNA (welches den zur Proteinsyntese benötigten Code enthält. Nach sechs bis acht Wochen zeigte sich am Kallus der Ratten, die mit CBD und THC behandelt wurden, stärker vergrössert hat und das CBD die Festigkeit des Knochens und seiner mechanischen Eigenschaften beträchtlich stei-gert. Das zweite Experiment zeigte, dass THC dabei die Stärke und Festigkeit des Knochens bis zum Maximum steigert und das CBD selektiv die Lysylhydroxylasen und den mRNA-Spiegel erhöht.

CBD BEI DEPRESSIONEN  

In einer Studie der Wissenschaftler der Universität von Cantabria (Spanien) aus dem Jahr 2006: CBD könnte ein neues, schnell wirkendes Medikament darstellen, in dem es sowohl serotoner-ge als auch glutamaterge kortikale Signalwege durch einen 5-HT1A-Rezeptor abhängigen Mechanismus verstärkt.

CANNABIS BEI FIBROMYALGIE

Fibromyalgie ist seit 1994 auf der offiziellen Krankenliste (ICD-10-Schlüssel) der WHO aufge-nommen. Man geht davon aus, dass Fibromyalgie neuropathische Ursachen hat, also auf eine Störung des Nervensystems zurückzuführen ist. Fibromylagie zeichnet sich durch Muskelspas-tiken, Angespanntheit, Schlafstörungen aus. Auch die Schmerzempfindlichkeit nimmt drastisch zu. Die Erklärungsansätze reichen von einer Dysregultation des Neurotransmittersysteme (hauptsächlich der Botenstoffe Dopamin und Serotonin) bis hin zu einer Störung der physiolo-gischen Stressregulierungsmechanismen.  Im Fachjargon als Stressachse Hypothalmus-Hypo-physe-Nebenniere).

Das engogene Cannabinoidsystem hat nach erwiesenermassen Einfluss auf die  physiologische Funktionen, wie u.a. die Regulierung der dopa-minergen und serotonergen Mechanismen sowie die Regulierung der physiologischen Stressreaktion. Darüber hinaus verfügt das Immunsystem über zahlreiche CB2-Rezeptoren und wird aus diesem Grund stark sowohl von den endogenen als auch von den exogenen Cannabinoiden beeinflusst.

Das Endocannabinoid-System ist über den gesamten menschlichen Körper verteilt und nimmt dementsprechend Einfluss auf div. Körperfunktionen wie  Stimmung, Appetit, Schlaf, Gedächnis und Schmerzempfinden. Es sind bis jetzt zwei Rezeptoren bekannt: Der CB1-Rezeptor und der CB2-Rezeptor. CB1-Rezeptoren sind im gesamten Nervensystem und in bestimmten Organen (Herz oder Milz) vorhanden. CBD2-Rezeptoren sind hauptsächlich bei den Zellen des Immunsys-tems und Zellen  sowie beim Knochenaufbau oder Abbau involviert.

LINKS ZU DEN WEITEREN CBD/THC-BEITRÄGEN AUF ALLMYTRAVELTIPS.CH

VADEMEKUM MEDIZINISCHER FACHBEGRIFFE RUND UM THC & CBD:  https://www.allmytraveltips.ch/?p=28727

AUF DIE RICHTIGE CBD-DOSIERUNG KOMMT ES AN                     https://www.allmytraveltips.ch/?p=28718

CANNABIS: WIE WIRKEN CBD & THC UND BEIDE ZUSAMMEN?                 https://www.allmytraveltips.ch/?p=28714

KANN CANNABIS ARTHRITIS MINDERN?                                                         https://www.allmytraveltips.ch/?p=28707

KREBS: CANNABIS GEGEN MELANOME                                                            https://www.allmytraveltips.ch/?p=28705

Cannabinoide (CBD) und ihr episch breiter Wirkungskreis                          https://www.allmytraveltips.ch/?p=28703

DEMNÄCHST

HANFSAMEN SIND PROTEINBOMEN UND CHOLESTERINSENKER                                                                                                 

THC & CBD: KLINISCHE STUDIEN  & FORSCHUNGSBERICHTE                                          

CBD/THC-RECHTSSPRECHUNG IN DER SCHWEIZ                              

Zum rau(s)chenden Fest: Rudolf Brenneisen – Cannabis-Forscher und Pharmazeut

Dank dem Berner Rudolf Brenneisen könnte Cannabis oder besser gesagt die Cannabidiole den Heilmarkt in der Schweiz erobern. Der Bundesrat hat eine Vorlage durchgewinkt, die Cannabis den Rückweg in die Medizin erlauben soll. Denn bis in die 50er Jahre war der Industriehanf eine in der Schweiz weit verbreitete Nutzpflanze, die als vielseitiges Heilmittel eingesetzt wurde und erst in den 70er Jahren aus den Apothekerbüchern verschwand. Brenneisen bezeichnet den Beschluss des Bundesrates als «cannabis-historisch»

Als Rudolf Brenneisen in der Zeitglocken-Apotheke ein Praktikum absolvierte wurde er beauftragt, mit einer Cannabistinktur ein Hüneraugenpräparat herzustellen. Damals waren Cannabispräparate noch Bestandteil des Schweizer Arzneibuches.

Das weckte sein pharmazeutisches Interesse an der Pflanze doch musste er angesichts der Repression in den 70er Jahren die Sache von der von der forensischen Seite antratt. Begonnen hatte alles mit einem Besuch der Drogenpolizei im pharmazeutischen Institiut der Uni in Bern. Nein sie wollten hier nichts illegales beschlagnahmen, sondern den THC-Gehalt der Blüten überprüfen. Ein Verfahren dazu gab es damals noch nicht.

Aus diesem Kontakt ergab sich später eine jahrelange Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Dann kam die UNO und last but not least wurde auch die Antidrogenbehörde der USA (DEA) auf den Berner aufmerksam. Auf deren Wunsch entwickelte er ein noch viel präziseres Verfahren zur Bestimmung des Tetrahydrocannabinolgehlates, das weltweit patentiert wurde.

Fast zeitgleich setzte er sich aber auch medizinisch mit der Heilpflanze auseinander, da das Unispital Zürich ihn für eine Pilotstudie bei Spastikpatienten, diue mit THC behandelt werden sollten, beraten sollte. Die Studie war erfolgreich und damit gelang Brenneisen der Sprung in die klinische Forschung.

Nun also setzt sich der „Hanfpapst“ dafür ein, dass die medizinisch wertvollen Cannabidiole und nicht etwa die unter Kiffern beliebte stark THC-haltige Hanfpflanze wieder in die Regale der Apotheken kommt und dort als rezeptpflichtiges Medikament für Patientinnen erhältlich ist.

Daran verdienen werden dann einmal mehr die Ärzte (Rezepte) das BAG (Bewilligungen), die Apotheken und die Pharmaindustrie (hohe Preise/synthetische Produkte). Dabei wird übersehen, dass es besser wäre, den Markt und das Kiffen ganz zu legaliseren und entkriminalisieren. Ein jeder könnte das Kraut auf dem Balkon oder im Garten anpflanzen und zu Kecksen, Kuchen oder Guetzli verarbeiten, als Tee Trinken oder eine Tinktur machen.

Natürlich gäbe es auch hochwertige klinische Produkte wie Nasenspray’s, Lutschbonbons oder Tabletten und darüber hinaus würde die ganze Nahrungsmittel- und die Beautybranche ebenso davon profitieren wie die Landwirte, welche die Nutzpflanze für unvorstellbar viele Produkte (Öle, Bier, Textilien, Hanfseile etc) anbauen könnte. Die Hanfpflanze ist darüber hinaus gerade in Alpen-regionen gut gegen Bodenerosion und sie sorgt für stabile Hänge und gut durchlüftete Erde.

Ein mutiger Schritt und eine konsequente Freigabe (mit einem wie bei Alkohol vergleichbaren Jugendschutz samt Prävention) könnte die Schweiz wirtschaftlich, gesundheitspolitisch, medizinisch weiterbringen, als die unhaltbare und sinnlose Kifferjagd samt Bussen- und Verfahrensandrohungen.

Ob Bundesrat Ueli Maurer mit der durchgewunkenen Vorlage im entferntesten Sinn auch seinen Sohn unterstützt, der ja auch schon im Garten in Hinwil Hanf zu medizinischen Zwecken anpflanzte, wie aktenkundlich bekannt ist, ist hingegen nicht bekannt.

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Bahnbrechend: Mit Proteinen die Medizin personalisieren

Ruedi Aebersold ist einer der weltweit führenden Proteomik-Forscher. In den letzten Jahren entwickelte er die Proteomik-Methoden gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam weiter, sodass nun auch Ärzte diese Technik als Werkzeug einsetzen können. Im Gespräch mit ETH-News erklärt der Professor der ETH Zürich und der Universität Zürich, wie die Information von Proteinen die sogenannte personalisierte Medizin weiterbringen kann. Von: Fabio Bergamin

Ruedi Aebersold
«Die Proteine sind die molekularen Akteure in den Zellen, nicht die Gene», sagt Ruedi Aebersold, Professor an der ETH und der Universität Zürich. (Bild: Fabio Bergamin / ETH Zürich)

 

ETH-News: Medizinforscher möchten die individuellen Unterscheide von Patienten und die verschiedenen Ausprägungen einer Krankheit in Zukunft stärker berücksichtigen, um massgeschneiderte Therapien anbieten zu können. Als Kriterium dienten ihnen bisher vor allem genomische Unterschiede, das heisst Mutationen in der Erbsubstanz DNA. Sie, Herr Aebersold, gehen nun einen Schritt weiter und möchten die personalisierte Medizin auf Stufe der Proteine etablieren. Warum?
Ruedi Aebersold: Die molekularen Akteure, die in einem Körper oder einer Zelle eine Krankheit unmittelbar verursachen, sind zum weitaus grössten Teil Proteine. Schon seit langem messen Pathologen in Gewebeproben bestimmte Proteine, wenn sie Krankheiten diagnostizieren, zum Beispiel einen Krebstyp. Mit einer weitverbreiteten, klassischen Methode machen sie diese Proteine mit Antikörpern sichtbar. Damit lässt sich allerdings nur eine Handvoll Proteine aufs Mal bestimmen. Wir entwickelten in den letzten Jahren eine Proteomik-Methode, mit der wir in einer winzigen Gewebeprobe 2000 verschiedene Proteine gleichzeitig und genau bestimmen können.

Solche Methoden, mit denen das Protein-Muster bestimmt werden kann, sind aber viel aufwendiger als die bestehenden Genom-Analysen.
Erbgut-Mutationen kann man mittlerweile schnell und verhältnismässig günstig bestimmen, das stimmt. Die genetische Information wird jedoch in der Zelle weiterverarbeitet, und am Ende der biologischen Verarbeitungskette stehen die Proteine. Um eine Krankheit zu beschreiben, sind diese aussagekräftiger. Mit der Bestimmung von Tausenden von Proteinen in Gewebeproben möchten wir den Bogen spannen von der Genomik zu den Krankheiten. Denn oft führen ganz unterschiedliche Mutationen am Erbgut zur selben Krankheit. Oder eine Krankheit ist so komplex, dass sehr viele genetische Puzzlesteine zusammenspielen, von denen wir gar noch nicht alle kennen. Andererseits geben wir mit unserer Proteomik-Methode den Pathologen ein modernes Werkzeug in die Hand, mit dem sie krankes Gewebe weit präziser klassifizieren können als bisher. Wir haben die Proteomik so weiterentwickelt, dass wir in nur einer Stunde sehr präzise und reproduzierbare Resultate liefern können.

Wie ist Ihnen dies gelungen?
Um in einer Probe die Proteine zu bestimmen, zerlegen wir die Proteine in Bruchstücke, sogenannte Peptide. Mithilfe der Massenspektrometrie können wir diese Peptide anhand ihrer Masse und ihrer Fähigkeit Wasser abzustossen, unterscheiden. Wir gehen davon aus, dass es 10 bis 100 Millionen unterschiedliche Peptide gibt, die aus den verschiedenen Proteinen im menschlichen Körper entstehen können. Das ist eine viel zu grosse Zahl, um sie in kurzer Zeit auszuwerten. Viele bisherige Proteomik-Methoden nutzten daher einen Trick: Nach dem «Prinzip Las Vegas» wählten sie zufällig etwa jedes tausendste Peptid aus und analysierten diese. Diese Methode hat allerdings den grossen Nachteil, dass sie nicht reproduzierbar ist, weil nicht jedes Mal dieselben Peptide ausgewählt werden. Wir hingegen reduzieren die Datenmenge anders: Wir führen die Peptide anhand ihrer Masse und Fähigkeit Wasser abzustossen in etwa 30‘000 Gruppen zusammen und analysieren diese innerhalb einer Stunde. In unserer Methode spielt der Zufall keine Rolle, unsere Technik ist daher sowohl reproduzierbar als auch schnell.

In den letzten zwei Jahren optimierten Sie die Methode und wendeten sie jüngst erstmals in Gewebeproben von Patienten an. Mit welchem Erfolg?
In unserer jüngsten Studie massen wir den biochemischen Zustand kleiner Biopsien, konkret von Nierenkrebs-Biopsien, die wir von an der Studie beteiligten Ärzten am Kantonsspital St. Gallen erhielten. Den Befund der Pathologen konnten wir sehr gut auf Protein-Ebene nachvollziehen. Mit unserer Technik erstellen wir digitale Protein-Fingerabdrücke der Proben. Ein weiterer Vorteil ist: Diese Fingerabdrücke können auch zu einem späteren Zeitpunkt erneut analysiert werden. Forscher können noch in vielen Jahren, wenn sie sich für die Funktion eines bestimmen Proteins interessieren, auf unsere Daten zurückgreifen.

Warum ist die Schnelligkeit der Methode wichtig?
Mithilfe der Proteomik können wir neue Erkenntnisse am besten dann gewinnen, wenn wir Daten einer grossen Zahl von Menschen – einer sogenannten Kohorte – statistisch auswerten. Wenn eine Methode schnell ist, hat sie die Kapazität, grosse Kohorten zu untersuchen.

Sie führen eine Forschungsgruppe von Systembiologen. Wie nahmen Ärzte an den Spitälern Ihre neue Methode auf?
Wir erhielten positive Rückmeldungen von klinischen Forschern. Und wir erwarten, dass Pathologen die Methode bald für klinische Entscheide verwenden werden. Bisher hatte die Proteomik unter Ärzten einen eher schlechten Ruf, weil sie vergleichsweise teuer und komplex ist. Auch litt die Proteomik unter dem erwähnten «Las-Vegas-Syndrom», der schlechten Reproduzierbarkeit. Diese haben wir nun korrigiert, und wir sind davon überzeugt, dass unsere Methode in der Klinik ein grosses Potenzial hat. Unsere jüngste Forschungsarbeit haben wir daher absichtlich nicht in einer biologischen, sondern in einer medizinischen Fachzeitschrift zur Publikation eingereicht. Davon erhoffen wir uns, Ärzten und Medizinforschern die Vorteile unserer Technik noch stärker bekannt zu machen. Uns freut auch, dass unsere Methode nicht mehr ausschliesslich auf den Geräten funktioniert, die wir verwendeten. Andere Forschende haben die Methode bereits für weitere Geräte angepasst.

Wie werden Sie die Methode weiterentwickeln?
Wir sind daran, die Zahl der damit messbaren Proteine ständig zu erhöhen. Ausserdem möchten wir die Methode so weiterentwickeln, dass wir damit auch ältere Gewebeproben, die in Formaldehyd-Lösung konserviert sind, messen können. Wir könnten dann aufbewahrte Proben von Patienten analysieren, von denen der spätere Krankheitsverlauf und die gewählte Therapie bekannt sind. So können wir Zusammenhänge zwischen Proteinmuster und späterem Krankheitsverlauf erkennen.

Personalisierte Medizin ist derzeit in aller Munde – weltweit. In Grossbritannien und in den USA gibt es dazu neue nationale Forschungsprogramme. Wie steht es um die Forschung der personalisierten Medizin in der Schweiz?
Wir sind in der Schweiz sehr gut positioniert, um komplexe Krankheiten mit dem Systemansatz zu untersuchen – unter anderem dank der weitentwickelten systembiologischen Forschung hierzulande. Auch gibt es im Rahmen von «Hochschulmedizin Zürich» bereits ein Kompetenzzentrum Personalisierte Medizin. Es braucht aber weitere Anreize, damit Ärzte in der Klinik, Forscher und Ingenieure besser zusammenarbeiten können. Ähnlich wie es Barack Obama jüngst für die USA ankündigte, wäre auch in der Schweiz ein nationales Forschungsprogramm für die personalisierte Medizin wünschenswert. Von der wissenschaftlichen Seite gibt es einen breit abgestützten Vorschlag, ein solches in das nächste Legislaturprogramm ab 2017 aufzunehmen. Ende 2016 kommt ja auch das nationale Forschungsprogramm zur Systembiologie, SystemsX.ch, zu seinem planmässigen Ende. Ein «Personalized Health»-Programm könnte darauf aufbauen.

Zur Person

Ruedi Aebersold (60) ist ein Pionier der Proteomik und der Systembiolgie. Die Zeitschrift «Analytical Scientist» bezeichnete ihn 2013 als den weltweit zweiteinflussreichsten Forscher der analytischen Wissenschaften. Nach einem Studium und der Promotion an der Universität Basel war Aebersold am California Institute of Technology und an der University of Washington tätig. Seit 2000/01 ist er Professor für Systembiologie an der ETH Zürich und der Universität Zürich.

Literaturhinweis

Guo T et al.: Rapid mass spectrometric conversion of tissue biopsy samples into permanent quantitative digital proteome maps. Nature Medicine, 2. März 2015, doi: 10.1038/nm.3807

(Quelle: ETH Zürich)

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Interview mit Uni Lienz Prof. Dr. Peter Lechleitner

Ayurveda-Spezial

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Ayurveda und spirituelle Rituale in «Gottes eigenem Land» erleben

Das rituelle Hindu-Fest und die Theyyam-Tänze zählen zu Keralas grossartigsten religösen Anlässen

Das rituelle Hindu-Fest im Vadakkunathan-Tempel in Thrissur und die Theyyam-Tänze. Bild: GMC Photopress/Gerd Müller

Ayurveda-Behandlungen am Ursprung einer vor über 5000 Jahren von den Göttern den Menschen geschenkten Lebensweisheit weisen den Weg zu einer ganzheitlichen, gesunden und erfüllten Lebensweise. Als spirituelle Zugabe gibt es zur Monsunzeit auch noch die faszinierenden  hinduistischen Theyyam-Rituale in Nordkerala zu sehen, die derzeit in «Gottes eigenem Land» auf ihren Höhepunkt zusteuern und die Keraliten in ihren Bann schlagen.

Vadakkunathan Hindu-Tempel in Thrissur

Nur die obersten Kasten sind zum Fest zugelassen. GMC

Viele Menschen in Kerala am südlichsten Zipfel Indiens befinden sich zur Zeit in höchster Ekstase. Das jährliche Spektakel der Götter und ihrer hinduistischen Religionsgemeinschaft hat begonnen. In den nächsten zwei Monaten werden während der Monsunzeit wilde Tänze und spirituelle Rituale zelebriert. Wie im Vatikan auch, gibt es einige Tempel, in denen nur die höchsten Kasten zugelassen sind. Andere Zeremonien können aber auch die Touristen mit dem nötigen Respekt und ein wenig Verständnis und Kenntnis der Verhaltensregeln während der Festtage besuchen und das prächtige Treiben hautnah mitverfolgen.

Classical indian dancer

Klassische Indischer Tanz im Somatheeram. Bild: GMC

Die Keraliten putzen sich dazu festlich heraus: die Frauen ziehen ihre farbenprächtigsten Kleider an und schminken sich in den grellsten Farbtönen. Auch die Männer tragen kräftig Farbe auf und verwandeln sich in dämonische, zumeist furchterregende Götter-Gestalten. So pilgern sie zu Tausenden zu ihren Tempeln, wo sie unter einem wahren Trommelfeuer und den Mantra-Gesängen der Priester im Dunst der Räucherstäbchen wilde Tanzrituale aufführen.

Spirituelle Hindus, Moslems und Christen Seite an Seite

Die SpiritualiIND_HinduTempleKerala3778tät ist in ganz Indien sehr hoch. Doch in Kerala sieht man durch die religiöse Vielzahl verschiedenster Ethnien und Glaubensrichtungen zudem das ganze Spektrum der Religionsgemeinschaften. 56 Prozent sind Hindus, rund ein Viertel der Bevölkerung sind Moslems und auch die Christen sind in Gottes eigenem Land mit 20 Prozent stark vertreten.

Die Bauwerke der Islamisten und Christen ähneln sich zuweilen sehr. Manch eine Kirche sieht von weither wie eine Moschee aus, viele Moscheen ähneln den Hindu-Tempeln. Das liegt daran, dass schon vor 1300 Jahren arabische Händler vor den portugiesischen, holländischen und britischen Kolonialherren hier in Kerala ein und aus gingen und ihre blühenden Geschäfte betrieben. Kerala ist Indiens reichster und produktivster Staat und auch einer der am besten für den Tourismus erschlossendsten Regionen.

Der Norden Keralas ist vielen Touristen weitgehend unbekannt geblieben

Backwatertour with Soma Houseboat in South Kerala

Wie wär’s mit einer Flussreise auf dem Houseboat? GMC

Denn zu den Hauptattraktionen des südlichsten indischen Bundesstaates gehören die „Backwaters“, die grossen Seen und Süss-/Salzwasser-Lagunen, zwischen Kochin und Trivandrum, die Flüsse und Reisfelder und insbesondere die uralte Lebensweisheit Ayurveda, die immer mehr an Popularität gewinnt und einen rasant wachsenden Medizinaltourismus bewirkt.

Spirituelle Monsunzeit ist auch für Ayurveda-Behandlungen gut geeignet

Die nun anbrechende Monsunzeit ist nicht nur der spirituelle Höhepunkt für die Hindu-Keraliten sondern auch aus ayurvedischer Sicht die beste Zeit für eine Kur. Und so könnte man nun beides miteinander Kombinieren: die prächtigen, spirituellen Zeremonien und eine dreiwöchige Pancha Karma Kur in einem der vielen Ayurveda-Resorts.

Ausgezeichnet: Das Somatheeram im Süden Keralas nahe Trivandrum. Bild: GMC/Gerd Müller

Mehrfach asgezeichnet: Das Somatheeram. BIld: GMC

Einer der bekanntesten Ayurveda Resorts in Kerala ist das Somatheeram, 21 Kilometer südlich vom internationalen Flughafen Trivandrum entfernt. Das Resort, welches seit seiner Gründung 1985 zahlreiche internationale und nationale Auszeichnungen erhielt, liegt somit an der Südspitze Indiens, die dank ihrer reichhaltigen Flora auch als „Gottes eigenes Land“ bezeichnet wird.

Das Somatheeram zählt zu Indiens bekanntesten Ayurveda-Resort

Unendlich langer, mit Fischerbooten bestückter Sandstrand beim Somatheeram Ayurveda Resort. Bild: GMC

Sandstrand mit Fischerbooten 

Das Ayurevda Resort liegt inmitten einer üppigen Gartenlandschaft rund 50 Meter über dem Strand. Durch den Garten Eden schlängeln sich schmale Pfade vorbei an Granitskulpturen und farbenprächtigen Hindu-Dekorationen bis zum Meer hinunter. Statt des lästigen Weckergeräuschs, fröhlich zwitschernde Vogelstimmen verlocken zu einem Spaziergang kurz vor Sonnenaufgang durch die prächtige Anlage; Meditation pur noch vor der ersten Yogastunde.

Der Blick schweift über den bis zum Horizont mit Fischerbooten gespickten Sandstrandes, an dem unzählige Fischer ihre Netze einziehen und mit ihren Booten denFang einbringen und durch die schäumende Brandung der Wogen an Land ziehen, wo die älteren Fischer, die Frauen und die Vögel schon warten.

Komfortable Bungalows in raditioneller Bauweise.

Komfortable Bungalows im traditionellen Baustil. GMC

Die schmucken, hölzernen Bungalows mit ihren Strohdächern sind gemütlich und komfortabel eingerichtet und verfügen alle über eine Klimaanlage, einen Flachbildschirm und einen kostenlosen Wlan Anschluss. Alle Cottages spiegeln die traditionelle Architektur und Holzschnitzkunst Keralas wieder. Vor jeder Hütte ist eine Hängematte aufgespannt in der man sich gemütlich in der lauen und kühlenden Meeresbrise hin und her schaukeln und die Seele baumeln lassen kann.

Führend in der Weitegabe der ayurvedischer Lebensphilosophie

Ayurveda lehrt eine ganzheitliche, gesunde Lebensweisheit und spirituelle Philosophie, die auch ökologische Aspekte mit einschliesst und die Natur als Gottes Schöpfung in den Mittelpunkt stellt.  Zu den zentralen Elementen der ayurvedischen Lehre zählt auch Yoga. Denn Yoga ist weitmehr als gesunde Bewegung. Vielmehr werden Körper und Geist gleichermassen angesprochen und dank den unterschiedlichen Elementen das Gleichgewicht im seelischen und physischen Bereich in Einklang gebracht.

Ayurveda-Behandlung in Kerala (GMC-Archivbild)

Ayurveda-Behandlung in Kerala (GMC-Archivbild)

Das Somatheeram zählt zu den ersten Ayurveda-Resorts Indiens, welches in- und ausländischen Gästen seit bald 30 Jahren authentische Ayurveda-Behandlungen auf höchstem Niveau anbietet.  Ayurveda ist weit mehr als eine medizinische Lehre, die so heisst es in der überlieferten Legende, den Menschen von den Göttern geschenkt wurde. Ayurveda heisst übersetzt, die Wissenschaft des Lebens und widmet sich viel mehr der präventiven Seite möglicher Krankheiten auf der Basis ernährungswissenschaftlicher und medizinischer Aspekte, als der Behandlung von Krankheiten.

Die richtige Ernährung und das seelische Gleichgewicht stehen im Mittelpunkt

Mauritius: Ayurveda-Behandlung im "weltbesten SPA 2002" im Oberoi Hotel Mauritius. World best spa 2002

 Der Stirnguss bei der Ayurveda-Behandlung

Aus ayurvedischer Sicht werden chronische Krankheiten sowohl in physischer wie in psychischer Hinsicht ganzheitlich behandelt, wobei die richtige Ernährung im Mittelpunkt der ayurvedischen Lehre steht. Hyppokrates war der erste westliche Arzt, der die ayurvedischen Weisheiten der indischen Gelehrten übernommen hatte und uns in einem Satz lehrte: „Der Mensch ist, was er isst.“

Daher ist es kein Wunder, dass das Ärzte-Team von Somatheeram rund 250 verschiedene Speisen für die drei Dosha-Grundkonstitutionstypen (Kapha, Pitta, Vatha) zusammengestellt hat und darüber hinaus auch auch viele medizinische Produkte im eigenen (organischen) Kräutergarten herstellt, um den Gästen punkto Ernährung und Kräutermedizin-Produkten die höchste Qualität anbieten zu können. Darüber hinaus findet man im Medizinshop auch die ganze Palette der Himalaya-Produkte.

Das Somatheeram bietet nicht nur die gesamte Palette therapheutischer Behandlungen zu jeder Jahreszeit an – wobei nach der ayurvedischen Lehre die Monsunzeit (Mai – Juli) der beste Zeitpunkt für Behandlungen ist – sondern verkauft auch Bücher, CD’s und DVD’s, damit man sich zu Hause eingehender mit der indischen Lebensweisheit auseinandersetzen und wertvolle Tipps gewinnen kann.

Für weitere Informationen: Somatheeram Ayurveda Resort, Chowara, P.O., South Kovalam, Trivandrum, Kerala, Indien, Tel. +91 471 226 81 01, Fax + 91 471 226 76 00, mail@somatheeram.in, www.somatheeram.in

Soma Backwater Cruise in Alleppy, Süd-KeralaReiseinformationen

Kerala ist nicht nur der reichste Bundesstaat Indiens sondern auch der touristisch am besten erschlossenste. Die Landschaft ist geprägt von Kokospalmenhainen, Reisfeldern und  Gummibaumplantagen, die sich rund um die zahlreichen Seen und Flüsse schmiegen.

Kerala verfügt über 600 Kilometer Strand und die leichte Brise vom Meer verleiht der Region ein angenehmes Klima. Die Lichter der Fischerboote leuchten wie zahllose tanzende Glühwürmchen unter dem majestätischen Firmament

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Indien: Kalari Kovilakom Ayurveda Palast Kerala

Herausragend: Kalari Kovilakom Ayurveda Palast. Bild: GMC

Kurzbeschrieb und Klassifizierung der von Fotojournalist Gerd Müller getesteten Ayurveda-Resorts in Kerala. 

Bewertungskala:

*ungenügend;  **ok;  ***gut;  ****sehr gut;  *****ausgezeichnet;  ******unübertrefflich

Das Coconut Lagoon Resort ist an einem zauberhaften See in einer wunderschönen Gartenanlage situiert. Es besticht durch die wunderschönen traditionellen Kerala-Häuser. Das Essen und die Therapeuten sind Klasse, das Ayurveda-Angebot ist allerdings auf den Wellness- und Ferienbereich beschränkt. Ein Pancha-Karma-Kur kann man hier nicht machen. Dafür lassen sich von hier aus tolle Bootsausflüge auf gediegenen Hotelschiffen machen. Ein Resort, der auch für Familien geeignet ist. Das Coconut Bay Beach Resort liegt an der südlichen Spitze Keralas, nur 6 km von Kovalam Beach entfernt. Die großzügige Anlage erstreckt sich auf einem Areal von ca. 9.000 qm und liegt inmitten eines üppigen Palmenhains direkt an einer der schönsten Buchten Südindiens mit naturbelassenem Sandstrand (nur bedingt zum baden geeignet).

Das Ayurveda Zentrum des Coconut Bay steht unter der Oberleitung des sehr erfahrenen Ayurveda Arztes Dr. V. Franklin. Er legt besonderen Wert darauf, dass hier ausschließlich authentische, traditionelle Ayurveda Behandlungen praktiziert werden. Das Ayurveda Team besteht aus einem erfahrenen Ärzteteam, eine Ärztin, ein Arzt und 12 gut geschulte Therapeuten. Das Grundprogramm besteht entweder aus der klassischen Reinigungskur oder der Verjüngungskur, die von der Erstuntersuchung über den individuell angepassten Behandlungsablauf bis hin zur Abschlussuntersuchung sorgfältig und gewissenhaft durchgeführt wird. Die Konsultationen und Behandlungen finden alle in einem neuen Ayurveda Zentrum mit 8 Behandlungszimmern statt. Alle Behandlungen inklusive der Massagen und gegebenenfalls einer Darmreinigung (Vashti) werden nach ärztlicher Verordnung durchgeführt. Körpermassagen (zwei und vierhändig), Kräuterdampfbäder, Kopfmassagen, Kopfbalsam, Thermo-Massagen, Kräuterinhalationen, Nasenreinigung, Stirn- und Gesichtsmassagen, porenschließende Kaltbäder, Heißluftbehandlungen, Augenspülungen, Fußmassagen und herbal medikamentöse Anwendungen. www.cghearth.com

Duke’s Forest Lodge   ***

Inmitten einer Gummi-Plantage samt wunderschöner, tropischer Flora am Ufer eines kleinen Flusses liegt dieses einzigartige Bijoux, dass aus nur fünf grosszügigen Häusern besteht. Jedes Haus hat im Untergeschoss einen kleinen Pool mit herrlicher Rundsicht auf die Vegetation. Vor dem Haupttrakt liegt ebenfalls ein grosser Pool. Die Duke’s Forest Lodge ist ein idealer Ort für Ruhesuchende, die abgeschirmt von touristischen Anlagen und Hektik in sich gehen und völlig abschalten wollen. Wermutstropfen. Der Service war etwas lasch. Der hat sich  allerdings in der Zwischenzeit erheblich verbessert, wie Allmytraveltips vernommen hat. Duke’s forest lodge liegt 50 Kilometers nördlich von Kovalam beach. Von hier aus lassen sich viele spannende Trekkings und Vogelbeobachtungen arrangieren. Auch die Unterkünfte des Kaani Urvolkes können besucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Estuary Island, Poovar Island ****

Ein angenehmes und komfortable eingerichtetes Holiday-Resort-Hotel auf einer kleinen Insel,  welches über eine einzigartige Vegetation rundherum verfügt. Ein Vogel- und Biospärenreservat, das vom Zusammentreffen von Salz- und Süsswasser geprägt ist. Dieses Resort-Hotel ist für Feriengäste aller Art. Ayurveda-Behandlungen werden angeboten aber mehr auf der Wellnessschiene. Der Badestrand ist nur über eine vorgelagerte Lagune und Sandbank (im Shuttle-Boot) erreichbar. Dort liegt auch eines der  Restaurants. Poovar ist rund 30 km südlich vom Stadtzentrum Thiruvananthapuram im Süden Keralas entfernt. Spannend sind die Backwater Bootsausflüge durch das Vogelparadies und die urwüchsige Wildnis. Weitere Informationen erhalten Sie hier oder via Estuary Island, Poovar Island Ph: +91 471 222 9222, Fax: +91 471 222 9333reservations@thrhotels.com

Kadappaduram Beach Resort, Nikkita Beach ****

Paradiesische Ruhe, wunderschöne Anlage an einem Strand, der zum Baden und zu Spaziergängen einlädt. Grosse, geschmackvolle im traditionellen Stil erbaute Bungalows. Zwei erfahrene Aerzte und gute Therapheuten versorgen die Gäste. Der Ayurveda-Center ist  sehr einfach eingerichtet und entspricht eher dem indischen Standard. Wer eine authentische Ayurveda-Behandlung aus spezifisch medizinischen Aspekten will, ist hier gut aufgehoben. Für Familien ist dieses Resort weniger geeignet.  

Kalari Health Palast, Kovilakom *******

Der Kalari Ayurveda-Healing Palast ist ein renovvierter Maharaja-Palast der Vengunad-Dynasty. Der mit Ab-stand beste und Indiens authentischster Ayurveda-Resort. Wer einmal im Leben wie ein König behandelt wer-den will, der trifft hier auf ein Resort der seinesgleichen sucht. Das liebevoll restaurierte Anwesen hat nur 18 Palastzimmer und ein eigenes Ayurveda-Healing-Zentrum sowie ein separater Yoga-Tempel und einige wie-tere Häuser für Beauty-Behandlungen. Der Mindestaufenthalt beträgt 14, 21 oder 28 Tage. Es wird ausschliess- lich persönlich abgestimmte ayurvedische Kost zubereitet. Die Authentizität der alten Kultur und die Heiligeit eines Ashrams sowie das riesige Anwesen verleihen diesem ayurvedischen Gesundheits-Resort ein unvergleichliches Ambiente. Wer hier eintritt, der verlässt seine Welt und lebt ein neues Leben.

Marari Beach Resort, Mararikulam ****

Eine grosszügige Ferien-Resort-Anlage, die an einem unendlich langen Strand liegt, der zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Ebenfalls für Familien geeignet, nicht aber für Ayurveda-Hardcore-Freaks geeignet.  

Nikki’s Nest, Trivandrum ****

Ein Ayurveda-Resort, der inmitten eines sehr gepflegten Gartens an Hanglage mit toller Aussicht auf den Strand liegt und über ein sehr gutes Ayurveda-Zentrum verfügt. Der Arzt war zwei Jahre in der Schweiz tätig und ist äusserst kompetent. Auch die Therapheuten und der Yoga-Lehrer sind ausgezeichnet. Eine feine Küche, die auch nicht Ayurveda-Gästen alle Köstlichkeiten anbietet.Zudem liegt das Hotel im touristischen Zentrum. Daher kann man leicht auch mal ausser Haus gehen und sich in wenig mit dem indischen Alltag vertraut machen.

Somatheeram/Malatheeram, Chowara ****

Seit vier Jahren vom ”Departement of Tourism” als “bestes Ayurveda-Resort” und zudem mit dem “Green leaf”-Award – der höchsten Würdigung für Ayurveda-Resorts ausgezeichnet. Ein Dutzend Aerzte und 70 Therapheu-tInnen sowie die eigene Medizinherstellung bürgen für höchste Qualität.  Einfach ausgestattete Bungalows mit zwei Betten, Dusche/WC, Ventilator und Vorgarten inmitten einer unglaublichen Faunavielfalt an Hanglage ca. fünf Minuten bis zum Strand. Guter Yoga-Lehrer. Nachteil: Geringe Auswahl im Restauant und dürftige Ernährungsinformationen. Ein Ferien-Resort-Hotel

The Leela Meridien, Kovalam Beach *****

Eine der grössten Hotelanlagen Keralas liegt an fantastischer Lage an der Kovalam Beach. The Leela besticht auch durch seine lichtdurchlässige Architektur, die stilvolle Einrichtung und das gepflegte Ambiente. Der Service und die Infrastruktur entsprechen dem hohen Standart eines Luxushotels. Das Ayurveda-Angebot ist eher dürftig. Die Behandlungskosten teuer. Dafür gibt es eine grosse Auswahl fernöstlicher Behandlungen. Der Strand ist eher mickrig. Aber wer einen erstklassigen internationalen Standard liebt, ist hier gut aufgehoben und geniesst auch eine sehr gute Küche.  

Spice Village, Periyar ****

Dieser Ayurveda-Resort liegt auf über 1000 Meter inmitten der Gewürz- und Teeplantagen und ist seines frischen Klimas wegen ein sehr geschätzter Ort. Die wunderschöne und Eco-Zertifizierte Anlage bietet allen Komfort. Ausflüge in das nahegelegene Tiger-Reservat und in die Gewürz-Plantagen bieten naturverbundenen Leuten, die keinen Strandurlaub machen wollen und sich bei grosser Hitze unwohl fühlen genau das richitge Ambiete. Spice Village offenbart viel über die Essenz der Bergvölker und des einzigartigen Vegetationsreichtums der fruchtbaren Berglandschaft. Hier gedeihen viele Früchtebäume, seltene Kräuter und exotische Pflanzen aller Art. Vogelzwitschern ersetzt den TV-Apparat, Air-Conditioning braucht es nicht, dazu kann das Fenster geöffnet und sogleich frische Bergluft eingeatmet werden.

Travancore Heritage, Chowara

Ehemalige Königsresidenz  (Haupttrakt) mit 43 hübsch renovierten, geräumigen Heritage-Häusern im Lokalko-lorit. Gepflegte Gartenanlage, Swimmingpool und schöne Aussicht auf den Strand (ca. 7 Min.entfernt). Hoher Komfort (Klimaanlage, TV, Minibar, Veranda) und Top Service. 2 Aerzte und 12 Therapheuten sorgen für die Minderheit der Ayurveda-Gäste. Appendix: Reine Ayurveda-Healing-Resorts, die für eine Pancha-Karma Kur in Frage kommen, sind nur das Kalari Kovilakom, das Kadappuram und das Somatheeram. Alle anderen sind Holiday-Resorts, die von Nicht Ayurveda-Aficionoados genutzt werden können.

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Plädoyer für einen liberalisierten Hanfanbau

Bei Kiffern beliebt: Canabis sative Blüte. Am 26.11.08 stimmt das Schweizer Volk über eine Hanfliberalisierung abGesundheits- und Drogenfachleute haben die Debatte um die Legalisierung von Cannabis neu entfacht, denn «nüchtern gesehen ist die repressive Drogenpolitik gescheitert», das wird einmal mehr, diesmal von Thilo Beck, Mitautor des Grundlagenberichtes „Marktregulierung in der Drogenpolitik“ bestätigt. Gemäss dem Bericht der Nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik (NAS) hat sich der Konsum von Cannabis trotz Verbot auf hohem Niveau gehalten.Dennoch fällt das Umdenken schwer.

Die Abdrängung des Hanfkosnums in die Illegalität hat letztlich wie befürchtet dazu geführt, dass vor allem kriminelle Organisationen enorm viel Geld verdient hätten. Durch das Verbot und den Anbau in Indoor-Hanfplantagen ist zudem nicht nur der THC-Gehalt sondern auch der Anteil schädlicher  Pestizide und Fungizide enorm angestiegen. In Städten wie Zürich Genf und Lausanne hat sich der Hanfhandel  mit Handel von Koks und Heroin vermischt, was zu einer fatalen Entwicklung geführt hat.

Dass eine Canabis-Abgabe sinnvoll ist, darin sind sich landauf, landab alle Fachleute einig. Seit Jahren fordern Suchtfachleute eine Entkriminalisierung. Doch die Botschaft des Staates ist ebenso zweifalhaft wie konfus: Canabis ist zwar gefährlich und verboten aber doch nicht so schlimm, daher gibt es nun nur noch Ordungsbussen statt Strafverfahren. Kiffen dürft ihr, wenn ihr euch nicht erwischen lässt, aber kaufen müsst ihr die Substanz im Untergrund von mafiösen Banden.

So kann es nicht weitergehen, zumals das Kraut als weitaus harmloser als Alkohol gilt, einen hohen medizinischen und landwirtschaftliche ökologischen Wert hat und ist in der Schweiz als auch in ganz Europa ein weit verbreitetes Genussmittel ist. Allein hierzulande konsumieren nach Schätzungen der Fachleute gegen 200’000 Personen die illegale Droge regelmässig. Die Dunkelziffer dürfte weit höher sein.

Nur kriminelle Organisationen profitieren vom Verbot

Nicht nur der Genuss auch der Anblick der Hanfkristalle ist berauschend

Nicht nur der Genuss auch der Anblick der Hanfkristalle ist berauschend

Viel besser wäre es, den Hanfanbau wieder zu erlauben und auf ökologisch sinnvoller Basis (mit Sonne und Regen statt Elektrizität, hohem Wasserverbrauch und dem Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln wie in Indoor-Anlagen) für die Bauern und Gärtner einen Erwerbszweig zu schaffen, der in geregelten Bahnen den Bedarf und Konsum von rund einer halben Mio. Konsumenten regelt und dafür mehr in Präventionsmassnahmen statt in den nutzlosen Repressionsapparat steckt.

Die Fachleute der NAS wollen in ihrem Bericht aufzeigen, wie die Gratwanderung zwischen totalem Verbot, Entkriminalisierung, Reglementierung und völliger Freigabe  aussieht und sprechen sich zunächst einmal dafür aus, für alle psychoaktiven Substanzen eine Regulierung zu definieren. Ihnen schwebt vor, dass in den zu Pilotprojekten bereiten Städten wie Genf, Lausanne, Winterthur und Zürich Cannabis reguliert abgegeben werden könnte und dass die Versuche wissenschaftliche begleitet werden.

Soll der Staat inskünftig als Drogendealer auftreten?

Der Plan des Genfer Soziologieprofessors und Projektleiters Sandro Cattacin sieht hingegen so aus, dass alle über 18 jährigen Cannabis-Konsumenten sich bei einem Verein oder Social Club registrieren lassen müssen, um legal an Gras oder Hasch zu gelangen. Für die Mitgliedschaft im Verein würden Sie einen Vereinsbeitrag in der Höhe ihres Konsums bezahlen._IND4923

Über  taugliche Modelle einer liberalisierten Hanfabgabe wird mit Sicherheit noch viel debattiert, doch eines ist laut Nicole Disler, Sprecherin des Zürcher Gesundheits- und Umweltdepartements (GUD) sicher: «Die Stadt Zürich würde gerne an solchen Pilotprojekten teilnehmen um besser an die problematischen Gesundheitsfälle heranzukommen». Doch das Problem für alle Städte sei das heutige Betäubungsmittelgesetz, das den Cannabiskonsum völlig verbietet. Denn für eine Abgabe müsste der Bund eine Ausnahmebewilligung samt begleiteter Forschungsstudie aussprechen. Ohne wissenschaftliche Studie, die beschränkten medizinischen Studien dienen, ist ein solcher Vorstoss beim BAG derzeit offenbar chancenlos. Jedenfalls hat bsiher weder Genf, noch Zürich oder Winterhthur einen Antrag  gestellt.

Das BAG wäre gut beraten, wenn es die Anträge der Städte gutheissen würde und so zumindest zu einem entkrampfterem Umgang mit dem Genussmittel und zu dessen Entkriminalisierung beitragen würde. Und die bürgerlichen und christlichen Politiker, die in den letzten Jahren neue Einschränkungen beim Alkohol- oder Nikotinkonsum stemmten, aber gegen eine Cannabis-Legalisierung sind, sollten sich an den Ohren nehmen und „ihre odeoligisch-kulturell bedingten Scheuklappen ablegen und sich vor Augen halten, wie die Situation vor der Kriminalisierung aussah.

Oder wäre eine völlige Freigabe nicht viel smarter?

_IND4921Warum stellt bei der wieder ausgelösten Hanfdebatte niemand in Frage, wieso inskünftig nur der Staat bzw. die Kantone das Monopol auf den Hanfanbau erhalten sollen, um legal eine kontrollierte Abgabe an Hunderttausende von Hanfkonsumenten gewährleisten zu können.

Würde man den Anbau im Freien vom Bauer über die Gartencenters bis zum Hobby- und Balkongärtner völlig freigeben, gäbe es genügend inländisches Angebot für die hiesige Nachfrage und die Konsumenten könnten zudem frei entscheiden, ob sie das Kraut auf dem Balkon oder im Garten selbst anpflanzen, bei einem Gartencenter oder Bauern kaufen oder dereinst gar in der Migros und im Coop sowie in den Apotheken und Drogerien kaufen können.

Arznei-, Beauty- und Nahrungsmittel-Industrie würden profitieren

Ein völlig liberalisierter Binnenmarkt würde für marktwirtschaftliche Preise bei allen Arten von Hanfprodukten sorgen, egal ob das Hanfkraut nun zum Brauen, für Arznei- und Nahrungsmittel, für Textilien oder für den berauschenden Konsum verwendet würde. _IND4930Beim Cannabis-Genuss könnte der Bund beispielsweise auch eine oberste THC-Grenze festsetzen um eine weitere Leitplanke zu schaffen. Der THC-Gehalt würde jedoch beim ökologischen Anbau in der freien Natur sowie wieder auf normale Werte sinken. Vielen schwer kranken Patienten könnte mit günstigen und natürlichen Mitteln geholfen werden. So könnte auch die Pharmabranche dieses Geschäft nicht einfach an sich reissen und monopolisieren. Denn genau hier liegt die Krux auf auf der Gratwanderung zu einer neuen Suchtpolitik. Wer soll davon am meisten profitieren, lautet die Frage der Parlamentarier? Am Schluss gewiss nicht die Konsumenten. Denn die meisten Politiker sind oft ja auch Profiteure von gewissen Gesetzen, die sie durchboxen und zudem oft treue Lobbisten.

Jugendschutz wie beim Alkohol. Cannabis bei Coop und Migros?

Gleich wie beim Alkohol könnte man für den Jugendschutz den Hanf-Verkauf nur gegen Abgabe eines Ausweises und dem erlaubten Mindestalter regeln bzw. ein Verkauf an Minderjährige unter Strafe stellen und mit den frei werdenden Mitteln könnte man die Prävention ankurbeln oder auch eine Nationale Hanfsteuer auf Hanfprodukten einführen. Verkauf und Handel wären MwSt-pflichtig, wovon der Bund und die Kantone profitieren würden. Die Hersteller hätten normale Produkt-Deklarationspflichten.  Es geht mit Sicherheit auch ohne aufgeblähte Verwaltungsbehörden und Kontrollmassnahmen. Ich sehe schon die Cannabis-M-Budget und die Globus Gourmet Green Leaf Linie in den Regalen stehen. Bin ich jetzt total berauscht oder völlig übergeschnappt?

10 medizinische wertvolle Einsatzgebiete von Cannabissyntesen

1. Hilft bei Migräne wie Kalifornische Ärzte übereinstimmend feststellten. In über 300’000 Fällen konnte Migräne erfolgreich behandelt werden.

2. Verlangsamt das Wachstum von Tumoren. Der amerikanische Verband für Krebsforschung befand Marihuana als äusserst wirksam um das Tumorwachstum bei Lungen- Brust- und Gehirntumoren zu bremsen.

3. Vermindert Symptome chronischer Krankheiten. Forschungen belegen, dass Marihuana durch seine brechreizmindernde sowie bauchschmerz- und durchfalllindernde Wirkung bei chronischen Krankheiten wie Reizmagen und der Crohn-Krankheit helfen kann. 1985 akzeptierte die FDA dass THC diese Wirkung habe und lies das synthetische Medikament Marinol zu, das schon im Jahr 1989 an über 100’000 Personen verkauft wurde.

4. Marihuana beugt Alzheimer vor. Das wies schon 2006 das Scripps-Institut nach, weil Cannabis diejenigen Ablagerungen im Gehirn blockiert, die für die Entstehung der Krankheit verantwortlich sind. In Europa leiden 7,3 Mio. Personen an Alzheimer.

5. Marihuana hilft bei Glaukom, das haben mehrere Studien gezeigt. Bei Einnahme von Marihuana senke sich der Augendruck der Patienten die am Grünen Star leiden.

6. Cannabis beugt Schlaganfällen vor, da es die Muskeln entspannt und auch im Gehirn entkrampfende Wirkung zeigt, was eine Methode der Schlaganfall-Prävention ist. Noch besser sind natürlich viel Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Kost.

7. Hilft bei Hyperaktivität. Obschon der Konsum von Marihuana nicht generell apathisch macht sondern je nach Person, Grasart und THC-Gehalt sowie Anteil von Schadstoffen wie Pstiziden, Fungiziden usw. variiert, legte eine Studie aus Kalifornien dar, dass Marihuana eine hervorragende Alternative zu Ritalin sei und darüber hinaus auch die schädlichen Störungen von Ritalin beseitigt würden. Also liebe Ritalin-Süchtige, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker inskünftig nach Cannabispräparaten.

8. Hilft MS-PatientInnen. Marihuana bremst neurologische Effekte und verhindert Muskelkrämpfe von personen, die an Multipler Sklerose leiden.

 9. Cannabis lindert das prämenstruale Syndrom (PMS): Sich häufenden Einzelberichten zu Folge werden Schmerzen, die von PMS ausgelöst werden gelindert. Wenn rund 75 Prozent der Frauen PMS-Symptome verspüren, wäre auch hier zur Behandlung ein Hanftee gewiss nicht schlecht.

10. Hilft Personen mit dem Tourette-Syndrom und OKS. Gerade in den USA gibt es dank der Liberalisierung in drei Staaten einen Run von Patienten, die am Tourette-Syndrom oder an obbsessiv-kompulsiven Störungen (OKS) leiden, in diese Staaten umzuziehen. In den USA leiden 8 Mio. Personen an OKS und rund 700’000 am Tourette-Syndrom.

Nach den positiven Aspekten nun zu den wichtigsten Vorsichtsregeln. Hier sind die  fünf wichtigsten Tipps beim Hanf-Konsum.

1.  In der Pupertät kann übermässiger Cannabis-Konsum gerade im Zusammenhang mit Alkohol irreversible Schäden in deinem Gehirn verursachen. Geh behutsam mit Cannabis um. Lass also die Finger davon, bis du ein wenig älter bist oder beschränke den Konsum auf das Wochenende. Die Kombination von Gras und Alkohol lass lieber sein. Geniess den einen oder anderen „Rauschzustand“.  Du hast mehr davon.

2. Das Schädlichste am Cannabis-Konsum ist der Rauch in der Lunge (wie beim Nikotin). Wenn man beim Kiffen zu tief einatmet, kann dies zu Schmerzen im Brustkorb, Hustenanfällen und Atem-beschwerden führen. Besser ist es, kleine Züge zu nehmen und rasch wieder auszuatmen. Lass dich von der konischen Form eines Joints inspierien und mach den Filter so dünn wie möglich. Dadurch werden die meisten Schadstoffe beim Filter aufgefangen.

3. Indoor-Gras ist hochgezüchtet und weist daher die doppelte oder dreifache Menge an THC und leider auch viel Mehr äusserst bedenkliche Schadstoffe von Düngern , Pestiziden und Fungiziden auf.  Verwende nach Möglichkeit das ökologisch gewachsene Outdoor-Gras, welches erst noch viel euphorischer und kreativer einfährt.

4. Nimm kleine Dosen  und warte, bis sich die volle Wirkung entfaltet. Beobachte auch, wie du auf die verschiedenen Grassorten reagierst. Es gibt solche die beruhigend, andere die euphorisierend wirken. Generell gilt auch die alte Kiffer-Regel, dass Cannabis lediglich deinen mentalen Zustand verstärkt. Bist du depressiv, tauchst du noch tiefer ins Nirvana ab, bist du gut drauf, bist du mit einer Prise Gras vollim Schuss.

5. Das Zirkulieren von Joints ist zwar ein soziales Kiffer-Ritual wie dasjenige der Indianer mit ihrer Pfeife, die stets im Kreis der Weisen herumging.  Diese Ritual dient aber auch der Übertragung von Krankheiten wie Hepatitis, Menigitis, Grippe und anderer Viren. Also ist auch ein wenig Vorsicht und Vernunft geboten.

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Disclaimer

Allmytraveltips.ch ruft mit den abgedruckten Informationen und Meinungen ausdrücklich nicht zum Missbrauch von Drogen auf.

Alle Ayurveda-Reports auf einen Blick

HIER FINDEN SIE DIE AUF ALLMYTNEWS.EU PUBLIZIERTEN AYURVEDA-BERICHTE  VON INDIEN, SRI LANKA, ÖSTEREICH UND DER SCHWEIZ.

 

Headerbild Abhayanga in der Dukes Forest Lodge in Kerala, India. © GMC Photopress, Gerd Müller, gmc1@gmx.ch

Abhayanga inmitten einer Gummiplantage bei der Dukes Forest Lodge in Kerala. © GMC Photopress, Gerd Müller

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India reports (english)

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Hanf: Zu gesund, um nicht als Medikament zugelassen zu werden

Hanf wirkt gegen vielerlei chronische  Beschwerden und Krankheiten. Canabis hilft bei Schlafstörungen und Depressionen, lindert Schmerzen bei Fibromyalgie und ist dabei erst noch viel günstiger, als pharmazeutische Produkte, wenn man es illegal zu Heilzwecken anbaut.  Wann wird die nutzlichste Kulturpflanze Europa’s endlich legalisiert? Es ist höchste Zeit für ein Umdenken und einen entspannteren Umgang mit diesem Genuss- und Heilmittel.

Es gibt Patienten, denen offenbar nur Gras helfen kann und dies erst noch wirkungsvoller, mit weniger Nebenwirkungen und günstiger, als pharmazeitische Mittel dies tun: Auf You Tube finden wir einen Clip mit einem Mann, der am Tourette-Syndrom erkrankt ist und der seine Zuckungen nur kontrollieren kann, wenn er Kiffen kann. Eindrücklich hat auch das Wissenschaftsmagazin „planetopia“ die Wirkung bei schweren und unkontrollierbaren Muskelkrämpfen und –zuckungen der geplagten Tourette-PatientInnen dokumentiert.

Alleine in der Schweiz leiden rund 4000 Personen an dieser Krankheit, die ihr Zustand mit Cannabis merklich verbessern könnten. Andere Beispiele von an Fibromyalgie (einer Art chronisches Rheuma) Erkrankten zeigen in eine ähnliche Richtung. Ein Cocktail, Schokoladen-Guetzli oder Tee aus Canabis sativa und schon nehmen die Schmerzen dieser Patienten ab. Ihre Versuche mit Medikamenten (Anti-Depressiva und Rheumaschmerzmittel) halfen wenig und hatten oft schwere Nebenwirkungen zur Folge, erklärt eine Betroffene der Selbsthilfegruppe. Die schmerzlindernde und entspannende Wirkung der Hanfpflanze ist wissenschaftlich unbestritten. Sie wurde in der Schweiz erst 1951 verboten. Zuvor gab es in den Apotheken Canabis-Mittel gegen Asthma, Keuchhusten und Migräne und wurde auch als Schlaf- und Schmerzmittel verschrieben.

Die Hanfwurzeln reichen dank hellsichtigem Kaiser ins Jahr 2737 b.c. zurück

Die Geschichte des Krautes, das man hierzulande als den Tabak der Armen bezeichnete und der landauf und landab in die Pfeifen gestopft wurde beginnt in China in einer der ersten Heilmittelverordnungen aus dem Jahre 2737 vor Christus. Der chinesische Kaiser Shen Nung empfahl seinen Bürgern Canabis als Mittel gegen Vitaminmangelerkrankungen, bei Menstruationsbeschwerden, Malaria, Rheuma und bei Geisteskrankheiten.  In Europa hilt die Pflanze dank eines irischen Arztes 1839 Einzug ins Gesundheitswesen. Seither ist die Pflanze, aus der man nicht nur die besten Seile sondern auch Kleider, Nahrungsmittel, Beautycrèmes und viele andere nützliche Dinge herstellt oder auch ein Hanfbier braut, verboten, wenn die Pflanze mehr als ein Prozent der verbotenen Substanz THC (Tetrahydrocannabinol) enthält und nicht mehr als Industrie-Hanf gilt.

Leider ist es im Land der auf- und untergehenden Pharmafirmen verboten Hanf selbst im Garten oder auf dem Balkon zu medizinischen Zwecken anzubauen. Mit einer Sondergeneh-migung ist es einzelnen Personen jedoch erlaubt, Cannabis als Heilmittel zu konsumieren. Dafür müssen die rud 100 vom BAG zugelassenen Personen aber erst einen aufwendigen, bürokratisch, medizinischen Weg mit vielen Hürden zurücklegen und werden schliesslich nur mit dem synthetischen Mittel Dronabinol  der Pharmaindustrie abgespiesen, das in keiner Weise den vielfälltigen Eigenschaften der Hanfpflanzensubstanzen gerecht wird. Dem künstlichen Präparat Dronabinol fehlen viele wichtige Wirkstoffe der Cannabis-Pflanze, die längst noch nicht alle auf ihr Zusammenspiel hin untersucht wurden. Denn die Hanfpflanze hat gegen 400 verschiedene Wirkstoffe zu bieten.

Hanfkonsumenten sind glücklicher und richten weniger Schaden als Alkoholsüchtige an

Es ist schon grotesk und verlogen, wenn in teuren Kampagnen vor Alkohol- und Zigarettenkonsum gewarnt wird und die gesellschaftsfähigen Drogen an jeder Ecke zugleich zu staatlich überteuerten Preisen angeboten wird, derweil sich schmerzgeplagte PatientInnen mit ebenfalls überteuerten und wenig wirksamen Pharmamitteln zufrieden geben und mit schikanösen Genehmigungsverfahren auseinandersetzen müssen. Da wirft der Staat den Heroinabhängigen tonnenweise Methadon hinterher und richtet „Fixerstübli“ ein, zugleich aber verwehrt er Tausenden von Patientinnen, die ein wirksames, günstiges Schmerz- oder Schlafmittelbrauchen, den Zugang zu jahrhunderte lang erprobten Heilpräparaten der Hanfpflanze. Das Verbot vor vier Jahren nach der letzten Volksabstimmung über die Legalisierung des Betäubungsmittels ist weitgehend kontraproduktiv herausgekommen und in vieler Hinsicht schädlich. Denn erstens werden nun die Hanfpflanzen, die von Sonne und Regen gespiesen auf den Feldern, in den Gärten und auf den Balkonen spriessen würden, illegal in industriellen Lagerhallen mit hohem Strom-, Wasser- und Düngerverbrauch produziert.

Schluss mit der Augenwischerei und dem ökologisch, ökonomischen Unsinn

Erstens ist dies ein ökologischer und ökonomischer Unsinn. Zweitens wird dadurch vorwiegend das hochgezüchtete und stärkste Grass mit THC-Werten bis zu 28 Prozent hergestellt (fünf Mal mehr als Outdoor-Pflanzen) unter den mehrheitlich jugendlichen Kiffern verteilt, was wiederum den Effekt, der Apathie und Teilnahmslosigkeit verstärkt und zu Konzentrations- und Motivationsproblemen führt. Dabei wollte man doch mit der Ablehnung vor allem die Jugendlichen und SchülerInnen vor dem schädlichen Qualmen starker Substanzen bewahren. Dieser Schuss ging hinten hinaus. Weder ist der Hanfonsum rückläufig noch kann die Pflanze als Heilmittel eingesetzt werden.

Die Betäubungs-Bussen-Politik des Bundes ist gescheitert

Um so erstaunlicher ist die heutige Betäubingsmittel-/Bussenpolitik, als dass jedes Kind mittlerweile auch weiss, dass der volkswirtschaftliche Schaden durch übermässigen Alkoholkonsum (Auto- und Arbeitsunfälle, Gewalttaten, Familiendramen sowie medizinisch, therapeutische Kosten, die Alkoholiker verursachen) weitaus grösser ist, als derjenige, den Kiffer verursachen. Im Gegensatz zu Alkohol und Nikotin kann Cannabis gesundheitlich viel Gutes bewirken und könnte darüber hinaus der Herstellung vieler ökologischer Produkte im Nahrungsmittel- und Schönheitsbereich dienen.

An die Adresse der Ärzte: Mehr Mut zum fürs Rezept Dronabinol

Auch an die Adresse der Ärzte gerichtet, die das Wohl der Patienten mehr als die Prosperität der Pharmafirmen im Auge haben müssten, wäre es an der Zeit, die in Frage kommenden Patientinnen auf die Option zum Bezug von Dronabinol hinzuweisen, damit der Druck auf das BAG erhöht wird, Cannabis als Heilpflanze zuzulassen und die den Bezug vereinfachen.  Es gibt kaum Ärzte in der Schweiz, die den Mut haben, die entsprechenden Antragsformulare auszufüllen, obwohl sie mit ihren Krankheiten gute Chancen hätten. «Wo eine Indikation medizinisch belegt ist, muss es doch auch einen Zugang zu den Präparaten und Medikamenten geben», sagt der Zürcher Präventivmediziner und Kantonsarzt Dr. Felix Gutzwiller. Dies dürfe nicht an den komplizierten BAG-Bürokratie scheitern. Da müsse das BAG über die Bücher, gibt Gutzwiller sich kämpferisch. Viel Erfahrung mit Cannabisprodukten hat auch der Schweizer Paraplegikerzentrum in Basel. Holger Lochmann, Leiter des Ambulatoriums wünscht sich ein einfaches Bewilligungsverfahren. Die direkte Verordnung durch den Arzt via Betäubungsmittel-Rezept (analog dem Methadonprogramm) wäre der einfachste und sicherste Weg.

Wollen wir wirklich auf ein hochpotentes, therapeutisches Medikament verzichten?

Noch weiter geht der Berner Pharmakologe und Hanfforscher Rudolf Brenneisen. «Cannabis wurde über jahrzehnte als Droge dämonisiert. Jetzt ist es höchste Zeit, umzudenken und den Einsatz als Heilmittel Schritt für Schritt zu entstigmatisieren, sagt Brenneisen. «Andernfalls verzichten wir auf ein sehr wertvolles und hochpotentes Medikament mit einem therapeutisch enormen Potential». Wissenschaftler und Gesundheitsexperten treffen sich im Januar an einem internationalen Kongress in Bern, um die aktuellen Ergebnisse und Erfahrungen auszutauschen. www.sgphw.ch Den BAG-ExpertInnen, die daran teilnehmen, sei empfohlen, sich hellhörig und hellwach über die positiven medizinischen und gesundheitlichen Auswirkung der Cannabissubstanzen zu infomieren und den Mut zu haben , einer jahrtausende alten Heilpflanze wieder zum Durchbruch zu verhelfen. So schwer kann das doch nicht sein. Bis 1970 war das Cannabiskraut schliesslich im amtlichen Schweizer Arzneibuch registriert.

Das grosse therapeutische Wirkungspotential der Cannabispflanze bei Appetitlosigkeit und Übersäuerung:

Bei Alzheimer-, AIDS- und Krebs-Patienten sowie bei Magen-/Darmerkrankungen wird durch Cannabiskonsum der Appetit angeregt. Zudem beugt Cannabis Sodbrennen und der Übersäuerung des Magens vor.

Allergien: Hanf kann Heuschnupfen und Hausstauballergie bekämpfen

Asthma: Cannabis erweitert die Bronchien. Die Wirkung hält ungefähr zwei Stunden an. Dafür gibt es vielleicht bald einen Mundspray namens Sativex, der ohne Sonderbewilligung des BAG verschrieben werden darf. Die Heilmittelkontrolle swiss medic prüft derzeit die Zulassung. Er wurde bei MS-PatientInnen erfolgreich getestet.

Chemotheraphie: Die durch Chemotheraphie verursachte Übelkeit verbunden mit Erbrechen wird stark gemildert.

Grüner Star: Senkt den Innendruck der Augen und beugt damit dem Grünen Star vor

Entzündungen: entzündungshemmendes Heilmittel bei chronischen Magen-/Darmerkrankungen

Muskel-Krämpfe: MS-Patienten und Querschnittgelähmte beheben zuweilen ihre Koordinationsstörungen, erhalten eine bessere Standsicherheit und haben weniger Krämpfe.

Psychische Erkrankungen: Wird eingesetzt bei Angststörungen, Alzheimer, ADS, Depressionen.

Schlafstörungen: Cannabis hilft , einen tiefen, erholsamen Schlaf zu finden

Tourette-Syndrom: Mildert und lindert die abrupt auftretenden Muskerlzuckungen und –krämpfe.

Nach den positiven Aspekten nun zu den wichtigsten Vorsichtsregeln für Kiffer. Hier sind die  fünf wichtigsten Tipps, die Sie beim Hanf-Konsumbeachten sollten.

1.  In der Pupertät kann übermässiger Cannabis-Konsum gerade im Zusammenhang mit Alkohol irreversible Schäden in deinem Gehirn verursachen. Geh behutsam mit Cannabis um. Lass also die Finger davon, bis du ein wenig älter bist oder beschränke den Konsum auf das Wochenende. Die Kombination von Gras und Alkohol lass lieber sein. Geniess den einen oder anderen „Rauschzustand“.  Du hast mehr davon.

2. Das Schädlichste am Cannabis-Konsum ist der Rauch in der Lunge (wie beim Nikotin). Wenn man beim Kiffen zu tief einatmet, kann dies zu Schmerzen im Brustkorb, Hustenanfällen und Atem-beschwerden führen. Besser ist es, kleine Züge zu nehmen und rasch wieder auszuatmen. Lass dich von der konischen Form eines Joints inspierien und mach den Filter so dünn wie möglich. Dadurch werden die meisten Schadstoffe beim Filter aufgefangen.

3. Indoor-Gras ist hochgezüchtet und weist daher die doppelte oder dreifache Menge an THC und leider auch viel Mehr äusserst bedenkliche Schadstoffe von Düngern , Pestiziden und Fungiziden auf.  Verwende nach Möglichkeit das ökologisch gewachsene Outdoor-Gras, welches erst noch viel euphorischer und kreativer einfährt.

4. Nimm kleine Dosen  und warte, bis sich die volle Wirkung entfaltet. Beobachte auch, wie du auf die verschiedenen Grassorten reagierst. Es gibt solche die beruhigend, andere die euphorisierend wirken. Generell gilt auch die alte Kiffer-Regel, dass Cannabis lediglich deinen mentalen Zustand verstärkt. Bist du depressiv, tauchst du noch tiefer ins Nirvana ab, bist du gut drauf, bist du mit einer Prise Gras vollim Schuss.

5. Das Zirkulieren von Joints ist zwar ein soziales Kiffer-Ritual wie dasjenige der Indianer mit ihrer Pfeife, die stets im Kreis der Weisen herumging.  Diese Ritual dient aber auch der Übertragung von Krankheiten wie Hepatitis, Menigitis, Grippe und anderer Viren. Also ist auch ein wenig Vorsicht und Vernunft geboten.

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Hanf: vielseitig, ökologisch, gesund, berauschend

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Allmytraveltips Healthtips

Yoga-Lehrer im Kalari Kovilakom Ayurvedic Healing Palast in Kerala. Yoga teachers practising at the Kalari Kovilakom Ayurvedic Healing Palace in Kerala.

Die Balance im Leben finden: Yoga-Lehrer im Kalari Kovilakom in Kerala. © GMC Photopress

 

Hier fasst Allmytraveltips für die Leser und LeserInnen die Gesundheitstipps jeweils übersichtlich nach Ländern und Themen zusammen.

Ungarn

Bad Hévíz: Ungarns beliebteste Kurdestination für Schweizer

Mit allen Heilwassern gewaschen: Das NaturMed Hotel in Hévíz

Günstige Dentalsanierung in Héviz, Ungarn

Schweiz

Patientensicherheit bei Medizinprodukten wird erhöht

Skandal: Hausärzte kassieren Honorar für Überweisungen

Deutschland

Badenweiler: Gutedeltrauben, Gaumenfreuden und Gelassenheit

Gesundheitstipp: Wie kriegen Kinder Akne und Pickel weg?

ETH: Mit Blaulicht gegen Erektionsprobleme

Interview mit Kardiologe und TCM-Spezialist Prof. Peter Lechleitner

Spa & Genussurlaub vom Feinsten im Grandhotel Lienz

Winter-Specials im Medical Wellness Center des Grandhotel Lienz

Zauberhafte Eröffnungswoche im Aureus Spa im Zürserhof

Prominente Referenten zur Eröffnung des Aureus Spa im Zürserhof

Kulinarische Spezialitäten aus der Region Montafon/Voralrberg

 

Ayurveda in India, Sri Lanka, Austria and Switzerland

Online-Reportagen

Ayurveda-Spezial

Ayurveda Resort-Klassifizierung Kerala, Indien

Ayurveda und spirituelle Rituale in «Gottes eigenem Land» erleben

Ältere Printmedien-Reportagen

 

Gesundsein in Deutschland

Badenweiler: Gutedeltrauben, Gaumenfreuden und Gelassenheit

Beautytipps für kids: Wie kriegen Kinder Akne und Pickel weg?

Health & Spa in Switzerland

Patientensicherheit bei Medizinprodukten wird erhöht

Schönheitsfehler: Hausärzte kassieren Honorar für Überweisungen

ETH: Mit Blaulicht gegen Erektionsprobleme

Von der Grippe flachgelegt? Was tun?

Hanf: Zu gesund, um nicht als Medikament zugelassen zu werden

Plädoyer für einen liberalisierten Hanfanbau

Im Trend: Ökologisch und köstlich gesunde Hanfküche

Zweite nationale Konferenz „Gesundheit2020“

«GesundheitsApps und Wearables – Bedrohung der Privatsphäre?»

Gesunde Paranoia“ vor Datenbank, die „vor Misstrauen krank macht“

Quecksilberkonvention: BR überweist Parlament Ratifikationsvorschlag

Bundesrat genehmigt neue Tarifstruktur für stationäre Leistungen

International

Schweizer Hilfseinsatz gegen Ebola in Liberia

DEZA-Bericht über die Ebola-Epidemie

Ebola: MSF fordert internationalen Bio-Katastrophen-Einsatz

Quarantäne für heimkehrende Ebola-Helfer

Schweiz erhöht finanzielle Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie

TCM: Diesem Kardiologen und Professor können sie die Zunge rausstrecken

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Privat findet Prof. Dr. Peter Lechleitner bei der Malerei und Musik seine Muse. Bild:GMC/Gerd Müller

Der kritische Buchautor seiner Zunft, Kardiologe Prof. Dr. Peter Lechleitner spricht in diesem Interview über seine wegweisenden Erkenntnisse im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), über Konfuzius und den Daoismus, humane Sterbehilfe und die Entkriminalisierung der Cannabinoide als auch über sein Buch „Götter in Weiss – Wie Sie von ihnen bekommen, was Sie brauchen“, welches die kostspielige, überproportionierte, medizinische Versorgung aufdeckt und mutig anprangert.

Herr Prof. Dr. Lechleitner, wie und wann sind Sie zu TCM gekommen, weshalb sind Sie als Kardiologe, Intensiv- und Palliativmediziner davon so begeistert und welches sind ihre (nächste) Schwerpunkte?

Nun, ich habe mich schon als Medizinstudent in den 70er Jahren bei Vorlesungen an der Uni mit Akupunktur befasst und mir später als Internist und Kardiologe immer wieder die Frage gestellt, ist das, was wir in der westlichen Medizin haben, machen und können, alles, was wir den Patienten zu bieten haben?

Prof. Peter Lechleitner 9818

Homöopathie ist für mich ein Superplacebo, das wirkt

Im Laufe der Zeit haben die vielen positiven Reaktionen und Rückmeldungen von Patientinnen über seriöse komplementäre Therapien meine Aufmerksamkeit in diese Richtung geschärft. Zum Beispiel Leute mit Gelenkbeschwerden und verschiedenste Befindlichkeitsstörungen, die auf Akupunktur und Homöopathie schwörten. Dazu haben wir dann eine Akupunktur-Studie mit 500 Patienten gemacht.

Was die Homöopathie betrifft ging ich der Sache nach, aber eigentlich als Skeptiker und um zu beweisen, dass Homöopathie nichts bewirkt, weil m.E. ein plausibles Konzept dafür fehlt. Doch das Gegenteil ist interessanterweise dabei herausgekommen. Je mehr ich mich damit befasste, um so faszinierter war ich von der ganzen Materie. Es ist doch interessant, dass ein so verdünntes Wässerchen den Menschen oft viel besser hilft, als manche pharmazeutischen Keulenschläge. Noch bedeutender war für mich nicht nur die Wirkung, sondern auch, dass diese Medizin praktisch keine schädlichen Nebenwirkungen hat. Es gibt viele Theorien über die Wirkungsweise, verstehen tun wir sie dennoch nicht wirklich. Für viele ist es am Ende Placebo, für mich deutlich mehr. Wenn sie wollen ein „Superplacebo“.

Wie ging es weiter?

In der Mongolei habe ich anfangs der 2000er Jahre westliche Medizin am Universitätsspital in Ulanbatar unterrichtet und mich nebenbei in die traditionelle Chinesische und Tibetische Medizin weiter vertieft. Nach und nach entwickelte ich so zwei fundierte Betrachtungsweisen, einmal aus Sicht der westlichen Medizin, dann aber auch aus fernöstlicher Philosophie. Dadurch war ich z. B. imstande Krankheiten viel besser zu personifizieren. Denn was in der westlichen Medizin zu wenig Beachtung findet, ist, dass der Mensch ein Individuum und nicht ein Krankheitsmuster oder nur ein Gewebsmuster unterschiedlicher biochemischer und molekularbiologischer Strukturen ist. Wir müssen die Patientinnen und Patienten viel differenzierter anschauen.

Sie haben in der Mongolei offenbar viel dazugelernt? Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben Sie dort gemacht haben?

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Auch die Ägypter und Ötzi haben Akkupunkturmerkmale

Da ich im Auftrag der Österreich-Mongolisch wissenschaftlichen Gesellschaft an einem wissenschaftlichen Projekt in der Mongolei teilnehmen durfte, konnte ich mich so auch viel intensiver mit der philosophischen Denkweise von Konfuzius und dem Daoismus befassen, welche für die TCM zu den Grundlagen zählen.

Es war schon krass und beindruckend zu sehen, mit welch wenigen und primitiven Mitteln sich die Ärzte dort behelfen mussten. Da funktionierte fast nichts an Apparaten. Ihre Diagnosefähigkeit über Puls und Zunge erstaunte und beeindruckte mich.  Zur Akupunktur kam bald einmal die Phytotherapie und die fünf Elemente der TCM-Ernährungslehre hinzu. Auch Qi-Gong und Tuina gehören dazu. Da erfährt man in der Tat viel über seinen Körper und den mentalen Zustand – über bildgebende Verfahren und Laborchemie hinaus.

Im Zuge historischer Studien konnte belegt werden, dass nicht nur die Chinesen und Tibeter, sondern auch andere Kulturen wie z. B. Ägypter mit Akupunktur gearbeitet haben. Auch in Europa haben wir dank Ötzi frühe Spuren auf Akupunktur gefunden. Der Eiszeitmensch hatte Tätowierungen am Körper, die auf klassische Akupunkturpunkt-Behandlungen hinwiesen.

Wo lag die grösste Herausforderung, die TCM in der westlichen Medizin zu etablieren? Sie leiten ja die Interne Abteilung des Krankenkhauses Lienz, ein universitäres Lehrspital. Was hat sich verändert?

Zunächst einmal galt es, die weitverbreitete Skepsis bei den Kollegen abzubauen und auch in hiesigen Breitengraden eine Akzeptanz zu schaffen. Ohne die grosse Nachfrage bei den Patientinnen und Patienten, wäre dies wohl kaum gelungen. Darüber hinaus mussten wir TCM auch ein wenig auf die Bedürfnisse der westlichen Patienten anpassen und zum Beispiel viel feinere Nadeln verwenden, da hiesige Patientinnen viel „empfindlicher“ als es die Chinesen und Mongolen sind.

Bei der Akupunktur ist dies noch relativ einfach im Vergleich zur Phytotherapie, welche viel komplexer ist – auch weil es grössere Interferenzen mit der westlichen Pharmakologie geben kann. Diese Rezepturen mit 10-12 Inhaltsstoffen sind punkto Verträglichkeit und Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Verabreichung mit unseren pharmakologischen Stoffen bis heute noch viel zu wenig erforscht.

Hat sich die Traditionelle Chinesische Medizin seit der Urzeit bis zur heutigen Moderne stark verändert oder ist alles beim Alten geblieben?

Nun, die Strategien (Disharmoniemuster durch Zungen- und Pulsdiagnostik, Akupunktur und Phytorezepte) sind weitgehend gleich geblieben, gelegentlich im Laufe der Zeit verfeinert worden. Ich schätze, dass etwa 80-90% der Materie gleich geblieben ist und sich also wenig verändert hat. Obschon unser Lebensstil sich wesentlich von unseren Urahnen unterscheidet gelten die „universellen Prinzipien“ nach wie vor für den Menschen von heute, seinen Geist, seine Seele und seine „Lebensenergie“ (Qi).

Prof. PeterLechleitner9828

Eine Kunst für sich: Die Puls- und Zungendiagnostik

Dieser wird von TCM-Spezialisten v. a. anhand der Pulsströmungen und mittels Zungendiagnostik getroffen. Sensible und gut geübte TCM-Mediziner könnten rund 30 Pulsqualitäten an je drei Pulsstellen pro Unterarm messen. Diese werden den einzelnen Meridianen und den 5 Wandlungsphasen zugeordnet. Dabei kommt ein Oberflächendruck, dann ein Mittel- und noch der Tiefendruck auf die Pulsader dazu. Das braucht viel Gespür und Erfahrung.

Bei der Zungendiagnostik wird erst die Grösse und die Form des Zungenkörpers angeschaut, dann die Beschaffenheit, Risse, Ränder und der Belag in Konsistenz und Farbe (weiss, gelb, braun, schwarz etc.) überprüft. Dieser gibt Aufschluss wie die Lebensenergie in den Meridianen fliesst und wo es stockt. Rote Zungenränder beispielsweise lassen auf einen Hektiker, Stressmenschen und solche mit hohem Blutdruck schliessen und deuten auf eine „Leber-Qi-Stagnation“, wie es der TCM-Mediziner nennt, hin.

Wurden Sie für Ihr kritisches Buch über die Mediziner und Hypes im florierenden Medizin- Geschäft in Kollegenkreisen angefeindet?

Zunächst möchte ich betonen, dass ich kein Krawall-Buch publizieren wollte, es ging mir viel mehr darum, die Patientinnen und Patienten auf Augenhöhe zu holen – und nicht die Ärzteschaft per se aber doch gewisse Geschäftsmodelle zu kritisieren. Es gibt in gewissen Bereichen einen Business-Hype, bei dem es mehr um das Geschäft, als um das Patientenwohl geht. Nur wenn wir hier ein wenig ehrlicher und transparenter sind, können wir das Vertrauen der Patienten gewinnen und bewahren und ihnen auch am besten weiterhelfen. Insofern ging es halt auch um die Differenzierung, was der Patient oder die Patientin – von dem was alles angeboten wird – auch wirklich gebrauchen kann und was eher überflüssig ist. Denn sind wir ehrlich, ein Drittel der medizinischen Leistungen die erbracht wurden, beruhen nicht auf wissenschaftlicher Evidenz, sind also unnötig und auch nicht auf den Einzelfall abgestimmt. Da gibt es ein hohes Sparpotential um die hohen Gesundheitskosten auf ein vernünftiges Mass herunterzuschrauben.

Doch zurück zu Ihrer Frage auf die Reaktion der Berufskollegen. Sagen wir es mal so: Kaum einer kritisierte mich offen, die Mehrheit schwieg (betroffen) und einige stimmten mir völlig zu. Ich habe offensichtlich das zum Ausdruck gebracht, was viele schon längst sagen wollten. Zu einem lauten Aufschrei im Kollegenkreis kam es nicht. Ob mein Buch in Fachkreisen derart ankommt, dass sich da und dort eine verkrustete Denkweise auflöst und wir die Komplementärmedizin viel mehr in unser westliches Medizinsystem integrieren können, ist schwer abschätzbar. Denn noch immer sieht die Mehrheit der Lehrbuchmediziner einen Arzt, der sich mit Homöopathie und der anderen „abweichenden“ Heilmodellen befasst, als ziemlich verrückt an. Wenn er noch dazu einen wissenschaftlichen Background hat, sogar ziemlich unverständlich, vielleicht meint man, er hat schon eine dementierende Entwicklung laufen.

Wenden wir uns dem Aspekt zu, was die westliche Medizin verschlafen hat und welches Potential aus Ihrer Sicht noch besser ausgeschöpft werden sollte.

Da sind uns zunächst einmal bei einigen Krebsarten, z.B. beim Bauchspeichel- und Lungenkarzinom nur geringe Fortschritte gelungen. Darüber hinaus könnten auch in der Palliativmedizin weitere Fortschritte erzielt werden, denn es ist unser aller Aufgabe, besser oder anders mit dem Tod und den sterbenden Patienten umzugehen. Auch behinderte Menschen sollten nicht abgeschafft (s. Pränataldiagnostik) sondern als wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft integriert werden. Sie können betreffend Fröhlichkeit und Lebensfreude uns allemal als Vorbilder dienen. Diesem Kapitel werde ich mich in meinem nächsten Buch widmen. Das Sterben ist ein extrem wichtiger Teil des Lebens. Und nicht nur für die Patientinnen und Patienten sondern auch für die Angehörigen. Der befürchtete Autonomieverlust ist nebst der Angst vor unerträglichen Schmerzen, der Hauptgrund für den Sterbehilfe-Boom von Dignitas und Exit in der Schweiz.

Gehören auch die Cannabinoide und ähnliche Rezepturen zu den medizinisch vernachlässigten Gebieten?

Definitiv. Cannabinoide haben ein relevantes medizinisches Potential gerade in der Onkologie bei quälender Übelkeit und Appetitlosigkeit oder bei spastischen Schmerzen einiger neurologischer Erkrankungen. Es gibt in der täglichen Praxis kaum durch Cannabis induzierte Notfälle. Ganz anders sieht die Bilanz bei Opiaten, Psychopharmaka und starken Schmerzmitteln geschweige denn bei übermässigem Alkoholkonsum aus. Darüber hinaus sind die Nebenwirkungen der gängigen pharmazeutischen Präparate beträchtlich und gerade in Kombination mit anderen Medikamenten manchmal hochgefährlich. Bei Cannabis sativa also dem Harz der Hanfpflanze gibt es allerdings ein erhöhtes Risiko für psychotische Störungen. Aber das dürfte im Vergleich zu den Alkohol- und Opiatproblemen nicht vordergründig sein.

Rauchen von Cannabis ist für die Wirkungsentfaltung nicht nötig, womit auch die potentielle Lungenschädigung entfällt. Daher werden zu medizinischen Zwecken synthetische Cannabinoide hergestellt (z.B. Nabilon oder Sativex).

Cannabis stellt für mich als Palliativmediziner ganz klar eine sehr wertvolle Indikation dar. Eine Restriktionen für medizinische Indikationen in erfahrenen Händen sollte nicht angestrebt werden. Eine Entkriminalisierung des Cannabisrauchens, dafür aber eine bessere und intensivere Aufklärung über die damit verbundenen Probleme, ist meines Erachtens ebenfalls sinnvoll.

Vielen Dank Herr Prof. P. Lechleitner für das aufschlussreiche Gespräch.

* Univ. Prof. Dr. Lechleitner ist ein international bekannter Facharzt für Innere Medizin und Kardiologe. Er leitet die Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Lienz und war im Koordinationsteam für die weltweit bisher größten Herzinfarktstudien. Darüber hinaus ist er diplomierter Sportmediziner und Akupunkteur. Seit über 15 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit diesem speziellen Zweig der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), den er auch am Krankenhaus Lienz etabliert hat.

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Prof. Dr. Lechleitners SymbioMed-Praxisräume befinden sich im Grandhotel Lienz und bieten auf 250 Quadratmetern Platz für zwei Arztzimmer, vier Behandlungs- und Therapieräume, Ultraschall- und Ergometerräume sowie einen speziellen Wirbelsäulen- und Bewegungskoordinationsbereich. Ein fünfköpfiges Team, bestehend aus einem Kardiologen, einem Physiotherapeuten, einem Dermatologen, einem Sportwissenschaftler und einem Osteopathen, kümmert sich um das Wohlergehen der Gäste. SymbioMed steht für das Zusammenwirken der verschiedenen Medizinströmungen.

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Buchtipp

Prof. Peter Lechleitner. „Götter in Weiss – wie Sie von ihnen bekommen, was Sie brauchen“.  Molden Verlag, ISBN 978-3-85485-328-2

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