{"id":24370,"date":"2015-02-24T15:55:40","date_gmt":"2015-02-24T13:55:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=24370"},"modified":"2015-02-24T15:55:40","modified_gmt":"2015-02-24T13:55:40","slug":"botswana-afrikas-ureinwohner-sterben-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=24370","title":{"rendered":"Botswana: Afrikas Ureinwohner sterben aus"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_24437\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_San003.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24437\" class=\"wp-image-24437\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_San003.jpg\" alt=\"Botswana: Naro-San-Peoplenear Ghanzi in the central Kalahari. Naro-Buschm\" width=\"625\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_San003.jpg 1020w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_San003-500x349.jpg 500w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_San003-624x436.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24437\" class=\"wp-caption-text\">Botswana: Naro-San-Buschm\u00e4nner-Sippe nahe Ghanzi in der Zentral-Kalahari beim Jagdritual. Bild: GMC Photopress<\/p><\/div>\n<h2><strong>Die San \u2013 Afrikas Ureinwohner \u2013 sind am Aussterben. Die Jahrtausende alte Kultur der Kalahari-Bewohner geht verloren. Mit ihrem Untergang\u00a0 wird auch ein grosses hierzulande unbekanntes St\u00fcck afrikanischer Geschichte zu Grabe getragen.<\/strong><\/h2>\n<p>In der gottverlassenen, h\u00f6llisch heissen Kalahari-W\u00fcste, am Fuss der heiligen Tsodillo-Hills, dem Sitz der G\u00f6tter, hat sich eine Sippe von rund 30 Bushm\u00e4nner, Frauen und Kinder niedergelassen. Sie z\u00e4hlen zu den wenigen tausend \u00fcberlebenden Ureinwohner Afrikas, die noch nicht so mit der schwarzen Bev\u00f6lkerung vermischt sind. Das sieht man gut an ihrer orange-farbigen, runzligen Haut.<\/p>\n<div id=\"attachment_24441\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi636.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24441\" class=\"size-thumbnail wp-image-24441\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi636-300x330.jpg\" alt=\"Botswana: Naro-San-People near Ghanzi in the central Kalahari eating a melon. Naro-Buschmann-Sippe nahe Ghanzi in der Zentral-Kalahari von Botswana essen eine Melone\" width=\"300\" height=\"330\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24441\" class=\"wp-caption-text\">In der Kalahari finden die Buschm\u00e4nner eine Melone.<\/p><\/div>\n<p>Doch bald werden die Qhwai-xkhwe V\u00f6lker, wie sich die weit \u00fcbers s\u00fcdliche Afrika verstreuten Sippen des J\u00e4gervolkes auch nennen, ausradiert sein auf der ethnologischen Karte des schwarzen Kontinents. Zur Legende versteinert und nur noch verewigt auf den Jahrtausende alten Felszeichnungen ihrer Vorfahren in S\u00fcdafrikas Drakensbergen und in Botswana\u2019s Steppen, Halbw\u00fcsten und Geisterbergen. F\u00fcr die San ist alles Geist und Materie. Damit leben die\u00a0 Bushm\u00e4nner und Frauen nach dem Eros-Prinzip, nach dem Grundsatz, der alles mit allem verbindet. Vernetztes Denken ist bei den San seit Jahrhunderten tief verwurzelt. Auch verf\u00fcgen sie \u00fcber eine Art Telepathie, mit der sie sich \u00fcber weite Strecken verst\u00e4ndigen.<\/p>\n<div id=\"attachment_24442\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi862.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24442\" class=\"size-medium wp-image-24442\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi862-260x360.jpg\" alt=\"Botswana: Bushmen are hunting with poisoned pfeilsticks. Die Buschm\u00e4nner t\u00f6ten das Wild mit vergifteten Pfeilen.\" width=\"260\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi862-260x360.jpg 260w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi862.jpg 369w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24442\" class=\"wp-caption-text\">Sie t\u00f6ten das Wild mit vergifteten Pfeilen. GMC<\/p><\/div>\n<p>Die listigen J\u00e4ger und begnadeten Bogensch\u00fctzen jagen Impalas, Kudus, Elefanten, L\u00f6wen und anderes Grosswild mit ihren vergifteten Pfeilen, deren t\u00f6dliche Substanz einer Raupe entnommen wird, die nur zur Regenzeit auftaucht. Nicht die Pfeilspitze sondern der Schaft wird mit dem Gift bestrichen und schon die geringste Ber\u00fchrung mit einer Hautritze f\u00fchre zum Tod, sagt Suruka. Sio verschwendet keinen Tropfen der z\u00e4hfl\u00fcssigen Substanz. Dabei gehen die Buschm\u00e4nner \u00e4usserst sparsam mit dem Gift um und verschwenden keinen Tropfen. Sie kennen die t\u00f6dliche Dosis der Tiere genau und haben mehrere Pfeile mit unterschiedlichen Dosen.<\/p>\n<h3><strong>Klapperschlangen bewachen den \u201eLouvre der Buschm\u00e4nner\u201c<\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_19514\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschmaenner-1017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19514\" class=\"size-full wp-image-19514\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschmaenner-1017.jpg\" alt=\"HF Botswana: Buschman-J\u00e4ger vor Felszeichnungen | Botswana: Bushmen-hunter in front of stone-paintings. \u00a9 GMC Photopress, Gerd M\u00fcller, gmc1@gmx.ch\" width=\"300\" height=\"453\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschmaenner-1017.jpg 300w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschmaenner-1017-238x360.jpg 238w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19514\" class=\"wp-caption-text\">Jahrtausende alte Felszeichnungen. \u00a9 GMC Photopress<\/p><\/div>\n<p>Nach diesen Ausf\u00fchrungen f\u00fchrt uns Sio ein betagter San in die heiligen H\u00fcgel zu den Felsmalereien, die zwischen 4000 bis 6000 Jahre alt sein sollen. Bei der Klettertour zischt es pl\u00f6tzlich vor unseren Augen und dann flitzen zwei Klapperschlange blitzartig vor unseren Augen durch die Luft von einem Felsturm auf den n\u00e4chsten hin\u00fcber. Die Bushm\u00e4nner nehmen es gelassen und sagen,\u00a0 das seien die W\u00e4chter der heiligen Tsodillo Felsen. Doch den San ist der Zutritt gew\u00e4hrt. Und mich erkennen sie zum Gl\u00fcck als willkommener Gast der San an.<\/p>\n<p>Seit 2002 z\u00e4hlen die Tsodillo Hills zu den Unesco Weltkulturerben. Das Areal mit den Nebenh\u00fcgeln namens \u201eFemale\u201c, \u201eChild\u201c und Motherchild\u201c wurde durch sechs Trails erschlossen, die man mit einem F\u00fchrer w\u00e4hlen kann, um zu den insgesamt rund 4000 uralten Felsmalereien zu gelangen, welche \u00fcber die 20\u2018000 j\u00e4hrige Geschichte der San Auskunft geben. Bald werden diese Felsgem\u00e4lde die letzten Zeugen eines weiteren ausgerotteten Volkes sein und dann wird auch jedem klar, \u201ewie verg\u00e4nglich die Menschheit doch ist\u201c.<\/p>\n<h3><strong>Freiheitsliebende Menschen wie Freiwild gejagt<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschm\u00e4nner_5149.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-19535\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschm\u00e4nner_5149.jpg\" alt=\"BOT_Buschm\u00e4nner_5149\" width=\"255\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschm\u00e4nner_5149.jpg 255w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Buschm\u00e4nner_5149-248x360.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a>\u201eLange kann es nicht mehr dau- ern\u201c, sinniert Suruka, ein junger San im Mondlicht und Schatten der geheimnisvollen Tsodillo Hills vor sich hin, \u201edann sind wir von hier verschwunden\u201c. Das Schicksal unseres Volkes ist besiegelt. Der Sternenhimmel zeugt und erz\u00e4hlt davon, was ewig w\u00e4hrt und wie verg\u00e4nglich die Menschheit ist\u201c.\u00a0 Ein Jahr sp\u00e4ter hat sich seine Vorahnung best\u00e4tigt.\u00a0 Auch er wurde aus seiner Heimat vertrieben und in das Central Kalahari Reserve a abgeschoben. Wie Tausende seiner Artgenossen. Damit teilen die Bushm\u00e4nnern das Schicksal der\u00a0 Aborigines in Australien. Nur dass die San-Lobby viel schw\u00e4cher ist und sie bei weitem nicht die Rechte der australischen Urbev\u00f6lkerung geniessen.<\/p>\n<p>Obschon viele San-Sippen an einen Ort verbannt wurden, an dem fast nichts gedeiht und keine wertvollen Ressourcen vorhanden sind, wurden sie weiterhin verfolgt. Die Tswanas, die Oberh\u00e4upter Botswanas, traditionelle Rinderfarmer, liessen sie nicht in Ruhe. Sie wurden zu Arbeiten jeglicher Art und zu vielen Tributen gezwungen. Entzogen sie sich diesen Aufgaben, wurden sie mit dem Tode bestraft. Die Tswanas behandelten die Bushleute fast wie ihre Leibeigenen und Sklaven. Und w\u00e4hrend des Angola-Krieges starben viele dieser begnadeten Spurenleser als sie im Dienst der Buren als Sp\u00e4her die kommunistischen Feinde ausmachten.<\/p>\n<h3>Immer wieder Opfer neuer Eroberer<\/h3>\n<div id=\"attachment_19521\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_bushmen8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-19521\" class=\"size-full wp-image-19521\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_bushmen8.jpg\" alt=\"HF Bushmen Boy Kalahari, Botswana. \u00a9 GMC Photopress, Gerd M\u00fcller, gmc1@gmx.ch\" width=\"300\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_bushmen8.jpg 300w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_bushmen8-225x360.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-19521\" class=\"wp-caption-text\">Sie stellt Schmuck aus Strausseneiern her. \u00a9 GMC<\/p><\/div>\n<p>Die Buschm\u00e4nner waren immer wieder Opfer territorialen Anspr\u00fcchen neuer Eroberer. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.allmyphotos.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/image\/BOTSWANA-IMAGES\/BOT_SanGhanzi743.JPG\" alt=\"\" align=\"right\" \/>Den Anfang der m\u00f6rderischen Ausrottung der Bushm\u00e4nner machten die Hottentotten. Ihrem Beispiel folgten andere schwarze V\u00f6lker, wie die Zulu\u2019s und Xhosa\u2019s. Und auch die Buren bem\u00e4chtigten sich ebenso blutr\u00fcnstig wie unerbittlich auf ihrem \u201eheroischen Trail\u201c St\u00fcck um St\u00fcck des Bushmen-Landes und vertrieben die k\u00fchnen J\u00e4ger aus ihren Jagdgr\u00fcnden. Zudem gerieten sie auch mit den Farmern in Konflikt. \u201eDa wir Bushm\u00e4nner kein Privateigentum kennen, weder Grenzen noch Z\u00e4une aufstellen oder kennen und unser Leben von der Wanderung der Tiere abh\u00e4ngig ist, leben wir nach dem Prinzip, dass die Natur allen Menschen geh\u00f6rt. Doch wurden wir von den Viehbesitzern\u00a0 wie Freiwild gejagt. Auch in Namibia erging es den Buschleuten nicht besser. Auch die deutschen Soldaten hatten einen Schussbefehl f\u00fcr die Buschmann. &#8222;Die durfte man wie Freiwild behandeln und wie die Kaninchen abknallen&#8220;, protokollierte ein damaliger Zeuge.<\/p>\n<h3><strong><strong>Busch-Delikatessen<\/strong>: <strong> Wassermelonen und Truffes<\/strong> <\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_24439\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi618.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24439\" class=\"size-full wp-image-24439\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi618.jpg\" alt=\"Botswana: Naro-San-Peoplenear Ghanzi in the central Kalahari.\" width=\"339\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi618.jpg 339w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_SanGhanzi618-239x360.jpg 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24439\" class=\"wp-caption-text\">Die Truffes werden \u00fcber dem Feuer gebraten. Bild: GMC<\/p><\/div>\n<p>Ihre einzige \u00dcberlebenschance bestand im R\u00fcckzug in die Trockengebiete der Kalahari. Die Regierung Botswanas versuchte mit falschen Versprechungen zehntausende von Busch-m\u00e4nnern in die 52\u2018000 km2 grosse Central Kalahari Reserve umzusiedeln. Dank ihrer Anpassungsf\u00e4higkeit und Schlau- heit konnten sie trotz Wassermangel\u00a0 lange im \u00f6den Durstland \u00fcberleben. \u201eWir vergraben mit Wasser gef\u00fcllte Strausseneier an strategischen Orten im Sand\u201c, verr\u00e4t Suruka. Dank Beigabe eines speziellen Blattes eines bestimmten Strauches wird das Wasser bis zu sieben Monate konserviert. Zudem sind sie Meister im Aufsp\u00fcren von unterirdischen Wasseradern, &#8222;die wir mit R\u00f6hrchen anzapfen\u201c. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.allmyphotos.ch\/wp\/wp-content\/uploads\/image\/BOTSWANA-IMAGES\/BOT_SanGhanzi606.JPG\" alt=\"\" align=\"right\" \/>W\u00e4hrend der Untergang dieser unbeugsamen, stolzen Urahnen-Rasse mit den mongolischen Z\u00fcgen, der pfirsichfarbenen, ledergegerbten,faltigen Haut Schlitzaugen und einer von Schnalz- und Klicklauten gepr\u00e4gten Sprache die zu den komplexesten Vokabularien der Welt geh\u00f6rt, gut dokumentiert ist, liegt ihr Ursprung bis heute im Dunkeln.<\/p>\n<p>Man vermutet, dass sie die J\u00e4ger des pal\u00e4olithischen Iberiens gewesen sind und die gleichen Ahnherren wie die alten \u00c4gypter hatten. Ethnologen kamen zu diesem Schluss, weil die Buschm\u00e4nner zwei genetische Facetten mit den \u00c4gyptern teilen: Das \u201eTablier Egyptien\u201c \u00fcberlange Schamlippen, die sich wie eine Hautsch\u00fcrze \u00fcber die zarte K\u00f6rperstelle w\u00f6lbten und sie beim Durchstreifen des dornigen Busches vor Verletzungen im Intimbereich sch\u00fctzten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Naro-Bushmen149.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-19542\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Naro-Bushmen149.jpg\" alt=\"HF: Ein Naro-Buschmann in Botswana \u00a9 GMC Photopress, Gerd M\u00fcller, gmc1@gmx.ch\" width=\"255\" height=\"369\" srcset=\"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Naro-Bushmen149.jpg 255w, https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/BOT_Naro-Bushmen149-248x360.jpg 248w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch die m\u00e4nnlichen Bushleute besitzen eine seltene anatomische Originalit\u00e4t.Ihr herausragendes Merkmal ist der \u201eQhwai-xkhwe\u201c, der von Geburt bis zum Tode stets hochgestellte Penis, den sie stets als Zeichen besonderer W\u00fcrde verstanden und ihn auch auf den Felszeichnungen nie verh\u00fcllten. Auch heute scheuen sie nicht, Ihr Volk nach dieser Eigenart zu benennen. Sicher ist, dass die San vor rund 25\u2018000 Jahren und damit vor allen anderen indigenen V\u00f6lker (wie den Hottentotten, Ovambos, Tswanas, Xkosas und Zulus) von Zentralafrika in den S\u00fcden wanderten und die s\u00fcdliche Hemisph\u00e4re Afrikas bev\u00f6lkerten.<\/p>\n<h3><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Jagd mit wohl dosiertem Raupengift<\/strong><\/span><\/h3>\n<p>Die listigen J\u00e4ger und begnadeten Bogensch\u00fctzen jagen Impalas, Kudus, Strausse und fr\u00fcher auch Grosswild wie Elefanten und L\u00f6wen mit ihren vergifteten Pfeilen, deren t\u00f6dliche Substanz einer Raupe entnom- men wird, die nur in der Regenzeit zu finden ist, erkl\u00e4rt uns \u00a0der alte Sio. Nicht die Pfeilspitze sondern der Schaft wird mit dem Gift bestrichen, \u201eden schon die geringste Ber\u00fchrung des Giftes mit einer kleinen Hautritze w\u00e4re t\u00f6dlich\u201c, versichert Suruka. Die J\u00e4ger kennen die t\u00f6dliche Dosis f\u00fcr jedes Tier. So verschwenden sie keinen Tropfen des Nervengiftes zu viel. Sparsam und erfindungsreich ist ihr Umgang auch mit allen anderen Ressourcen der Umwelt. Sie nehmen nie mehr, als sie gerade brauchen. Eine Knolle, die nicht ganz aufgegessen wird, wird wieder vergraben. So sparsame und \u00f6kologisch vern\u00fcftig lebende Menschen haben in unserer konsumw\u00fctigen Welt wirklich keinen Platz mehr. Die Buschm\u00e4nner gehen lieber in Freiheit unter, als dass sie sich nun auch noch zu Sklaven unserer Generation machen<\/p>\n<h3><strong><em>Reiseinformationen<\/em><\/strong><\/h3>\n<div id=\"attachment_24426\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_DumaTauRanger55.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-24426\" class=\"wp-image-24426 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/BOT_DumaTauRanger55-300x330.jpg\" alt=\"Botswana: Duma Tau Bushmen Ranger 55\" width=\"300\" height=\"330\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-24426\" class=\"wp-caption-text\">Duma Tau Bushmen Ranger beim Spurenlesen.\u00a0 GMC<\/p><\/div>\n<p>D<em><span style=\"font-size: small;\">ie meisten San leben heute infolge Zwangsumsiedlungen im Central Kalahari Reserve. Eine gute Stunde von Ghanzi entfernt liegt die Grassland Safari Lodge.<\/span><\/em> <em><span style=\"font-size: small;\">Die Besitzerin der Farm, Neeltje de Graf Bower spricht die Sprache der Naro-San und f\u00fchrt die Besucher mit den Buschm\u00e4nnern in der Kalahari umher. Dort zeigen einige Sippen, wie sie im Busch \u00fcberleben und welche Nahrungsmittel und Trink- wasserquellen ihnen zur Verf\u00fcgung stehen. Manchmal weihen sie einen auch in ihre Rituale ein. Weitere Informationen via <a href=\"http:\/\/www.grasslandlodge.com\/\">www.grasslandlodge.com<\/a><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-size: small;\">Auch im Deception Valley, dem Tal der T\u00e4uschungen, wird die touristische Entwicklung behutsam in Angriff genommen. Zwei bemerkensewerte Projekte\u00a0 in Kuru und D\u2019kar zeugen davon.<\/span><\/em><\/p>\n<h3>Weitere Berichte, die Sie interessieren k\u00f6nnten:<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=24075\">Okavango Delta: Grandioses W\u00fcsten-Biotop unter Wasser<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=23368\">S\u00fcdafrika-Spezial<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=23406\">S\u00fcdafrika: Stau am Zebrastreifen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die San \u2013 Afrikas Ureinwohner \u2013 sind am Aussterben. Die Jahrtausende alte Kultur der Kalahari-Bewohner geht verloren. Mit ihrem Untergang\u00a0 wird auch ein grosses hierzulande unbekanntes St\u00fcck afrikanischer Geschichte zu Grabe getragen. 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