{"id":27074,"date":"2015-11-02T12:11:33","date_gmt":"2015-11-02T10:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=27074"},"modified":"2015-11-02T12:12:30","modified_gmt":"2015-11-02T10:12:30","slug":"vitamin-d-supplementierung-verstaerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.allmytraveltips.ch\/?p=27074","title":{"rendered":"\u00c4ltere Frauen sollten mehr Vitamin-D im Winter zu sich nehmen"},"content":{"rendered":"<div class=\"info\">\n<h2 class=\"dateInfo\">\u00c4ltere Frauen sollten im Winterhalbjahr mehr Vitamin D einnehmen als bislang empfohlen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die eine Gruppe von Forschenden unter der Leitung von ETH-Professor Michael B. Zimmermann soeben ver\u00f6ffentlicht hat. Von: <a title=\"Peter R\u00fcegg\" href=\"https:\/\/www.ethz.ch\/de\/news-und-veranstaltungen\/eth-news\/news.newssearchauthor.UGV0ZXIgUsO8ZWdn.html.path.L2NvbnRlbnQvbWFpbi9kZS9uZXdzLXVuZC12ZXJhbnN0YWx0dW5nZW4vZXRoLW5ld3MvbmV3cy9qY3I6Y29udGVudA.html\">Peter R\u00fcegg<\/a><\/h2>\n<\/div>\n<div class=\"parsys basecomponent news_content\">\n<div class=\"parsys basecomponent news_content contains-textimage contains-fullwidthimage\">\n<div class=\"basecomponent fullwidthimage\">\n<div class=\"fullwidthimage\">\n<figure class=\"fullwidthimage\"><a title=\"Fisch\u00f6lkapseln dienen der Erg\u00e4nzung der t\u00e4glichen Nahrung mit Vitamin D. (Bild: www.colourbox.com)&lt;br&gt; \" href=\"https:\/\/www.ethz.ch\/de\/news-und-veranstaltungen\/eth-news\/news\/2015\/11\/vitamin-d-supplementierung\/_jcr_content\/news_content\/fullwidthimage\/image.imageformat.lightbox.248601449.png\"> <img decoding=\"async\" title=\"\" src=\"https:\/\/www.ethz.ch\/de\/news-und-veranstaltungen\/eth-news\/news\/2015\/11\/vitamin-d-supplementierung\/_jcr_content\/news_content\/fullwidthimage\/image.imageformat.fullwidth.248601449.png\" alt=\"fischoelkapseln (bild: www.colourbox.com)\" \/> <\/a><figcaption><span class=\"imagecaption\">Fisch\u00f6lkapseln dienen der Erg\u00e4nzung der t\u00e4glichen Nahrung mit Vitamin D. (Bild: www.colourbox.com)<br \/>\n<\/span><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"basecomponent textimage\">\n<div class=\"\">\n<div class=\"textimage\">\n<p>Osteoporose ist eine der Hauptursachen daf\u00fcr, dass bei \u00e4lteren Menschen Knochen oft schon bei geringer Zusatzbelastung brechen. Gerade bei Frauen nach den Wechseljahren nimmt die Knochenmasse vergleichsweise rasch ab, da in der Menopause die \u00d6strogenkonzentration abnimmt, welche in jungen Jahren f\u00fcr starke Knochen sorgt. Um die Knochenmasse zu erhalten, ist aber auch k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und Vitamin D, das gr\u00f6sstenteils mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut produziert wird, n\u00f6tig. So erhalten viele \u00e4ltere Frauen gerade in der Winterzeit vom Arzt eine Vitamin D-Erg\u00e4nzung verschrieben, damit die Knochenmasse erhalten werden kann.<\/p>\n<p>Doch wie hoch die Dosierung dieser Supplementierung sein soll, dar\u00fcber debattieren Fachleute so intensiv wie bei keinem anderen Vitalstoff. Das eine Lager ist der Ansicht, dass Sonnenlicht ausreicht, um die Vitamin-D-Versorgung zu sichern, sodass nur geringe Zusatzmengen n\u00f6tig sind. Andere wiederum halten hohe Dosen von zus\u00e4tzlichem Vitamin D f\u00fcr wichtig, um den Knochenabbau bei \u00e4lteren Frauen zu verhindern respektive zu verlangsamen.<\/p>\n<h2>Optimalem Wert auf der Spur<\/h2>\n<p>Eine Gruppe von Forschenden der ETH Z\u00fcrich sowie der Universit\u00e4ten Z\u00fcrich und Bern unter der Leitung von Michael B. Zimmermann, ETH-Professor f\u00fcr Humanern\u00e4hrung, ging deshalb dieser Frage auf den Grund. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollten herausfinden, wie hoch die Vitamin-D-Menge im Blut sein sollte, damit die Knochenst\u00e4rke erhalten bleibt wird.<\/p>\n<p>Ihre Antwort ist nun \u00fcberraschend deutlich zugunsten einer h\u00f6heren Supplementierung ausgefallen: Um die Knochengesundheit zu erhalten, sind gerade in der Winterzeit viel h\u00f6here Vitamin-D-Dosen n\u00f6tig als bisher angenommen. In der Studie kommen die Forschenden zum Schluss, dass eine im Blut zirkulierende Vitamin-D-Konzentration von 40 Mikrogramm pro Liter Serum optimal ist, um bei Frauen nach den Wechseljahren den Knochenabbau zu bremsen oder zu stoppen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Studie erhielten die Versuchsteilnehmerinnen zuerst eine einmalige Dosis an Kalzium-41. Dieses verteilt sich wie normales Kalzium im K\u00f6rper und in den Knochen. Wartet man lange genug, wird das gesamte Skelett damit gleichm\u00e4ssig markiert. \u00abNach rund sechs Monaten wird es interessant, da man ab dann die Kalziumaufnahme und -abgabe der Knochen nachverfolgen kann\u00bb, erkl\u00e4rt Zimmermann. Dazu brauche man jedoch hochsensible Messger\u00e4te, um das in geringsten Mengen vorhandene Kalzium-41 aufzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Mit der empfindlichen Beschleuniger-Massenspektrometrie (Accelerator Mass Spectrometry), \u00fcber welche das <a href=\"http:\/\/www.ams.ethz.ch\/\">Labor f\u00fcr Ionenstrahlphysik<\/a> der ETH Z\u00fcrich als eine der wenigen Gruppen weltweit verf\u00fcgen, bestimmten die Forschenden in regelm\u00e4ssigen Zeitabst\u00e4nden in Urinproben die Mengen an Kalzium-41 und Kalzium-40 und bildeten deren Mengenverh\u00e4ltnis. Einfach gesagt: Ist dieses sehr klein, wird mehr Kalzium in die Knochen eingebaut als ausgetragen; liegt das Verh\u00e4ltnis hoch, wird mehr Kalzium aus den Knochen abgegeben als eingebaut.<\/p>\n<h2>Verst\u00e4rkte Kalziumaufnahme<\/h2>\n<p>W\u00e4hrend neun Monaten erhielten die Frauen t\u00e4glich Vitamin-D-Supplementierung, das erste Mal zur Zeit der erwarteten tiefsten Vitamin D-Konzentration im Blut, Anfang Fr\u00fchling, ein halbes Jahr nach der Kalzium-41-Markierung ihrer Knochen. Alle drei Monate wurde die Dosis stufenweise erh\u00f6ht. Dar\u00fcber hinaus modellierten die Wissenschaftlerinnen um Michael B. Zimmermann den Weg des Kalziums in verschiedenen Segmenten des K\u00f6rpers, um dadurch einen optimalen Wert der Vitamin-D-Versorgung zu berechnen.<\/p>\n<p>Dank der Vitamin-D-Supplementierung sowie dem Sonnenlicht, das im Lauf des Versuchs zunahm und die k\u00f6rpereigene Vitamin-D-Produktion ankurbelte, stieg die durchschnittliche Vitamin-D-Konzentration im Serum der Probandinnen auf \u00fcber 46 Mikrogramm pro Liter. Zu Beginn des Versuchs wiesen die Probandinnen einen Wert von 16 Mikrogramm Vitamin D pro Liter Serum auf, hatten also bereits einen Mangel.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stellten die Forschenden fest, dass das Verh\u00e4ltnis von Kalzium-41 zu Kalzium-40 ab Beginn der Supplementierung sprunghaft abnahm \u2013 ein sicheres Anzeichen daf\u00fcr, dass der Knochenabbau reduziert wurde.<\/p>\n<h2>Vitamin D-Supplementierung verst\u00e4rken<\/h2>\n<p>\u00ab\u00dcber die optimale t\u00e4gliche Dosis Vitamin D, die den Erhalt der Knochenmasse sichert, ist die Fachwelt uneins\u00bb, sagt Michael B. Zimmermann. Ihre Studie habe diesbez\u00fcglich wichtige neue Erkenntnisse gebracht.<\/p>\n<p>Bei gesunden Frauen nach den Wechseljahren mit gen\u00fcgender Kalziumaufnahme und ausreichender k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t d\u00fcrfte eine Serumkonzentration von rund 40 Mikrogramm Vitamin D pro Liter Serum den bestm\u00f6glichen Effekt auf die Kalziumaufnahme in die Knochen haben. \u00abDieser hohe Wert hat mich \u00fcberrascht\u00bb, so Zimmermann, \u00abich war bisher eher der Ansicht, dass eine niedrige Vitamin-D-Dosis ausreicht.\u00bb<\/p>\n<p>Im Prinzip bildet der K\u00f6rper Vitamin D in Form von Cholecalciferol in der Haut selbst. Dazu braucht er jedoch ausreichend Sonnenlicht. Im Winterhalbjahr steht die Sonne jenseits des 40. Breitengrades jedoch zu tief, sodass die k\u00f6rpereigene Produktion zu niedrig ist. Nur sehr wenige Lebensmittel wie Lebertran oder Salzwasserfische enthalten gr\u00f6ssere Mengen an nat\u00fcrlichem Vitamin D. Kleinere Mengen kommen in Eiern, Fleisch, Milch und Butter vor. Gem\u00fcse, N\u00fcsse oder Fr\u00fcchte enthalten nur sehr wenig bis kein Vitamin D. Dieser Vitalstoff ist nicht nur f\u00fcr die optimale Aufnahme von Kalzium in die Knochen zust\u00e4ndig, sondern er steuert unz\u00e4hlige wichtige Zell- und Immunvorg\u00e4nge. Eine schwere Mangelerscheinung ist beispielsweise die Rachitis, bei der sich das Skelett verformt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"basecomponent textimage\">\n<div class=\"text-box\">\n<div class=\"textimage\">\n<h2>Literaturhinweis<\/h2>\n<p>Schild A, Herter-Aeberli I, Fattinger K, Anderegg S, Schulze-K\u00f6nig T, Vockenhuber C, Synal H-A, Bischoff-Ferrari H, Weber P, von Eckardstein A, Zimmermann MB: Oral Vitamin D Supplements Increase Serum 25-Hydroxyvitamin D in Postmenopausal Women and Reduce Bone Calcium Flux Measured by <sup>41<\/sup>Ca Skeletal Labeling. Journal of Nurtition 2015, 145:2333-2340, doi: <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.3945\/%E2%80%8Bjn.115.215004\">10.3945\/\u200bjn.115.215004<\/a><\/p>\n<p>Quelle: ETH Z\u00fcrich<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4ltere Frauen sollten im Winterhalbjahr mehr Vitamin D einnehmen als bislang empfohlen. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die eine Gruppe von Forschenden unter der Leitung von ETH-Professor Michael B. Zimmermann soeben ver\u00f6ffentlicht hat. Von: Peter R\u00fcegg Fisch\u00f6lkapseln dienen der Erg\u00e4nzung der t\u00e4glichen Nahrung mit Vitamin D. 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