Kenya: Nach ethnischen Konflikten in der IKRK-Mission in Eldoret im Rift Valley

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

Nach den ethnischen Unruhen im Rift Valley wollte ich mir selbst ein Bild machen und fuhr mit dem IKRK rum. Bild: GMC

VORWORT

Der Zürcher Autor, Gerd Michael Müller (Jg. 62) reiste als Fotojournalist durch mehr als 50 Nationen und lebte in sieben Ländern, darunter auch in Südafrika im Untergrund während der Apartheid. In den 80er Jahren war er Politaktivist bei den Zürcher Jugendunruhen und im «AJZ». Dann engagierte er sich für wegweisende Wildlife & Ökoprojekte im südlichen Afrika und humanitäre Projekte andernorts auf der Welt. Schon 1993 berichtet Müller über den Klimawandel und 1999 gründete er das «Tourismus & Umwelt Forum Schweiz». Durch seine humanitären Einsätze lernte er Nelson Mandela, den Dalai Lama und weitere Lichtgestalten kennen. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus Politthriller, Reiseberichten und voll abgefahrenen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie.

Zwe Rot-Kreuz Fahrzeuge fahren zur einer von zehn Rot Kreuz Holzwerkstätten für den Wiederaufbau der Bauernhäuser

2008 kam ich nach Kenya, besuchte erst die Region beim Samburu Nationalpark und war im «Joys Camp» stationiert. Es war eine schöne entspannte Reise  Dann ging die Reise nach Mombasa, um die Touristenenklave kennenzulernen und traf dort im «Haller Park» ein, der von einem Schweizer renaturierte Wildlife-Reservat. Das war sehr beeindruckend. Von den Chimpansen über Krokodilie und Riesenschildkröten gab es fast alles. Schulkinder kamen in Scharen. Für sie war es nicht nur ihr Ausflug in den Zoo sondern auch eine Lektion über Wildtierschutz und die Bedeutung ihrer Oekosysteme, sprich ihrer Umwelt und dem Verhalten der lokalen Bevölkerung. vorbildlich.

Die Reise führte weiter zum «Ol Pejeta Rhiino & Chimpanzee Sanctuary» in der Nähe des Mount Kenya. Wie der Name schon sagt wurden dort vor allem Rhinozerosse vor Wilderern geschützt und eine grosse Chimpansen-Kolonie gehegt und gepflegt. Zum ersten Mal berührte ich dort die Panzerhaut eines Nashorns, als ich ehrfürchtig neben einem dieser Bullen und dem Landrover stand und hoffte, dass mich das zwei Tonnen Muskelpaket als harmlosen Spatzen betrachtete. So geschehen.

Eine von zehn Rot-Kreuz-Holzwerkstätten für den Wiederaufbau der Bauernhütten von vertriebenen Flüchtlingen. Bild: GMC

Nachdem ich meine Wildlife-Neugier gestillt hatte, kam wieder die humanitäre Mission dran. Zurück in Nairobi ging ich zum «IKRK»-Hauptsitz und machte ein Interview mit dem Stellvertretenden Generalsekretär James Kisia über die Lage der Flüchtlinge im Rit Valley nach den blutigen Unruhen und ethnischen Vertreibungen. Und ein weiteres Interview mit dem Tourismusminister, Najib Balala, den ich auch auf die Konflikte ansprach und der zwar überrascht aber sehr souverän darauf reagierte.

Schliesslich flog ich nach Eldoret hoch und ging zum lokalen «ICRC» Red Cross Commitee. Mit den dortigen Mitarbeitern fuhr ich drei Tage lang in den  die Flüchtlingscamps herum und sah mir die Wiederaufbauprojekte an. Es schien mir noch ein langer Weg zurück zur Normalität zu sein und das Elend in den Flüchtlingslagern mit insgesamt über 100000 Personen war bedrückend.

Ich war froh, dass meine nächste Mission wieder im Bush mit den Wildtieren statt fand. Denn von Nairobi, reiste ich via Johannesburg, Gabarone und Maun wieder einmal ins Okavango Delta und zwar zu den renommierten «Wilderness Wildlife Fund (WWF) Bush-Lodges und besuchte dort auch die HIV-Foundation «Children in the wilderness».

Auszug aus dem Buch «Highlights of a wild life» des Zürcher Fotojournalisten Gerd M. Müller

Zur Publikationsübersicht nach Ländern

Kenya Red Cross Mission Eldoret: Dirty roads and sometimes bloody work. bad condition and trouble-shooting everywhere

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND OEKO-PROJEKTE

Geschätzte Leserin, werter Leser

Der Autor unterstützt noch immer zahlreiche Projekte. Infolge der COVID-19 Pandemie ist es aber für den Autor selbst für und zahlreiche Projekte schwieriger geworden. Die Situation hat sich verschärft. Für Ihre Spende, die einem der im Buch genannten Projekte zufliesst, bedanke ich mich. Falls Sie dies tun wollen, melden Sie sich bitte per Mail bei mir gmc1(at) gmx.ch. Vielen Dank im Namen der Hilfsprojekt-Empfänger/innen.

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