«Zürcher UmweltPraxis» Nr. 79: Unser Verhalten prägt die Umwelt

Ressourcenverbrauch und Bauprojekte wirken sich auf die Umwelt aus. Die neuste Ausgabe der «Zürcher UmweltPraxis» widmet sich diesem Spannungsfeld.

Wie sind die nachhaltige und sorgfältige Nutzung der Umwelt und der vorhandenen Ressourcen mit den Bedürfnissen der modernen Gesellschaft zu vereinbaren? Die Antwort auf diese Frage ist aktueller denn je und beschäftigt sowohl in der Schweiz als auch im Ausland die Fachwelt und die Politik. Der Raum und die Ressourcen werden im Kanton Zürich intensiv genutzt. Dabei darf die Umwelt nicht vergessen gehen. Ziel ist es, die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeiten beispielsweise beim Wohnen, Bauen und Konsumieren wo möglich zu reduzieren. Dank verschiedener Massnahmen wie besserer Abfallverwertung, Abwasserreinigung und energetische Anforderungen an Neubauten konnten in vielen Bereichen bereits Erfolge erzielt werden. Es besteht aber nach wie vor grosser Handlungsbedarf. Die Beiträge der aktuellen Zürcher Umweltpraxis (ZUP) Nr. 79 zeigen, dass vielfältige Möglichkeiten zum sorgfältigeren Umgang mit der Umwelt existieren:

Umweltauswirkungen des Konsums: Stichwort Lebensmittelabfälle

Die Umweltauswirkungen des Konsums fallen nicht nur in der Schweiz an. Mit dem Import von Produkten müssen auch Umweltbelastungen im Ausland dem inländischen Konsum angerechnet werden. Besonders grossen Anteil an den Umweltbelastungen hat mit rund einem Drittel die Nahrungsmittelproduktion. Grosse Lebensmittelmengen landen im Abfall. Das ist sowohl aus ethischer Sicht als auch aus ökologischer und sozioökonomischer Sicht problematisch. Der ZUP-Artikel zeigt auf, worauf man beim eigenen Konsum achten kann. (Link zum Artikel)

Energieverbrauch reduzieren: Ersatz von Beleuchtungskörpern mit LED

Um die negativen Auswirkungen des Energieverbrauchs auf die Umwelt zu reduzieren, können Konsumenten wie Behörden energieeffiziente Lösungen wie zum Beispiel LED-Lichtquellen gegenüber den herkömmlichen Leuchtmitteln bevorzugen – eine sinnvolle und oft einfach umsetzbare Effizienzsteigerungsmassnahme. Der Artikel erläutert den momentanen Stand der Technik, verschiedene Entscheidungshilfen bei der Auswahl des Produktes und was sonst noch zu beachten ist. (Link zum Artikel)

Wald: Der Revierförster als Regisseur

Viele Menschen zieht es in der Freizeit in den Wald. Hier müssen unterschiedliche Interessen miteinander in Einklang gebracht werden. Die starke Nutzung des Waldes als Naherholungs- und Freizeitgebiet hat auch Auswirkungen auf den Lebensraum Wald. Hier kann der Revierförster, einem Regisseur gleich, eingreifen und für eine nachhaltige Entwicklung und Nutzung sorgen. Gezeigt wird dies am vielfältigen Aufgabengebiet des Revierförsters im Forstrevier Hardwald und Umgebung. (Link zum Artikel)

Natur in der Siedlung: Umgebungsgrün schafft Naturerlebnisse

Im bebauten Raum gibt es zahlreiche Möglichkeiten, durch eine natürliche Gestaltung der Umgebung mit Pflanzen und Sträuchern Raum für Biodiversität und Naturerlebnisse zu schaffen. Der Grünraum kann dabei nicht absolut naturbelassen sein, er bleibt immer nutzbarer Teil der Siedlung. Die Organisation «Natur & Wirtschaft» zertifiziert entsprechende Anstrengungen auf Firmenarealen – und seit Neustem auch bei Wohnüberbauungen. (Link zum Artikel)

Bauen und Planen: Der Umweltschutz im Baubewilligungsverfahren

Zum Schutz der Umwelt berücksichtigen Behörden sowie Planer die Auswirkungen auf die Umwelt bereits im Lauf eines Bauverfahrens und während der Bauphase. Verschiedene Aspekte des Umweltschutzes wie der Umgang mit Bodenaushub, eine mögliche Luft- oder Gewässerbelastung, werden beurteilt, entsprechende Massnahmen gegen negative Umweltwirkungen vorgesehen. Die Einhaltung der Umweltvorschriften im Baubewilligungsverfahren sowie in der Bauphase hat der Kanton weitgehend an die Gemeinden delegiert. (Link zum Artikel)

Umweltwissen: Spielerisch mehr erfahren

Eigene Erkenntnisse sitzen tiefer als gelehrtes Wissen. Um die Menschen zum Handeln zu motivieren sind Spiele, Planspiele und Simulationen spannende Möglichkeiten, spielerisch Zusammenhänge zu begreifen und Erkenntnisse über die Umweltbeeinflussung zu gewinnen. (Link zum Artikel)

Umweltdaten: Umweltbericht Kanton Zürich

Tatsächlich hat sich der Umweltzustand in einigen Bereichen in den letzten Jahren im Kanton Zürich dank verschiedener Massnahmen verbessert. Das ist im neusten kantonalen Umweltbericht nachzulesen. So wurde zum Beispiel die Abwasserreinigung weiter verbessert, und der CO2-Ausstoss konnte reduziert werden. In anderen Bereichen besteht aber weiterhin grosser Handlungsbedarf, beispielsweise beim Erhalt der Artenvielfalt. (Link zum Artikel)

Über die «Zürcher UmweltPraxis»

Die «Zürcher UmweltPraxis» (ZUP) ist das Informationsbulletin der Umweltschutzverwaltung des Kantons Zürich. Mit aktuellen Informationen im Umweltbereich sowie verschiedenen Tipps aus der Praxis bildet die ZUP eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Die ZUP erscheint vierteljährlich und richtet sich an Behörden (insbesondere die Zürcher Gemeinden), Medien sowie an alle im Umweltbereich tätigen und an Umweltthemen interessierten Personen und Organisationen.

Die «Zürcher UmweltPraxis» ist kostenlos erhältlich bei der Koordinationsstelle für Umweltschutz, Postfach, 8090 Zürich, Telefon 043 259 24 17, Fax 043 259 51 26. Die aktuelle Ausgabe der ZUP und das Archiv aller bisher erschienenen Beiträge finden Sie unter www.bd.zh.ch/zup.

(Quelle: Baudirektion des Kt. Zürich)

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