Interteam «EZA»-Einsatz in Namibia: HIV-Projekt Oa Hera

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

Maltahoehe: The «Ama Buruxa» Chor in the «Oa Hera» Art-Center in Maltahoehe, where HIV-orphants are performing for HIV-prevention. Bild: Gerd M. Müller/GMC Photopress

VORWORT

Der Zürcher Autor, Gerd Michael Müller (Jg. 62) reiste als Fotojournalist durch mehr als 50 Nationen und lebte in sieben Ländern, darunter auch in Südafrika im Untergrund während der Apartheid. In den 80er Jahren war er Politaktivist bei den Zürcher Jugendunruhen und im «AJZ». Dann engagierte er sich für wegweisende Wildlife & Ökoprojekte im südlichen Afrika und humanitäre Projekte andernorts auf der Welt. Schon 1993 berichtet Müller über den Klimawandel und 1999 gründete er das «Tourismus & Umwelt Forum Schweiz». Durch seine humanitären Einsätze lernte er Nelson Mandela, den Dalai Lama und weitere Lichtgestalten kennen. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus Politthriller, Reiseberichten und voll abgefahrenen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie.

Namibia: The school for children, who lost their parents through HIV in Maltahöhe are playing rockstars. Bild: Gerd Müller

Interteam/NAcobta: Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Namibia

Durch meine vielen Reisen und Konflikterfahrungen wollte ich in die Entwicklungszusammenarbeit («EZA») einsteigen und via «Interteam», einer Schweizer Hilfsorganisation nach Namibia fahren und dort ab 2011 stationär drei Jahre im Bereich Tourismus und Entwicklungszusammenarbeit bleiben und arbeiten. Konkret ging es um ein Projekt mit der lokalen halbstaatlichen Organisation «NACOBTA», welche die Ureinwohner ökologisch und nachhaltiger in die Tourismuswirtschaft integrieren wollten und die idigenen Stämme an der Entwicklung teilhaben liessen.

Leider kürzten ein paar andere ausländische Hilfsorganisationen ihr Budget für NACOBTA und so kam es leider auch nicht zu meinem «EZA»-Einsatz in Namibia. Dennoch wurde ich durch das« Interteam»/«NACOBTA»-Assessment neugierig auf das südwestafrikanische Land mit deutscher Kolonialvergangenheit und beschloss dorthin zu reisen. Ich sprach erst mit dem Interteam Repräsentanten dort, dann mit Vertretern von «NACOBTA» und beschloss nach einem Besuch in einem Spital in Rehoboth, dass von Schweizern finanziert wurde, quer durch das Land zu reisen und die geschützten Wildlife-Reservate zu besuchen.

HIV-Waisenkind in der Daweb-Schule in Maltahöhe vor der Kirche und dem Solidaritätsband. Bild: Gerd M. Müller

Da war zunächst einmal der Etosha Nationalpark mit seinem fantastischen Tierreichtum, der sogar das Okavango Delta übertraf, was Giraffen, Antilopen und Zebras betraf. Ich fuhr auch in Namibia ca. 5000 Kilometer aber relativ wenig Offroad. Dafür aber vom Caprivi-Streifen im Norden bis zum Fishriver-Canyon, dem zweit tiefsten der Welt.

Aber auch die Cheetah Foundation («CFF») in Ojiwaringo war ein eindrückliches Wildlife-Projekt mit einmaligen Erlebnissen. Zwar sah ich diese edlen, eleganten Tiere schon zum zweiten Mal in freier Wildnis, dafür aber auch gleich beim Jagen, als ein paar arme Kaninchen zum Aufwärmen und als Frühstückshappen freigelassen wurden. Später weiter unten im Süden beim Fish River Canyon und den Giants Playground fuhren wir mit einem Farmer auf seiner riesigen Farm herum und begegneten zwei prächtigen Gepard-Exemplaren, denen wir uns zu Fuss näherten und sie beschnuppern konnten. Besser gesagt, gerade umgekehrt.

Sie schlichen auf ihren Samtpfosten auf uns zu und kannten keine Scheu im Kontakt mit Menschen. Aber sie verhielten sich lange noch nicht wie zahme Hauskatzen. Der hautnahe Kontakt mit den gefährlichen Schmusekatzen endete für mich mit Glücksgefühlen, daich unter der Schnauze des Tieres lag und von dort Nahaufnahen machen wollte und auch konnte. Aber das Gefühl unter dieser Wildkatze zu liegen, sozusagen als ihr Beutetier, nur die Kamera schützend vor meinem Gesicht haltend, war schon ein Adrenalinschub erster Güte.

Namibia: Eine junge Frau mit ihrem neu geborenen Kind im Rehoboth Hospital, das von Schweizern finanziert wird.

Auszug aus dem Buch «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd M. Müller

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IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND OEKO-PROJEKTE

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