Archiv der Kategorie: Naturschutz

Naturschutz-Projekte

Standortpolitik mit Scheuklappen und keine Gewissensbisse

Der Bundesrat empfiehlt die Konzernverantwortungs-initiative zur Ablehnung. Damit verpasst er die Gelegenheit, die grossen Herausforderungen im Bereich Wirtschaft und Menschenrechte ernsthaft anzugehen. Die Initiative verlangt, dass Schweizer Konzerne die Menschenrechte und die Umwelt respektieren.

In dem im Dezember 2016 publizierten Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte unterstreicht der Bundesrat seine Erwartung, dass „in der Schweiz ansässige und/oder tätige Unternehmen […] ihre menschenrechtliche Verantwortung gebührend wahrnehmen». Trotzdem enthielt der NAP keine einzige verbindliche neue Massnahme zur Umsetzung dieses Ziels. Nun empfiehlt der Bundesrat auch die Konzernverantwortungsinitiative ohne vertiefte Diskussion zur Ablehnung. Offenbar ist er nicht bereit, den Worten auch Taten folgen zu lassen und internationale Entwicklungen nachzuvollziehen oder gar zu antizipieren. International herrscht von OECD bis UNO Konsens, dass von Unternehmen heute ein proaktiver Umgang mit menschenrechtlichen und ökologischen Risiken erwartet wird und dafür Sorgfaltsprüfungen durchzuführen sind. Die Konzernverantwortungsinitiative schlägt vor, dieses Instrument gesetzlich zu verankern.

Die Nachbarsländer sind der Schweiz bereits heute deutlich voraus: Frankreich steht kurz vor der Verabschiedung eines Gesetzes, das eine Sorgfaltsprüfungspflicht vorsieht. Die italienische Regierung hat im Dezember angekündigt, juristische Abklärungen zur Einführung einer Sorgfaltsprüfungspflicht vorzunehmen. Und Deutschland wird ab 2018 systematisch überprüfen, dass bis 2020 mindestens 50% der grossen deutschen Firmen menschenrechtliche Sorgfaltsprüfungen etabliert haben und anderenfalls gesetzliche Massnahmen in Betracht ziehen.

Die Scheuklappenpolitik des Bundesrates hat nicht nur für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch Schweizer Konzerne gravierende Folgen. Auch die zahlreichen Unternehmen, die heute schon Wert auf eine faire und sozial nachhaltige Geschäftstätigkeit legen, leiden darunter. Für sie wären allgemeinverbindliche Vorgaben des Bundes nötig, um für alle Unternehmen die gleichen Voraussetzungen zu schaffen.

Die grundlegende Frage nach einem gesetzlichen Rahmen, in dem sich multinationale Konzerne bewegen sollen, stellt sich immer dringender. Die breite Koalition hinter der Konzernverantwortungsinitiative, bestehend aus 80 Organisationen der Zivilgesellschaft, freut sich auf die nun bevorstehende Diskussion im Parlament und die Abstimmungskampagne. Das Interesse an der Thematik im Parlament ist rege: Nach der Publikation des Nationalen Aktionsplanes für Wirtschaft und Menschenrechte, wurden gleich fünf Interpellationen mit Nachfragen zum NAP eingereicht. Auch in der Bevölkerung ist das Problembewusstsein gross, wie eine repräsentative Demoscope-Umfrage vom Juni 2016 zeigt: 90 Prozent der Befragten wollen, dass Schweizer Konzerne verpflichtet werden, Menschenrechte und Umwelt auch im Ausland zu respektieren.

Die Konzernverantwortungsinitiative gibt dem Parlament und der Bevölkerung die Chance, die Untätigkeit des Bundesrates zu korrigieren und einen Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten, nachhaltigen und gerechteren Wirtschaftsstandortes Schweiz zu machen.


Weitere Informationen

Die Konzernverantwortungsinitiative
Kontakt
Seraina Patzen
Koordination Koalition Konzernverantwortungsinitiative
076 349 07 22

2017: Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung fördern

  Der Tourismus hat sich zu einer wichtigen transformatorischen Kraft entwickelt. ©UNO

Der Tourismus hat sich zu einer wichtigen transformatorischen Kraft entwickelt. ©UNO

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2017 zum «Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung» erklärt. Ziel ist es, die Entscheidungsträger und die breite Öffentlichkeit für den Beitrag des nachhaltigen Tourismus zur Entwicklung zu sensibilisieren. Die Weltorganisation für Tourismus koordiniert die verschiedenen globalen Initiativen. Die DEZA unterstützt mehrere vielversprechende Projekte in Osteuropa.

«Jedes Jahr reisen über eine Milliarde Touristen um die Welt. Der Tourismus ist zu einer wichtigen transformatorischen Kraft geworden, die im Leben von Millionen Menschen viel bewirkt», erklärte der UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon anlässlich des Welttourismustags 2015, der wie jedes Jahr am 27. September begangen wurde.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat dies zur Kenntnis genommen und 2017 zum «Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung» ausgerufen. Damit anerkennen die führenden Politiker der Welt, dass ein gut konzipierter und gut organisierter Tourismus zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung beitragen kann. Im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung will die UNO die Umstellung auf Politiken, Geschäftspraktiken und Verhaltensweisen fördern, die zu einem nachhaltigeren Tourismus für die Entwicklung beitragen.

Das internationale Jahr bildet eine einmalige Gelegenheit, um auf die grosse Wirkung und das Potenzial des Tourismus zur Förderung der Nachhaltigkeit hinzuweisen. In Bezug auf die Schaffung von Arbeitsplätzen gehört der Tourismus zu den dynamischsten Sektoren weltweit. Die Branche bietet vielen lokalen Gemeinschaften eine Existenzgrundlage und trägt damit zur Armutsbekämpfung sowie zur Integration der schwächsten Bevölkerungsschichten bei. Die Sensibilisierung und die Mobilisierung der Tourismuskreise sowie das Engagement für eine rationellere Verwendung der natürlichen Ressourcen können einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Biodiversität leisten. Der Tourismus kann auch den Frieden fördern, indem er die Verständigung zwischen den Völkern verbessert, das reiche Erbe der verschiedenen Zivilisationen bekannt macht und alle dazu einlädt, die den einzelnen Kulturen innewohnenden Werte zu schätzen.

Die DEZA engagiert sich aus der Perspektive der Entwicklung für den nachhaltigen Tourismus. Sie unterstützt etwa den «Arbeitskreis Tourismus und Entwicklung», ein Schweizer Forschungszentrum, das sich für das Recht der Gastländer auf Teilhabe an der Entwicklung des Tourismus und auf Schutz ihres Kultur- und Naturerbes einsetzt. Der Arbeitskreis informiert Reisende sowie Verantwortliche der Tourismusbranche und ‑politik über die Auswirkungen des Tourismus und sensibilisiert sie für einen intelligenten, umweltverträglichen und fairen Tourismus, von dem auch die Gastländer profitieren. Die DEZA setzt sich hauptsächlich im Rahmen ihrer Ostzusammenarbeit aktiv für einen nachhaltigen Tourismus ein.

UNO-Weltdatenforum: Aktionsplan zur Rolle der Statistik für nachhaltige Entwicklung

Neuchâtel/Bern, 19.01.2017 – Vom 15. bis 18. Januar fand im südafrikanischen Kapstadt das erste UNO-Weltdatenforum statt. Zum Abschluss wurde ein globaler Aktionsplan präsentiert, an dessen Entwicklung die Schweiz aktiv mitgearbeitet hatte. Die Schweiz wurde von einer gemischten Delegation aus dem Bundesamt für Statistik (BFS) und dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vertreten.

Hauptthema des Forums war die Rolle von öffentlicher Statistik und Daten für die Umsetzung und das Monitoring der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs), die von den UNO-Mitgliedstaaten im September 2015 im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet worden waren.

Am letzten Tag des Forums, an dem sich mehr als 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 100 Ländern trafen, wurde ein globaler Aktionsplan (Cape Town Global Action Plan for Sustainable Development Data) vorgestellt. Er umfasst insgesamt sechs Bereiche, in denen bis 2030 substantielle Fortschritte erzielt werden sollen. Dazu gehören unter anderem Innovationen und die Modernisierung der Statistiksysteme oder der Aufbau von Partnerschaften. Zu diesen Bereichen wurden jeweils Implementierungsschritte definiert, welche die Umsetzung in den nächsten Jahren steuern werden. Der Aktionsplan streicht die Wichtigkeit der Statistik im Umsetzungsprozess und bei den regelmässigen Überprüfungen heraus. Der Aktionsplan wurde unter aktiver Mitarbeit der Schweiz entwickelt und soll im März 2017 offiziell von der UNO-Statistikkommission verabschiedet werden.

Der Direktor des Bundesamts für Statistik (BFS), Prof. Dr. Georges-Simon Ulrich, und Botschafter Michael Gerber, Sonderbeauftragter für globale nachhaltige Entwicklung, übernahmen aktive Rollen an den Veranstaltungen des Forums. Damit wurde das internationale Schweizer Engagement und Profil im Zusammenhang mit der Umsetzung der Agenda 2030 gestärkt.

Das BFS und das EDA arbeiten bereits seit der Entstehung und Verhandlung der Agenda 2030 eng zusammen. Dadurch konnte die Schweiz die internationale Diskussion zum Nachvollzug und zur Überprüfung der Ziele für nachhaltige Entwicklung von Anfang an entscheidend mitprägen.

Wallpaper-Werkschau über ein Viertel Jahrhundert Fotojournalismus

Fotojournalist Gerd Müller beim Besuch einer thailändischen Schule in Sukothai. Bild: GMC

Der Zürcher Fotojournalist Gerd Müller zeigt in Kirchdorf (AG) im März eine „Wallpaper-Werkschau“ seiner Reportagen und Bilder aus über 90 Ländern – darunter auch aus dem Untergrund zu Zeiten der Apartheid und des Bürgerkrieges in Südafrika. Seine Begegnungen mit Nelson Mandela, Buschmännern, Aborigines, philippinischen Geistheilern, Kopfjägern, Amazonas- und Mixteken-Indios sowie seine Reportagen über exotische Refugien aller Art sind eine spannende Zeit- und Weltreise.

Begonnen hat Müller‘s journalistische Karriere im Untergrund von Südafrika zu Apartheid-Zeiten. Er berichtete für die „WOZ“ über die staatliche Repression, rabiate Zensur und die unmenschlichen Passgesetze. Später begleite Müller einen Schweizer IKRK-Delegierten im Bürgerkrieg und besuchte mit UN-Inspektoren das berüchtigte Pollsmoor Jail, in dem auch Mandela seine letzten Haftjahre verbrachte. Der 54 jährige Zürcher begegnete Nelson Mandela gleich zwei Mal. „Das waren Schlüsselerlebnisse“, wie Müller sagt.

Bei einem einwöchigen Reportage-Workshop mit dem Schriftsteller Niklaus Meienberg über die Asylanten-Empfangsstation in Kreuzlingen, stachen die Jungjournalisten schon in der ersten Nacht in ein Wespennest und erlebten eine Woche lang ein unglaubliches Medienspektakel mit Dementis von Stadtrat, Migrationsamt, Zivilschutz und Kirchen über das Gerd Müller hernach in der damals noch renommierten „Weltwoche“ eine Zusammenfassung der Ereignisse publizierte.

 

Der Zürcher Fotojournalist und Umweltaktivist nahe einer Riesenschildkroete im Haller Park in Mombasa. Bild: GMC

Bei seinen spannenden und kritischen Reisereportagen hat Müller stets auch über soziale Themen sowie Tier- und Umweltschutzaspekte berichtet und früh auf die drohenden Gefahren der Klimaerwärmung hingewiesen. Darüber hinaus hat er sich drei Jahre lang (1999 bis 2002) als Initiator und Präsident des „Tourismus & Umwelt Forum Schweiz“ dafür engagiert, „dass in der Reisebranche ein Umdenken und bei der Bevölkerung eine Sensibilisierung stattfindet“. Der Menschenrechtsaktivist hat sich stets auch für die Rechte der Ureinwohner eingesetzt.

Fotojournalist und Umweltaktivist Gerd Müller kennt keine Berührungsängste - auch wenn es sich um ein Rhinozeros handelt

Müller kennt keine Berührungsängste. 

Ein Teil seines Lebenswerks mit vielen Reportagen und Bildern stellt Müller nun im „Haus der Reportagefotografie“ in Kirchdorf* (AG) aus. Die „Wallpaper Werkschau“ über „25 Jahre Fotojournalismus“ zeigt das ganze Spektrum von Reisereportagen über alle fünf Kontinente hinweg. Hinzu kommen Aviatik- und Wirtschaftsberichte, Lifestyle und Luxusreportagen sowie die Publikationen in der Klima-, Ntur- und Umweltschutzecke. Der Besuch der „Wallpaper-Werkschau“ ist somit eine fantastische Reise rund um die Erde durch Raum und Zeit und zudem auch ein veritables Stück Mediengeschichte. (Reportagen sehen)

Das „Haus der Reportagefotografie“ befindet sich am Kirchweg 89 in 5416 Kirchdorf (AG) und ist vom 13.3. bis 25.3. täglich jeweils von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Ein Videoclip führt Sie kurz durch die „Wallpaper-Werkschau“ (folgt in Kürze) im Haus der Reportagefotografie in Kirchdorf.

Jazzgitarrist Nic Niedermann begleitet die Weltreise musikalisch

Nic Niedermann spielt an der Vernisage am 12.3.17 um 18.00 Uhr in Kirchdorf World Music . Bild: z.V.g.

Geboren 1963 und seit 1975 Autodidakt auf der Gitarre, gründete der in Kirchdorf aufgewachsene Nic Niedermann 1989 das Gitarrenduo Tonic Strings. Mit ihrem virtuosen Latin- und Gypsy-Jazz  feiern sie bis heute grosse Erfolge mit vier CD‘s- und Tourneen durch die ganze Welt.

Nic Niedermann spielte u.a. mit Eric Assante, Meistertrommler aus Ghana, Tobias Morgenstern, Akkordeonist aus Berlin, Daniel Küffer, Schweizer Jazzsaxofonist und schrieb Kompositionen für das Theater «Claque» in Baden («Hinterhof») und das Zirkustheater «Kran» («Palais de foux»). Von 1998-2001 war er musikalischer Lei-ter des Musikclub «Subton» in Baden und organisierte 80 Konzerte mit Musikern aus Jazz, Pop, Ethno, Klassik.

Seit 2014 ist Nic Leiter der Konzertreihe „Afterwork Live Musik“ im Club Joy des Grand Casino Baden. Er spielt ausserdem in der Band „forjoy“, einer Galaband und „Rotosphere“, einem Hammondtrio für Jazz und Blues. (Mehr dazu …) Für die Vernissage mit dem Konzert ist eine Anmeldung an gmc1@gmx.ch notwendig.

Wallpaper-Werkschau Flyer (S.1)  |  Vernissage Flyer Wallpaper Werkschau (S. 2)

Bilder von der Werkschau:  Asien  |  Apartheid  |  Klima + Nachhaltigkeit  | Sinai + Libanon  |  Tourismus & Umwelt Forum  Humanitäres  | Ayurveda in Indien  |  Lifestyle & Luxus  |  Karibik 

Video von Nic + Toni’s Auftritt im Musikrestaurant Prima Vista in Baden  (folgt in Kürze)

Kontakt für Medienrückfragen:

Gerd M. Müller, GMC Photopress, Flühgasse 63, 8008 Zürich, gmc1@gmx.ch, Mobil-Nr. 076 612 1962

Pressemitteilung  |  Pressemitteilung 2  |  Müllers Biografie  |  Nic Niedermann’s Biografie  | 

GMC’s Agentur- und Medienpartner

Die Schweiz engagiert sich für die Stärkung eines nachhaltigen Tourismus in der Antarktis

Bern, 04.03.2016 – Der Bundesrat hat am 4. März 2016 den Eidgenössischen Räten die Botschaft zur Ratifikation des Umweltschutzprotokolls zum Antarktis-Vertrag übermittelt. Dieses internationale Übereinkommen stärkt den Schutz der antarktischen Umwelt sowie den Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz und bringt ein nahezu unberührtes Ökosystem mit dem Tourismus in Einklang. Ein Genehmigungsverfahren gewährleistet, dass wissenschaftliche und private Expeditionen Flora und Fauna nicht beeinträchtigen.

In Anbetracht der globalen Nutzung der Antarktis als gemeinschaftlich verwaltetes Gebiet, an das völkerrechtlich keine Hoheitsansprüche gestellt werden können, war es notwendig, einen gemeinsamen Nenner zum Umfang des Schutzes der antarktischen Umwelt festzulegen. Die Vertragsstaaten des Antarktis-Vertrages schufen 1991 mit dem Umweltschutzprotokoll ein effektives Instrument, um die Interessen der Nutzung durch den Menschen und die Wahrung der Natur in Einklang zu bringen.

Das internationale Übereinkommen umfasst verbindliche Umweltstandards. Zentral ist das Genehmigungsverfahren, welches jeder Mitgliedsstaat etablierten muss. Vorgängig zu jeder relevanten Tätigkeit, seien es private oder von öffentlich-rechtlichen Institutionen geplante Expeditionen, führen sie ein Bewilligungsverfahren durch. Je nach Intensität der geplanten Tätigkeiten muss der Antragsteller eine mehr oder weniger umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung erstellen. Zur innerstaatlichen Durchführung des Umweltschutzprotokolls ist ein Umsetzungsgesetz erforderlich, welches die Einzelheiten des staatlichen Genehmigungsverfahrens regelt.

Mit der Ratifikation trägt die Schweiz zu einem effektiven Schutz des antarktischen Gebietes bei. Gleichzeitig wird die gut etablierte schweizerische Polarforschung in der internationalen Zusammenarbeit mit anderen forschenden Mitgliedsstaaten unterstützt. Der Werkplatz Schweiz erhält einen geregelten und vorteilhaften Zugang, um Präzisionstechnologie sowie feinmechanische Instrumente in extremen Verhältnissen zu testen. Und schweizerische Tourismusunternehmen profitieren dank dem innerstaatlichen Genehmigungsverfahren von einer breiten internationalen Akzeptanz ihrer Tätigkeiten.

Dateianhänge:

Futtermittel: viele nicht konforme Deklarationen

Posieux, 25.02.2016 – Agroscope hat den Auftrag, die in der Schweiz in den Handel gebrachten Futtermittel für Nutz- und Heimtiere (Petfood) zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden 1‘480 Proben erhoben und analysiert. 70% davon waren konform. Dieser Anteil wird als zu tief erachtet.

Im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle erhob Agroscope im Jahre 2015 1‘314 Proben von Futtermitteln für Nutztiere, d.h. der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, sowie 166 Proben von Futtermitteln für Heimtiere, insbesondere Hunde- und Katzenfutter. Inspektionen wurden in mehr als 400 Produktions- oder Handelsbetrieben durchgeführt.

30% nicht konforme Futtermittel für Nutztiere

Knapp 70% der untersuchten Nutztierfutter gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 170 Futtermittel (13%) wurden leicht beanstandet, hauptsächlich aufgrund von Etikettierungsfehlern, und 233 Proben (ca. 18%) führten zu schwereren Beanstandungen. Die festgestellten Nicht-Konformitäten waren hauptsächlich Abweichungen von den deklarierten Gehalten und wichtige Etikettierungsfehler. Einzelne Proben führten auch zu Beanstandungen und weiteren Abklärungen aufgrund von Kontaminationen mit Salmonellen oder mit Futtermittelzusatzstoffen. Agroscope stellte zudem Pestizidrückstände bei Bio-Futtermitteln fest und musste diese zu konventionellen Futtermitteln deklassieren.

Gleichbleibende Situation bei den Heimtierfuttermitteln

Von den 166 bei Herstellern und Importeuren sowie Wiederverkäufern erhobenen Proben von Heimtierfuttermitteln gaben rund 63% (105 Proben) keinerlei Anlass zu Beanstandungen. 58 Proben (35%) wiesen von der Deklaration abweichende Gehalte ausserhalb der gesetzlichen Toleranzen auf, 32 davon zudem Mängel in der Deklaration. Zu Beanstandungen mit finanziellen Konsequenzen gaben lediglich zwei Proben Anlass aufgrund der Überschreitung des Höchstgehalts an Ambrosiasamen. Beide Produkte wurden vom Markt genommen.

GVO unter Beobachtung

Von den insgesamt 1‘314 Nutztierfuttermittelproben wurden 118 Einzelfuttermittel und 282 weitere Produkte (hauptsächlich Mischfuttermittel) auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) untersucht. Eine Probe gab Anlass zu Beanstandung und führte zu vertieften Abklärungen. (Quelle: Agroscope)

Bodenproben zeigen Anreicherung von Cadmium und Uran durch Mineraldüngung

Bern, 25.02.2016 – Cadmium und Uran werden über phosphorhaltige Mineraldünger in Ackerböden eingetragen. Das belegt eine Studie der Universität Bern. Sie hat in Kooperation mit der Nationalen Bodenbeobachtung (NABO) für das Bundesamt für Landwirtschaft evaluiert, ob mineralisch gedüngte Böden in der Schweiz erhöhte Schadelementgehalte aufweisen. Laut Studie besteht jedoch keine akute Umwelt- und Gesundheitsgefährdung.

Die Studie untersuchte, ob Gehalte von Arsen, Cadmium, Blei und Uran in Böden von Ackerbaugebieten mit hohen phosphorhaltigen Mineraldüngergaben im Vergleich zu Böden ohne Mineraldüngung erhöht sind, wie hoch die Schadstofffrachten durch Mineraldünger sind und ob ein Anreicherungsrisiko vorliegt. Für die Studie wurden 400 Bodenproben von 228 Standorten aus dem Messnetz der NABO, des Biodiversitätsmonitorings, der Kantonalen Bodenbeobachtung (AG, BL, FR, SO) sowie des Langzeitdüngerversuchs DOK analysiert.

Die Studie liefert keine Hinweise, dass Arsen und Blei signifikant durch Mineraldüngung in Ackerböden eingetragen werden. Für Cadmium zeigen die untersuchten Ackerbaustandorte im Oberboden eine Anreicherung gegenüber dem Unterboden. Ackerbauböden zeigen durchschnittlich höhere Uran-Gehalte als Wiesen und Weiden, die ackerbaulich genutzten Oberböden höhere Gehalte als Unterböden. Die Ergebnisse der Statusuntersuchung wurden durch die Ergebnisse der Trenduntersuchungen an sechs ausgewählten NABO-Standorten bestätigt. Die Autoren schliessen mit Empfehlungen, die Anreicherung von Uran und Cadmium zu vermeiden und das Monitoring zu verbessern. Sie legen ebenso den Forschungsbedarf dar.

Auch wenn von keiner akuten Umwelt- und Gesundheitsgefährdung auszugehen ist, so gilt es dennoch, den Eintrag von Schadelementen durch Dünger im Sinne der Vorsorge möglichst zu vermeiden. So haben Anpassungen der Agrarpolitik dazu geführt, dass heute im Vergleich zu 1990 nur noch ein Viertel der Menge an mineralischem Phosphordünger ausgebracht wird.

Zur Minderung der mit der Düngung verbundenen Risiken steht das BLW in stetigem Kontakt mit anderen Bundesämtern, der Forschung, Praxis, und den Kantonen. Wichtig ist, dass der bestehende Cadmium-Grenzwert eingehalten wird. Mittelfristig stehen im Fokus der Bestrebungen die Rückgewinnung von Nährstoffen und die Nutzung von mineralischen Recyclingdüngern. Ziel ist es, die Stoffkreisläufe so weit als möglich zu schliessen, und so den Einsatz von P-haltigen Mineraldüngern auf das Minimum zu reduzieren ebenso wie ihren Einsatz effizienter zu gestalten. (Quelle: BLW)

More Plastic than Fish in the Ocean by 2050: Report Offers Blueprint for Change

Davos-Klosters, Switzerland, 19 January 2016 – The current system by which we produce, use and dispose of plastics has important drawbacks: plastic packaging material with a value of $80 billion-$120 billion is lost each year. Aside from the financial cost, by 2050, on the current track, oceans are expected to contain more plastics than fish (by weight), according to a new report released today by the World Economic Forum and the Ellen MacArthur Foundation, with McKinsey & Company as a knowledge partner, as part of Project MainStream. The New Plastics Economy: Rethinking the Future of Plastics provides for the first time a vision of a global economy in which plastics never become waste and outlines concrete steps towards achieving the systemic shift needed.

The report is underpinned by the principles of the circular economy – an economy that aims to keep materials at their highest value at all times. Assessing global plastic packaging flows comprehensively for the first time, the report finds that most plastic packaging is used only once; 95% of the value of plastic packaging material, worth $80 billion-$120 billion annually, is lost to the economy after a short first use. The New Plastics Economy, outlined in this report, envisages a fundamental rethink for plastic packaging and plastics in general – a new model based on creating effective after-use pathways for plastics; drastically reducing leakage of plastics into natural systems, in particular oceans; and finding alternatives to crude oil and natural gas as the raw material of plastic production.

“This report demonstrates the importance of triggering a revolution in the plastics industrial ecosystem and is a first step to showing how to transform the way plastics move through our economy. To move from insight to large-scale action, it is clear that no one actor can work on this alone. The public, private sector and civil society all need to mobilize to capture the opportunity of the new circular plastics economy,” said Dominic Waughray, Head or Public-Private Partnership, World Economic Forum

The report, produced as part of Project MainStream, a collaboration between the Ellen MacArthur Foundation and the World Economic Forum, with analytical support from McKinsey & Company, finds that the use of plastics has increased twentyfold in the past half-century and is expected to double again in the next 20 years. While plastics and plastic packaging are an integral part of the global economy and deliver many benefits, the report shows that their value chains currently entail significant drawbacks.

“Linear models of production and consumption are increasingly challenged by the context within which they operate – and this is particularly true for high-volume, low-value materials such as plastic packaging. By demonstrating how circular economy principles can be applied to global plastic flows, this report provides a model for achieving the systemic shift our economy needs to make in order to work in the long term,” said Dame Ellen MacArthur, Ellen MacArthur Foundation.

Achieving the systemic change needed to shift the global plastic value chain will require major collaboration efforts between all stakeholders across the global plastics value chain – consumer goods companies, plastic packaging producers and plastics manufacturers, businesses involved in collection, sorting and reprocessing, cities, policy-makers and NGOs. The report proposes the creation of an independent coordinating vehicle to set direction, establish common standards and systems, overcome fragmentation, and foster innovation opportunities at scale. In line with the report’s recommendations, the Ellen MacArthur Foundation will establish an initiative to act as a cross-value-chain global dialogue mechanism and drive the shift towards a New Plastics Economy.

“Plastics are the workhorse material of the modern economy – with unbeaten properties. However, they are also the ultimate single-use material. Growing volumes of end-of-use plastics are generating costs and destroying value to the industry. After-use plastics could – with circular economy thinking – be turned into valuable feedstock. Our research confirms that applying those circular principles could spark a major wave of innovation with benefits for the entire supply chain,” said Martin R. Stuchtey, McKinsey Center for Business and Environment.

The report’s findings are timely: knowledge and understanding of the circular economy among business leaders and policy-makers is growing, as demonstrated by the European Commission’s recent circular economy package and associated funding announcements; new technologies are unlocking opportunities in material design, reprocessing and renewable sourcing; developing countries are investing in after-use infrastructure; and governments are increasingly considering – and implementing – policies around plastic packaging.

The New Plastics Economy: Rethinking the Future of Plastics report was produced by the World Economic Forum and Ellen MacArthur Foundation as part of Project MainStream, a multi-industry, global initiative launched in 2014. Analytical support was provided McKinsey & Company, and financial support by the MAVA Foundation. MainStream is led by the chief executive officers of nine global companies: Averda, BT, Tarkett, Royal DSM, Ecolab, Indorama, Philips, SUEZ and Veolia. Frans van Houten, Chief Executive Officer of Philips, is chairman of the leadership group. It focuses on systemic stalemates in global material flows that are too big or too complex for an individual business, city or government to overcome alone, as well as on enablers of the circular economy such as digital technologies.

Over 2,500 leaders from business, government, international organizations, civil society, academia, media and the arts will participate in the 46th World Economic Forum Annual Meeting in Davos-Klosters, Switzerland, on 20-23 January. Under the theme, Mastering the Fourth Industrial Revolution, the programme comprises over 250 sessions, of which over 100 will be webcast live.

Allmytraveltips Dezember-Newsbulletin

Header Mönchshütte Panorama

Bergpanorama von Europa’s höchster Berghütte, der Mönchshütte. Bild: GMC/Gerd Müller

Happy new year geschätzte Leserin, werter Leser

Zum Jahresbeginn nicht nur unsere besten Wünsche für 2016 sondern auch das Newsbulletin mit den aktuellen Reisethemen, Healthtrends, Klima-, Natur- und Umweltschutzberichten sowie humanitären Beiträgen von NGO’s, die wir unterstützen. Es sind dies u.a.: Amnesty International, Médecin sans Frontière, Reporter ohne Grenzen, das IKRK sowie Helvetas, Pro Natura und Greenpeace. Lassen Sie uns wissen, welche Themen Sie besonders interessieren. Wir freuen uns auch 2016 über ihr Feedback.

In eigener Sache: Health & Dentalreise zum Kurort Héviz

Dentsana Zahnklinik

GMC – Herausgeberin von allmytraveltips.ch geht ab 2016 eine Kooperation mit der Dentsana Zahnklinik in Héviz ein und bietet inskünftig Health- und Dentalreisen zum ungarischen Thermalsee-Kurort Héviz in Ungarn an, dessen Heilweisser für fast alle Gelenkbeschwerden Linderung bringt. Zum Bericht …

So kann man einen angenehmen und preiswerten Kururlaub mit einer Dentalsanierung oder Schönheits-OP (mit bis zu 70 % Ersparnis) verbinden. Da alle Ungarn hier Deutsch sprechen, ist die Verständigung bestens. Und die Dentalkliniken und zertifizierten Materialen sind auf höchstem europäischen Niveau. Davon hat sich allmytraveltips-Herausgeber bei seinen 10-tägigen Recherchen und einer umfassenden Sanierung selbst überzeugt. Zum Bericht …  / Flyer / Geschenkgutschein

Sie finden daher nebst einem Bericht über den Kurort Héviz, die Dentalklinik und ein bemerkenswertes Hotel auch in Kürze ein Leserangebot vor. Zudem wird es zu den Ferienmessen hin einen Wettbewerb geben und zudem ist noch eine Leserreise geplant.                                  

TOURISMUS – FERNREISEN

1260px Header Bora Bora Sailing

1260px Header Bora Bora Sailing

FERNREISEN Australien | Karibik & Latinamerika | Mauritius

Bad Hévíz: Ungarns beliebteste Kurdestination für Schweizer

USA vereinfacht Einreise für vielreisende Schweizer Staatsangehörige

Milestone 2015: Tragende Innovationen im Tourismus ausgezeichnet

Stichprobenartige Sprengstoffkontrollen am Flughafen Zürich

Neuer Bericht zu europäischen Trends im Reiserisikomanagement

HOTELLERIE & GASTRONOMIE

1260px Header Poshina/Gujarat, Maharadscha-Palast, Heritage Hotel, Aussicht | Poshina/Gujarat, Maharadscha-Palace, heritage hotel.

Maharadscha-Palast und Heritage-Hotel in Poshina, im indischen Bundesstaat Gujarat. Bild: GMC/Gerd Müller

Beherbergungsstatistik im August 2015

NaturMed Hotel: Mit allen Heilwassern gewaschen

GESUNDHEIT & WOHLBEFINDEN

1260px Header Thalasso Beauty & Spa-Behandlung

Thalasso Beauty & Spa-Behandlung in der Bühlerhöhe in Baden-Württemberg

Health-Tipps 2016

Allmytraveltips Healthtips

Ungarn: Im Kururlaub zur Zahnbehandlung in Hévíz

SCHUTZ DER PRIVATSPHÄRE – PRESSEFREIHEIT

Headerbild Gewerkschaften: An der 1. Mai-Kundgebung in Zürich versammelten sich Tausende von Menschen auf dem Bürkliplatz

Wir alle sind von der Überwachung betroffen und unsere Freiheit und die Demokratie sind in Gefahr. Bild: GMC

Unterschreiben Sie bitte das Reverendum  

Allmytraveltips Datenschutz-Dossier

Kehrtwende bei der verlängeren Datenspeicherung

Wissenschaftler warnen vor dem gläsernen Bürger

Nein zum neuen Nachrichtendienstgesetz

AHV-/Steuernummer ist mit hohen Datenschutzrisiken behaftet

NGO-RADAR, HUMANITÄRES & SOZIALES

Headerbild Tixi-Formation mit FahrerInnen

Tixi-Formation mit freiwilligen FahrerInnen und Fahrer, die an 365 Tagen Behinderte transportieren. Bild: GMC

NGO-Radar

Dossier (A-)Soziales im Inland

KLIMA-, NATUR-, TIER- UND UMWELTSCHUTZ

Headerbild Okavango Swamps Airshot

Die Okavango Sümpfe in Botswana sind das weltgrösste Binnendelta und ein einzigartiges Biotop für Fauna & Flora.

KLIMA-DOSSIER

Nachhaltiger Umweltschutz durch steigenden Bioproduktekonsum

Agenda 2030: Bundesrat beschliesst Massnahmen zur Umsetzung

TIERSCHUTZ

Verordnungen zu Tierseuchen und Tierschutz sollen angepasst werden

NEWS AUS DEM BUNDESHAUS

Das Bundeshaus in Bern erstrahlt in neuem Glanz. Daneben befindet sich das Luxushotel Schweizerhof. Berns federal government-building has ben fresh renovated and in the forefront is the luxu

Das Bundeshaus in Bern erstrahlt in neuem Glanz. Daneben befindet sich das Luxushotel Schweizerhof. Berns federal government-building has ben fresh renovated and in the forefront is the luxu

Bundesrat ernennt Eidg. Datenschutz-/Öffentlichkeitsbeauftragten

Die Umsetzung des Öffentlichkeitsprinzips soll verbessert werden

FOREIGN AFFAIRS/INTERNATIONALES

Bonn, 28.05.2008 Bundeskanzlerin Angela Merkel an der 9.UN-Naturschutzkonferenz in Bonn. Copyright by: GMC Photoweb Sepp Spiegl

Headerbild Bonn, 28.05.2008 Bundeskanzlerin Angela Merkel an der 9.UN-Naturschutzkonferenz in Bonn. Copyright by: GMC Photoweb Sepp Spiegl

Allmytraveltips Foreign Affairs Dossier

Afghanistan: Pentagon verschwendete Wiederaufbaugelder

„70 Jahre UNO: steiniger und brüchiger Weg zu Frieden und Sicherheit

TERRORISMUS / NAHOSTKONFLIKT

Headerbild Schatila: Palästinesisches Flüchtlingscamp in Beirut. Palestinian refugie camp Schatila in the city of Beirut. © GMC Photopress, Gerd Müller, gmc1@gmx.ch

Der Libanon könnte als nächster Staat im Bürgerkriegschaos versinken

Wie der Bund den Dschihad-Terrorismus hierzulande bekämpfen will

Bund schafft zusätzliche Stellen zur Terrorismusbekämpfung

Bundesanwaltschaft eröffnet 46. Strafverfahren gegen Dschihadisten

 

FLÜCHTLINGSELEND / ASYLANTEN / MIGRATION

Bund stellt zusätzliche Mittel für den Asylbereich bereit

Bundesrat lanciert Pilotprogramm zur Flüchtlingslehre

 

ENGLISH REPORTS

 

Agenda 2030: Bundesrat beschliesst Massnahmen zur Umsetzung

Die 193 UNO-Mitgliedstaaten haben im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet, welche auch die Schweiz anerkennt. Der Bundesrat hat heute die notwendigen Vorbereitungsarbeiten lanciert, mit denen die Schweiz aktiv zur Umsetzung dieser Ziele beitragen wird.

Anlässlich des UNO-Gipfeltreffens vom 25. bis 27. September 2015 in New York haben die Staats- und Regierungschefs die Agenda 2030 mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Schweiz anerkennt diese neue Agenda als neuen universellen Referenzrahmen für ihre Beiträge zur Förderung des menschlichen Wohlergehens, einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung sowie zum Schutz der Umwelt – sowohl weltweit als auch im eigenen Land. Sie setzt hierfür auf ihre internationale Zusammenarbeit sowie die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Bundesrats.

Der Bundesrat hat heute die ersten Schritte zur Umsetzung der Agenda 2030 festgelegt. So hat er notwendige Massnahmen beschlossen, mit welchen sich die Schweiz aktiv an den internationalen Arbeiten zur Umsetzung, Messung und Überprüfung der Ziele für nachhaltige Entwicklung beteiligen wird. Die Schweiz wird bis 2018 einen Länderbericht zuhanden der UNO ausarbeiten, um den Stand der Umsetzungsarbeiten durch die Schweiz aufzuzeigen. In den kommenden zwei Jahren wird auf Bundesebene der Handlungsbedarf für die Schweiz ermittelt und anschliessend über die Erreichung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele Bericht erstattet. Der Bundesrat hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) beauftragt, diese Arbeiten in Zusammenarbeit mit allen involvierten Bundesstellen zu koordinieren.

Die weltweiten Anstrengungen für nachhaltige Entwicklung orientieren sich in den nächsten 15 Jahren an der neuen, globalen Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen. Diese vereinen die Anliegen der Millenniumsentwicklungsziele und der Rio-Agenda in einem gemeinsamen Zielrahmen. Die von den 193 UNO-Mitgliedstaaten im September 2015 verabschiedete Agenda hat universelle Gültigkeit und soll ab 2016 in allen Ländern verfolgt werden. Nach dem intensiven dreijährigen Verhandlungsprozess, in welchem die Schweiz ihre Anliegen erfolgreich einbringen konnte (vgl. Medienmitteilung vom 25.9.2015), folgt ab 2016 die konkrete Umsetzung der Agenda 2030 auf nationaler und internationaler Ebene.

Zusätzliche Verweise: