Schlagwort-Archive: Tierschützer

Schweiz-Südafrika Politik und Mandelas Besuch in Zürich

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Hot-Spots und Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf und rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund. Er prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Resourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus gehobener Reiseliteratur und globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben.

Blenden wir kurz zurück, zum 5. August 1962 als Mandela zusammen mit Cecil Williams während einer Autofahrt nahe Howick in Natal unter dem Vorwurf festgenommen wurde, er führe den verbotenen «ANC» im Untergrund an. Die Verhaftung erfolgte, nachdem er knapp eineinhalb Jahre in Freiheit und im politischen Untergrund gearbeitet hatte, unterbrochen von öffentlichen Auftritten für den ANC im Ausland. Der Prozessauftakt wurde auf den 15. Oktober 1962 festgesetzt. Die Folge war Mandelas Verurteilung am 7. November 1962 zu fünf Jahren Gefängnis wegen Aufruf zur öffentlichen Unruhe (drei Jahre Haft) und Auslandsreisen ohne Reisepass (zwei Jahre). Er übernahm in dieser Gerichtsverhandlung seine Verteidigung selbst. Nach Verkündigung des Urteils wurde er Ende Mai 1963 auf die Gefängnisinsel Robben Island geschafft, aber schon bald wieder nach Pretoria geholt, nachdem am 11. Juli die übrige «ANC» Führungsspitze festgenommen worden war.

Ab dem 7. Oktober 1963 stand Mandela in Pretoria im «Rivonia»-Prozess mit zehn Mitangeklagten wegen «Sabotage und Planung bewaffneten Kampfes» vor Gericht. Am 20. April 1964, dem letzten Prozesstag vor der Urteilsverkündung, begründete Mandela in seiner vierstündigen, vorbereiteten Rede ausführlich die Notwendigkeit des bewaffneten Kampfes, weil die Regierung weder auf Appelle noch auf den gewaltlosen Widerstand der nicht-weißen Bevölkerung in ihrem Bestreben nach Gleichbehandlung eingegangen sei und stattdessen immer repressivere Gesetze erlassen habe.

Am 11. Februar 1990 wurde Mandela nach 26 Jahren aus der Haft entlassen. Staatspräsident Frederik de Klerk hatte dies veranlasst und Tage zuvor das Verbot des «African National Congress» (ANC) aufgehoben. Mandela und de Klerk erhielten 1993 den Friedensnobelpreis für ihre Verdienste. Am Tage seiner Freilassung hielt Mandela eine Rede vom Balkon des Rathauses in Kapstadt aus, Tage später richtete er einen weiteren Appell an die gut 120‘000 Zuhörerinnen und Zuhörer im Fussballstadion in Johannesburg. Dort stellte er seine Politik der Versöhnung («reconciliation») vor, indem er «alle Menschen, die die Apartheid aufgegeben haben», zur Mitarbeit an einem «nichtrassistischen, geeinten und demokratischen Südafrika mit allgemeinen, freien Wahlen und Stimmrecht für alle» einlud.

Im Juli 1992 wurde Mandela einstimmig zum Präsidenten des «ANC» gewählt. So konnte er die Verhandlungen mit der Regierung über die Beseitigung der Apartheid und Schaffung eines neuen Südafrikas an die Hand nehmen. 1994 erschien seine Autobiographie «Der lange Weg zur Freiheit» und schrieb dort:«Während dieser langen, einsamen Jahre der Haft wurde aus meinem Hunger nach Freiheit für mein eigenes Volk der Hunger nach Freiheit aller Völker, ob weiß oder schwarz».

Im Februar 1996 begann die von Mandela eingesetzte Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) unter Leitung des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. mit der Aufarbeitung der Verbrechen zur Zeit der Apartheid. Einigen Gruppen gingen die in Mandelas Amtszeit erreichten sozialen Verbesserungen auch in Bezug auf die AIDS-Krise, nicht weit genug. Kritiker bemängelten ebenso, dass die Verbrechen des Apartheid-Regimes nicht strafrechtlich genug gesühnt wurden.

Kinder unter sechs Jahren, schwangere und stillende Mütter erhielten eine kostenlose Gesundheitsfürsorge; 1996 wurde die Gesundheitsfürsorge für alle Südafrikaner kostenfrei. Mit dem «Land Restitution Act» (1994) und dem «Land Reform Act 3» (1996) wurden Schritte zu einer Landreform unternommen. Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche Gesetze der Apartheit-Zeit widerrufen. Armee und Polizei wurden neu aufgestellt.

Als 1994 der frisch gekürte südafrikanische Präsident und Nobelpreisträger Nelson Mandela in die Schweiz kam und zu Gast im Dolder Hotel vor der hiesigen «class politique» und die wirtschaftliche Elite (Nationalbankpräsident und Bankenvertreter) über seine Vision eines neuen Südafrikas sprach, war auch ich als Fotojournalist eingeladen und machte ein paar Bilder von Mandela. Allerdings war ich nicht darauf vorbereitet, dass er infolge seines durch die lange Haft eingebüssten Augenlichts durch Blitzlicht geblendet würde und hatte ohne Blitzlicht die falsche Filmempfindlichkeit im Kasten. Als Mandelas Ansprache vor der versammelten Polit- und Wirtschaftselite der Schweiz vorbei war und er sich beim Apero unter die Menge mischte, hielt ich mich eher im Hintergrund auf.

Doch offensichtlich hatte Mandela ein gutes Gedächtnis und sehr aufmerksame Augen, vielleicht erinnerte er sich sogar, wo und wann in Soweto ich in der Menge der Schwarzen stand nach seiner Freilassung. Auf jeden Fall veranlasste ihn das, auf mich zuzutreten und mich darauf anzusprechen, ob wir uns schon mal getroffen haben. Da war ich baff. Und als ich ihm antwortete, reichte ihr mir verblüffender weise beide Hände. Das berührte mich sehr. Plötzlich hatte ich das Gefühl, vielleicht echt ein etwas bewirkt zu haben und dafür sozusagen einen prominenten Dank und eine unglaubliche Wertschätzung zu erfahren. Blenden wir zurück, welch unrühmliche Rolle die Schweiz während der Apartheid spielte.

Das dunkle Kapitel der Schweiz während der Apartheid

1950, als die Südafrikanische Regierung ihr Volk in Rassen unterteilt (Population Registration Act 35), zahlten die Schweizer Banken die ersten Kredite über 35 Millionen Franken. Als die Regierung dann Mischehen verbot (Prohibition of Mixed Marriage Act), flossen weitere 85 Millionen Franken an den Appartheid-Staat, der bis 1983 über dreieinhalb Millionen Schwarze enteignet und in «Homelands» deportiert hat. Und so gehörten 87 Prozent des Landes auf einmal den 16 Prozent Weissen. Und die Schweiz, genauer gesagt mein ehemaliger Lehrbetrieb, die «Oerlikon Bührle AG», lieferte Waffen, wie die «35mm Flab-Kanonen»  und «Pilatus PC-Porter»  Flugzeuge ans Kap, trotz UNO-Sanktionen.

1967 werden fast 700‘000 Schwarze innerhalb eines Jahres verhaftet, weil sie gegen die Passgesetze verstossen haben sollen. Die Ausgaben für die Innere Sicherheit betragen bereits 17 Prozent des Bruttosozialproduktes. Als die Briten im März 1968 einen zweiwöchige Einstellung des Goldhandels beschliessen, sprintet die Schweiz in die Bresche. Nun fliesst Südafrikas Reichtum in Rauhen Mengen in die Goldhandelsmetropole Schweiz. «SBG», «SKA» und «SBV» sichern sich dreiviertel des weltweiten Goldhandels.

1968 platzt die «Bührle-Affäre». Die Oerlikoner Waffenschmide hatte via Frankreich Waffen im Wert von 52,7 Millionen Franken nach Südafrika geliefert. 1973 beschliesst die «UNO» Vollversammlung Südafrika mit der «Resolution 3068» auszuschliessen und die Apartheid als «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» einzustufen, derweil die Anleihen der drei Schweizer Banken schon auf 2,2 Milliarden Franken angestiegen sind. Während jedes zweite Kind unter fünf Jahren in den Homelands stirbt, geht es den weissen Herren am Kap und der «Zürcher Goldküste» immer besser. «Oerlikon Bührle» hat mehrmals die Sanktionen umgangen. Ich erinnere mich daran, als ich in der Exportabteilung die Ausfuhrbewilligungen, Frachtpapiere und Akkreditive einfach auf die «Oerlikon Bührle» Holding in Spanien ausstellen musste.

1979 kommt es zum Massaker in Soweto, als am 16. Juni 15‘000 Schüler dagegen protestierten, fortan in Africaans unterrichtet zu werden. 575 Menschen starben bei dem Aufstand, der sich über Monate hinzog. Die Schweizer Banken verdoppelten ihr Kreditvolumen. 1980 erklärt der reformierte Weltbund» die Apartheid zur Häresie. Das liess die Schweiz und den Schweizer Geheimdienst kalt. Peter Reggli richtet den Pilotenaustausch mit südafrikanischen Kampfpiloten in die Wege, der Bundesrat wurde aber erst 1986 orientiert.

Die Summe der Kreditvergaben der Schweizer Banken an das Apartheid-Regime vervierfachte sich. Jahr um Jahr um 100 Prozent. Infolge der internationalen Ächtung des Apartheid Regimes profitierte die Schweiz von der Menschen verachtenden, rassistischen Politik der Weissen am Kap. Die «ILO» forderte die Weltkonzerne auf, sich aus Südafrika zurückzuziehen und kritisierte die «SBG» namentlich als Sanktionsbrecherin. Nichts desto trotz erhält das südafrikanische Regime 1985 von Schweizer Banken weitere 75 Millionen Franken an Krediten zur freien Verfügung. 1986 wird der Ausnahmezustand über das hochverschuldete Land verhängt, über 10‘000 Menschen werden verhaftet, 1800 kamen um. „Der Frieden wurde zur Bedrohung der öffentlichen Sicherheit“, sagt Erzbischoff Desmond Tutu, als das Kirchenblatt, die «New Nation» geschlossen wurde.

Als 1987 die USA Firmen bestrafen wollte, die sich nicht an die Sanktionen hielten, kam Südafrikas Präsident Peter Botha und sein Aussenminister nach Zürich um sich mit «SBG»-Vizedirektor Georg Meyer und den Vorstand der «Vereinigung Schweiz-Südafrika» zu treffen, wo ihnen an Ort und Stelle ein „Orden der guten Hoffnung“ und weitere 70 Millionen übergeben wurde. Und 1989 kommt Südafrikas Regime dank Robert Jeker auch noch zu einer Verschnaufpause bei der Rückzahlung der offenen Kredite über acht Milliarden Franken.

Dies war die Ausgangslage damals, die mich bewog, in Südafrika in den Untergrund zu gehen. Da ereignete sich noch ein kleiner Schicksalswink, der mich in dem Vorhaben bestärkte. Wie so viele Aktivisten, schrieb ich der damaligen «SGB» (und heutigen «UBS»), die damals sehr stark in Südafrika aktiv war und das Apartheid-Regime unterstützte, einen Brief in der ich der Bank mitteilte, dass ich mein Konto aus Protest gegen die Finanzpolitik und das «SBG» Engagement auflöse und sie bat, das Guthaben auf ein anderes Konto zu überweisen. Bei der Saldierung des Kontos unterlief der Bank ein Fehler und so überwies sie mir 5500 Franken mehr. Ich sagte mir, „ich lass das Geld auf meinem Konto für ein Jahr und wenn die «SBG» sich nicht mehr meldet, dann geht das Geld an Organisationen im Südafrikanischen Untergrund“, sozusagen als Kompensationszahlung. Und so ist es dann auch geschehen!

Bürgerkrieg Südafrika 94: IKRK-Einsätze im «ANC-IFP» Konflikt

1993 begleitete ich einen Freund von mir, Daniel S., der als IKRK-/Rotkreuz Südafrika-Delegierter in Johannesburg stationiert war, auf seiner Reise in die Flüchtlingslager, um die dortige Lage zu sondieren, den Opfern zu helfen und die Friedensbemühungen zur Stabilisierung des Landes im Hinblick auf eine demokratische Verfassung und Regierung der «Regenbogen-Nation» zu unterstützen. Wir fuhren zu den damaligen Hotspots «Margate» und «Ladysmith», «Ezakhweni» und «Emphangeni», «Mfung» und «Obizo» sowie «Empendle» protokollierten die abgebrannen Häuser und die Toten. Führten Gespräche mit Hinterbliebenen und versuchten zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Eine schwierige, wenn nicht fast aussichtslose Aufgabe. Damals kam es alle 40 Minuten zu einem Mord, 20‘000 pro Jahr insgesamt.

Im Februar 1996 begann die von Mandela eingesetzte Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) unter Leitung des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. mit der Aufarbeitung der Verbrechen zur Zeit der Apartheid. Einigen Gruppen gingen die in Mandelas Amtszeit erreichten sozialen Verbesserungen auch in Bezug auf die AIDS-Krise, nicht weit genug. Kritiker bemängelten ebenso, dass die Verbrechen des Apartheid-Regimes nicht strafrechtlich genug gesühnt wurden.

Kinder unter sechs Jahren, schwangere und stillende Mütter erhielten eine kostenlose Gesundheitsfürsorge; 1996 wurde die Gesundheitsfürsorge für alle Südafrikaner kostenfrei. Mit dem «Land Restitution Act» (1994) und dem «Land Reform Act 3» (1996) wurden Schritte zu einer Landreform unternommen. Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche Gesetze der Apartheit-Zeit widerrufen. Armee und Polizei wurden neu aufgestellt.

Zu dieser einmaligen Gefängnis-Inspektion stiess ich aufgrund einer spirituellen Kapazität in Südafrika. Der Zulu-Sangoma (Heiler), Bantu-Schriftsteller & Historiker Credo Vusama Mutwa, den ich im «Shamwari Game Reserve» kennen lernte zusammen mit Dr. Jan Player, dem Rhinozeros-Retter und «Wilderness-Leadership-School»-Gründer. Die ganze Nacht über erzählte mir der unglaublich gebildete Mensch die spirituellen Geheimnisse und ethnischen Zusammenhänge, die kulturellen Eigenschaften und Besonderheiten der Bantu-Völker von Nord- bis Südafrika. Es war faszinierend und sehr lehrreich. Nur war ich gerade mit meiner zweieinhalb jährigen Tochter Aiala und ihrer Mutter Roberta unterwegs und hatte noch einige Pläne, Termine und Treffen bezüglich anderen Wildlife und Ökoprojekte und konnte nicht einfach hier bleiben und Credo beim Projekt «Kaya Lendaba» helfen. Ich war echt hin und her gerissen.

Der Zulu-Heiler wollte die Wunden der Regenbogennation heilen und beim «Shamwari Game Reserve» ein multikulturelles Dorf bauen, in dem alle südafrikanischen Ethnien vertreten sein würden. Es sollte als Leuchtpfahl für die Wiedervereinigung Südafrikas dienen und helfen, die Konflikte zu beenden. Gerne hätte ich die Ausbildung zu einem «Sangoma», also einem Heiler gemacht, da Credo mir die Qualifikationen und die geistig-spirituelle Weltsicht zutraute. Dies erfüllte mich mit Stolz und wäre wohl eine wegweisende Weiche in meinem Leben gewesen. Denn ursprünglich wollte ich als Game Ranger in einem dieser neu entstehenden Wildlife-Reservate arbeiten. Ich konnte mir nichts Schöneres vor stellen, als Wildlife-Manager in einem intakten und geschützten oder schützenswerten Umfeld zu arbeiten. Daher reiste ich immer wieder nach Botswana, Südafrika und Namibia.

Online Buchauszüge im Ueberblick

Zur Publikationsübersicht nach Ländern

Zum Bildarchiv

Weitere Fotostrecken und Reportagen, die Sie interessieren könnten:

Gupta-Leaks: Wie Zuma und indische Kleptokraten Südafrika plündern

Gadaffis Milliarden in den Händen untergetaucht

Ein Blick hinter die Kulissen der iranischen Botschaft in Bern

Libanon 2006: In Beirut im Palästinenser-Flüchtlingscamp «Schatila

Zu den Print Reportagen von Gerd Müller über Südafrika:

Aargauer Zeitung: Der neue Feind heisst Kriminalität

Tages Anzeiger: Südafrika steht ein Bombenjahr bevor

Tages-Anzeiger: Alle 40 Minuten wird ein Mensch getötet

Travel Inside:  Vom ANC-Aktivist zum Tourismuspromotor    

Relax & Style: Ökopioniere und sozial Engagierte 

Südostschweiz: Beim Büffel auf den Baum                               

Sonntags Blick: Tierparks so gross wie die Schweiz                                            

Reiseplaner: Nächster Halt am Zebrastreifen                                   

On Trip: African Healer (On Trip)                    

Wellness live:  Bushmen-Medizin am schönsten Ende der Welt   

OnTripGuerrisseurs Africaines 

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND ÖKO-PROJEKTE

Geschätzte Leserin, werter Leser

Der Autor unterstützt noch immer zahlreiche Projekte. Infolge der COVID-19 Pandemie ist es aber für den Autor selbst für und zahlreiche Projekte schwieriger geworden. Die Situation hat sich verschärft. Für Ihre Spende, die einem der im Buch genannten Projekte zufliesst, bedanke ich mich. Falls Sie dies tun wollen, melden Sie sich bitte per Mail bei mir gmc1(at) gmx.ch. Vielen Dank im Namen der Hilfsprojekt-Empfänger/innen.

Australien & Südsee Expeditionen

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müllerr

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Hot-Spots und Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf und rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund. Er prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Resourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus gehobener Reiseliteratur und globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben.

Auf der grössten Sandinsel der Welt ragen tropisch bewaldete Dünen am Ufer kristallklarer Süsswasser-Seen inmitten smaragdgrüner Regenwälder empor. Vor Fraser Islands Küste tummeln sie Wale und Delphine. Doch das Inselbiotop ist nicht nur Zufluchtsort rarer Pflanzenarten und Tiere sondern auch der Homo Ökotourismus nistet sich hier zunehmend ein. Bis zu 240 Meter hohe Sanddünen, 120 Kilometer Strand und eine geschützte Bucht, ist die Hervey Bay, wo sich Wale zwischen August und Oktober tummeln und sie sind der Reiz des Inselmikrokosmos. Nicht nur für Geologen, Botaniker, Natur-, Tier- und Vogelfreunde auch für Segler, Surfer und Erholungssuchende bot Fraser Island vor 20 Jahren paradiesische Zustände. 2020 gab es dagegen verheerende Waldbrände und auch sonst ist das Ökosystem ein wenig aus den Fugen geraten, wie im gesamten Great Barrier Reef. Der gesamte Archipel leidet unter der globalen Klimaerwärmung und der Verschmutzung durch Öl und Plastikmüll der Touristen.

Fraser Island ist uralt, 123 Kilometer lang, 14 bis 22 Kilometer breit und trägt die Ewigkeit von über 220 Millionen  Jahre Evolutionsgeschichte auf dem Buckel. Seit zwei Millionen Jahren wird Sand auf die Insel angeschwemmt und angehäuft. Im Eiszeitalter wurde diese Landschaft geformt und in ihrer heutigen Prägung existiert sie seit ungefähr 6000 Jahren. Mit der Erwärmung des Klimas vor 140‘000 Jahren, tauchten dort auch die ersten Spuren der Aborigines auf, doch geht man davon aus, dass die «Butschulla»-Ureinwohner sich erst vor 20 Millionen Jahren auf «KGari» Island niederliessen. Für die westliche Welt wurde Fraser Island von James Cook 1770 entdeckt. Die gigantischen Süsswasser-Reservoire bergen zusammen gerechnet zehn bis zwanzig Millionen Mega-Liter Frischwasser. Das von leuchtend weissen Sandstränden gesäumte, kristallklare Trinkwasser des Lake McKenzie lädt zu einem Bad ein. Auch Dingos sind am Ufer zu beobachten. Sie kommen aber nicht etwa zur Tränke, sondern wegen der prall gefüllten Provianttüten der Touristen. Da fällt manch ein feiner Happen für die Wildhunde ab.

Schon im Vorfeld der Australien Reise habe ich mich für das „Walfang-Verbot“ stark gemacht und darüber in verschiedenen Zeitungen berichtet, u.a. in der Sonntags Zeitung unter dem Titel «Lieber touristisch ausschlachten, als abschlachten»! Nun wollte ich mir selbst den Traum erfüllen und bei einer Walbeobachtung teilnehmen. Hervey Bay ist nur einer von einem Dutzend Orten im Great Barrier Reef, wo sich die Wale tummeln. Gegen 100 Personen drängeln sich auf dem «Kingfisher»-Katamaran zur Reling und suchen den Horizont nach Fontänen oder einer hochragenden Schwanzflosse ab. „Da sind sie“, schreit einer und die Menge jubelt! Ein vielleicht 30 Tonnen schwerer Koloss mit gewiss über 16 Meter langem Leib schiesst wie ein silbriger Pfeil hoch in die Luft führt eine Pirouette aus und taucht dann kopfüber wieder in die Fluten ein. Was für ein erhabener Anblick! Zum Glück sind sie hier geschützt.

«Whale-Watching» hat sich in den 90er Jahren zu einem 600 bis 700 Millionen schweren Tourismuszweig gemausert. Whale-Watchers reisen zur Baja California, zur Küste von Brasilien, Patagonien oder Südafrika, um die schwimmenden Säugetiere zu sehen. Australien hat schon 1994 jährlich über 50 Millionen Einnahmen aus den Walbeobachtungen eingenommen. Kein Wunder, die Giganten der Meere sind faszinierend in jeder Beziehung! Wie verschlüsselte Botschaften (heute sind es wohl Klagegesänge) klingen ihre Töne aus der Tiefe des Ozeans, ähnlich einem Sonar, dem Echolotsystem der Schifffahrt bestimmen sie mit Radarsignalen ihren Kurs. Sie senden exakte Sendeintervalle ab und sind imstande mit ihrem sensiblen Feingespür die Signale der Schallwellen wieder aufzunehmen und präzise zu analysieren und orten, so dass sie sich über tausende von Kilometern orientieren können. Die bis zu dreissig minütigen Gesänge dienen der Kommunikation mit Artgenossen. Von den türkisfarbenen Gestaden des Great Barrier Reefs nun in eine ganz andere Gegend, die im Kontrast zu dem maritimen Leben steht, aber ebenso ums Überleben kämpft.

Die Hoffnung lebt im Untergrund

Zwischen Adelaide und Alice Springs irgendwo inmitten einer glühend heissen, unwirtlichen Mondlandschaft liegt das damals 5000 Seelen zählende Nest Coober Pedy, auch «Opal-Miner City» genannt. Die Bewohner leben in unterirdischen Maulwurfartigen Bauten und verbringen auch den Tag unter der Erde. Im Stollen. Mit Dynamit bestückt. Einblicke in das Leben der Opalschürfer im dynamitgeladenen Untergrund. Angetrieben von der Hoffnung auf schnellen Reichtum und dem Risiko ausgesetzt, mausarm zu scheitern. Echte Glücksucher also, aus allen Teilen der Erde. Doch was zieht die Menschen nur hier her? Einöde, sengende Hitze, jede Menge Staub und Geröll und Strapazen ohne Ende. Nichts bleibt den Opaschürfern hier erspart. Vierfünftel der Bevölkerung lebt im Untergrund, in den Stollen, die Lüftungsschächte haben. Auch der Supermarkt, die Tankstelle und die Kirche sind im Untergrund.

Hier gibt es auch einen Postboten für die Region. Die Tour des Postboten John Stillwell zeigt die hiesigen Dimensionen aufs Deutlichste auf. Zweimal pro Woche fährt John von Coober Pedy aus nach William Creek, ein Provinznest mit neun Häusern und dann nach Oodnadata, einer verkommenen Aborginies Siedlung und versorgt auf den 650 Kilometern noch drei Farmer mit der Post. John fährt die Tour nun schon seit sechs Jahren und hat die Strecke schon über 700 Mal gemacht.

Die Tour führt über die Moon Plain Area, eine trockene, steinige, sandige und mit kleinen Hügeln besetzte Mondlandschaft zur Rinderfarm Anna Creek, deren Zaun über 9600 Kilometer lang ist. Die Farm ist somit fast so gross wie die Niederlande. Dann fahren wir weiter nach William Creek und obschon da nur neun Häuser stehen, gibt es eine, wahrscheinlich die teuerste Satelitenfunk-Telefonkabine sowie einen schattigen Parkplatz samt Parkuhr. Weiter geht es einem alten Aborginies Trail entlang unterirdischen, heissen Quellen und der «Great Overland Telegraph Linie» von London nach Sydney in das indigene Kaff. Bei Sonnenuntergang spielten wir noch eine Runde Wüstensand-Golf.

Südsee Perlen: An der Pforte zum Paradies

Ein Mosaik aus Licht und Farben umspielt die weit versprengten Inselkette. Jedes dieser von smaragdgrüner Vegetation überzogenen Inseln ist von türkisblauen und kranzförmigen Riffen umsäumt. Sie begrenzen die Tiefe des Meeres, kehren dessen opulente Unterwasserpracht nach oben und entfalten die Schönheit der farbenprächtigen Korallengärten mit grosser Artenfülle und schirmen die oft nur wenige Meter über der Meeresoberfläche gelegenen Inseln gegen die Brandung ab. .

Nach einem unendlich langen Flug von Zürich, via Paris, New-York, San Francisco und Hawaii landete ich an der «Pforte zum Paradies» auf Tahiti – auch «Insel der Liebe» genannt und Synonym für den Stoff aus dem die Träume sind. Das französische Übersee-Territorium mit seinen 118 Inseln ist aufgeteilt in die Austral- und die Gesellschaftsinseln, die Marquesas  und den Tuamotu-Archipel. Da fällt die Wahl schwer. Doch grundsätzlich stehen zwei sich zu einem fulminanten Ensemble vereinigender Inseltypen zur Auswahl: hohe Vulkaninseln wie Moorea, Huahine oder Tahiti und flache Atolle wie Tetiaroa.

Tahiti, die «Insel der vielfarbigen Wasser» ist auch Symbol für den verklärten Mythos, der die Südsee wie ihr funkelndes Firmament mit zauberhaften Impressionen überziehen. In der Südsee hat der Schöpfer einmal zeigen wollen, was er zu leisten vermag, hielt der Dichter Robert Brooke fest. Auch Gaugin geriet in einen malerisch impressionistischen Farben- und Sinnesrausch. Vorallem  Moorea die keine halbe Stunde mit dem Katamoran von Papeete entfernt ist, wird von vielen ins Herz geschlossen. Berühmt wurde die Ferieninsel, auf der etliche Vulkanspitzen wie Lanzen in den Himmel ragen, durch Dino de Laurentis Film „Meuterei auf der «Bounty» Gleich neben dem 900 Meter hoch aufragenden Mount Rotui liegt die berühmte Cook Bay.

In der Tat kommt man nicht umhin, die Südsee in den schönsten Farben zu malen und in den höchsten Tönen zu loben. Angesichts der sanftmütigen und straken Ausstrahlung der Insulaner, ist man versucht ihre Welt zum Paradies auf Erden hochzustilisieren. Wenn anmutige, kräftige Männer pfeilschnell mit ihren Kanus durch das Wasser rudern oder anmutige Geschöpfe unter den Kokospalmen, Mango-, Papaya-, Avocado- und Brotfruchtbäumen sitzen.  Seither messen die Europäer die Südsee mit der Elle ihrer Wünsche und Träume; phantasieren, fabulieren und dichten Poeten aller Couleur viel verrückt Schönes zusammen. Doch ein Ort der lasterhaften Vergnügen ist die Südsee trotz allen matriarchalischen Sitten und der freizügigen Sinnlichkeit nicht. Aber auffallend viele Transvestiten (raerae) geben sich in Papeete ein Stelldichein. Und eine polynesische Besonderheit sind die Marus – von klein auf von den Müttern feminisierte Söhne, zumeist die Letztgeborenen in einer Familie, die keine Töchter hat. Sie benehmen sich wie Frauen und verrichten die Hausarbeit. Beide Randgruppen erfreuen sich einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz.

30 Jahre nach der französischen Invasion auf Tahiti und Mururoa durch ein Heer von Atomphysikern, Ingenieuren und Militärs, kennen die Südsee-Insulaner nicht nur den Gott der Liebe, sondern auch den Gott und die Macht des Geldes. Das Leben im Paradies hat seinen Preis. Der Preis für den Luxus ist hoch. Probleme mit Alkohol und anderen Drogen sowie die Armut und Verslumung nehmen zu. Tatsächlich kommt man als Reiseberichterstatter nicht umhin, die Südsee in den schönsten Farben zu beschreiben und angesichts der sanftmütigen und beschaulichen Lebensart der überausgastfreundlichen Insulaner zum Paradies hochzustilisieren. Hohe Vulkaninseln wie Moorea, Huahine und Tahiti, flache Atolle wie Marlon Brandos Reich Tetiaroa. Huahine teilt sich wie Tahiti in eine grosse und eine kleine Insel auf. Dazwischen eine Meeresenge, die bei Surfern sehr beliebt ist. Bora Bora besitzt gewissermassen die spektakulärste und schönste Lagune der Welt. Fürwahr ist das nur 30 Quadratmeter kleine aber 30 Millionen Jahre alte Atoll ein kostbares Juwel im Pazifik. Auch Moorea hatten damals viele Touristen in ihr Herz geschlossen aufgrund des dort in der Oponohu-Bucht gedrehten Filmes «Die Meuterei auf der Bounty».  

Zu den Australien Printreportagen:

Australien-Spezial                                                                                          

Australiens Lockruf zieht Schwärme nach Downunder                                     

Melbourne zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt                                        

Australiens Top Spa’s und Gourmet-Lokale                                                                        

Die Hoffnung lebt im Untergrund                                                              

Downunder kannst du was erleben                                        

FOTOSTRECKE FRENCH POLYNESIA

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

Zu den Südsee Printreportagen:

Südsee: An der Pforte zum Paradies  (Brückenbauer)    

Polynesien: Himmel auf Erden (Der Bund)     

Südsee: Eintauchen ins Paradies  (Aargauer Zeitung)                                                

Südsee der Himmel auf Erden (Vita Bella)

Online Buchauszüge im Ueberblick

Zur Publikationsübersicht nach Ländern

Zum Bildarchiv

Hat Ihnen die Geschichte gefallen? Haben Sie einen Kommentar oder Kritik dazu? Dann schreiben Sie ihn gleich hier etwas weiter unten hin. Vielen Dank.

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND ÖKO-PROJEKTE

Die Buschmänner, deren Leben im Einklang mit der Natur bald Geschichte ist

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Hot-Spots und Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf und rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund. Er prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Resourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus gehobener Reiseliteratur und globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben.

Von den Tsodillo Hills im Nordwesten Botswana’s überfliegen wir den Garten Eden der Kalahari, das Okavango-Delta mit seinem opulenten Farbenspektakel samt abwechslungsreicher Fauna und Flora und sind zwei Stunden später mit der Propeller-Maschine mitten in der Zentral-Kalahari gelandet. Hier tauchen wir für ein paar Tage in das Bushmen-Leben der Ureinwohner ein. Nahe Ghanzi öffnet uns Neetljie (Njoki) Bower von der Grassland Safari Lodge das Tor zur Buschmänner-Welt. Ihre Familie ist seit 1890 hier in der Gegend sesshaft und die junge Mutter als auch ihre beiden blonden Töchter sprechen die Klicklaut-Sprache der Naro-San perfekt. Sie sind mit den Bushmen aufgewachsen.

In der Zentral-Kalahari leben damals rund 16‘000 Buschmänner. Und im gesamten südlichen Afrika schätzt man ihre Zahl auf rund 100‘000. Sie sind meisterhafte Spurenleser, berüchtigte Jäger, begnadete Bogenschützen – und wahre Ökologen. Sie leben nach dem Eros-Prinzip, das alles mit allem verbindet: «Alles gehört Mutter Natur und Mutter Erde. Keiner besitzt etwas. Alles wird geteilt», erklärt mir der junge San Suruka die Weltanschauung der San am Fusse der Tsodillo-Hills mit den uralten Felszeichnungen.

Neetljie bringt mich zu einer Naro-Bushmen-Sippe und erklärt mir an zwei Tagen, die Pflanzenwelt der San und ihre Verwendung als Nahrung oder für medizinische Zwecke. Die letzten der noch rund 16‘000 Ureinwohner Afrikas leben zurückgezogen in der Zentral-Kalahari im Süden des Okavango-Deltas oder bei den Tsodillo-Hills noch immer ihre eine Jahrtausende alte Jäger- und Nomadenkultur, die es in wenigen Jahren schon nicht mehr geben wird.

Alles gehört der Mutter Natur, das ist die Kultur der Buschmänner und Frauen. Die San sind meisterhafte Spurenleser, berüchtigte Jäger, begnadete Bogenschützen und wahre Ökologen. Nichts wird verschwendet. Alles gehört Mutter Natur und Erde. Keiner besitzt irgendetwas. Alles, was gebraucht oder erlegt wird, wird geteilt, erklärt und Neltjie, was die Bushmänner-Sippe uns erzählt. Für die San ist alles Geist und Materie – göttlich zugleich.

Das ist das Bushmen-Lebensprinzip. Auch Eros-Prinzip – das alles mit allem verbindet, genannt. „Da wir Buschmänner kein Privateigentum, weder Zäune noch Grenzen kennen, unser Leben von der Wanderung der Tiere und der Gezeiten abhängt und wir nach dem Prinzip leben, das die Natur allen Menschen gehört und sie sich nur das nehmen, was sie brauchen, hat man uns wie Freiwild gejagt, vertrieben und erschossen, erzählt uns Suruka auf der Fahrt über die Sümpfe.

Alles gehört der Mutter Natur, das ist die Kultur der Buschmänner und Frauen. Die San sind meisterhafte Spurenleser, berüchtigte Jäger, begnadete Bogenschützen und wahre Ökologen. Nichts wird verschwendet. Alles gehört Mutter Natur und Erde. Keiner besitzt irgendetwas. Alles, was gebraucht oder erlegt wird, wird geteilt, erklärt und Neltjie, was die Bushmänner-Sippe uns erzählt. Für die San ist alles Geist und Materie – göttlich zugleich.

Um dies zu verdeutlichen, erzählen uns die kleinwüchsigen, zähen Menschen mit den kurzen, pechschwarzen Locken und pfirsichfarbenen Hauttönen von der Jagd. Sie bestreichen den Schaft ihrer Pfeile mit einem Gift, das sie aus Raupen gewinnen. Die Dosis des Gifts wird je nach Tier, das erlegt wird, exakt gewählt. Nichts wird verschwendet – nicht einmal ein Tropfen Giftes. Die San haben gelernt, auch in den unwirtlichsten Gegenden des Kontinents zu überleben.

„Nicht die Pfeilspitze sondern der nur Schaft wird mit dem tödlichen Gift bestrichen, um die Verletzungsgefahr zu verringern“, erklärt uns ein anderer Naro-Bushmen und zeigt uns, dass die Pfeilspitzen sind so konstruiert, dass im Fell des Tiers stecken bleiben, der Schaft jedoch abfällt und wiederverwendet werden kann. Auch die Dosis wird je nach Tier exakt gewählt. Die Buschmänner verschwenden nichts, auch keinen Gift-Tropfen. Das vergiftete Fleischstück wird später herausgeschnitten und den Geiern überlassen. Tierisches Eiweiss ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Buschmen.

Diese Anpassungsfähigkeit wurde aus der Not geboren, wie uns Suruka weiter erzählt: „Wir Buschmänner kennen kein Privateigentum, weder Zäune noch Grenzen. Unser Lebensrhythmus ist auf die Wanderung der Tiere und Gezeiten abgestimmt. Wir leben nach dem Prinzip, dass die Natur allen Menschen gehört und jeder sich nur das nehmen soll, was er braucht. Dies hatte zur Folge, dass man unser Volk während Jahrhunderten wie Freiwild gejagt, vertrieben und getötet hat.“ Täter waren sowohl andere afrikanische Stämme als auch die europäischen Kolonialherren unter ihnen die Deutschen im damaligen Südwest-Afrika und heutigen Namibia.

Ein weiteres mystisches Erlebnis hatte ich dann beim Aufstieg zu den über 6000 Jahre alten Felszeichnungen in den zerklüfteten Felsen. Suruka versuchte mir in seiner Klicklaut-Sprache irgendetwas zu sagen, so in der Art, dass wir auf Wächter stossen werden, vor denen ich mich aber nicht fürchten sollte. Die Wächter waren wohl die beiden Klapperschlangen, die vor unseren Augen quer von einem Felsvorsprung auf den anderen rüber glitten und zwar gleichzeitig von zwei Seiten. Wäre ich allein gewesen, wäre ich wohl nicht weitergegangen. Mit Suruka fühlte ich mich sicher und durfte mit ihm die magischen, uralten Felsmalereien bestaunen. Etwa 12 Jahre später sah ich dann einen Film auf «BBC» bei dem Suruka wieder auftauchte und die Filmcrew zu den Tsodillo-Hills führte.

In der Tat gab es früher sogar Lizenzen für das Töten von Buschmännern. Sie wurde gejagt wie wild. „Nach und nach wurden wir in die Wüste gedrängt und haben sich den unwirtlichen Bedingungen angepasst. „Wir haben mit Wasser gefüllte Straußeneier im Sand vergraben und Wasserdepots in der Wüste angelegt, an Orten, die über kein Grundwasser verfügen. So wurden wir zu Überlebenskünstler in der Wüste“, schließt Suruka seinen Diskurs über die letzten trüben 300 Jahre Bushmen-Geschichte. Doch kommen wir noch zu ein paar Köstlichkeiten aus der Bushmen-Küche.

Ein weiteres mystisches Erlebnis hatte ich dann beim Aufstieg zu den über 6000 Jahre alten Felszeichnungen in den zerklüfteten Felsen. Suruka versuchte mir in seiner Klicklaut-Sprache irgendetwas zu sagen, so in der Art, dass wir auf Wächter stossen werden, vor denen ich mich aber nicht fürchten sollte. Die Wächter waren wohl die beiden Klapperschlangen, die vor unseren Augen quer von einem Felsvorsprung auf den anderen rüber glitten und zwar gleichzeitig von zwei Seiten. Wäre ich allein gewesen, wäre ich wohl nicht weitergegangen. Mit Suruka fühlte ich mich sicher und durfte mit ihm die magischen, uralten Felsmalereien bestaunen. Etwa 12 Jahre später sah ich dann einen Film auf «BBC» bei dem Suruka wieder auftauchte und die Filmcrew zu den Tsodillo-Hills führte.

In der Tat gab es früher sogar Lizenzen für das Töten von Buschmännern. Sie wurde gejagt wie wild. „Nach und nach wurden wir in die Wüste gedrängt und haben sich den unwirtlichen Bedingungen angepasst. „Wir haben mit Wasser gefüllte Straußeneier im Sand vergraben und Wasserdepots in der Wüste angelegt, an Orten, die über kein Grundwasser verfügen. So wurden wir zu Überlebenskünstler in der Wüste“, schließt Suruka seinen Diskurs über die letzten trüben 300 Jahre Bushmen-Geschichte. Doch kommen wir noch zu ein paar Köstlichkeiten aus der Bushmen-Küche.

„Nicht die Pfeilspitze sondern der nur Schaft wird mit dem tödlichen Gift bestrichen, um die Verletzungsgefahr zu verringern“, erklärt uns ein anderer Naro-Bushmen und zeigt uns, dass die Pfeilspitzen sind so konstruiert, dass im Fell des Tiers stecken bleiben, der Schaft jedoch abfällt und wiederverwendet werden kann. Auch die Dosis wird je nach Tier exakt gewählt. Die Buschmänner verschwenden nichts, auch keinen Gift-Tropfen. Das vergiftete Fleischstück wird später herausgeschnitten und den Geiern überlassen. Tierisches Eiweiss ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Buschmen.

Die erlegte junge Oryx-Antilope ist daher ein Glücksfall, für die sich sonst nur von Tsi-Bohne, Mongongo-Nüssen, Melonen, Wurzeln und Früchten im Bush ernähren. So spendet der Boscia albitruna Früchte, die mit Wasser vermischt einen Jus geben oder auch so verzehrt werden können. Geröstet schmecken sie dann wie Kaffebohnen. Auch der Traubenbusch (Grewia flava) gibt viel her: Die Früchte sind essbar oder für ein Bier-ähnliches Getränk geeignet. Sie spendet auch Zucker und die Stäbe, die zum ausgraben der Wurzeln und als Gehstock gebraucht werden.

Der Kalahari taaibos (Rhus tenuineruis) hat die richtigen Blätter, damit das Wasser frisch in den Strausseneiern bleibt, die in der Wüste als Wasserdepot vergraben wurden. Als Snack rösten die San die Bohnen der Tylosema esculentu oder eine Citerillus lanchus.

Mit dem Untergang der San geht auch ein hierzulande eher unbekanntes Stück Geschichte Afrika’s verloren. „Lange kann es nicht mehr dauern, bis wir von der Mutter Erde endgültig verschwunden sind, sinniert Suruka, ein junger San vor sich hin. „Das Schicksal unseres Volkes ist besiegelt. Der Sternenhimmel zeugt von Vergänglichem und Ewig währendem“, fährt Suruku gedankenverloren fort. Und wie vergänglich ein Stück Menschheitsgeschichte dazu ist – vielleicht bald einmal auch die unsrige Geschichte ist, fällt mir dazu spontan ein. Schliesslich sind fast alle Hochkulturen nach spätestens 2000 Jahren untergegangen. Nicht nur unser Resourcenverbrauch ist beängstigend, auch die sich häufenden Pandemien fallen auf. Da könnte noch mehr auf uns zukommen.

Auszug aus dem Buch «Nomadenleben für die Reportage-Fotografie» des Zürcher Fotojournalisten Gerd M. Müller

Zur Publikationsübersicht nach Ländern

Zu den Berichten über die Buschmänner und Frauen

Okavango Delta: Grandioses Wüsten-Biotop unter Wasser  

HIV-Kinder- und Oekoprojekte in 7 afrikanischen Ländern

Paradiesische Landschaft – gefährdetes Leben  (L&G)            

Afrikas Ureinwohner sterben aus  (Mittelland Zeitung)                              

Die Okavango-Sümpfe – bedrohtes Paradies in der Wüste (Basler Zeitung)  

Okavango-Delta, der Garten Eden der Kalahari  (Brückenbauer)                          

Botswana: Biotop in der Wüste  (AT/BT)                              

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND OEKO-PROJEKTE

Geschätzte Leserin, werter Leser

Der Autor unterstützt noch immer zahlreiche Projekte. Infolge der COVID-19 Pandemie ist es aber für den Autor selbst für und zahlreiche Projekte schwieriger geworden. Die Situation hat sich verschärft. Für Ihre Spende, die einem der im Buch genannten Projekte zufliesst, bedanke ich mich. Falls Sie einen Beitrag spenden wollen, melden Sie sich bitte per Mail bei mir gmc1(at) gmx.ch.

Bei den Beduinen im Sinai stationiert und dank Opium wie ein Derwisch durch die Wüste geritten

Auszug aus der dem noch unveröffentlichten Buch «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Hot-Spots und Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf und rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund. Er prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Resourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus gehobener Reiseliteratur und globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben.

2005 im Sinai, genauer gesagt in Sharm el Sheikh angekommen, sah die Situation wiederum ganz anders aus, als in Brasilien. Hier hatte ich rund 700 Gäste pro Woche zu betreuen, die mit diversen Flügen an fast allen Tagen ankamen und täglich Dutzende Ausflüge zu managen und das unter erschwerten Bedingungen. Das war eine echte Herausforderung und in etwa so heftig wie in London 1987. Erstens war der lokale Tour Operator lausig und unfähig, worauf ich die Zusammenarbeit nach zwei Vorwarnungen mit dem Agenten vor Ort sistierte und mich neu organisierte.

Das hatte ich schon in Brasilien getan und in beiden Fällen habe ich die richtige Entscheidung getroffen, die ich mir dann auch zu Nutze machte. Handkehrum hatte ich natürlich etliche troubles mit den abgehalfterten Kooperationspartner und dazu die erneute Aufregung in der Schweizer Reisezentrale. Da ich aber mein Talent mit Umstrukturierungen in Brasilien bewiesen  und der von mir eingesetzte Agent sich bewährt hatte, vertrauten sie mir und wurden nie entäuscht. Operationell war ich ein Ass und zudem ein Meister der Improvisation. Auch hatte ich einen krisenerprobten Background, reichlich Erfahrung und ein gutes Gespür. Das Wichtigste!

Die vielen Reisen durch Konfliktregionen und an die unwirtlichsten Orte der Welt in über 50 Ländern, haben meinen ausgeprägten Spürsinn und meine Adleraugen geschärft, das Feingefühl und die Intuition bis hin zur gelegentlicher Telepathie verfeinert. Dank meinen analytischen und taktisch-strategischen Fähigkeiten gepaart mit Schlagfertigkeit, rhetorische Dominanz, Sachverstand, einer guten Portion Frechheit aus den 80er Jahren resultierend und das volle Vertrauen in meinen Schutzengel, habe ich immer wieder das Aussergewöhnliche gewagt, so nach dem Motto. „Was ist ein Leben wert, dass man aus Angst vor dem Tod aufgibt, bevor es begonnen hat!“

Zurück in den Sinai: Die ersten zwei Monate als Resident Manager lebte ich im «Radisson»Hotel“ mit allen touristischen Annehmlichkeiten und guter Infrastruktur, nettem Ambiente. Dann wurde ich in einen spartanischen Betonblock für die Reiseleiter verfrachtet, worauf ich mir beim Generalgouverneur für die militärischen Sperrbezirke im Sinai (aufgrund der UN-Friedensmission nach dem Sechs-Tage Krieg eine Sondergenehmigung besorgte, damit ich auch Nachts in die Sperrgebiete in der Wüste ausserhalb von Sharm-el-Sheikh fahren durfte. Denn gleich hinter demletztem Hotel ist der Checkpoint, der Abends um 18.00 Uhr schliesst.

Was wollte ich nachts dort? Nun wie immer Zugang zum Lokalkolorit und zu den Einheimischen ausserhalb der Touristen-Hotspots. In diesem Fall Zugang zum Leben der Beduinen im Sinai. Und bei Aussentemperaturen tagsüber bis über 50 Grad Celsius spielt sich das Leben in der Wüste Nachts ab. Da ich schon Bekanntschaft mit Faroud beim Schiffswrack «Maria Schroeder» im Nabq Nationalpark gemacht hatte, konnte ich ihn nun nach Feierabend in die Abgeschiedenheit der Wüste, dem touristischen Trubel entfliehend, treffen und ein paar spirituelle und poetische Stunden unter dem funkelnden Firmament verbringen.

Die Fahrt zu ihm war gar nicht so einfach, denn die 35 km durch die Wüste und Sanddünnen hatten es in sich. Ich legte die Strecke mit dem Dienstfahrzeug, also einem herkömmlichen PKW zurück. In stockdunkler Umgebung hiess es dann mit speed über die Dünen zu fahren, ohne ins Stocken zu geraten, denn ohne 4-Rad Antrieb war hier normalerweise nichts zu machen. Aber ich fand eine ideale Strecke und bretterte zwei Mal pro Woche nachts in die Wüste rein, um mit dem jungen Beduinen zu parlieren, zu philosophieren und die funkelnden Sterne ohne Lichtverschmutzung zu geniessen. Dort habe ich auch den Eintritt der letzten Raumfähre in die Erdatmosphäre in einem unvergesslich glühenden Spektakel am Firmament gesehen. Während etwa eineinhalb Minuten schwirrte der leuchtende Erdtrabanten-Komet und Lichtpunkt mit seinem riesigen Feuerschweif, der wohl mehrere hundert Kilometer lang gewesen sein musste, am Sternenhimmel über den ganzen Erdball hinweg und entschwand am Horizont am Zielort. Das war ein erleuchtendes Spektakel.

Im Sinai lernte ich Opium kennen, dass die Beduinen essen, um so durch die Wüste zu kommen. Das hilft wirklich enorm, wenn man auf dem Kamel den Sinai oder andere Wüsten durchquert. Ich habe es mit den Beduinen, die beim Schiffswrack «Maria Schröder» leben auf meinem Kameltrip von Sharm-el-Sheikh über Dahab bis zum St. Katarinen-Kloster am Fusse des Berg Moses ausprobiert. Bei über 45 Grad im Schatten ging die schaukelnde Reise vier Tage auf dem Dromedar durch die zerklüfteten Täler des Sinai-Gebirges. Das war hart, doch dank der Opium-Ration bin ich wie ein Derwisch durch die Wüste geritten. Das muss wohl ähnlich «powerfull» gewirkt haben, wie das «Pervertin», dass den Nazis den Durchmarsch in Frankreich erlaubte und auch an der Kriegsfront im Osten auf dem Schlachtfeld eingesetzt wurde. Oder die Speed-Pillen, die den japanischen Kamikazeflieger für ihre „heldenhaften“ Todesflüge verabreicht wurde.

Zu jener Zeit, in der ich im Sinai war, gab es zwei von drei Terror-Anschlägen. Der erste war in Taba, der zweite in Sharm-el-Sheikh, der dritte in Dahab und zum Glück geschah keinem unserer Gäste etwas. Aber die Furcht war gross und die Sicherheitsmassnahmen vor jedem Hotel rigoros. Jeder Wagen wurde bei der Einfahrt sorgfältig gespiegelt und gefilzt, bevor er in die Hoteleinfahrt reinfahren konnte. Am Abend des 24. April 2006 wurde in Dahab ein Terroranschlag verübt, bei dem drei Splitterbomben gezündet wurden.

Die erste detonierte an einer belebten Kreuzung vor dem Supermarkt « Ghazala» gegenüber der Polizeistation. Zwei weitere explodierten kurze Zeit darauf an der Strandpromenade. Bei dem Anschlag verloren um die 30 Menschen, fast alle Ägypter, ihr Leben. Viele weitere Personen wurden schwer verletzt. Im Juli 2005 fand der nächste und schlimmste Terroranschlag statt. in Sharm El-Sheikh gegeben. Bei mehreren Sprengsätzen wurden 88 Menschen getötet und über 100 verletzt. Damals herrschte Hochalarm im Sinai in die Militärkontrollen nahmen zu. Die «MFO»-Truppen waren in höchster Alarmbereitschaft. Wenn Mubarak jeweils in Sharm el Sheikh landete und in einem Konvoi einige Meilen zum Hafen fuhr, stand jeweils alle 50 Meter ein bewaffneter, weissgekleideter Posten stundenlang rechts und links der Fahrbahn in der staubtrocken Wüste in der prallen Sonne.

Also auch hier konnte ich mich über mangelnde action am Rande der Weltpolitik und bei meiner Reiseleiter-Tätigkeit nicht beklagen. Umso verrückter war eine Reise mit zwei Fahrzeugen und sieben Schweizer Touristen, die unbedingt mit mir einen Trip nach Cairo im Auto machen wollten. Und zwar durch den ganzen Sinai hindurch, von der Südspitze Sharm-el-Sheikh in einem Tag nach Cairo inklusive Rückfahrt mit insgesamt über 1000 KM Strecke und gut 30 Militär-Strassensperren auf einer Wegstrecke. Mein einheimischer Co-Fahrer und ich haben das Kunststück bewältigt und für die Ochsentour über 1000 Kilometer 27 Stunden gebraucht. Drei Stunden länger, als geplant und zwar weil ich die vorletzte Militärsperre in meiner Müdigkeit nach über 24 Stunden am Steuer übersehen und mit ca. 70 Stundenkilometern durch die in Schlangenlinie aufgebauten Barrieren hindurch gebraust war – notabene ohne eine einzige zu streifen.

Der Begleitfahrer hinter mir vollbracht die waghalsige Manöver ebenso gut und mit ebenso quietschenden wie qualmenden Reifen fuhren wir an den verdutzten Soldaten vorbei zischten, gleich wieder voll auf das Gaspedal traten, um rasch aus der Schusslinie zu geraten, die Lichter löschten und zur  Sicherheit nach etwa 10 KM von der Strasse in die Wüste abbogen und uns einen Weg durch das Gebirge und die Sanddünen bis nach Sharm-el-Sheikh zu suchen, weil sonst an der über Funk verständigten nächsten Sperre Endstation gewesen wäre. Auch hier hatten meine Schutzengel, von der ich eine ganze Fachtruppe habe, einen grossartigen Job gemacht. Ansonsten vermisse ich ausser den Sternstunden mit den Beduinen und dem Kameltrip nichts. Die Kultur der Ägypter ist mir fremd geblieben. Auch hier wohl in erster Linie ein Sprachproblem. Könnte ich arabisch, sähe das schon wieder ganz anders aus. Auch der legendäre «Pasha Club», in den es jede Woche Tausende von Ravern zog, konnte mir gestohlen bleiben.

Der Begleitfahrer hinter mir vollbracht die waghalsige Manöver ebenso gut und mit ebenso quietschenden wie qualmenden Reifen fuhren wir an den verdutzten Soldaten vorbei zischten, gleich wieder voll auf das Gaspedal traten, um rasch aus der Schusslinie zu geraten, die Lichter löschten und zur  Sicherheit nach etwa 10 KM von der Strasse in die Wüste abbogen und uns einen Weg durch das Gebirge und die Sanddünen bis nach Sharm-el-Sheikh zu suchen, weil sonst an der über Funk verständigten nächsten Sperre Endstation gewesen wäre.

Auch hier hatten meine Schutzengel, von der ich eine ganze Fachtruppe habe, einen grossartigen Job gemacht. Ansonsten vermisse ich ausser den Sternstunden mit den Beduinen und dem Kameltrip nichts. Die Kultur der Ägypter ist mir fremd geblieben. Auch hier wohl in erster Linie ein Sprachproblem. Könnte ich arabisch, sähe das schon wieder ganz anders aus. Auch der legendäre «Pasha Club», in den es jede Woche Tausende von Ravern zog, konnte mir gestohlen bleiben.

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND OEKO-PROJEKTE

Geschätzte Leserin, werter Leser

Der Autor unterstützt noch immer zahlreiche Projekte. Infolge der COVID-19 Pandemie ist es aber für den Autor selbst für und zahlreiche Projekte schwieriger geworden. Die Situation hat sich verschärft. Für Ihre Spende, die einem der im Buch genannten Projekte zufliesst, bedanke ich mich. Falls Sie einen Beitrag spenden wollen, melden Sie sich bitte per Mail bei mir gmc1(at) gmx.ch. Vielen Dank im Namen der Empfänger/innen.

Stets sozial und ökologisch engagiert und interveniert

Auszug aus dem noch unveröffentlichten Buch «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Vorgänge in Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf, rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund, prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Ressourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Pointiert, hintergründig, spannend und erhellend Eine gelungene Mischung aus gehobener Reiseliteratur, globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten und persönlichen Essays – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben. Der Autor publizierte Hunderte von Reportagen in deutschsprachigen Tageszeitungen und Magazinen

93/94: IKRK-Einsätze im ANC-IFP Bürgerkrieg

Nach dem das Apartheid-Regime durch den UNO-Boykott und den südafrikanischen Widerstand zusammenbrach, kam es zu einem erbittertem Machtkampf zwischen dem «ANC» (African National Congress) und Buthelezi`s «IFP» (Inkhata Freedom Party). Der Bürgerkrieg forderte X-tausend Opfer und machte Zehntausende zu Flüchtlingen. Eine weitere Tragödie, denn zuvor hatte das weisse Regime im Zuge der Rassentrennung Hundertausende von schwarzen Menschen wie Vieh zwangsumgesiedelt.

Im Südafrika der Nach-Apartheid beschäftigten die Menschen vor allem eins: die ständig wachsende Gewalt-Kriminalität. Hatte die Polizei früher in erster Linie die Verfolgung politischer Gegner zum Ziel, fechteten die Sicherheitskräfte und Politiker nun einen fast aussichtslosen Kampf gegen die Brutalität und Kriminalität aus. Der «Taxi-/Minibus-Krieg» in Durban forderte seit Jahren zahlreiche unschuldige Menschenleben. In Kapstadt tobte ein Bandenkrieg unter 80000 Jugendlichen, auch Johannesburg war Schauplatz zahlreicher Verbrechen. Als Tourist oder Geschäftsreisender spürte man die «Atmosphäre der Angst» intensiv. Die Polizeikräfte operierten wie paramilitärische Organisationen und hatten einen üblen Ruf, in den jeweiligen Städten

Die Arbeitslosigkeit betrug fast 40 Prozent und liess so die weit verbreitete Armut und die Kriminalität in die Höhe schnellen, begünstigt durch die Ohnmacht und Korruption des mit sich selbst beschäftigten Justiz- und Polizeiapparates, der im Zuge des radikalen Umbaus gelähmt war. Täglich wurden in Südafrika über 60 Menschen, also jährlich insgesamt gegen 20‘000 Personen umgebracht. Südafrikas Gefängnisse platzten aus allen Nähten. Strafuntersuchungen bleiben jahrelang unbearbeitet liegen. Auch Jugendliche unter 14 Jahren sind vielfach lange Zeit inhaftiert.

1993begleitete ich einen Freund von mir, Daniel S., der als IKRK-/Rotkreuz Südafrika-Delegierter in Johannesburg stationiert war, auf seiner Reise in die Flüchtlingslager, um die dortige Lage zu sondieren, den Opfern zu helfen und die Friedensbemühungen zur Stabilisierung des Landes im Hinblick auf eine demokratische Verfassung und Regierung der «Regenbogen-Nation» zu unterstützen. Wir fuhren zu den damaligen Hotspots «Margate» und «Ladysmith», «Ezakhweni» und «Emphangeni», «Mfung» und «Obizo» sowie «Empendle» protokollierten die abgebrannen Häuser und die Toten. Führten Gespräche mit Hinterbliebenen und versuchten zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Eine schwierige, wenn nicht fast aussichtslose Aufgabe. Damals kam es alle 40 Minuten zu einem Mord, 20‘000 pro Jahr insgesamt.

Zulu Heiler und Bantu-Schriftsteller Credo Vusama Mutwa

Im Februar 1996 begann die von Mandela eingesetzte Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) unter Leitung des Friedensnobelpreisträgers Desmond Tutu. mit der Aufarbeitung der Verbrechen zur Zeit der Apartheid. Einigen Gruppen gingen die in Mandelas Amtszeit erreichten sozialen Verbesserungen auch in Bezug auf die AIDS-Krise, nicht weit genug. Kritiker bemängelten ebenso, dass die Verbrechen des Apartheid-Regimes nicht strafrechtlich genug gesühnt wurden.

Kinder unter sechs Jahren, schwangere und stillende Mütter erhielten eine kostenlose Gesundheitsfürsorge; 1996 wurde die Gesundheitsfürsorge für alle Südafrikaner kostenfrei. Mit dem «Land Restitution Act» (1994) und dem «Land Reform Act 3» (1996) wurden Schritte zu einer Landreform unternommen. Während seiner Amtszeit wurden zahlreiche Gesetze der Apartheit-Zeit widerrufen. Armee und Polizei wurden neu aufgestellt.

Im Rahmen meines humanitären Engagements in Südafrika konnte ich dank dem Zulu-Heiler Credo Vusama Mutwa 1997 auch das Poolsmoor-Gefängnis in Kapstadt (in dem Nelson Mandela die letzten Jahre seiner Haft verbrachte) mit einem kanadischen UN-Gesundheitsinspektorenteam besuchen. In dem für 3‘000 Häftlinge konzipierten Gefängnis waren rund 7‘000 Häftlinge inhaftiert. Fast 30% der Insassen waren damals HIV-positiv und viele Häftlinge wurden jahrelang ohne Anklage festgehalten. Etliche verstarben. Es waren schockierende Zustände, die wir da antrafen. Ein Esslöffel Kostprobe in der Gefängnisküche reichte aus, dass ich hernach Staphylokokken/Streptokokken hatte. Pädagogisch befremdend war auch, dass es im Kinderspielzimmer einzig eine Plastik-Schusswaffe als Spielzeug gab. So züchtet man von Kindesbeinen an eine neue nachwachsende Generation von Armut getriebener Krimineller heran.

Zu dieser einmaligen Gefängnis-Inspektion stiess ich aufgrund einer spirituellen Kapazität in Südafrika. Der Zulu-Sangoma (Heiler), Bantu-Schriftsteller & Historiker Credo Vusama Mutwa, den ich im «Shamwari Game Reserve» kennen lernte zusammen mit Dr. Jan Player, dem Rhinozeros-Retter und «Wilderness-Leadership-School»-Gründer. Die ganze Nacht über erzählte mir der unglaublich gebildete Mensch die spirituellen Geheimnisse und ethnischen Zusammenhänge, die kulturellen Eigenschaften und Besonderheiten der Bantu-Völker von Nord- bis Südafrika. Es war faszinierend und sehr lehrreich. Nur war ich gerade mit meiner zweieinhalb jährigen Tochter Aiala und ihrer Mutter Roberta unterwegs und hatte noch einige Pläne, Termine und Treffen bezüglich anderen Wildlife und Ökoprojekte und konnte nicht einfach hier bleiben und Credo beim Projekt «Kaya Lendaba» helfen. Ich war echt hin und her gerissen.

Wegbegleiter wegweisender Wildlife & Ökoprojekte

Der Zulu-Heiler wollte die Wunden der Regenbogennation heilen und beim «Shamwari Game Reserve» ein multikulturelles Dorf bauen, in dem alle südafrikanischen Ethnien vertreten sein würden. Es sollte als Leuchtpfahl für die Wiedervereinigung Südafrikas dienen und helfen, die Konflikte zu beenden. Gerne hätte ich die Ausbildung zu einem «Sangoma», also einem Heiler gemacht, da Credo mir die Qualifikationen und die geistig-spirituelle Weltsicht zutraute. Dies erfüllte mich mit Stolz und wäre wohl eine wegweisende Weiche in meinem Leben gewesen. Denn ursprünglich wollte ich als Game Ranger in einem dieser neu entstehenden Wildlife-Reservate arbeiten. Ich konnte mir nichts Schöneres vor stellen, als Wildlife-Manager in einem intakten und geschützten oder schützenswerten Umfeld zu arbeiten. Daher reiste ich immer wieder nach Botswana, Südafrika und Namibia.

Neben dem Long Lee Manor House hat das Shamwari Game Reserve fünf weitere exklusive Lodges geschaffen, zu dem neben dem Eagles Crag und der Bushmen River Lodge auch noch die Lobengula Spa Lodge gehörte. Im November 2005 erhielt Adrian Gardiner zum sechsten Mal die internationale Auszeichnung am «Word Travel Market» in London (WTM) als «weltbester privater Tierpark mit den höchsten ökologischen Anforderungen». Zudem wurde das «Shamwari Game Reserve» auch als «zweitwichtigstes Projekt der südlichen Hemisphäre» eingestuft und mit dem «British Airways for tomorrow-Award» ausgezeichnet.

Nicht nur dieses, auch andere wegweisende Öko- und Wildlife-Projekte in Südafrika und Botswana begleitete oder vertrat ich fast ein Jahrzehnt lang und berichtete immer wieder über die Fortschritte und Hindernisse, weil ich ja jedes Jahr in Südafrika war und dort auch immer die südafrikanische Tourismusfachmesse «INDABA» in Durban besuchte. Beim Londolozi Game Reserve der Varty Brothers, die spektakuläre Tierfilme drehten, war ich von Anbeginn dabei und hatte auch hier den richtigen Riecher, wie an den verschiedensten Orten in der ganzen Welt.

Auch in Australien bewiese ich mit der Daintree Forest Lodge und in Botswana mit der «Wilderness Leadership School» ein feines Gespür und lag ich bei den absoluten Top Performers der damaligen Zeit. Hinzu kamen das «Mara Mara», «Sabi Sabi» und «Phinda Game Reserve» und schliesslich noch das «The Pezula in Knysna, wo das Schweizer Tennis-Ass Roger Federer seine Villa hat. Im noblen Mount Nelson Hotel in Kapstadt, sass plötzlich Margret Thatcher neben mir im Coiffeur-Salon, was das Gespräch mit der ehemaligen britischen Permierministerin sehr einfach machte. Nur die alte Dame der britischen Politikmachte machte einen dementen Eindruck

Aufgrund meiner vielen Kontakte in Südafrika, erhielt ich vom südafrikanischen Fremdenverkehrsamt (SATOUR) über den Botschaftskontakt den Auftrag Südafrika in der Schweiz mit PR-Kampagnen zu vertreten, wodurch ich auch noch an das «South African Airways»-Mandat heran kam und in der Folge meiner vielen Südafrika-Besuche zwei Reiseführer über Südafrika schrieb. Ob es sich nun um «Ökotourismus – und seine soziale Bedeutung» (Bund), um den aufrüttelnden Bericht und die erfolgreiche Spendenaktion für die bedrohten «Orang Utan im Regenwald von Borneo» («Brückenbauer»), um die «Rettung der Wale» (in der «SonntagsZeitung») oder die «Klimakatastrophe in den Alpen» («Südostschweiz») geht, stets hatte ich meine markante Nase im (Gegen-)wind und war meiner Zeit oft weit voraus.

So auch bei der «Swissair», deren Untergang ich schon 1997 im «Der Bund» mit dem Bericht «Wird die Swissair überleben?» und bei zwei anderen Zeitungen vorwegnahm. Der Klimawandel, der heute fast 30 Jahre später immer noch ein brandaktuelles Thema und das grösste Problem auf dem Planeten Erde ist, beschäftigte mich schon sehr früh und ich zog daraus  Konsequenzen und verzichtete weitgehend auf Flugreisen.

Ob es sich nun um «Ökotourismus – und seine soziale Bedeutung» (Bund), um einen aufrüttelnden Bericht und erfolgreiche Spendenaktion für die «Orang Utan im Regenwald von Borneo bedroht» (im «Brückenbauer»), um die «Rettung der Wale» (in der «SonntagsZeitung») oder die «Klimakatastrophe in den Alpen» (in der «Südostschweiz») geht, stets hatte ich meine markante Nase im (Gegen-)wind und war meiner Zeit oft weit voraus. So auch bei der «Swissair» deren Untergang, deren Ende ich schon 1997 im «Bund» mit dem Bericht «Wird die Swissair überleben?» vorwegnahm.

Der Klimawandel wurde zum Thema

Auch beim Klimawandel, der heute immer noch ein ungelöstes brandaktuelles Thema und das grösste Problem auf unserem Planeten ist, könnte ich heulen über all die irrelevanten Labels, CO2-Kompensationen, politischen Bekenntnisse, leeren Versprechen und Todsünden wie die Billig-Airlines und die «SUVs» die in den letzten 20 Jahren – wohlwissend um den schlechten Zustand des Planeten-, getätigt wurden. Die Billig-Airlines verurteilte ich damals aufs schärfste. Die Generation «Easy Jet» war mir zu wieder.

In Europa habe ich nie ein Flugzeug genommen. Da war die Bahn angesagt. Natürlich kann man mir zu Recht vorwerfen, dass ich als Reisejournalist mit meinen Reisereportagen den globalen Flugverkehr angekurbelt habe. Das kann ich nicht bestreiten. Doch habe ich mir immer die Mühe genommen, ökologisch nachhaltige Projekte und umweltverträgliches Reisen zu fördern. Und als Konsequenz auf den IPPC-Bericht habe ich das «Tourismus und Umwelt Forum Schweiz gegründet».

Zur Publikationsübersicht nach Ländern

Weitere Online-Beiträge, die Sie interessieren könnten:

Die Buschmänner, deren Leben im Einklang mit der Natur bald Geschichte ist

Stets sozial und ökologisch engagiert und interveniert

IN EIGENER SACHE: IHR BEITRAG AN HUMANITAERE UND OEKO-PROJEKTE

Geschätzte Leserin, werter Leser

Der Autor unterstützt noch immer zahlreiche Projekte. Infolge der COVID-19 Pandemie ist es aber für den Autor selbst für und zahlreiche Projekte schwieriger geworden. Die Situation hat sich verschärft. Für Ihre Spende, die einem der im Buch genannten Projekte zufliesst, bedanke ich mich. Falls Sie einen Beitrag spenden wollen, melden Sie sich bitte per Mail bei mir gmc1(at) gmx.ch. Vielen Dank im Namen der Empfänger/innen.