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Kolumbien Massive Polizeigewalt gegen Demonstrierende

Seit dem 28. April kommt es in verschiedenen Landesteilen zu überwiegend friedlichen Demonstrationen gegen den von Präsident Iván Duque vorgelegten Gesetzesentwurf zu einer Steuerreform. Sicherheitskräfte lösen die Proteste regelmässig auf und dies häufig mit Gewalt. Am 1. Mai kündigte der Präsident den Einsatz des Militärs an «in jenen Städten, wo ein hohes Risiko für die Bevölkerung besteht» und betonte: «Ich möchte eine deutliche Warnung an jene aussprechen, die mittels Gewalt, Vandalismus und Terrorismus versuchen, unsere Gesellschaft einzuschüchtern und glauben, dass sie auf diese Weise die Institutionen zum Einbrechen bringen».

«Die Unzufriedenheit und die Proteste der Bevölkerung gegen die als ungerecht empfundene Steuerreform, dürfen nicht als Vandalismus oder Terrorismus diskreditiert werden. Amnesty ruft die Regierung dazu auf, die mehrheitlich friedlichen Proteste nicht mit Repression und Gewalt niederzuschlagen», kommentierte Erika Guevara Rosas, Direktorin für die Region Amerikas bei Amnesty International.

Gewalt gegen Demonstrierende und Einschüchterung von Journalisten

Organisationen der Zivilgesellschaft meldeten am 3. Mai insgesamt 26 Todesopfer infolge der Repression durch die Nationalpolizei und 761 willkürliche Inhaftierungen. Ausserdem berichteten sie im Zusammenhang mit den Demonstrationen von 142 misshandelten Personen, neun Betroffenen von sexualisierter Gewalt und 56 Verschwundenen. Dazu kamen Anzeigen wegen Angriffen auf Journalist*innen, insbesondere tätliche Angriffe, willkürliche Inhaftierungen und Zerstörung von Arbeitsmaterial.

«Die kolumbianischen Behörden müssen die Klagen wegen unverhältnismässiger Gewalt seitens der Behörden gegenüber den Demonstrierenden umgehend und unabhängig untersuchen. Bei den Protesten sind Dutzende Menschen ums Leben gekommen oder wurden verletzt, es kam zu willkürlichen Inhaftierungen und Fällen von Verschwindenlassen. Die freie Meinungsäusserung muss geschützt sein, Journalistinnen und Journalisten müssen ihre Tätigkeit ohne Gefahr ausüben können», so Erika Guevara Rosas.

Tödliche Waffen gegen friedlich Demonstrierende eingesetzt

Amnesty International hat mittels der Analyse von audiovisuellem Material den Einsatz tödlicher Waffen durch die Polizei in verschiedenen Teilen des Landes bestätigt. Die Sicherheitskräfte verwendeten auch Waffen, die nicht tödlich sind, aber verheerende Verletzungen verursachen können, wie Tränengas und Wasserwerfer.

Aus dem gesichteten Material geht beispielsweise hervor, dass am 30. April in Cali das Gewehr Galil Tavorn zur Auflösung von Demonstrationen eingesetzt wurden und, dass die Polizei in Popayán am 2. Mai mit halbautomatischen Waffen auf unbewaffnete Demonstrierende zielte. Ausserdem verifizierte die Organisation, dass am 1. Mai in Bogotá aus einem gepanzerten Fahrzeug mit scharfer Munition geschossen wurde. Der Einsatz all dieser Waffen zur Auflösung vom Demonstrationen ist nach internationalen Standards untersagt.

Das gesichtete Material weist darauf hin, dass es sich bei den beschriebenen Vorkommnissen nicht um  isolierte oder sporadische Handlungen handelt, sondern dass Menschenrechtsverletzungen systematisch im ganzen Land verübt werden.

Völkerrechtliche Standards verletzt

Der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte gibt vor, dass die Mitgliedsstaaten einschliesslich Kolumbien, «den Einsatz der Streitkräfte zur Kontrolle von Unruhen im Land extrem einschränken müssen, da diese dafür ausgebildet werden, den Feind zu besiegen und nicht für den Schutz und die Kontrolle der Zivilbevölkerung, wie die Ausbildung der Polizeikräfte».

Auch angesichts von Vorwürfen, dass Demonstrierende bei einigen Protesten Gewalt angewendet haben, stehen die Behörden in der Pflicht, alle geeigneten Massnahmen zu ergreifen, um gegen solche Gewalt vorzugehen und gleichzeitig sicherzustellen, dass diejenigen, die friedlich protestieren, diesen Protest fortsetzen können.

Neue Steuerreform darf nicht diskriminierend sein

Angesichts der Ankündigung eines neuen Gesetzes zur Steuerreform muss die Regierung sicherstellen, dass jegliche Steuerpolitik im Einklang mit den internationalen Menschenrechtsverpflichtungen Kolumbiens konzipiert und umgesetzt werden muss. Das bedeutet, dass die Massnahmen zeitlich begrenzt, angemessen und verhältnismässig sind, dass weniger restriktive Alternativmassnahmen ausgeschöpft werden und dass eine echte Beteiligung der betroffenen Personen und Gruppen gewährleistet ist. Die Regierung sollte dringend eine Bewertung der menschenrechtlichen Folgen dieser Massnahmen vornehmen, um sicherzustellen, dass sie nicht diskriminierend sind und dass sie insbesondere die Rechte historisch marginalisierter Gruppen wahren. Auch der Kontext der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen müssen dabei berücksichtigt werden.

Angesichts der Ankündigung weiterer Demonstrationen fordert Amnesty International die Behörden auf, das Recht der kolumbianischen Bevölkerung auf friedliche Proteste zu garantieren und erinnert Präsident Iván Duque daran, dass der Einsatz der Streitkräfte zur Kontrolle von Demonstrationen nur das Risiko weiterer Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen nach internationalem Recht erhöht.

(Quelle: Amnesty International)

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Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «DAS PENDEL SCHLÄGT ZURÜCK!» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Dieses Buch des Zürcher Foto-Journalisten Gerd Michael Müller nimmt Sie ab den wilden 80er Jahren mit auf eine spannende Zeitreise durch 30 Länder und 40 Jahre Zeitgeschichte mit Fokus auf viele politische Vorgänge in Krisenregionen. Er beleuchtet das Schicksal der indigenen Völker, zeigt die Zerstörung ihres Lebensraumes auf, rückt ökologische Aspekte und menschenrechtliche Schicksale in den Vordergrund, prangert den masslosen Konsum und die gnadenlose Ausbeutung der Ressourcen an, zeigt die Schmetterlingseffekte der Hedge Funds und Auswirkungen wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Prozesse auf und skizziert Ansätze zur Bewältigung des Klimawandels. Pointiert, hintergründig, spannend und erhellend Eine gelungene Mischung aus gehobener Reiseliteratur, globalem Polit-Thriller, gespickt mit abenteuerlichen Geschichten und persönlichen Essays – den Highlights seines abenteuerlich wilden Nomaden-Lebens für die Reportage-Fotografie eben. Der Autor publizierte Hunderte von Reportagen in deutschsprachigen Tageszeitungen und Magazinen.

Hört oder spricht man von Kolumbien, dann ist meistens von Drogen, Mord und Korruption die Rede. Selten dringen die Sonnenseiten des kolumbianischen Lebens und die Schönheiten des Anden und des Urwald-Staates ans Licht. Wer der Terra incognita im Garten Eden Südamerikas trotz Armut und Gewalt furchtlos gegenübertritt, der wird vom Zauber Kolumbiens und dem feurigen Temperament der Bevölkerung magisch angezogen werden. Wenige Länder sind mit der imposanter landschaftlicher Vielfalt und einer unvergleichlichen Fülle von Naturwundern gespickt, wie der Viert grösste Staat Lateinamerikas.

Im Norden Kolumbiens dominieren die Ost-, West- und Zentral-Kordillieren. Drei wuchtige bis auf 5000 Meter ansteigende Andenstränge mit schneebedeckten Gipfeln, sind das topografische Panoptikum des Landes. Sie bergen fruchtbare Täler mit vulkanischen Ascheböden auf denen Kaffeeplantagen, Gemüse- und Getreidefelder und Obstbäume gedeihen, duftende Blumen und Gewürzstauden blühen. Der Bergbau bringt die schönsten Smaragde sowie Gold, Platin, Silber und auch reichlich Kohle und Erdölvorkommen zu Tage. Leider profitieren auch hier die wenigsten vom Reichtum, der durch einige wenige Profiteure auf der Ausbeutung natürlicher und menschlicher Resourcen basiert.

In Amazonien ist es, als sei die Zeit stehen geblieben. Fitzgeraldos Abenteuer leben am geistigen Horizont wieder auf – noch immer lauern tausende Gefahren im tropischen Regenwald. Die Yaguas-Indios sind keine Bedrohung, obschon sie noch immer tödliche Giftpfeile aus ihren Blasrohren pusten, wenn Sie Jagd auf Tiere und Vögel machen. Krokodile und Pirahas verhindern ein Bad im kühlen Amazonas. Entlang der andinen Ausläufer breiten sich im Norden endlose Savannen mit Viehweiden aus,  die sich im Osten in wüsctenhafte Gebiete wie die Halbinsel Guajira verwandeln. Weisse Sandsstrände säumen die Küsten der Karibikinseln San Andres und Providencia vor Nicaraguas Küste. 

Ueber 40 Naturschutz und Nationalparks von insgesamt 10 Millionen Hektaren Grösse, die eine Art genetische Schatztruhe und Informationsbank über die Entwicklung unseres Planeten darstellen, zeugen vom imensen Fauna und Flora Reichtum Kolumbiens. Die Vorboten des Urwaldes beginnen keine 100 Kilometer von Bogota entfernt. Doch um dorthin zu gelangen muss man schon die mörderische Passstrasse der Sierra Oriental in einer Höhe von 3700 Metern über Meer überwunden haben und dann die kurvenreiche Talfahrt entlang abgrundtiefer Schluchten bis auf Hundert Meter über Meer gemeistert und überlebt haben.

Die Sonne senkt sich gerade am blutrot gefärbten Horizon über dem dampfenden Urwald, wo das tropische Gewitter kurz vor Einbruch der Dämmerung heftig auf den esmerald grünen Dschungel niederprasselt und auf den silbernen Rumpf der DC-6, mit der wir mit lautem Propellergeheul durch den peitschenden Regen fliegen. Auch die Stirn des Piloten ist mit dicken Wasserperlen überzogen, denn es sieht nach schwierigen Landebedingungen aus. Dröhnend kämpfen die Propellermotoren gegen die dichten, schnell vorbeisausenden Wolkenschwaden an. Der Blick aus den kleinen runden Fenstern schweift über das grüne Urwaldmeer im Amazonasbecken , die mäandrierenden Flussläufe und Inseltupfer und setzen zur Landung an worauf wir alsbald mit der alten Klapperkiste über die holprige Urwaldpiste.

Cartagena ist eine der schönsten Kolonial-Reliquien ganz Lateinamerikas und das höchste aller Gefühle für Historiker, Architekten und kulturell Ambitionierte. Die ehemals bedeutende Hafenstadt des Kontinents für den Sklavenhandel und Sitz des damals gefürchteten Inquisitionstribunals, ein Ort der Tragödie und der Helden, der Abenteurer und Legenden, ist reich an Burgen, Klöstern, und Museen, die alle zum Weltkulturerbe zählen.

Überragt von den Anden, vom Urwald umschlungen und von der karibischen und pazifischen Symphonie der Ozeane umwogt, brodelt das Leben der Kolumbianer zwischen Glück und Verzweiflung, Wut und Ohnmacht, pendelt von überschäumender Lebensfreude, getragen von fröhlicher Tanzmusik wie dem Cumbia, bis hin zur tiefsten Traurigkeit über die Opfer der Armut, der Drogenbarone, korrupter Politiker und Tyrannen. Kolumbianer und Kolumbianerinnen leben, lieben und erleiden das Leben in vollen Zügen. Man wird mitgerissen, taucht ein, vielleicht auch unter und mit etwas Glück wohlbehüteter wieder auf – fast Fuss und verlässt das Land wieder, gespickt mit unvergesslichen Erlebnissen.

In Bogota traf ich meinen Berufskollegen und Aviatik-Journalisten Hans-Jörg Egger und zusammen flogen wir von der Hauptstadt in alle Richtungen. Zuerst nach Letiza ins Dreiländereck Brasilien, Kolumbien und Peru im Süden des Landes am Amazonas, dann nach Cartagena in die Kolonialperle, nach Cali, damals die Drogenhochburg von Pablo Escobar, das nächste Ziel war Villa Vicencio und schliesslich flogen wir bis zur Karibikinsel San Andres hoch, die vor der Küste Nicaraguas liegt. Ein recht ambitioniertes Programm in einer Woche und das ging nur, weil wir jeweils knapp 15 Minuten vor Abflug der Maschine beim Flughafen eintrafen und noch einsteigen konnten.

Das klappte bestens bis zum letzten Flug nach Equador, der somit wieder ein Auslandflug war. Daran und dass das Prozedere ja viel länger dauern würde, hatten wir nicht gedacht.  Als wir am Schalter ankamen und erfuhren, dass das Boarding schon abgeschlossen war, zeigte ich auf den Check-in Counter Angestellten zwei Visitenkarten und sagte: „Stop the airplaine, now immediately“ ! Und rannte einfach durch das Gate vorbei an den überrumpelten Securities auf das Flugfeld hinaus, Hans-Jörg keuchte neben mir her, schliesslich hatten wir beide viel Kameragepäck umhängen und im Schlepptau.

Ohne, dass auf uns geschossen wurde rannten wir dem Flugzeug entgegen, das alle Türen geschlossen hatte und im Anrollen zur Startbahn war. Gleichzeig sahen wir ein Treppenfahrzeug auf das Flugzeug zu rasen und der Jet stoppte. Nach einigen Dutzend Metern hatten wir es dann geschafft und durften die Treppe hocheilen, die Boardtüre wurde geöffnet und wir konnten an Bord gehen. „Wow, was für eine geile Action!“ Warum das Flugzeug stoppte, fragen sie sich? Die eine Visitenkarte war die des kolumbianischen Luftfahrt-Ministers und die andere, die des Flughafendirektors von Bogota. Beide Personen hatten wir zuvor interviewt. Und so kam es also, dass für uns zwei Schweizer Journalisten in Kolumbien ein Verkehrsflugzeug auf einem internationalen Flug auf der Rollpiste zum Abflug gestoppt wurde. Das sollte man mal in Zürich, Frankfurt oder London probieren.

Da schon unser Boarding schon recht spektakulär verlief, durften wir auch gleich im Cockpit dieser Maschine abwechslungsweise auf dem dritten Piloten-Sitz Platz nehmen und den Flug nach Quito wie die Piloten erleben. Da wurde mir zum ersten Mal sichtbar bewusst, wie schnell es geht, wenn zwei Verkehrsflugzeuge mit je 700 Stundenkilometern auf einander zurasen. Das konnte ich beim spektakulären Landeanflug in Quito miterleben, als eine von dort gestartete Maschine recht nah und sehr schnell an unserem Cockpit vorbei flog. Erst sah man nur einen winzigen Punkt, der rasch grösser wurde und ganz schnell an einem vorbei zischte. Noch krasser war der Flug mit den Militärmaschinen über die Anden, bei dem ich infolge der Beschleunigung ziemlich benommen war. So fit wie ein Militärpilot war ich dann doch nicht!

Und wie sieht es heute in Kolumbien aus? Zwar haben die zähen Friedensverhandlungen zur Entwaffnung der Farc und Einstellung ihrer Attacken auf das Militär und die Zivilbevölkerung geführt, doch ist mit der Amnestie keine Sühne, kein Schuldeingeständnis und keine Aufarbeitung der Gräuel-taten der Farc-Guerilleros im Hinblick auf die zahlreichen Opferfamilien erfolgt und andererseits wurde den Bauern die notwendige Unterstützung bei der Infrastruktur Strassen, Strom, Wasser) in unzugängliche Regionen versagt, so dass diese in vielen Urwaldregionen keine andere Wahl haben, als Kokain anzubauen. Hinzu kommt, dass nun auch die kolumbianische Regierung mehr und mehr Urwald rodet und dies nicht für eine Agrarreform, die den Bauern helfen würde, sondern einzig der Ausbeutung durch die Holzwirtschaft dient und überdies dazu führt, dass die schmalen Gewässer, die einzigen per Boot zugänglichen Verkehrsachsen mit Holzstämmen verstopft werden, sodass andere Güter wie Bananen, Gemüse oder Früchte unmöglich weiter-transportiert werden könnten. Da es keine Strassen, kein Strom und auch keine Verwaltung gibt, sind die Bauern hilflos den Drogenkartellen ausgeliefert. Eine Alternative zum Coca-Anbau haben die Allerwenigsten.

Links zu ein paar Aviatik Print Publikationen:

Tempi passati am Amazonas  (Airport Magazi

Abenteuerlich von den Anden bis zum Amazonas (Der Bund)

Swissair: Personelle Probleme schon vor dem Start  (Facts) 

Wird die Swissair überleben? (Der Bund) 

Singapore Airlines: Im Himmelbett um die Welt (Relax & Style)               

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Kreuzweg im Kreuzfeuer der Religionen: Die Osterprozessionen der Mixteken Indios

Auszug aus der noch unveröffentlichten Autobiografie «Highlights of a wild life» / «Obszessives ADHS-Leben» des Zürcher Fotojournalisten Gerd Michael Müller

VORWORT

Der Zürcher Autor (Jg. 62) reiste als Fotojournalist durch mehr als 70 Nationen und lebte in sieben Länder, darunter auch in Südafrika im Untergrund während der Apartheid. In den 80er Jahren war er Politaktivist bei den Zürcher Jugendunruhen und dann im Autonomen Jugendzentrum (AJZ) tätig. Dann engagierte er sich für wegweisende Wildlife & Oekoprojekte im südlichen Afrika und weltweit. Schon 1993 berichtet Müller über den Klimawandel und 1999 gründete er das Tourismus & Umwelt Forum Schweiz. Durch seine humanitären Einsätze lernte er Nelson Mandela, den Dalai Lama und weitere Lichtgestalten kennen. Sein Buch ist eine spannende Mischung aus Politthriller, Reiseberichten und voller abgefahrenen Geschichten – den Highlights seines abenteuerlich wilden Lebens eben.

In den folgenden Jahren machte ich noch eine längere Reise und einen Segeltörn durch die Windward Islands in der Karibik von St. Lucia und St. Vincent über Grenada bis nach Trinidad und Tobago runter, dann durch den Süden von Mexico nach Oaxaca und Chiapas. Im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca fuhr ich mit einer jungen Malerin ins Hochland nach Zacantepec hoch, um die Mixteken Osterprozessionen zu erleben.

Das war eine einzigartige Erfahrung, als einziger Weisser und Ausländer unter den Mixteken Indios an ihrer Kreuzweg-Prozession durch die Berge auf fast 3000 Metern teilzunehmen. Vor dieser Reise habe ich drei Monate lang vier Stunden täglich Spanisch gelernt, aber die hiesige Indio-Sprache verstand ich gar nicht. Umso eindrücklicher war die Prozession, von der ich versteckt Fotos machte und dann bei der 7. Station des Kreuzzugs, bei der Wiedervereinigung von Jesu Christi und Maria Jungfrau von den Indios mitten ins Zentrum der Prozession geholt wurde und einen der drei vor den Weihrauch-Gefässen niederknieenden Bannerträger sein durfte.

Erst hatte ich schiss, sie hätten mich beim Fotografieren erwischt und nun würde ich als Opfer dargebracht. Die Furcht war nicht unbegründet, denn in Chiapas wurden schon Touristen umgebracht, die die einheimischen Indios fotografierten. Umso mehr öffnete ich mich nun den Indios und verfiehl in den folgenden Tagen und abgefahrenen Prozessionen auch öfter Mal in Trance. Und das ganz ohne Drogen, d.h. nicht ganz. Mit einer halben Flasche Mezcal beruhigte ich die Rache «Montezuma’s». Und infolge des Nahrungsmittelmangels und der Höhe wirkte sich der Alkoholpegel besonders gut auf die rauschartigen Trancezustände aus. Da gab es keine Sprachbarrieren mehr und das universell Verbindende überwand alle kulturellen Grenzen. Und dank der jungen Malerin aus dem Atelier des berühmten mexikanischen Malers «Tamayo» erfuhr ich mehr und mehr über die Geschichte und Identität der Mixteken.

Bei den Indio-Aufständen und Friedensverhandlungen in Chiapas    

Jahre später kehrte ich als Journalist nach Mexico zurück, als in Chiapas die Indio-Aufstände eskalierten und das mexikanische Militär und die Soldaten der Armee in die Region der sechs Dörfer und in San Cristobal de las Casas einmarschierten, um die «MARCOS»-Rebellen zurückzudrängen und den Indio-Aufstand zu zerschlagen. Die sechs Buchstaben «MARCOS» waren die Anfangsbuchstaben der sechs aufständischen Indio-Kommunen. In Ocosingo flogen uns, als ich mit einer Ernährungsberaterin für Säuglinge einer Hilfsorganisation vor Ort war, die Kugeln nur so um die Ohren und ich hatte Glück, dass mich keine davon traf. Nachdem ich diesem brandgefährlichen Ort wieder entflohen war, erlebte ich dann in Chiapas noch ein schweres Erdbeben und in Yucatan einen Hurrikan. Also Mexico hat nicht mit Eindrücken gespart. Das war ein höllisch heisses Land, mal ganz abgesehen von all den Drogenkartellen, die sich damals gerade bekämpften.

Als ich nach Chiapas reiste, waren die Indio-Unruhen voll entbrannt und die ganze Gegend um San Cristobal de las Casas militarisiert. Wir fuhren an Panzern vorbei, am Himmel kreisten Militär-Helikopter und überall waren Soldaten zu sehen. Auch Strassensperren gab es etliche rund um die sechs Orte, deren Orts-Anfangsbuchstaben den Begriffs «MARCOS»-Rebellen prägte.

Der Chiapas-Aufstand wurde vom «Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) initiert, einer linksradikalen Bewegung, die zu den Zapatisten gehört, und sich gegen den mexikanischen Staat im Bundesstaat Chiapas richtet. Die Maya-Indiovölker litten unter dem Freihandelsabkommen und rassistischen Politik. Sie wurden schlicht unterdrückt und verdrängt. Und dagegen wehrten sie sich. Der Konflikt begann im Januar 1994, als der «EZLN vier Städte besetzte. 1995 startete das Militär Mexikos eine Offensive und bald wurden der Regierung Foltermethoden vorgeworfen.2001 machten Zapatisten unter der Führung des Subcomandante Marcos einen Marsch von Chiapas nach Mexiko-Stadt. Im selben Jahr gab es den Hungerstreik der Gefangenen. Am 1. Januar 2003 nahmen Zapatisten die Stadt San Cristóbal ein. Nichtregierungsorganisationen setzten sich für gewaltlosen Wandel ein.Die Friedensverhandlungen waren gerade im Gang.

Als ich mit Mitarbeitern des «DIF-Ernährungsprogrammes der UNO in einem Indio-Dorf war, pfiffen uns plötzlich die Kugeln um die Ohren und wir mussten ins Innere flüchten, worauf es minutenlang zu einem Schusswechsel rund um das Dorf kam. Nach stundenlangem Abwarten brachen wir dann im Schutz der Dunkelheit auf und verschwanden von Ocosingo.

Auf dieser Mexico-Reise gab es noch einen Hurrican in Yucatan, der uns mächtig durchschüttelte aber nichts im Vergleich zu dem schweren Erdbeben an der Pazifikküste bei Huatulco, das mich zwar verschonte, aber nachhaltige Spuren hinterliess. Ich blieb unverletzt, obschon grosse Betonbrocken runterflogen. Aber ich hörte beziehungsweise spürte noch monatelang zu Hause jedes Vibrieren der Tramschienen in 200 Meter Entfernung. Es war als hätte man hochaktive Seismographen in meinem Hirn installiert, die die geringste Erschütterung registrieren.

Höllentrip in Kolumbien im Dienste der Swissair

Und dann flog ich nach Kolumbien und traf in Bogota meinen Berufskollegen Hans-Jörg Egger vom Airport Magazin. Von Bogota flogen wir in alle Richtungen. Nach Letiza im Dreiländereck im Süden des Landes am Amazonas, nach Cartagena in die Kolonialperle, nach Cali, damals die Drogenhochburg vn Pablo Escobar. Dann nach Villa Vicencio und zur Karibikinsel San Andres hoch, die vor der Küste Nicaraguas liegt. Ein recht ambitioniertes Programm in einer woche und das ging nur, weil wir jeweils so 15 Minuten vor Abflug der Maschine beim Flughafen eintraffen. Das klappte bestens, nur beim letzten Flug nach Equador, der somit wieder ein Auslandflug war, hatten wir nicht daran gedacht, dass das Prozedere ja viel länger dauern würde.

So waren schon alle Fluggäste an Bord, als wir eintraffen. Over, lautete die Message. Hans-Jörg und ich sahen uns entsetzt an und zogen beide unsere Dokumente und zwei Visitenkarten hervor. Die knallte ich auf den Check-in Counter und sagte: „Stop the airplaine, now, immediately“. Und rannte einfach durch das Gate vorbei an den überrumpelten Securities auf das Flugfeld hinaus. Hans-Jörg keuchte neben mir, schliesslich hatten wir viel Kameragepäck im Schlepptau. Ohne dass auf uns geschossen wurde rannten wir dem Flugzeug entgegen, das alle Türen geschlossen hatte und im Anrollen war. Gleichzeig sahen wir ein Treppenfahrzeug auf das Flugzeug zu rasen und der Jet stoppte. Nach einigen Dutzend Metern hatten wir es dann geschafft und durften die Treppe hocheilen, die Türen wurden geöffnet und wir waren an Bord. „Wow, was für eine geile Action“.

Warum die funktionierte und das Flugzeug anhielt, möchten Sie wissen? Tja, die eine Visitenkarte war die des kolumbischen Luftfahrt-Minister und die andere, die des Flughafendirektors. Beide hatten wir interviewt. Und so kam es also, dass für uns zwei Schweizer Journalisten in Kolumbien ein Verkehrsflugzeug auf einem internationalen Flug auf der Rollpiste gestoppt wurde und die Bord-Türen aufgingen.

Da schon unser Boarding recht spektakulär verlief, durften wir auch gleich im Cockpit dieser Maschine abwechslungsweise auf dem dritten Piloten-Sitz Platz nehmen und den Flug nach Quito so erleben. Da wurde mir zum ersten Mal sichtbar bewusst, wie schnell es geht, wenn zwei Verkehrsflugzeuge mit je 700 Stundenkilometern auf einander zurasen. Das konnte ich beim spektakulären Landeanflug in Quito miterleben, als eine von dort gestartete Maschine recht nah und sehr schnell an unserem Cockpit vorbei flog. Erst sah ich nur einen winzigen Punkt, der rasch grösser wurde und ganz schnell an uns vorbei zischte. Noch ein wenig krasser war dann nur noch der Flug mit den Militärmaschinen über die Anden, bei dem ich allerdings ziemlich benommen war.

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Publikationsübersicht nach Ländern

Hier finden Sie einige Publikationen des Fotojournalisten Gerd M. Müller. Einige Reportagen sind allerdings (noch) nicht verlinkt. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen.

ALGERIEN

Wüstenabenteuer: Im Land der versteinerten Träume (Vita Bella)                                    

AMAZONAS CRUISE

AmazonasCruise mit der MS-Bremen (Relax & Style)                    

 

ARGENTINIEN/PATAGONIEN

Fast bis ans Ende der Welt  (St. Galler Tagblatt)

Argentinien: Das unberührte Ende (Basler Zeitung)

Pampa, Packeis und paarende Wale (Neue Luzerner Zeitung)

 

AUSTRIA

Steirische Wohlfühloasen der Extraklasse (Wellness Magazin)      AUT_Steiermark_WM /

 

AUSTRALIEN

Australiens Top Spa’s und Gourmet-Lokale (Relax & Style) 

Die Opalschürfer von Coober-Pedy (Neue Luzerner Zeitung)

Die Hoffnung lebt im Untergrund (Solothurner Zeitung)                                   

Weltnaturerbe Fraser Island (Vita Bella)

Den Buckelwalen nah  (Vita Bella)   AUS_Whale_VB

Downunder kannst du was erleben (Vita Bella)

Australien-Spezial                                                                           

Australiens Lockruf zieht Schwärme nach Downunder                

Melbourne zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt

 

BRASILIEN

Abenteuer von den Anden bis zum Amazonas (Der Bund) BRA_AbenAmazon_Bund
Körperkult und Keuschheit BRA_KoerperkultKeusch
Abenteuer Amazonas (Seereisen-Magzin)    BRA_AmaSeereiseMag1
Zwischen Strandleben und Götterwelt

 

BOTSWANA

Paradiesische Landschaft – gefährdetes Leben

Afrikas Ureinwohner sterben aus (Mittelland Zeitung)

Die Okavango-Sümpfe – bedrohtes Paradies in der Wüste (Basler Zeitung)                                 

Okavango-Delta, der Garten Eden der Kalahari (Brückenbauer) 

Botswana: Biotop in der Wüste (AT/BT) 

Die Buschmänner sterben aus (Der Bund)   

Okavango Delta: Grandioses Wüsten-Biotop unter Wasser

HIV-Kinder- und Oekoprojekte in 7 afrikanischen Ländern

 

BORNEO/MALAYSIA

Die Kopfjäger lassen grüssen (Südostschweiz)                                 

Können die Touristen die Orang Utan retten? (Brückenbauer)                    

CAMBODIA

Ankor Wat (Brückenbauer)        

CANADA

Kanadas Westen nicht nur für schnelle Touristen (Basler Zeitung)               CAN_ADAWestCoast_BAZ

Deutschland/Germany

Gutedeltraubenkur in Badenweiler (Relax & Style)                                               

Hotel Bareiss in Beiersbronn  (Relax & Style)              

Süddeutschland’s schönste Golfplätze (Relax & Style)

Bayern’s schönste Golfplätze    (Relax & Style)

Die 3 fantastischen B’s in Baden-Baden
Dresden: Bunte Szenenkultur für Junggebliebene (Der Bund)     DE_DresdenSzene_Bund

 

Dominikanische Republik

Das Mallorca der Karibik ist eine Perle (Der Bund)                                              

Santo Domingo will Mittelpunkt der Welt werden    (Sonntags Zeitung

FRANKREICH/FRENCH GUYANE / POLYNESIEN

Reisetipps Cevennen  (On Trip)                          

Langedoc-Roussillon (Die Südostschweiz)

Langedoc-Roussillon: Ausflippen im Land der Wölfe                    

Heideland statt Heidi-Land

Süsee/Frz. Polynesien: Tahiti & Bora Bora

Südsee: An der Pforte zum Paradies (Brückenbauer)                      POLY_PforteZumParadies_BB

Polynesien: Himmel auf Erde (Der Bund) 

Südsee: Eintauchen ins Paradies   (Aargauer Zeitung)

Südsee der Himmel auf Erden (Vita Bella) 

Frz. Guyana/French Guyane

Guayana: Wo Europa im Amazonas ausufert (Mittelland Ztg.)                        

Dorado  (St. Galler Tagblatt) GUY_Kourou

Land zum Abheben  (Sonntags Blick) 

Wo Europa ausläuft, verdampft und verschwindet (Basler Zeitung)

Ein Land zum Abheben (Blick)                        

 

Grossbritannien/UK

Karneval in Trinidad: Lebenslust und Protest (Brückenbauer)                       

 

Holland/Netherlands: Amsterdam City-Porträt

 

Indien/India

Ayurveda: Am Puls des Lebens   (Wellness live) 

Im Reich der liebenden Hände (Wellness Magazin)

Ayurveda: Im Reich der Liebenden Hände (World of Wellness) 

Am Puls einer faszinierenden Medizin (World of Wellness)    

Sri Lanka’s schönste Ayurveda-Resorts (World of Wellness)

Sri Lanka’s beste Ayurveda-Resorts (World of Wellness)

Ayurveda: Auf dem Weg zum Gleichgewicht (Südostschweiz)

Hyppokrates war der erste Ayurveda-Apostel (Fitness Tribune)                     IND_AyurvedaFT97

Pancha Karma: Muter aller Kuren (Fitness Tribune)                        IND_Ayurveda_FT98                       

Ayurvedischer Genuss ohne Reue (Fitness Tribune)   IND_FT97

Wellness in der Ayurveda Heimat (Wellness live)                            

Hyppokrates war auch ein Ayurveda-Apostel (Wellness live)    

Wellness in der Ayurveda Heimat Indiens   (Wellness live)              

Wellness in der Ayurveda-Heimat (Wellness live)     

 

INDONESIEN/LOMBOK

Das Sasak-Reich tritt aus dem Schatten der Götterinsel (Der Bund)

Trekking auf den Mount Rinjani auf Lombok (Tages Anzeiger)

Lombok – die Alternative zu Balis Komerz (Basler Zeitung)      

Das Sasak-Reich tritt aus dem Schatten der Götterinsel (Aargauer Zeitung)               

KENIA

Kenia kommt wieder auf die Beine             KEN_ya_ST

KOLUMBIEN

Tempi passati am Amazonas (Airport Magazin)

Abenteuerlich von den Anden bis zum Amazonas (Der Bund)

 

KUBA

Die Insel der Idealisten, die sich von Hoffnung (AT/BT)                                     

Zu wenig zum Leben, zuviel zum Sterben (Der Bund)                                              

Kuba-Krise im Touristenparadies (SoZ)      

Lebensfreude in der Karibik (Unterwegs) CUB_Unterwegs

Zuckerinsel im sozialistischen Dollarrausch (Bund)        

Die Gesetze der Strasse (Globo)                    

Kuba’s Koloniale Pracht (Relax & Style)                          

Auf nach Varadero – es eilt! (St. Galler Tagblatt)

Ana Fidelia Quirot: Der Sport heilt alle Wunden (Blick)                                     

 

Komoren

Die Parfuminseln tauchen aus der Versenkung empor (Der Bund)

 

LIBANON

Südostschweiz

LAOS

MAURITIUS

Zuckerinsel im Tropenmeer(Wellness live)  MAU_306_RS

Weisse Strände, tiefblaues Meer (Wellness live)  MAU_Constance_WL

Villenparadies am Palmenstrand (World of Wellness)   MAU_Taj_WOW

Aphrodite und Adonis im Spa Paradies(…)  Mau_ritius

 

MALEDIVEN

Vom Anfang bis zum Ende in nur 100 Jahren (St. Galler Tagblatt)              

Ein Requiem aufs Korallenriff (Solo)           

Die Ökozeitbombe tickt und tickt (AT/BT)                     

 

MALAYSIA

Ritz Carlton, Kuala Lumpur (Excellence Inter) MY_RitzCarlton_EXE

MEXICO

Kreuzweg im Kreuzfeuer der Religionen (AT/BT)

Kreuzweg durch die Bergwelt Oaxacas (Der Bund)

Von Göttern inspiriertes, von Gott beselltes Indio-Reich (AT/BT)

Zukunftsprojekt ohne die Sünden der Vergangenheit (SoZ)

Mexicos wilder Süden (BB)

L’Etat rebelle du Chiapas (Contruire)

Kreuzweg der Religionen (NLZ)                     

Lockruf eines geschmähten Kontinents (SoZ)

Kreuzweg der Religionen (SHN)

 

MADEIRA

Excellence International

 

PHILIPPINES

Inselparadies für Abenteurer (Südostschweiz)

Paradiese kurz vor dem Auftakt zum Massentourismus  (AT/BT)

Inselparadies für Abenteurer    (Südostschweiz)

Paradiese kurz vor dem Massentourismus (Der Bund)  PHI_PHIL1_BUND

Inselparadies für Abenteurer (NLZ)

Inselwelt vom Feinsten (Südostschwei)

 

SCHWEIZ

Frost erhitzt die Gemüter. Kuoni Kos Debakel (Sonntags Zeitung                CH_ErhitzeGemüter_SOZ
Für die Höchsten das Grösste (Sonntags Zeitung)  CH_Lü_SOZ
Auch Mann liebt es auf die sanfte Tour (Sonntags Blick)  CH_MenSPA_Sobli
Keiner kommt ungeschoren davon (Suedostschweiz)  CH_Klima_SO
Swissair: Personelle Probleme schon vor dem Start (Facts)  CH_ErhitzeGemüter_SOZ
Von der Marktgasse an den Malecon (Der Landbote)   CH_CU_Auswanderer_LB
Das Blaue vom Himmel geschworen (Neue Luzerner Zeit. )  CH_BlauevomHimmel
Wie vermeidet man Ferienfrust?  (Der Bund) CH_keinFerienfrust_Bund
Ani Roth Pianistin (Suedostschweiz)   CH_AnyRoth_SO
Entwickungszusammenarbeit: Helfen ist nichts für Abenteurer (Südostschweiz) CH_EZA_SO
Konzentration im Reisebusiness  (Südostschweiz)  CH_KonzentrationReisemarkt
Zur Abschreckung drei Nächte draussen (Weltwoche) CH_Asyl_Weltwoche
Aufbruch zu neuen Horozonten (Der Bund ? )   CH_AufbruchneueUfer
Schweiz: Bahn macht gegen Billigflieger mobil (Pressetext) CH_BahnversusBilligflieger_PT
Trügerische Wachstumseuphorie CH_Wachstumsprognose
Cresta Palalce in (Relax & Style)
Singapore Airlines: Im Himmelbett um die Welt reisen    (Relax & Style)             CH_FIRSTCLASS_RS
Waldhaus Flims: Ein grosser Entwurf Lichtjahre weg (Relax & Style)             CH_WaldhausFlims_RS
Tourismus & Umwelt Forum: Begegnungen auf Reisen   (Eviva)  CH_EVIVAbericht
Online-Reisen: Schweiz strebt eine Mrd. Umsatz an (Pressetext)                  CH_StrebtMrdUmsatz_PT
50 Jahre Jubiläum Zürich Airport
Wird die Swissair überleben?  (Der Bund)                     
Machtprobe im Reisemarkt (Aargauer Zeitung)   MachtpokerTravelmarket
Flugreisen: was gilt beim Gepäck  CH_Gepaecklimits_TAGI

 

SRI LANKA

Die Ayurveda-Insel (R&S) SRI_LANKA_RS             

Die Perle des Orients nach dem Bürgerkrieg (Südostschweiz)                        SRI_LANKAPerledesaOrients     

Ayurveda-Resort Vergleich (World of Wellness) SRI_LANKAyurResortWoW

Hinter dem Checkpoint liegt das Paradies (Tagi)                                                     

 

SUEDAFRIKA

Das Shamwari Game Reserve braucht Platz (Travel Inside)  ZA_Shamwari

Tierparks so gross wie die Schweiz (SoBli) ZA_SobliRSA / ZA_SobliTitel

Der Kleine Kosmos am Kap(Sonntags ZeitungZA_KOSMOS_SOZ

Bushmen-Medizin am schönsten Ende der Welt (Wellness live)  ZA_SPA2_WL

Wein, Wildlife & Welness(World of Wellness ZA_AfrikaSPA_WoW

Demokratie in den Untergrund   (Wochenzeitung)  ZA_WOZ   

Ökopioniere und sozial Engagierte  (Relax & Style)

Sanfter Tourismus ist von grosser sozialer Bedeutung   (Der Bund)

Der neue Feind heisst Kriminalität  (AZ) 

Beim Büffel auf den Baum  (Südostschweiz)

Guerrissseurs Africaines  (OnTrip)

Bien-êtra, dégustation de grand cru et vie sauvage (View)

Das schöne Ende des Kontinents (Neue Luzerner Zeitung)

Auch die Wüste wird erobert (Landbote)

Nächster Halt am Zebrastreifen (Reiseplaner)

African Healer (On Trip)   (On Trip)  

Südafrika steht ein Bombenjahr bevor (Tages Anzeiger)

Alle 40 Minuten wird ein Mensch getötet (Tages-Anzeiger)

Vom ANC-Aktivist zum Tourismuspromotor (Travel Inside)

(Vita Bella)  ZA-SüdafrikaVita

(Wellness Magazin)  ZA_Südafrika_WM

 

TRINIDAD & TOBAGO

Modeblatt     T&T_CARNIVAL-MODEBLATT

TUERKEI

Planet Kappadokien (Tourbillon)              

VIETNAM

Asiens Tigerstaat auf dem Sprung   (Relax & Style)

Die starken Frauen von Lang Bien  (Modeblatt)

Vietnam entwickelt sich schneller als ein Polaroid  (View)

Vietnam zwischen Coca Coola und Ho Chi Min  (Neue Luzerner Zeitung)

Ein letzter Spaziergang vor dem Vergessen   (BaZ)

Vom Fieber des song voi ergriffen (…)                           

Honda ist wichtiger als Ho Chi Minh (Der Bund)

Ausländische Medien:

Bild Zeitung

Welt am Sonntag

Allmytraveltips Karibik & Latinamerika Reportagen

Brasilien: Candomblé performance, Salvador de Bahia

Brasilien: Candomblé-Performance in Salvador de Bahia. BIld: GMC Photopress/Gerd Müller

Hier finden Sie alle Karibik & Latinamerika Reportagen, die auf allmytraveltips.ch publiziert wurden. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen der Beiträge und freuen uns auch auf Ihr Feedback.


BRASILIEN

Brasilien: Panoramaansicht von Rio Stadt und Umgebung vom Corcovado aus. Panoramic view from Corcovado to Rio and the bay and hills around the brazilian city.

Brasilien: Panoramaansicht von Rio Stadt und Umgebung vom Corcovado aus. Bild: GMC

Brasilien: Tanzen bis zur Trance mit der Götterwelt


DOMINICAN REPUBLIC

Kuba: Sonnenuntergang am Strand von Trinidad. Sunset at the beach of Trinidad.

Punta Cana: Sonnenuntergang am feinsandigen SPaloemnstrand. Bild: GMC Photopress

Das Mallorca der Karibik ist eine Perle  (Der Bund) | Santo Domingo will wieder Mittelpunkt der Welt werden (Sonntags Zeitung)


FRENCH GUYANE

Swiss Photojournalist Gerd Müller in French Guyana

Swiss Photojournalist Gerd Müller exploring French Guyana, Kourou and a survival camp.

Ein Land zum Abheben (Blick) | Guayana: Wo Europa im Amazonas ausufert (MZ) | Wo Europa ausläuft, verdampft und verschwindet (BaZ) |


Kuba

Kuba: Tabakplantagen in Vinales/Pinar del Rio

Kuba: Tabakplantagen in Vinales/Pinar nahe del Rio. Bild: GMC Photopress/Gerd Müller

Wanderreise durch die tropische Pracht im maroden Zuckerparadies | Kuba’s koloniale Pracht glänzt dank UNESCO-Geld wieder  | Kuba zieht sich nur zaudernd aus dem Abgrund empor | Kubas Landwirtschaft ist am Boden. Nur die Privatisierung hat Zukunft | Die Kirche am Sterbebett der kubanischen Revolution

Printmedien-Reportagen

Die Insel der Idealisten, die sich von Hoffnung ernähren (AT/BT) Zu wenig zum Leben, zuviel zum Sterben (Der Bund) |Kuba-Krise im Touristenparadies (SoZ) Die Gesetze der Strasse (Globo) | Kuba’s Koloniale Pracht (R&S) | Auf nach Varadero – es eilt! (SGT)  |  Ana Fidelia Quirot: Der Sport heilt alle Wunden (Blick) | Lebensfreude in der Karibik (Unterwegs) | Zuckerinsel im sozialistischen Dollarrausch (Bund)


KOLUMBIEN

Tempi passati am Amazonas (Airport Magazin)Abenteuerlich von den Anden bis zum Amazonas (Der Bund)


MEXICO

Mexico Indio women

Osterprozessionen in Mexico Kreuzweg im Kreuzfeuer der Religionen

Ältere Printmedien-Reportagen  (Links folgen demnächst)

Kreuzweg im Kreuzfeuer der Religionen (AT/BT)  |  Kreuzweg durch die Bergwelt Oaxacas (Der Bund) |  Von Göttern inspiriertes, von Gott beselltes Indio-Reich (AT/BT)  | Zukunftsprojekt ohne die Sünden der Vergangenheit (SoZ) | Mexicos wilder Süden (BB) | L’Etat rebelle du Chiapas (Contruire)  | Kreuzweg der Religionen (NLZ) |  Lockruf eines geschmähten Kontinents (SoZ) | Kreuzweg der Religionen (SHN)


PERU

Peru’s 3500 jährige Inka-Kultur und Thermalquellen auf 2700 Meter


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Headerbild AIR_PC-12_03

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Schweizer Engagement bei der humanitären Minenräumung

Headerbild: Das UNO-Emblem am Haupteingang des Palais des nations der UNO in Genf | The UN-Emblem at the main entrance of the UN Palais des nations in Genva

Die Schweiz leistet einen humanitären  Beitrag für die UNO bei der Minenräumung in einigen Ländern. Bild: GMC

Bern, 02.04.2015 – Im Rahmen der humanitären Minenräumung hat die Schweiz im Jahr 2014 in verschiedenen Ländern Projekte unterstützt. So auf den Philippinen, wo durch den Taifun Haiyan ein Waffen- und Munitionsdepot weggeschwemmt wurde, oder am Horn von Afrika, wo die Schweiz in Somaliland und Puntland lokalen Behörden beim Aufbau zweier Minenräumzentren helfen konnte. Dafür wurden 2014 rund 19 Mio. CHF bereitgestellt. Das Engagement der Schweiz wird politisch und operationell durch das EDA und das VBS koordiniert. Im neu erschienenen Jahresbericht präsentieren die beiden Departemente einen Überblick über die im Kalenderjahr 2014 erfolgten Aktivitäten.

Minen und explosive Kriegsmunitionsrückstände („Blindgänger“) stellen häufig auch Jahre oder gar Jahrzehnte nach Ende eines Konfliktes eine Gefahr für die lokale Zivilbevölkerung wie auch für Angehörige humanitärer und friedensfördernder Missionen dar. Die explosiven Überreste behindern oft den humanitären Zugang zur betroffenen Bevölkerung, gefährden die in der Konfliktnachsorge tätigen Angehörigen internationaler Missionen und können ein schwerwiegendes  Hindernis darstellen für den Wiederaufbau, die langfristige Entwicklung und die Ernährungssicherheit.

Seit den 1990er-Jahren engagiert sich der Bund aktiv in der humanitären Minenräumung. Das Engagement stellt einen langfristigen Beitrag zugunsten des Friedens und der Sicherheit dar. Den aktuellen Rahmen für die politischen und operationellen Aktivitäten gibt die Strategie des Bundes in der humanitären Minenräumung 2012-2015 vor. Im Rahmen dieser Strategie koordinieren sich das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in ihren Beiträgen.

Im Kalenderjahr 2014 hat der Bund insgesamt 19.1 Mio. CHF für die humanitäre Minenräumung aufgewendet. Die Mittel konnten direkt für die Umsetzung der politischen und operationellen Ziele der Strategie eingesetzt werden: So unterstützte die Schweiz mit finanziellen Mitteln des EDA sowie mit der technischen Expertise des VBS bzw. der Schweizer Armee zahlreiche Projekte in betroffenen Ländern und Regionen. Zum Beispiel auf den Philippinen, wo ein Waffen- und Munitionsdepot durch den Taifun Haiyan weggeschwemmt wurde und die zurückkehrende Bevölkerung bedrohte, oder auch am Horn von Afrika, wo das Engagement der Schweizer Armee zugunsten des UNO-Minenräumprogrammes in Somaliland und Puntland abgeschlossen werden konnte. Im Rahmen dieses Engagements wurden vor Ort lokale Kapazitäten aufgebaut, mit denen die Minenräumzentren der beiden Provinzen in der Lage sind, ihren Auftrag selbständig fortzuführen. Weitere Projekte unterstützte die Schweiz unter anderem in Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Angola, Südsudan, Kolumbien, Kambodscha oder Sri Lanka. Die Beiträge der Schweizer Expertinnen und Experten, welche im Rahmen von UNO-Räumprogrammen vor Ort oder in den UNO-Hauptquartieren New York und Genf eingesetzt werden, sind international anerkannt und werden sehr geschätzt.

Auf politisch-diplomatischer Ebene konnte die Schweiz ihren Einsatz zugunsten der institutionellen Stärkung der relevanten Vertragswerke (Personenminenübereinkommen, Streumunitionsübereinkommen, UNO-Konvention über bestimmte konventionelle Waffen) und des multilateralen politischen Dialogs fortführen. Dabei geht es insbesondere auch darum, allfälligen Ermüdungserscheinungen in den Anstrengungen gegen Personenminen, Streumunition und weitere explosive Kriegsmunitionsrückstände entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang nimmt die Schweiz auch Berichte über den allfälligen Einsatz von Streumunition in jüngsten Konflikten mit grosser Besorgnis zur Kenntnis.

Entlang den Vorgaben unterstützte der Bund mit rund der Hälfte seines Beitrags das Genfer Zentrum für humanitäre Minenräumung (GICHD), welches als Kompetenzzentrum in diesem Bereich einen international hervorragenden Ruf geniesst. In Zusammenarbeit mit nationalen Behörden, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft erarbeitet das Zentrum Normen und Standards, gibt Fachwissen weiter und unterstützt operative Tätigkeiten in den betroffenen Ländern und Regionen. Mit dem Einzug des GICHD in das 2014 eröffnete Maison de la Paix konnte das Zentrum im Kontext der friedenspolitischen Bemühungen der Schweiz zusätzlich gestärkt werden.

Gemessen an den strategischen Vorgaben sieht der Bund die Aktivitäten im Kalenderjahr 2014 als erfolgreich an. Jedoch zeigt sich nach wie vor, dass in der humanitären Minenräumung noch viel Handlungsbedarf besteht. Dies betrifft sowohl die Universalisierung der relevanten völkerrechtlichen Grundlagen als auch die Räumung kontaminierter Böden und die Opferhilfe an sich. Umso mehr nimmt die Schweiz mit einer gewissen Besorgnis die stellenweise nachlassende Dynamik in den internationalen Anstrengungen wahr.

Zusätzliche Verweise:

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